netzstrategen
Consulting denken & planen Übersicht
KI-Strategie & Game Plan Übersicht MarktpotenzialanalyseWettbewerbsanalyseBusiness AuditZielgruppen & PersonasCustomer JourneysOrganisationsberatung
Brand & Design Übersicht MarkenpositionierungCorporate & Visual DesignCorporate & Digital LanguageUser Experience & UI DesignInformation Architecture
Marketing & Sales Übersicht SEOSEAGEOGEASocial Media AdsE-Mail-MarketingMarketing Automation & CRM
Content & Communication Übersicht Content-StrategieContent Audit & ReviewContent-ErstellungCommunication GuidelinesBrandvoicePR & ReputationsmanagementSocial Media StrategieBarrierefreie Kommunikation
Technology & Data Übersicht TechnologieanalyseAnforderungsentwicklungDatenstrategieImplementierung & IntegrationDatenanalyse
Implementation bauen & einführen Übersicht
Web- & Daten-Infrastruktur Übersicht Websites & Landing PagesWebshops & Web-KatalogeData & Reporting
KI-Schulung & Enablement Übersicht Schulungen & TrainingsAI-Lernprogramme
Marketing-Betrieb & Automation Übersicht Search AdsSocial AdsSEO- & GEO-BetreuungNewsletterContent-Betrieb
AI Operations betreiben & weiterentwickeln Übersicht
KI-Plattform Übersicht Strategy LayerOperations LayerOutput LayerAdmin Layer
KI-Verordnung & DSGVO Übersicht EU-Hosting & AnonymisierungAuditierbarkeit & DokumentationLeitplanken gegen Halluzinationen
KI-Agenten & Studios Übersicht Content StudioSEO StudioMarketing StudioData StudioSales StudioService Studio
ReferenzenInsightsProfile English Diagnose Call

GEA: Werbung in KI-Antworten

Menschen suchen nicht mehr nur nach Begriffen. Sie führen mehrstufige Gespräche mit KI-Systemen wie ChatGPT oder Google, beschreiben komplexe Probleme und lassen sich passende Antworten erzeugen. Für Werbetreibende verschwimmt damit die Grenze zwischen SEO und SEA.

GEA, Generative Engine Advertisement, gesprochen „Dschia", beschreibt Anzeigen, die nicht mehr in starren Blöcken stehen, sondern dynamisch im laufenden Chat-Kontext als Lösung für das konkrete Problem erscheinen. Diese neuen Kontaktpunkte geben Marken die Möglichkeit, genau dann präsent zu sein, wenn eine Kaufentscheidung fällt.

ChatGPT Ads: der Einstieg in die Werbung auf KI-Oberflächen

Am 24. August 2026 hat OpenAI ChatGPT Ads in Deutschland, Österreich, der Schweiz und insgesamt 31 europäischen Ländern gestartet. Was im Februar 2026 als Pilotprojekt in den USA begann, ist innerhalb weniger Monate zu einer Werbeplattform mit Zugang zu über 900 Millionen wöchentlich aktiven Nutzer:innen geworden.

Werbekontext mit klarer Absicht

Nach Daten von OpenAI haben rund 20 Prozent aller Konversationen eine direkte kommerzielle Absicht: Produkte recherchieren, Alternativen vergleichen, Entscheidungen treffen. Die Absicht unterscheidet sich dabei deutlich von der klassischen Suche. Ein durchschnittlicher ChatGPT-Prompt ist 17-mal länger als eine Google-Suchanfrage.

Reichweite und Zielgruppe

Anzeigen werden ausschließlich in den kostenfreien Versionen ausgespielt, zahlende Plus-Abonnent:innen sehen keine Werbung. Für B2C und E-Commerce bedeutet das eine breite, sehr aktive Zielgruppe. B2B-Unternehmen sollten vorsichtig testen: Viele professionelle Vielnutzer:innen arbeiten mit der kostenpflichtigen Version und sind über diesen Kanal schwerer zu erreichen.

Formate und Kampagnen-Setup

Seit dem 31. August 2026 ist der Self-Serve Ads Manager als Beta für berechtigte Werbetreibende in Deutschland, Österreich, der Schweiz und 28 weiteren europäischen Märkten geöffnet. Der Zugang läuft bislang über das OpenAI Ads Solutions Team sowie ausgewählte Agentur- und Technologiepartner. Zwei Formate stehen zur Verfügung, beide klar von der KI-Antwort getrennt und als „Sponsored" gekennzeichnet:

Gesponserte Antworten

Textanzeigen unterhalb der KI-Antwort: Unternehmensname, Favicon, eine sehr kurze Überschrift (empfohlen 16 bis 24 Zeichen, maximal 50), eine Beschreibung (empfohlen 32 bis 48 Zeichen, maximal 100) und ein Link zur Landingpage. Diese Kürze zwingt zu präziser, nutzenorientierter Sprache.

Shopping-Karussell

Eine scrollbare Reihe gesponserter Produktkarten am Fuß des Chats. Sie greifen direkt auf den Produktdatenfeed zu, etwa Shopify oder Etsy, und zeigen Marke, Produktname, Preis, Verfügbarkeit und Lieferzeit live an.

