Mein Praxissemester bei den netzstrategen

Meine knapp sechs Monate als Praktikantin bei den netzstrategen sind vorbei. Das Praxissemester ist wie im Flug vergangen und ich kann auf ein erfolgreiches und ereignisreiches halbes Jahr zurückblicken.

Ende September bin ich zu den netzstrategen „zurückgekehrt”, nachdem ich vor knapp drei Jahren bereits ein Schnupperpraktikum im Großviehstall machen durfte. Den Bericht dazu könnt ihr hier lesen. Seit dem hat sich bei mir Einiges getan: Ich studiere mittlerweile und komme bald ins 6. Semester. Mein Studium heißt „KulturMediaTechnologie” und ist ein Kooperationsstudiengang der Musikhochschule und der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Karlsruhe. Für die, die mich nicht kennen, in 10 Fragen an mich habe ich mich nochmal ein wenig genauer vorgestellt.

Meine Aufgaben

Bei den netzstrategen habe ich im Marketing-Team mitwirken und dabei Sarah und meinen Mentor Timo tatkräftig unterstützen können. Neben dem Schwerpunkt Videoproduktion, produzierte ich für den Blog zielgerichtete Inhalte (Video, Audio, Text, Bild) zu aktuellen oder lokalen Themen. Auch für die Website und die netzstrategen Akademie habe ich einige Videos erstellt. Zu meinen Aufgaben gehörten zusätzlich noch das Pflegen der Social Media Kanäle, vor allem Instagram, und das Unterstützen der monatlichen Feierabende #nmfka. Auch für den netzstrategen Newsletter und für die hallo.digital konnte ich einige Aufgaben übernehmen.“

Wie sieht so ein Tag als Praktikantin bei den netzstrategen aus?

9 Uhr
„Buenos Diaz, qué tal?” Miguel öffnet mir die Tür und ich habe gleich meine erste Kommunikation auf Spanisch. Jacke aus, Tee gemacht, los gehts. Ich öffne Asana und Slack , um zu sehen, was es für Neuigkeiten gibt und was heute alles ansteht. Aaah, Stephan hat Kuchen mitgebracht, klasse! Bei den netzstrategen wird man dazu „erzogen”, seinen Bildschirm zu sperren, bevor man seinen Platz verlässt und den Laptop unbeobachtet lässt. Das durfte ich auch schon an eigenem Leib erfahren.


Stephan hatte das wohl vergessen und zack postet „er” in unseren Slack-Channel, es gäbe Kuchen für alle.
Das sieht dann ungefähr so aus: Eine Art Strafe für Unachtsamkeit beim Bildschirmsperren, über die wir uns immer sehr freuen 😉.
Neben einer Reihe an Tasks, habe ich auch tagesgebundene Aufgaben. Heute ist das der #strategeninzahlen – Post, denn es ist Mittwoch. Nach kurzer Absprache mit Sarah, plane ich den interessanten Fakt für heute.
11 Uhr
Letzte Woche hatten wir Besuch von unseren spanischen Kollegen. Mit Rodrigo habe ich ein “Welcome Video” gedreht, was ich heute fertig schneiden werde.
12 Uhr
“Noms?” – eine typische Frage für unseren Essens-Channel in Slack. Daran merke ich, wie schnell die Zeit vergangen ist und dass wir schon Mittag haben. Leider kommen wir nur immer montags beim #strategenmittag in den Genuss des gemeinsamen Kochens. Peter bietet sich an, Falafel zu holen. Ich schreibe unter den Chat „🙋, einmal Falafel spezial ohne Mangosauce”. Ja, hier wird man manchmal echt verwöhnt. 😍
Mittags sitzen wir immer in unserer Essensecke zusammen. Gut gesättigt starten wir dann in den Nachmittag.
14 Uhr
Ich habe einen Hangout-Termin mit Andreas, denn ich fahre Anfang Januar nach Köln, um gemeinsam mit ihm Erklärvideos für die netzstrategen Akademie zu drehen. Dafür muss einiges vorbereitet und besprochen werden.
Pünktlich um 15 Uhr erinnert mich mein Kalender, dass jetzt die Zeit ist, den #strategeninzahlen – Post abzusenden. Morgen habe ich meinen wöchentlichen Termin mit Sarah, um meine „Social tasks” zu besprechen und zu präsentieren. Dafür bereite ich einen Social-Post für Facebook vor, präsentiere Ideen für Instagram -Storys und und möchte meinen Blogpost über den Workshop im November abschließend besprechen. Darauf bereite ich mich gut vor, denn wir haben nur begrenzt Zeit und möchten diese effizient nutzen.
17 Uhr
Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass der Tag sich dem Ende neigt. Ich werfe nochmal einen Blick in meinen Kalender, um zu schauen, was morgen ansteht. Dann klappe ich auch den Laptop zu. „Adios, hasta manana!”, bis morgen.

