Communication Guidelines
Corporate Wording, strategisch und konsistent: der Rahmen, in dem alle schreiben: Team, Agenturen und inzwischen auch Maschinen.
Was in den Guidelines steht
Die Guidelines übersetzen die Brandvoice in anwendbare Regeln. Sie legen fest, wie angesprochen wird und wie nicht, welche Begriffe das Unternehmen benutzt und welche es vermeidet, wie lang ein Absatz sein darf, wie eine Überschrift gebaut ist, wie Zahlen, Auszeichnungen und Anglizismen behandelt werden. Und wie eine Aussage aussieht, die das Unternehmen belegen kann.
Entscheidend ist die Form: Ein Dokument, das nur beschreibt, wird nicht benutzt. Ein Dokument, das entscheidet und Beispiel neben Gegenbeispiel stellt, beendet Diskussionen, statt sie zu eröffnen.
Wo Texte mit KI-Unterstützung entstehen, sind die Guidelines nicht länger eine Empfehlung an Menschen, sondern die Anweisung an das System. Ein Sprachmodell ohne Vorgaben schreibt kompetent und markenlos. Guidelines, die als Prompt-Grundlage funktionieren, sind der Unterschied zwischen skalierter Produktion und skalierter Beliebigkeit.
So entstehen die Guidelines
Analyse
Marke, Ziele und Zielgruppenerwartungen. Dazu eine Sichtung dessen, was heute tatsächlich veröffentlicht wird.
Brandvoice klären
Steht die Tonalität noch nicht, entsteht sie vorab im Brandvoice-Workshop. Guidelines ohne Grundlage sind nur Formatvorschriften.
Framework bauen
Tonalität, Stilregeln, festgelegte Formulierungen, Begriffslisten und Gegenbeispiele. In einer Struktur, die man im Arbeitsalltag aufschlägt.
An echten Texten erproben
Bestehende Inhalte werden nach den neuen Regeln überarbeitet. Was sich dabei nicht anwenden lässt, wird geändert.
KI-fähig machen
Die Regeln werden so formuliert, dass sie sich als Anweisung an Sprachmodelle übergeben lassen, nicht nur als Prosa für Menschen.
Einführen
Übergabe an Team und Agenturen, mit einer Runde, in der die Regeln an eigenen Texten angewendet werden.
Steht die Tonalität noch nicht, beginnt die Arbeit eine Stufe früher, im Brandvoice-Workshop. Ist das Regelwerk fertig, ist es die Prüfgrundlage für jedes Content Review.
Was sich danach ändert
Abstimmungsschleifen werden kürzer, weil Geschmacksfragen vorab entschieden sind. Neue Mitarbeitende und neue Agenturen kommen schneller in den Ton. Und über alle Kanäle hinweg entsteht ein Auftritt, der wiedererkennbar ist. Auch dort, wo das Logo nicht mitläuft.

Ansprechpartner:in
Senior Content-Strategin
Senior Content-Strategin, seit 2024 bei netzstrategen. Kam aus dem Journalismus zur Content-Strategie und bringt von dort die Neugier fürs Recherchieren und den Blick fürs große Ganze mit. Für sie gilt: keine Umsetzung ohne vorherige Strategie. Sie entwickelt Content-Konzepte für B2B, Technologie, Innovation, Gesundheit und Social Media, denkt crossmedial und begleitet Kunden von der strategischen Idee bis zur kanalübergreifenden Umsetzung.
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