So tickt die Kurzvideo-App TikTok

Von der Kurzvideo-App hast Du vermutlich schon einmal gehört. Wer sich aber nicht aktiv hinsetzt und Zeit investiert, bekommt keinen genauen Eindruck was dort los ist. Content-Strategin Sarah hat sich TikTok einmal genauer angeschaut und erklärt Dir die wichtigsten Basics. Wir wünschen Dir viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren.

Was ist TikTok

TikTok ist eine App, mit der kurze Videos aufgenommen und geteilt werden kann. Sie gehört zum Technologieunternehmen ByteDance und ist im Sommer 2017 erschienen. Ein Jahr später wurde sie mit der App musical.ly zusammengelegt. Das merkt man auch – Musik und Audio spielen eine große Rolle bei Content auf TikTok.
Der Einstieg wird Nutzer*innen relativ einfach gemacht: Du brauchst keinen eigenen Account, um Inhalte anzuschauen. Einfach die App installieren und los geht die Berieselung – fast wie klassisches Fernsehen. Nach eigenen Angaben gibt es über eine Milliarde monatliche Nutzer bei TikTok – 4,1 Millionen auf dem Deutschen Markt.

TikTok Scrennshot Startbildschirm
Nach wenigen Clicks kannst Du Inhalte anschauen.

Wie TikTok funktioniert

Nutzer*innen können Videos teilen, die sie entweder direkt in der App produzieren oder einfach hochladen. Die Videos können bis zu einer Minute lang sein und kommentiert, geteilt oder mit einem „<3” versehen werden. Du kannst aber auch einfach Videos anschauen, ohne zum Feed beizutragen. Außerdem kannst Du wie bei anderen Plattformen einzelnen Accounts folgen. Das ist aber nicht unbedingt notwendig, der Feed wird von einem Algorithmus gefüllt.

Praktisch: In der App produzierte Videos können direkt in GIFs umgewandelt, heruntergeladen und an anderer Stelle geteilt werden.

Wieso TikTok für Nutzer*innen spannend ist

Im App-Store Deines Vertrauens findest Du fast unzählige Apps, die dafür da sind Dich zu unterhalten. Trotzdem ist TikTok mit inzwischen über einer Milliarde Downloads auf dem Vormarsch und ein relevanter Mitstreiter im Social Media Spielfeld. Das liegt einerseits an neuen und spannenden Formaten:

Bei der „Eat on the Beat Challenge“ geht es tatsächlich einfach darum, „im beat“ zu essen. Die Kombination aus Ton und Bild funktioniert – Kopfhörer aufsetzen und einfach einmal anschauen.

Außerdem ist die Nutzung und die Videoerstellung sehr einfach gestaltet: wenig Schnickschnack aber viele übersichtliche Möglichkeiten. Den Spaß an der Nutzung kommt Dir direkt zugute und Du musst nicht erst einmal suchen und zahlreiche Einstellungen vornehmen. Hast Du schon einmal eine App aufgegeben, weil der Einstieg zu umständlich war? Teile Deine Erfahrungen dazu gerne in den Kommentaren.

Positive Stimmung und spaßige Inhalte

Erinnerst Du dich noch an die Zeit, als Twitter vor allem lustig war? Aktuell landet man dort schnell in einer politisch-pessimistischen Blase, es sei denn man sucht sich lustige Inhalte selbst aus. Bei TikTok herrscht aktuell eher gute Stimmung, es gibt vor allem einen Mix aus Comedy- und Tanzvideos zu sehen. Trotzdem ist ein wenig Vorsicht angebracht: Mobbing und Hasskommentare sind auch auf dieser Plattform ein Teil der Nutzer-Realität.

Deine ersten Schritte mit der App

Der theoretische Teil dieses Beitrags ist nun geschafft und es geht ans Eingemachte. In vier einfachen Schritten kannst Du mit TikTok loslegen und die App ausprobieren:

1. Klicke auf den App-Store Deines Vertrauens und installiere die App auf Deinem Smartphone.
2. Wähle Themen aus die Dich interessieren – oder lass dich einfach inhaltlich überraschen!
3. Schau Dir ein paar Inhalte im Feed einmal an, ich empfehle neben den lustigen Videos die Tagesschau, die seit einiger Zeit mit ihrem Account und unterschiedlichen Inhalten experimentiert.
4. Werde kreativ und erstelle eigene Inhalte – zum Beispiel als sogenanntes „Duett“, einer Antwort auf ein anderes Video. Im unten gezeigten Beispiel wurde eine Anleitung für eine Frisur „nachgeahmt“.

Duett TikTok Screenshot hair tutorial
Rechts ist das originale Video, links die Duett-Antwort.

Wo die Reise für TikTok hinführen kann

Du hast die wichtigsten Basics zu TikTok in der Tasche und die ersten Schritte mit der App gewagt. Nun stellt sich die Frage: wie geht es weiter? TikTok ist zwar auf der Überholspur aber in folgenden Punkten werden sich dieses Jahr noch interessante Entwicklungen präsentieren:

  • Wie wird Werbung bei TikTok funktionieren?
  • Wie wird die Kompensation der Künstler*innen gelöst?
  • Wie können Unternehmen sich optimal präsentieren?
  • Wie wird mit Nutzerdaten umgegangen?
  • Welche Maßnahmen gegen Mobbing und Hasskommentare werden in die Wege geleitet?
  • Die letzten beiden Punkte beschäftigen viele Medienschaffende aktuell und sind für mich besonders spannend zu beobachten. Welche Erwartungen hast Du an die Plattform? Lass Deine Einschätzungen gerne in den Kommentaren da. Wenn sich Entwicklungen abzeichnen wird es sicherlich einen zweiten Teil zum Artikel geben.

    Kommentare unter Blogartikeln findest Du doof? Dann sprich gerne bei einem unserer Feierabende mit uns über das TikTok.

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