Neben dem „alltäglichen Wahnsinn” gab es einige Highlights, von denen ich euch gerne noch erzählen möchte.

Barcelona

Dass die netzstrategen ein Büro in Barcelona haben, wusste ich natürlich schon. Aber dass ich während meines Praktikums einmal dort sein werde, habe ich nicht erwartet! Gemeinsam mit dem Marketing Team verbrachten wir einige Tage im schönen Barcelona und arbeiteten vom BCN Office aus. Außerdem haben mich die spanischen Kollegen motiviert, Spanisch zu lernen. 😄

Köln

Um eines meiner größeren Projekte bei den netzstrategen anzutreten, nämlich Erklärvideos für die netzstrategen Akademie, bin ich Anfang Januar für drei Tage nach Köln gefahren.

Zwei legendäre Feierabende

…die ein bisschen aus der Reihe getanzt sind. Beim Rindergeburtstag im November haben wir mit der Community 5 Jahre #nmfka gefeiert. Bei der Organisation konnte ich viel unterstützen und der Abend war ein voller Erfolg. Auch „Betrunken Gutes Tun“ im Dezember war nicht nur eine tolle Party, sondern wir haben mit 4450 Euro Spenden auch einen Rekord aufstellen können!

Was ich im Praxissemester gelernt habe

1. Selbstorganisation und Selbstständigkeit. Bei einer Unternehmensphilosophie wie der der netzstrategen, ist es üblich, sich zunächst selbst mit zugewiesenen Projekten auseinanderzusetzen, bevor man den Kollegen seine Lösungsvorschläge präsentiert. Ein wichtiges Learning hierbei war, erst selbst überlegen, dann fragen, falls noch Fragen übrig bleiben.
2. Texten. Durch die regelmäßige Arbeit an längeren Blogbeiträgen, als auch an kurzen Texten für Social Media habe ich zum Einen gelernt, die wichtigsten Informationen auf den Punkt zu bringen und zum Anderen, dem Leser trotzdem das Nötigste zu erklären und ihn inhaltlich abzuholen.
3. Sprachen. Ich habe durch die Kommunikation auf Englisch mein Englisch deutlich verbessern können. Auch Spanisch spreche ich mittlerweile.
4. Kommunikation. Das A und O in der Zusammenarbeit. Regelmäßige Feedbackrunden und ein guter Austausch sind superwichtig.

Zusammenfassend würde ich sagen, ich habe mich sowohl persönlich als natürlich auch in meinen Tätigkeiten und im Studium erlernten Fähigkeiten stark weiterentwickelt. Die Möglichkeiten, alleine Projekte durchzuführen, die Erfahrung, so viel Vertrauen entgegengebracht zu bekommen und die Erfolgserlebnisse erfüllen mich mit großer Dankbarkeit. Auch die Reisen nach Barcelona und Köln haben mir persönlich viele Eindrücke und auch Wünsche für meine Zukunft eröffnet. Ich bin stolz, ein halbes Jahr meinen Teil zu dem Unternehmen beigetragen zu haben. Danke für alles! Thank you for everything! Muchas gracias por todo!

Hast Du noch Fragen an mich oder willst mehr über mein Praktikum wissen? Dann schreibe mir Deine Gedanken gerne in die Kommentare!
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