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Podcast

KI-Browser im Realitätscheck

Veröffentlicht am 10.11.2025

Titelbild: KI-Browser im Realitätscheck

Digital Impact Podcast · Folge vom 10.11.2025

Christina D’Ilio und Chris Sattel haben mehrere KI-Browser getestet und sprechen darüber, wie brauchbar diese Tools bereits sind und was das für Unternehmen bedeutet. Die Use Cases reichten von Reiseplanung bis zu Arbeitsaufgaben, für alle ist etwas dabei, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Transkript der Folge lesen

[00:00:04.300] – Sarah

In dieser Folge unseres Digital Impact KI Updates sprechen Christina und Chris darüber, wie KI-Browser funktionieren, was sie schon gut können, wo es hapert, was für Unternehmen wirklich spannend und wichtig zu wissen ist und wo die Reise mit diesem neuen Tool langfristig hingehen könnte. Ich bin Sarah Stock, Marketingstrategin bei netzstrategen und begrüße euch zu dieser Folge. Wir haben sie am 6. November 2025 aufgenommen und alles Wichtige, was in dieser Folge erwähnt wird, findet ihr in den Shownotes. Nun starten wir rein in die Folge mit Chris.

[00:00:43.000] – Chris

Hi Christina. Ich wollte dich mal fragen, Hast du schon die neuen KI-Browser ausprobiert von Perplexity oder ChatGPT?

[00:00:51.340] – Christina

Ja, tatsächlich. Ich habe von ChatGPT den Atlas, also der Typ, der die Welt aus seinem Rücken trägt.

[00:00:59.120] – Chris

Obviously.

[00:01:00.000] – Christina

Obviously, ganz bescheiden, haben sie den Browser so genannt … Den habe ich ausprobiert und habe ein paar typische Anwendungsszenarien, die bei mir Zeit fressen und die vielleicht auch jemand anders machen könnte, aber ausprobiert. Wir können ja mal darüber sprechen, wie da so unsere Erfahrungen waren. Ich glaube, du hast mehr den Comet ausprobiert, oder?

[00:01:19.960] – Chris

Ja, ich hatte das Glück, dass ich bei Comet auf der Warteliste wohl relativ früh drangekommen bin und hatte den da schon ganz am Anfang, konnte den ausprobieren und war auch direkt beeindruckt, dass mir so ein Agent auf der New York Times das aktuelle World Rätsel gelöst hat. Es war so der erste faszinierende Moment, da zuzuschauen, dass das ja wirklich geht. Und dann habe ich auch so ein paar Use Cases ausprobiert. Da können wir gleich noch mal drüber sprechen. Ich fand beeindruckend, dass das jetzt so schnell ging, dass da gleich der zweite KI-Browser kommt und die nächsten ja auch schon in den Startlöchern stehen. Ich glaube, dass das technisch … Also die sind ja auf Chromium-Basis, also Google Chrome-Basis sozusagen, und dann das technisch gar nicht so ein großer Aufwand mehr für die Hersteller ist, dann ihre KI einzubauen. Deswegen bin ich mal gespannt, wer noch als Nächstes kommt. Aber kannst du mal erzählen, welche Use Cases du jetzt schon so ausprobiert hast?

[00:02:16.160] – Christina

Vielleicht noch ganz kurz zu Chrome oder dass das die Basis ist. Ich habe mir die Ankündigung angeschaut. Kann man auch noch auf YouTube nachschauen, wie Sam Altman mit ein paar Entwicklern über den Browser gesprochen hat, bevor sie das erste Mal ihn vorgestellt haben. Und da hat ein Entwickler gesagt, ich glaube, Produktverantwortlicher: Wir wollten keinen Browser machen, der einfach nur ein Chatfenster hat. Wir wollten den Browser ganz neu denken. Und was ist es geworden? Ein Browser mit einem Chatfenster? Ich fand es wirklich lustig, dass die das so nach vorne gestellt haben und haben gesagt: Hier, ganz neu gedacht. Tatsächlich, die Startseite ist ChatGPT. Sieht dann fast aus wie ein Googlefenster, weil es eben so clean ist. Und wenn man dann auf Wenn man auf die Webseite geht, hat man auf der linken Seite verwirrenderweise immer noch seine Seitenleiste von ChatGPT, was so gar keinen Sinn macht. Also wenn man da draufgeht, kommt man einfach nur auf die Vollansicht von ChatGPT. Man ist aber gerade, ich weiß nicht, in seinem Mail-Programm bei spiegel. De, keine Ahnung, und hätte diese Seitenleiste, dann direkt dorthin zu gehen, was ich ja auch als Tab machen könnte. Das hat jetzt erst mal keine Funktion.

