Rankings überwachen für Einsteiger – so geht’s!

"Bei Google sind wir auf Platz 1" - immer wieder bekommen wir diesen Satz in Gesprächen zu hören. Auf die Frage, wie das gemessen wurde, bekommen wir regelmäßig die Antwort "Ich habe es gegoogelt". Warum das nicht zur Überwachung der Rankings taugt und welche zuverlässigen Alternativen ihr habt, erfahrt ihr im Artikel.

Individuelle Suchergebnisse oder warum selber googeln nicht funktioniert

Um zu verstehen, warum das einfache Googeln nach einem Keyword nicht funktioniert, muss man wissen, dass Google für jeden individuelle Suchergebnisse ausspielt. Für die Berechnung der angezeigten Ergebnisse berücksichtigt Google sehr viele unterschiedliche Faktoren. Einige davon sind:

  • Genutzte Hardware: Findet die Suche am Desktop oder auf dem Smartphone statt?
  • Standort: Wird in Karlsruhe nach einem Schlüsseldienst gesucht, sind andere Treffer relevant als bei derselben Suche in München.
  • Zeit: Abhängig von Saison und sogar der Uhrzeit können andere Suchergebnisse ausgespielt werden.

Damit Google seinen Nutzern möglichst passende Suchergebnisse ausspielen kann, muss der Suchmaschinenriese jeden Nutzer möglichst gut kennen. Daher ordnet Google alle User in verschiedene Kategorien ein. Wer bei Google eingeloggt ist, kann sich anzeigen lassen, welche Interessen und Kategorien das sind und gegebenenfalls auch anpassen.

Screenshot der Interessen eines Google Accounts
Meine Interessen laut Google

Einige der Punkte wie Suchmaschinenoptimierung treffen zu, doch bei anderen Punkten liegt Google komplett daneben. Das liegt aber auch daran, dass ich meinen Google Account für sehr verschiedene Themenfelder hinsichtlich unserer Kunden verwende (Der Verlauf eines SEO’s kann manchmal sehr komisch aussehen) und eher weniger für private Angelegenheiten.

Basierend auf dieser Kategorisierung werden dann individuelle Suchergebnisse ausgespielt. Hier sollte schon recht gut klar werden, warum eine einfache Google-Suche nicht die tatsächlichen Rankings widerspiegelt. Eine Priorisierung nach dem gleichen Prinzip nimmt übrigens auch Facebook beim Newsfeed vor.

Inkognito-Modus nutzen

Eine etwas realistischere Ansicht der tatsächlichen Keywordrankings bekommst Du bei der Suche im Inkognitomodus eines Browsers, in welchem man auch meistens nicht mit einem Google-Account eingeloggt ist. In diesem Fall gibt es nämlich keine Surfhistorie und Cookies zur Identifizierung sind auch nicht vorhanden. Den Inkognito-Modus startest Du mit der Tastenkombination Shift+Command+N (Mac) oder mit Strg+Shift+N (Windows).

Rankings mit Gratis-Tools überwachen

Wesentlich komfortabler und zusätzlich auch noch mit einem grafischen zeitlichen Verlauf funktioniert die Überwachung mit entsprechenden Tools. Diese gibt es, in abgespeckten Versionen, auch gratis. Wenn Du also „erstmal schauen“ möchtest, dann wirf doch mal einen Blick auf die Tools SEOlytics und SISTRIX. Sind die Tools einmal konfiguriert, also die zu überwachenden Keywords definiert, werden sie künftig jeden Tag abgefragt.

Jede Website sollte außerdem mit der Google Search Console verknüpft sein. Neben vielen weiteren hilfreichen Informationen zeigt Google hier auch die Rankings für einzelne Keywords an – leider nicht tagesaktuell.

Übersicht der Keyword Rankings in der Google Search Console
Übersicht der Keyword Rankings in der Google Search Console

Wenn Du das nächste Mal die Rankings einzelner Keywords überprüfen willst, dann greif auf eines dieser Tools zurück. Die Daten sind in jedem Fall aussagekräftiger. Bei SISTRIX Smart ist sogar noch ein Vergleich mit Mitbewerbern möglich.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich von Dominik Horn verfasst. Ich habe ihn lediglich aktualisiert.

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