Wie Virtual Reality zum Megatrend 2019 werden kann

Bestimmt hast Du schonmal von Virtual Reality gehört. Oder Du denkst Dir gerade - was für eine Frage - natürlich! Das Thema ist heutzutage nahezu jedem ein Begriff. Oft wird die Technik allerdings nur mit der Unterhaltungs- und Spieleindustrie in Verbindung gebracht. Doch mittlerweile bieten innovative VR-Systeme deutlich mehr Anwendungsbereiche. An den folgenden Beispielen möchte ich Dir einen kleinen Einblick in die Vielfalt der VR-Welt geben.

Um ein besseres Bild davon zu bekommen, wieso VR momentan so aktuell ist, werfen wir einen Blick auf den so genannten “Hype-Zyklus” nach Gartner Inc. Hier wird das Absolvieren verschiedener Stufen der Aufmerksamkeit für neu erschienene Technologien abgebildet. Die Kurve wird am Grad der Aufmerksamkeit in Relation zur verstrichenen Zeit gemessen. Nach dem Bekanntwerden einer neuen Innovation, steigt zunächst die Aufmerksamkeit und die damit einhergehenden Erwartungen.

Werden diese nicht erfüllt, stürzt die Kurve ins “Tal der Enttäuschungen”, von wo aus sie sich langsam zum “Pfad der Erleuchtung” vorarbeitet. Hier siedelt sich die Technologie an, bevor sie ganz akzeptiert wird und auf das “Plateau der Produktivität” gelangt. Diesen Zyklus hat die VR-Technik bereits überwunden. Sie ist sogar schon einen Schritt weiter: Die Technologie stieg in den letzten fünf Jahren auf dem “Pfad der Erleuchtung” zum “Plateau der Produktivität” auf und gilt seit diesem Jahr als soweit ausgereift und souverän, dass sie aus dem Zyklus herausfällt.

Hype-Cyklus VR, Quelle:https://netz.ly/hypezyklus

Eintauchen in die virtuelle Welt

Ein wichtiges Schlagwort in der VR-Branche lautet „Immersion“, umgangssprachlich gleichzusetzen mit „Eintauchen“. Genau das realisieren neueste VR-Brillen wie die HTC vive Pro, Samsung Gear, Oculus Go und Co. Vor allem die Interaktionsmöglichkeiten, wie das Erleben anderer Orte, lassen den Nutzer die virtuelle Welt als real erleben. Diese Eigenschaft ist grundlegend für weitere Entwicklungen in diesem Sektor.

VR eröffnet neue Möglichkeiten, sowohl privat als auch im Handel

Ein großer Anwendungsbereich sind Virtuelle Showrooms, die große Firmen als Marketinglösung einsetzen. Anhand dessen bin ich auf die Möglichkeiten zur Wohnungseinrichtung gestoßen. Diese Räume ermöglichen es, beim Präsentieren von Produkten größtmögliche Nähe aufzubauen, ohne dass Du deine vier Wände verlassen musst. Virtual Reality schafft durch enorme Realitätsnähe die gleichen Emotionen und Interaktionen, wie der tatsächliche Besuch in einer Location. Ob Autos oder Möbel – es gibt zahlreiche Angebote.

Als Besucher des IKEA-VR-Showrooms kannst Du beispielsweise mittels VR Brillen ein standardisiertes Zimmer einrichten, in dem Du Möbel austauschst und Wände streichst. Auch verschiedene Lichtsituationen, wie Dämmerung oder Tageslicht, werden in der virtuellen Welt miteinbezogen. Du kannst mit einem VR-Headset, das Du für diesen Zweck ausleihst, diese Dinge ganz einfach verändern. Diese neue Form von Wirklichkeit ist innovativ und vor allem intuitiv. Das verstärkt die Emotionen und beeinflusst Deine Markenwahrnehmung.