[00:03:24.420] – Christina

Jedenfalls hat sie sich mir nicht erschlossen, aber was eine Funktion hat, ist dann oben chatten mit ChatGPT Hey, egal auf welcher Seite ich bin. Das kann ich öffnen. Dann gibt es immer auf der rechten Seite noch mal eine Seitenleiste, wo dann das Chatfenster kommt und der sieht dann in den allermeisten Fällen das, was ich auch sehe. Ich habe einen Fall gefunden, wo er nicht alles sieht, aber in der Regel sieht er eben dann, wo ich mich gerade befinde. Und ich hatte als Erstes den Use Case. Ich war in meinem Mail-Programm, also Gmail. Ich habe eine Anfrage bekommen für einen Workshop, den ich halten soll in Stuttgart, und da gab es eben einen Mail Mailverlauf zu. Das heißt, in diesem Mailverlauf gab es Informationen zum Zeitpunkt, wann dieser Workshop stattfinden soll, nächstes Dienstag nämlich, und wie so die Planungen sind, wie viel Uhr und so weiter. Und dann habe ich ihm, dem ChatGPT, in der Seitenleiste gesagt: Bitte such mir eine Bahnverbindung am Tag vor dem Workshop. Genau, und dann hat er irgendwie herumgesucht und war so: Ich finde Bahnverbindung … Er erst hatte mich gefragt, das fand ich ganz gut, von wo ich denn starte, weil da stand er ja nicht drin.

[00:04:32.800] – Christina

Er konnte nicht wissen, von wo … Er hätte jetzt in meiner Signatur gucken können, dass der war falsch gewesen, weil ich von zu Hause hätte starten wollen. Das fand ich ganz gut, dass er das gefragt hat. Aber dann hätte ich eben erwartet, dass er zur Bahn.de-Seite geht und dort Dinge tut. Das hat er aber erst nicht gemacht und ich war echt so: Hä? Das war so ein bisschen, als wenn ich das bei ChatGPT hier eingegeben hätte und der sagt: Ja, es gibt Verbindungen. Ich gucke mal in der Theorie so und so, aber so richtig kann ich es nicht sagen. Und dann habe ich unter dem Pluszeichen, was relativ versteckt ist, den Agentenmodus eben gefunden. Das heißt, wenn ich mit ChatGPT, wenn ich das öffne, kriege ich nicht den Agentenmodus erst, sondern erst das ganz normale ChatGPT-Fenster, was auch überhaupt keinen Sinn macht. Da war ich echt so: Was? Meine Güte. Aber dann Agentenmodus angemacht und dann tatsächlich passiert die Magie. Dann öffnet er eben das bahn.de-Fenster alleine und gibt von alleine die Parameter ein, die er aus der E-Mail gelesen oder die er nachgefragt hat. Was ihn ein bisschen verwirrt hat, war, er hat mich gefragt, ob ich eine BahnCard habe, die er für die Ermäßigung eingeben kann.

[00:05:38.140] – Christina

Dann habe ich gesagt: Bahncard 100. Und dann hat er sehr lange in den Ermäßigungen geguckt, aber die BahnCard 100 steht halt da nicht, weil man das darüber ja nicht bucht. Er kommentiert im Prinzip immer das, was er macht. Das ist so wie bei dem Thinking-Modus, dass er dann immer sagt: Welchen Schritt mache ich jetzt gerade? Und man sah auch den Cursor und man sah ihn denken: Ich suche BahnCard 100. ich finde Bankart 25, Bahnkarte 50. Noch mal von vorne: Ich finde Bahnkarte 25, Bahnkarte 50. Und dann irgendwann hat er gesagt: Ich gehe jetzt einfach weiter. Und dann hat er das sein lassen.

