Brandvoice
Eine starke Marke braucht klare Botschaften. Die Brandvoice legt fest, wie das Unternehmen klingt, bevor die erste Zeile geschrieben wird.
Woran man eine fehlende Brandvoice erkennt
Die Website klingt sachlich, LinkedIn locker, der Newsletter wie eine dritte Firma. Neue Mitarbeitende fragen bei jedem Text nach, wie sie schreiben sollen. Und bei jeder Agenturübergabe beginnt die Abstimmung wieder von vorn.
Der Grund liegt eine Stufe tiefer: Es wurde nie festgelegt, wie die Marke spricht. Also entscheidet jede Person neu, nach bestem Gefühl. Das Ergebnis ist nicht falsch, aber beliebig. Und Beliebigkeit ist das Gegenteil von Wiedererkennbarkeit.
Seit KI-Systeme einen wachsenden Teil der Textproduktion übernehmen, wiegt das schwerer. Ein Sprachmodell hat keinen Instinkt für die Marke. Es hat nur das, was ihm vorgegeben wird. Eine definierte Brandvoice ist damit von einer Stilfrage zu einer betrieblichen Voraussetzung geworden.
So entsteht die Brandvoice
Kick-off
Ziele, Herausforderungen und der bisherige Auftritt. Was funktioniert, was fremdelt, wo widersprechen sich Kanäle?
Positionierung schärfen
Wofür steht die Marke, wovon grenzt sie sich ab, welches Versprechen hält sie? Ohne diese Antwort ist Tonalität Geschmackssache.
Zielgruppen verstehen
Wer hört zu, und was erwartet diese Gruppe sprachlich? Dieselbe Botschaft klingt für Einkauf, IT und Geschäftsführung unterschiedlich richtig.
Tonalität definieren
Im Workshop erarbeitet, an echten Beispielen erprobt: Wie klingt die Marke, wie nicht, und woran erkennt man den Unterschied.
Botschaften fokussieren
Aus vielen möglichen Aussagen werden wenige tragende. Was das Unternehmen immer sagt, egal in welchem Format.
Konzept übergeben
Ein umsetzbares Ergebnis, kein Foliensatz zum Ablegen. Die Basis für Guidelines, Content und Kampagnen.
Der Workshop ist der erste Schritt. Was darin erarbeitet wird, hält anschließend das Dokument fest, mit dem täglich gearbeitet wird: die Communication Guidelines.
Die Brandvoice beschreibt, wie die Marke spricht. Wie sie aussieht, also Logo, Farben, Typografie und Bildsprache, entsteht im Bereich Brand & Design. Beide bauen auf derselben Positionierung auf; wer nur eines von beidem festlegt, bekommt eine Marke, die sich selbst widerspricht.
Für wen der Workshop gedacht ist
Kommunikations- und Marketingverantwortliche, PR-Teams, Social-Media-Manager:innen und Führungskräfte, die ihre Unternehmenskommunikation weiterentwickeln wollen. Sinnvoll ist die Runde gemischt: Wer später nach den Regeln arbeitet, sollte bei ihrer Entstehung dabei gewesen sein.

Ansprechpartner:in
Senior Content-Strategin
Senior Content-Strategin, seit 2024 bei netzstrategen. Kam aus dem Journalismus zur Content-Strategie und bringt von dort die Neugier fürs Recherchieren und den Blick fürs große Ganze mit. Für sie gilt: keine Umsetzung ohne vorherige Strategie. Sie entwickelt Content-Konzepte für B2B, Technologie, Innovation, Gesundheit und Social Media, denkt crossmedial und begleitet Kunden von der strategischen Idee bis zur kanalübergreifenden Umsetzung.
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