Abrechnung und Gebote

Abgerechnet wird wahlweise nach CPM oder über ein CPC- beziehungsweise oCPC-Modell. Für CPC-Kampagnen empfiehlt OpenAI zu Beginn ein Höchstgebot von 3 bis 5 US-Dollar pro Klick. Erste Praxisberichte zeigen, dass die tatsächlichen Klickpreise oft deutlich darunter liegen und die Impressionskosten im Vergleich zu reiferen Plattformen wettbewerbsfähig sind. Bis 2030 will OpenAI mit diesem System 100 Milliarden US-Dollar Werbeumsatz erreichen.

Das Fundament bleibt organisch

Wer glaubt, Erfolg in der generativen Suche ließe sich mit Budget kaufen, irrt. Google und OpenAI betonen dasselbe Prinzip: Bezahlte Kampagnen und organische Sichtbarkeit sind untrennbar verbunden. Es lohnt sich, die Inhalte parallel zu den Anzeigen auch organisch zu optimieren.

Mehr über unsere GEO-Strategie

Die Blackbox: Monitoring und Reporting

Die größte Hürde beim Einstieg ist die fehlende Transparenz der Plattformen. Wer lückenlose Attributionsketten und granulare Berichte gewohnt ist, steht vor einer Blackbox:

ChatGPT
Im Ads Manager gibt es derzeit keinen Einblick in die Chatinhalte, Suchanfragen oder Gesprächsverläufe, bei denen eine Anzeige ausgespielt wurde. OpenAI blockiert diese Daten aus Datenschutzgründen. Conversion-basierte Optimierung und Drittanbieter-Messung sind noch im Aufbau, in der Praxis arbeitet man zunächst mit Ersatzmetriken wie CTR oder manuell gesetzten Pixel-Conversions.
Google
Für AI Overviews und AI Mode gibt es bis heute kein eigenes Reporting. Impressionen und Klicks aus den KI-Oberflächen verwässern in den Such- und Shopping-Berichten. Man kann auf diese Platzierungen weder gezielt bieten noch sie ausschließen noch ihre Wirkung isoliert auswerten.

Drei Wege, trotzdem zu messen

01

Server Side Tracking implementieren

Browser-Cookie-Tracking erblindet durch Ad-Blocker, iOS-Updates und Cookie-Einschränkungen zunehmend. Server Side Tracking umgeht diese Blockaden und liefert nach Anbieter-Benchmarks häufig über zehn Prozent mehr Daten direkt an das Smart Bidding von Google und die Conversions-API von OpenAI. Wer die KI ohne diese Daten füttert, automatisiert nur den Budgetbrand.

02

Auf ein Blended Measurement Framework wechseln

Last-Click-Attribution versagt, wenn Menschen über Tage in ChatGPT recherchieren, danach im Google AI Mode weiterfragen und schließlich über eine klassische Suche konvertieren. Betrachtet stattdessen die Gesamtsichtbarkeit in den Suchergebnisseiten: den kombinierten Effekt aus organischen KI-Zitaten, bezahlten GEA-Anzeigen und klassischen Impressionen.

03

CRM-Daten zurückspielen

Gerade im B2B ist Lead nicht gleich Lead. Bindet euer CRM tief in das Google-Konto ein. Wenn ihr Google signalisiert, welche Leads tatsächlich zu Abschlüssen führen, trainiert ihr den Algorithmus darauf, in KI-Umgebungen gezielt nach hochwertigen Entscheider:innen zu suchen.

Was das für euch in Deutschland konkret bedeutet

ChatGPT Ads lassen sich hier bereits buchen. Der Zugang läuft über das OpenAI Ads Solutions Team sowie über Agentur- und Technologiepartner, der freie Self-Service ist noch nicht offen. Anzeigen im Google AI Mode testet Google bislang nur in den USA. Was hier heute wirkt, sind die AI Overviews und die KI-Funktionen in Google Ads selbst. Heißt das abwarten? Nein. Es heißt, das Fundament zu bauen, solange der Wettbewerb noch schläft.

01

Zugang sichern

Registriert euch auf ads.openai.com oder klärt mit eurer Agentur, ob sie bereits Partnerzugang hat. Die Unternehmensverifizierung dauert. Jetzt vorbereiten.

02

Tracking aufsetzen

Server Side Tracking implementieren und die OpenAI Conversions API einplanen. Jeder Monat mit sauberen Conversion-Daten ist ein Vorsprung, den Nachzügler nicht aufholen.

03

Google-Konto KI-fähig machen

Kampagnen für Broad Match öffnen, AI Max testen, Performance Max aktivieren. Nur diese Kampagnentypen erscheinen später in den KI-Oberflächen. Wer erst beim EU-Rollout umstellt, startet zu spät.

04

Produktdaten aufräumen

Titel, Bilder, Preise und Attribute im Merchant Center und im Shop-Feed prüfen. Bei ChatGPT wie bei Google gilt: Der Feed ist das neue Creative.

Foto von Stephan Sperling

Ansprechpartner:in

Stephan Sperling

Projekt-Stratege

Projekt-Stratege und netzstratege der ersten Stunde. Seit 2003 baut er Online-Shops und begleitet den digitalen Handel, mit Tiefgang in Google Ads, Google Shopping, Merchant Center, Search Console und Analytics. In Karlsruhe führt er als Projektmanager und Berater Kunden im Bereich Handel.

Wo steht ihr beim Thema KI-Anzeigen?

In der GEA-Potenzial-Analyse prüfen wir Zugang, Tracking und Kampagnenstruktur und sagen, wo der Start sich lohnt.

GEA-Potenzial-Analyse anfragen