[00:06:09.600] – Chris

Das ist jetzt der volle Preis, ich habe jetzt keine Zeit mehr.

[00:06:12.480] – Christina

Genau. War ja auch auch richtig. Ich wollte ja nur wissen, wann ich fahren kann. Ich brauchte die Buchung nicht. Und dann hat er mir eben die Vorschläge gezeigt. Und ich habe ihm jetzt natürlich dabei zugeguckt, was jetzt gar nicht der Use Case ist, wie man das machen sollte, also einfach nur auf seinem Browser gucken, wie das Ding das macht, sondern ich hätte in der Zeit was anderes machen können. Und das hat er wirklich gut hingekriegt dann. Es dauert relativ lange. Das ist nicht der den ganzen Tag war der schnellste Browser, sondern das ist auch einer der Kritikpunkte, die ich so gelesen habe, dass der relativ langsam ist, aber das ist ja egal. Wenn ich in der Zwischenzeit eh was anderes machen kann, Warnverbindung heraussuchen, ist in den meisten Fällen nicht total kritisch, jedenfalls nicht im Desktop-Browser. Das war dann schon ganz okay. Das war solide und sehr beeindruckend auch zu sehen, wie jemand anderes den Browser steuert.

[00:07:06.100] – Chris

Ist das gut? Ich habe eine Flugsuche gemacht, das herauszufinden. Fand ich auch cool. Der ist erst mal direkt auf Google Flights, wo ich auch immer gucke. Es hat mich aber, ehrlich gesagt, wahnsinnig gemacht, da zuzuschauen, weil, wie du es gerade beschrieben hast, wenn du dazu guckst, ist es wirklich gar keine Erleichterung, sondern man fühlt sich noch schlechter und hätte es natürlich schneller selbst gemacht. Aber es ist wirklich der Effekt, dass man in der Zeit was anderes machen kann. Du kannst dann jetzt schon mal nach Hotels suchen, weil man da vielleicht selber noch mal gucken will, das vielleicht noch nicht einer KI geben will oder so. Also so was habe ich ausprobiert. Das hat nach einer ganzen Zeit auch gut geklappt. Es waren jetzt fiktive Reisen an der Stelle oder ich wollte einfach mal gucken, wann man denn günstig wohin könnte. Hat er mir dann mit ein paar Destinationen und ein paar Abflughäfen einfach was zusammengestellt. Da habe ich ein Preislimit gegeben. Ich habe es nicht kontrolliert, ehrlicherweise. Ich bin jetzt dann nicht auch noch mal alle Verbindungen durch und habe geguckt, ob das wirklich die günstigsten und die besten waren, aber die waren von den Preisen her so in den Parametern, die ich ihm gegeben hatte.

[00:08:20.680] – Chris

Das war gut. Ich habe ihn auch, weil ich das tatsächlich in einem YouTube-Video kurz gesehen hatte, habe ich ihn nach Rabattcode suchen lassen.

[00:08:31.220] – Christina

Das hat auch gut funktioniert.

[00:08:34.700] – Chris

Also da war keiner dabei, der nicht funktioniert hätte. Das war dann auch ganz cool.

[00:08:40.290] – Christina

Das schaffe ja sogar ich nicht, als Mensch immer Rabattcode zu finden, die funktionieren.

[00:08:45.920] – Chris

Ja, eben. Das ist ja genau der Trick geworden. So diese ganzen Rabattseiten, die führen dich natürlich immer einfach nur auf ihre Affiliate-Links und sonst nutzen die ja gar nichts. Das hat er dann ganz zuverlässig gemacht. Ich habe das in drei Shops ausprobiert. Die hat er dann irgendwann gefunden und ich habe da jetzt auch nicht mehr genau geschaut, wo er überall unterwegs war. Ich würde mir vorstellen, dass wenn er da draufkommt auf Instagram, so Influencer dann wahrscheinlich gut sind zum Recherchieren. So was habe ich mal ausprobiert und Markennennung. In Artikeln sollte er mir über ein paar Portale zusammensuchen. Habe ich ehrlich gesagt auch keine Gegenprobe gemacht. Bin ich noch ein bisschen skeptisch, ob das alles so genau funktioniert hat. Da muss ich noch mal ran, ehrlicherweise.

