Content Audit & Review
Die meisten Unternehmen haben nicht zu wenig Content. Sie haben zu viel und wissen nicht, welcher davon funktioniert.
Warum Masse kein Vorteil ist
Über die Jahre sammeln sich Inhalte an: Beiträge aus alten Kampagnen, Seiten zu Leistungen, die es nicht mehr gibt, drei Texte zum selben Thema aus drei Abteilungen. Jeder einzelne war zum Zeitpunkt seiner Entstehung sinnvoll. Zusammen ergeben sie ein Bild, das niemand so entworfen hätte.
Für Suchmaschinen und KI-Systeme ist das ein Qualitätssignal. Ein schlechtes. Wo mehrere eigene Seiten dieselbe Frage halb beantworten, konkurrieren sie miteinander statt mit dem Wettbewerb. Und wo Inhalte veralten, ohne dass es jemand merkt, wird aus einem Vertrauensbeweis ein Risiko.
Ein Audit beantwortet deshalb nicht die Frage „Was fehlt uns noch?“, sondern die unbequemere: „Was von dem, was da ist, trägt eigentlich noch?“
Die Fragen, die wir an jeden Inhalt stellen
- Ist der Inhalt eigenständig oder eine Variation von etwas, das schon existiert?
- Erreicht er die Zielgruppe, für die er gedacht war?
- Passt die Tonalität zur Markenkommunikation?
- Trägt er das Markennarrativ oder widerspricht er ihm?
- Sitzt er an der richtigen Stelle der Customer Journey?
- Erfüllt er die SEO-Anforderungen für sein Thema?
- Hat er Zitierwert für KI-Systeme?
- Funktioniert er auf dem Gerät, auf dem er gelesen wird?
- Ist er rechtlich sauber: Urheberrecht, Kennzeichnung, Barrierefreiheit?
So läuft das Audit ab
Bestand erfassen
Alle Inhalte inventarisieren: Seiten, Beiträge, Downloads, Metadaten. Erst wenn klar ist, was existiert, lässt sich nachhaltig bewerten.
Qualität bewerten
Jeder Inhalt gegen dieselben Kriterien: Originalität, Zielgruppenpassung, Tonalität, Struktur, Rechtssicherheit.
Sichtbarkeit prüfen
SEO-Anforderungen und KI-Relevanz: Wird der Inhalt gefunden, wird er zitiert, beantwortet er die Frage wirklich?
Einordnen
Behalten, überarbeiten, zusammenlegen, löschen. Jeder Inhalt bekommt eine Entscheidung. Auch das Löschen ist eine.
Priorisieren
Maßnahmen nach Wirkung und Aufwand sortiert. Was zuerst, was später, was gar nicht.
Übergeben
Ergebnisse und Empfehlungen in einem gemeinsamen Termin, mit dem Team, das sie danach umsetzt.
Audit oder Review: der Unterschied
Das Audit ist die einmalige Bestandsaufnahme über alle Inhalte hinweg. Es liefert das Gesamtbild und die Prioritätenliste. Sinnvoll vor einem Relaunch, bei einer neuen Positionierung oder wenn die Sichtbarkeit nachlässt, ohne dass die Ursache klar ist.
Das Review setzt am einzelnen Text an und läuft weiter: Inhalte werden vor der Veröffentlichung geprüft oder in festem Rhythmus neu bewertet und nachgeschärft. Das hält den Bestand aktuell, statt ihn alle zwei Jahre wieder aufzuräumen.
In der Praxis beginnt die Zusammenarbeit meist mit einem Audit und geht danach in ein Review über. Denn die Erkenntnis aus dem Audit lautet fast immer: Das Problem war nicht der Bestand, sondern das Fehlen eines Prozesses.
Inhalte werden zunehmend von AI-Systemen zitiert statt von Menschen gelesen. Wir prüfen deshalb auch, ob ein Text so aufgebaut ist, dass KI-Systeme ihn als Quelle verwenden: klare Aussagen, belegbare Fakten, saubere Struktur. Klassische redaktionelle Arbeit, nur mit einem zusätzlichen Adressaten.

Ansprechpartner:in
Senior Content-Strategin
Senior Content-Strategin, seit 2024 bei netzstrategen. Kam aus dem Journalismus zur Content-Strategie und bringt von dort die Neugier fürs Recherchieren und den Blick fürs große Ganze mit. Für sie gilt: keine Umsetzung ohne vorherige Strategie. Sie entwickelt Content-Konzepte für B2B, Technologie, Innovation, Gesundheit und Social Media, denkt crossmedial und begleitet Kunden von der strategischen Idee bis zur kanalübergreifenden Umsetzung.
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