Ein weiteres Beispiel für den Einsatz von VR sind Erlebnisparks. Dort wird die Möglichkeit, Attraktionen mittels dieser Technik intensiver zu erleben, immer beliebter: Über das Headset wird Dir während der Achterbahnfahrt eine spektakuläre Fantasy- oder Science-Fiction-Welt vor Augen geführt. Oft werden auch Orte aus Filmen, wie beispielsweise Avatar gezeigt, was wiederum förderlich für deren Marketing ist.

Anhand der VR-Technik ist es außerdem möglich, 360 Grad Filme zu erleben. Besonders für Werbeclips wird dies gerne verwendet, da es die Neugier und die Immersion der Zuschauer steigert. Vor allem Automarken nutzen diese Möglichkeit für sich, um Nutzer direkt an Rallies oder anderen außergewöhnlichen Ereignissen teilhaben zu lassen.



Auch das technologiegestützte Lernen, auch „E-Learning” genannt, wird mittels VR erweitert. Was für Vorteile und Fortschritte dies in diesem Feld mit sich bringt, lässt sich an folgendem Szenario zeigen:

Beim Aufsetzen der VR-Brille tauchst Du innerhalb weniger Sekunden in eine virtuelle Lernumgebung ein. Es gibt Vorlesungs- und Arbeitsräume, in denen Lernstoff vermittelt und besprochen werden kann. Du befindest dich beispielsweise in einer Art virtuellen Universität, in der Du dich nach Belieben fortbewegen kannst und dich somit von jedem beliebigen Ort aus mit Tutoren, Professoren oder auch Kommilitonen verbinden und mit diesen interagieren kann.

Als virtuelles Ich erstellst Du einen eigenen Avatar, welcher die ausgelösten Befehle in der virtuellen Welt möglichst realitätsnah umsetzt. Die imaginäre Welt sorgt für eine greifbare Veranschaulichung des Lernstoffes, denn so können beispielsweise Maschinenbau- oder Ingenieurstudent(inn)en die bisher ausschließlich theoretisch erfassten Lerninhalte visualisiert bekommen. Technische Aufgaben können anhand von 3D-Modellen dreidimensional erlebt und gelöst werden. Somit könnte ein Herausnehmen von einzelnen Bauelementen aus einem 3D-Modell die direkt beobachtbare Auswirkung der Maschine darstellen.

Ein Beispiel für kollaboratives Arbeiten:


Durch diese Entkopplung von Ressourcen und Ortsabhängigkeit, schafft Virtual Reality ein hohes Potential für Aus- und Weiterbildung.

Die Vielfalt an Anwendungsbereichen für Virtual Reality erstreckt sich weit über Design, Training und digitale Spiele. Einige wichtige Bereiche, nämlich das Marketing und das e-Learning oder die e-Collaboration, hast Du in diesem Beitrag etwas näher kennengelernt. Große Unternehmen, die bereits früh die Möglichkeiten dieser Technik sahen, wie wie Sony, Valve und Facebook, haben in VR investiert. Dadurch hat sich die Technik in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und so in etlichen Bereichen Fuß gefasst. Es ist also davon auszugehen, dass sowohl die Technik als auch die Anwendung in den nächsten Jahren noch vielfältiger und innovativer angewendet und dadurch mehr Nutzer in ihren Bann ziehen wird, sei es privat oder wirtschaftlich.

Was ich mir von VR erhoffe

Da mich besonders das Thema „Video“ begeistert, bin ich besonders gespannt auf ein immersiveres Videoerlebnis, beispielsweise auf Social-Media-Kanälen. Dazu glaube ich, dass im Laufe des nächsten Jahres die 360-Grad-Experience für den Alltag, also der Nutzung per Smartphone, optimiert wird. Für VR im Allgemeinen sehe ich zahlreiche weitere Anwendungsbereiche, beispielsweise in der Medizin oder in der Kunst.

Wie sieht es eigentlich bei Dir aus?

Nutzt Du Virtual Reality? Hast Du vielleicht sogar eine VR-Brille zuhause? Und wie ist Deine Prognose für 2019? Schreib’ mir gerne in die Kommentare!

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