Barrierefreie Kommunikation
Leichte Sprache, großer Effekt: Inhalte, die mehr Menschen verstehen und halten, was der Gesetzgeber inzwischen verlangt.
Zwei Gründe, und beide zählen
Der erste ist Reichweite. Inhalte, die auf Anhieb verständlich sind, erreichen nicht nur Menschen mit Einschränkungen: sie erreichen alle, die schnell lesen, auf dem Telefon lesen, in einer Fremdsprache lesen oder fachfremd sind. Verständlichkeit ist ein Qualitätsmerkmal für jeden Text, kein Zugeständnis an eine Minderheit.
Der zweite ist Rechtssicherheit. Der European Accessibility Act ist in Deutschland durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz umgesetzt und gilt seit dem 28. Juni 2025. Für die betroffenen Produkte und Dienstleistungen, darunter viele digitale Angebote im Endkundengeschäft, ist Barrierefreiheit damit keine freiwillige Leistung mehr.
Wen das Gesetz erfasst, hängt von Angebot, Vertriebsweg und Unternehmensgröße ab. Es gibt Ausnahmen, etwa für Kleinstunternehmen bei Dienstleistungen. Die Einordnung für das eigene Haus ist eine juristische Frage und gehört an den Anfang, nicht ans Ende. Wir klären im ersten Gespräch, welche Inhalte im Zweifel betroffen sind, und empfehlen für die verbindliche Bewertung eine rechtliche Prüfung.
Der Workshop in fünf Schritten
Sprachstufen verstehen
Von Leichter Sprache über Einfache Sprache bis zur Fachsprache: Welche Stufe für welchen Inhalt und welche Zielgruppe angemessen ist.
Grundlagen anwenden
Satzbau, Wortwahl, Struktur, Alternativtexte. Geübt an eigenen Texten, nicht an Beispielen aus dem Lehrbuch.
Strategie entwickeln
Was muss barrierefrei sein, was sollte es sein, was bleibt fachsprachlich? Eine Antwort, die zum Unternehmen passt.
Maßnahmen priorisieren
Ein Plan mit Reihenfolge: Welche Inhalte zuerst, welche Formate, welcher Aufwand.
Umsetzung festlegen
Wer macht was, mit welchen Hilfsmitteln, in welchem Rhythmus. Und wie wird geprüft.
Sprachliche Barrierefreiheit ist die eine Hälfte. Die technische Hälfte, also Kontraste, Fokusreihenfolge und Screenreader-Tauglichkeit nach WCAG, gehört zur Website selbst und wird in Brand & Design und in der Umsetzung behandelt. Beide Hälften gehören in dasselbe Projekt.
Für wen der Workshop gedacht ist
Geschäftsführung, Personalverantwortliche sowie Marketing- und Kommunikationsverantwortliche. Also die Runde, die entscheidet, was veröffentlicht wird. Und die, die es schreibt.

Ansprechpartner:in
Senior Content-Strategin
Senior Content-Strategin, seit 2024 bei netzstrategen. Kam aus dem Journalismus zur Content-Strategie und bringt von dort die Neugier fürs Recherchieren und den Blick fürs große Ganze mit. Für sie gilt: keine Umsetzung ohne vorherige Strategie. Sie entwickelt Content-Konzepte für B2B, Technologie, Innovation, Gesundheit und Social Media, denkt crossmedial und begleitet Kunden von der strategischen Idee bis zur kanalübergreifenden Umsetzung.
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