Das WordPress SEO Plugin Yoast – alles grün?

Das Yoast SEO Plugin für WordPress ist das am häufigsten genutzte SEO Plugin. Auch wir nutzen Yoast sehr intensiv und haben die wichtigsten Informationen zu Anwendung und Features für euch zusammengefasst. Außerdem: Dos and Don'ts und Tipps aus der Praxis

Was ist das WordPress Plugin Yoast?

Das Plugin Yoast ist ein hilfreiches Tool für die Optimierung deiner WordPress-Seiten. Vor allem bei der inhaltlichen Optimierung ist Yoast eine unverzichtbare Hilfe. Mit dem Plugin kannst du deine Texte auf Keywords und Keywordphrasen optimieren. Das Tool prüft dabei:

  • Ob du das Keyword oft genug verwendest
  • Ob du das Keyword an den richtigen Stellen untergebracht hast
  • Ob es ergänzende Keywords oder Synonyme gibt, mit denen du deinen Text optimieren kannst

Besonders hilfreich für Redakteure ist auch die Preview-Funktion, bei der du dir anschauen kannst, wie dein Suchergebnis bei Google aussehen würde. Hast du einen ansprechenden Title gewählt? Gibt deine Description den Inhalt deiner Seite wieder und lädt trotzdem zum Klicken ein? Falls dir Title und Description wie Fremdwörter vorkommen, dann haben wir hier einen Überlick über die wichtigsten Meta-Tags für dich.

Weitere Features sind:

  • Prüfung der Lesefreundlichkeit: Gibt dir Hinweise zu Schreibfehlern, Fremdwörtern und zu langen Sätzen
  • Konfiguration der Breadcrumbs: Hilft dir bei der Einrichtung einer fehlerfreien Hierachie deiner Breadcrumbs
  • Setzen von Canonicals: Wähle pro Thema einen primären Artikel aus und verhindere so Duplicate Content
  • Generierung der Sitemap: Lasse deine Sitemap automatisiert generieren und updaten

Was kann die Premium Version von Yoast?

In der freien Version des Tools lässt sich pro Seite nur ein Fokuskeyword pro Text analysieren. In der Premium Variante können ergänzende Keywords hinzugefügt werden. So kann eine Seite nicht nur auf ein spezifisches Thema, sondern auf ein ganzes Themenfeld optimiert werden und eine größere Audience erreichen.

Ein weiteres Feature ist die Funktion zur Optimierung der internen Linkstruktur deiner Website. Interne Verlinkung spielt eine wichtige Rolle bei der Optimierung deiner Website, da sie den Suchmaschinen dabei hilft die Struktur und Inhalte deiner Seite besser zu verstehen und richtig zu verknüpfen. Außerdem verlängert eine gute interne Verlinkung die Verweildauer der Nutzer und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass deine Nutzer mehr als einen Artikel auf deiner Seite lesen. Das Tool analysiert deinen Text und schlägt auf Basis des Inhalts passende Links vor – während du schreibst. Aus den Vorschlägen kannst du dann einfach auswählen und die Links per Klick in deinen Text integrieren.

Ganz neu ist die Möglichkeit über Yoast schema.org Markup auf deine Seiten zu integrieren. Über diesen Weg kannst du Plattformen wie Google und Pinterest sehr einfach übermitteln, um was für eine Website es sich handelt und welche Inhalte du anbietest. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Markups, die gängigsten sind für Produkte, Rezepte, Unternehmen und Personen. Eine Auflistung aller Markups findest du auf schmema.org. Bisher ist Yoast das einzige Plugin, dass diese Möglichkeit bietet.

Installation und Konfiguration

Das Plugin kannst du einfach auf deiner WordPress Seite unter dem Menüpunkt „Plugins“ im Backend installieren. Nach der Installation beginnt die Konfiguration des Plugins, start dazu den Konfigurationsassistenten und nehme alle grundlegenden Einstellungen vor. Dazu gehören der Name deines Unternehmens oder deiner Person und die zugehörigen Sozialen Kanäle. Unter dem Reiter „Webmaster Tools“ kannst du außerdem die Google Search Console verifizieren.

Was sagt die SEO Ampel von Yoast aus?

Yoast selbst sagt, dass die Ampel die „Optimierung der Inhalte“ anzeigt. Leuchtet sie grün, ist alles gut. Leuchtet sie gelb, solltest du nochmal über den Inhalt schauen und leuchtet sie rot, läuft etwas Grundlegendes schief. Die SEO Ampel ist also ein Indikator dafür, wie gut dein Inhalt ist.

Wir erleben es immer wieder, dass die Nutzer dieses Yoast-Feature als letzte Instanz vor dem Veröffentlichen ihrer Artikel nutzen. Leuchtet die Ampel nicht grün, ist Panik angesagt. Willkürlich werden in den Überschriften und im Text noch Keywords untergebracht. Der Text liest sich zwar nicht mehr gut? Egal, Hauptsache die Ampel ist grün!

Darum solltest du der SEO Ampel nicht blind vertrauen

Der Algorithmus, der die Farbe der Ampel bestimmt, ist eben etwas einfach gestrickt. Und bei Weitem nicht so schlau wie die Google Algorithmen. Deswegen versteht Google deine Inhalte auch sehr viel besser, als Yoast es tut.

Problem 1: Ob die Wahl des Fokus-Keywords überhaupt sinnvoll ist, verrät Yoast nicht. Daher solltest du für jedes Thema eine ordentliche Keyword-Recherche durchführen.

Problem 2: Yoast erkennt das Fokus-Keyword in der kostenfreien Version nur dann als vorhanden, wenn es in exakt dieser Schreibweise im Titel oder Text auftaucht. Plural statt Einzahl? Konjugation? Synonym? Geht nicht. In vielen Fällen wäre die Optimierung eines Beitrags auf den Longtail sinnvoll. Das Longtail-Keyword lässt sich aber selten exakt im Text oder in den Überschriften unterbringen.

Problem 3: Apropos „Keyword taucht nicht häufig genug auf“: Nutzt du beim Schreiben von Artikeln den „Auszug“ von WordPress? Hast du Custom Fields im Einsatz? Oder Sitebuilder? Diese Felder liest und wertet Yoast nicht aus.

Der perfekte Artikel

Um dir die Problematik zu verdeutlichen, schau dir diesen Screenshot an:

Grüne Yoast SEO Ampel bei einem vermeintlich perfekten Artikel
Der perfekte Artikel? Yoast sagt „ja“, alle Ampeln sind grün.

Yoast zeigt „grün“, also alles perfekt. Da bin ich mir nicht so sicher…

A fool with a tool is still a fool.

Warum die Yoast SEO Ampel trotzdem sinnvoll ist

Trotzdem bietet Yoast mit dem Ampel-Feature einen tollen Mehrwert. Wenn du dein Fokus-Keyword kennst und der Ampel nicht blind vertraust, dann hast du damit ein tolles Tool um vor dem Veröffentlichen die „Checkliste“ abzuarbeiten:

  • Hast du das Keyword (oder eine Variante davon) im Title, in Zwischenüberschriften, im Fließtext und im alt-Attribut von Bildern verwendet?
  • Hast du dich um eine ansprechende Meta Description gekümmert?
  • Sind Meta Title und Meta Description in richtiger Länge vorhanden?
  • Hast du interne und/oder externe Seiten verlinkt, die dem Nutzer weiterführende Informationen bieten?

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