5 Dinge, die ich über Facebook Ads gelernt habe

Thomas Hutter, wird auch der Facebook-Guru genannt, denn in Europa betreut er ziemlich viele, ziemlich große Unternehmen. Grund genug für unseren Social-Strategen Konstantin bei einem Workshop vorbeizuschauen, um das Wissen mit Dir zu teilen: Hier die wichtigsten Learnings!

1. Facebook ist tot, lang lebe Facebook!

Die Ersten werden jetzt denken: „Facebook? Das ist doch schon tot!“ Zugegeben, es stand schon besser um das Image von Mark Zuckerbergs Unternehmen. Schaut man auf die aktuellen Nutzerzahlen von Facebook und der Tochter Instagram, ergibt sich jedoch ein anderes Bild: 1.47 Milliarden aktive Nutzer jeden Tag können nicht irren. Über Facebook, Instagram und WhatsApp hinweg hat der Social-Media-Gigant sogar über 2.5 Milliarden Nutzer täglich (dabei wird ein Nutzer über verschiedene Netzwerke hinweg nur einmal gezählt) (Stand: Juli 2018). Wer also im Vergleich dazu ein größeres digitales Netzwerk mit spannenden Werbemöglichkeiten kennt, darf sich gern unter hallo@netzstrategen.com melden.
Grafik mit den Nutzerzahlen von Facebook

So ziemlich jeder dürfte es aus seinem privaten Gebrauch kennen: Auf Facebook oder Instagram findet sich immer wieder die gleiche nervige Anzeige für ein Produkt. Das Problem: Du hast es schon längst gekauft oder gar kein Interesse daran. Was sagt uns das? Zum einen, dass unsere Daten gesammelt werden um diese für Werbung zu nutzen und zum anderen, dass dieser Werbetreibende unnötiges Budget ausgibt, um eine unpassende Zielgruppe mit nicht (mehr) relevanten Werbeanzeigen anzusprechen.

2. Zielgruppenüberschneidung ist Performance-Killer No.1

Egal wie Du deine Zielgruppen aufsplittest oder mit welchen Interessen Du sie targetierst, prüfe immer wie viel Überschneidung die Zielgruppen untereinander haben. Geh dabei wie folgt vor:

  • Rufe Deine Zielgruppen auf.
  • Markiere die Felder neben den Zielgruppen, die Du vergleichen möchtest (bis zu 5).
  • Klicke auf „Handlungen“ > „Zielgruppenüberschneidung zeigen“.
  • Ansicht Zielgruppen Auswahl Businessmanager

    Zielgruppenüberschneidung im Facebook Businessmanager

    Wenn Du hier eine Überschneidung von über 10% hast, solltest Du die Zielgruppen voneinander ausschließen.

    3. Video killed the Foto-Star

    Das dürfte mittlerweile nicht mehr allzu neu sein, denn Videos werden schon seit längerem von Facebook Algorithmus Edgerank bevorzugt angezeigt. Das Gleiche gilt auch für Ads. Videos haben neben der höheren Aufmerksamkeit der Nutzer noch weitere Vorteile:

  • Mit Videos lassen sich Nutzer in einem Funnel binden und nochmals ansprechen. Geht man im ersten Schritt auf Reichweite und spricht Nutzer mit Video XY an. Dann lassen sich Nutzer, die das Video bis zu 50% geschaut haben, mit einer zweiten Werbeanzeige, diesmal beispielsweise mit einem Kaufaufruf (Call-to-Action) nochmal ansprechen (Retargeting).
  • Videos sind im Hinblick auf die Impressionen günstiger als Foto-Link-Ads.
  • 4. Reichweite und Frequenz-Kampagnen als Alternative zum klassischen Auktionsmodell

    Normalerweise versteigert Facebook seine Werbeplätze an den Höchstbietenden. Die Auktion findet völlig automatisiert in Sekundenbruchteilen statt. Wie viel man für einen Klick, Impression oder Lead ausgeben will, regelt man selbst über den Werbemanager. Allerdings gibt es für qualifizierte Werbekonten auch die Möglichkeit eine sogenannte „Reach & Frequency-Kampagne“ zu verwenden. Ein Vorteile dabei ist die hohe Vorhersehbarkeit: Du weißt vor dem Schalten deiner Kampagne, wann und wie häufig deine Anzeigen erscheinen und welche Reichweite und Impressionen du wahrscheinlich erzielst. Dadurch ist auch klar wie viel Budget deinen Kampagnen benötigen werden, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Leider steht es eben nicht jedem Werbetreibenden zur Verfügung. Hier erfährst Du mehr zu der Buchungsart „Reichweite & Frequenz“.

    5. Split it!

    Splitten, splitten, splitten. Wer wissen will bei wem seine Facebook-Kampagnen wirklich erfolgreich sind, der muss splitten was das Zeug hält. Das ist logisch, denn nur so kann herausgefunden werden, welches das entscheidende Kriterium war. Ein Beispiel: Es ist eine Markteinführung für einen neuen Rucksack geplant. Am besten teilt man jetzt die Anzeigengruppen mindestens in Männer vs. Frauen, splittet diese noch nach Altersstufen und Plattform auf und nimmt zusätzlich noch Variationen der Creatives mit auf. So erhält man ziemlich schnell viele verschiedene Kombinationen. Aber nur so lässt sich das Budget optimal aufteilen und die gut laufenden Anzeigen von den „Budgetfresser“ unterscheiden.

    Mehr WebWissen zu Facebook und Facebook Ads? Hier entlang, um mehr über Facebook Analyse Zielgruppe und Facebook Zielgruppen definieren zu erfahren.

    Jetzt möchten wir noch wissen, was Du nicht weißt: Schreibe Deine Fragen zu Facebook Ads oder gerne ein kurzes „Hallo“ in die Kommentare!

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