[00:09:34.340] – Christina

Was hast du da genau gemacht?

[00:09:37.740] – Chris

Ich habe für ein Pharmaunternehmen, wollte ich schauen, ob da in der Presse negativ darüber berichtet wird über das Produkt und bin dann so durchgegangen. Da hat er sehr wenig gefunden und da weiß ich nicht, ob das so ist. Ich könnte mir vorstellen, dass da speziell auf Seiten mit Foren da vielleicht noch mal was darüber berichtet wird. Also so was hatte ganz gefehlt. Da war gar kein UGC dabei, sondern wirklich nur so richtige Berichterstattung. Kann auch an meinem Prompt liegen oder wie ich ihn darum gebeten habe, das zu tun. Aber so Rechercheaufgaben würde ich ihm in Zukunft noch auftragen. Ich habe es jetzt gerade, damit noch abzuschließen, für einen Vortrag, den ich demnächst halte, mache ich sonst alles immer mit Notebook-LM und suche mir selbst meine Quellen zusammen und mache mir dann so eine Aggregation dieser Themen und eine Mindmap. Und in dem Fall habe ich jetzt ihn mal die Quellen suchen lassen, aber das war, ehrlich gesagt, vorhin erst. Und die muss ich jetzt noch mal alle anschauen, ob man die so direkt in Nordbook-LM werfen kann oder ob man die noch mal angucken muss. Es waren halt sehr viele YouTube-Videos und da weiß man ja, wenn es jetzt so ein KI-Video ist, dann kann ich das nicht gebrauchen.

[00:10:56.900] – Chris

Deswegen muss man die alle noch mal kurz zumindest anschauen, aber eine deutlich längere Liste, als ich mir jetzt zusammengesucht hätte.

[00:11:02.920] – Christina

Und in deutlich kürzere Zeit.

[00:11:04.680] – Chris

Ja, genau. Das war eben auch so angeworfen, E-Mails gecheckt, einen Kaffee geholt, auf unseren Podcast kurz vorbereitet. War tatsächlich entspannt. Wenn das jetzt, und davon gehe ich aus, ein gutes Ergebnis liefert, dann fand ich das eigentlich auch eine ganz gute Experience.

[00:11:23.820] – Christina

Ich habe dann noch nach Hotelzimmern gesucht. Ich war eingeloggt bei HRS und habe gesagt, ich möchte nach Karlsruhe an einem bestimmten Tag und ich bleibe in Karlsruhe immer in zwei Hotels. Das sind so meine Go-to-Adressen. Und bei HRS ist es so, dass man immer nur entweder man kann Karlsruhe suchen oder man gibt das Hotel ein, aber ich kann nie beide in so eine Shortlist sehen. Also zeig mir immer nur diese beiden Hotels an, alle anderen interessieren mich nicht. Und dann habe ich ihn eben gefragt, ob er für ein bestimmtes Datum gucken kann, ob er in diesen beiden Hotels noch falsch geschrieben, also nicht im vollen Namen geschrieben, ob da noch ein Zimmer frei ist, ein Einzelzimmer. Und das war cool, weil auch dann bin ich irgendwie weg vom TAP und habe was habe ich was anderes gemacht, kam wieder und dann waren eben die beiden Zimmer oder die beiden Hotels gelistet mit den verfügbaren Zimmern und hätte dann schon dort … Sehr gut. Ja, das fand ich wirklich eine gute Experience, weil es ist natürlich nichts Mildes oder so, aber das ist was, was wo man sonst immer weiß, das ist jetzt ein Nerv. Das fand ich irgendwie ganz gut und ich hätte auch darüber buchen können.

[00:12:36.970] – Christina

Der nächste Schritt wäre gewesen, dass er für mich die Buchung gemacht hätte. Das habe ich jetzt noch nicht ausprobiert, aber eigentlich, so richtig was schiefgehen kann ja nicht, aber was soll schon schiefgehen?

[00:12:50.580] – Chris

Zu den Themen kommen wir gleich.

[00:12:53.260] – Christina

Aber jetzt in diesem speziellen Fall, wenn ich da eh hin will und eins von den beiden Hotel, wo ich eh immer bleibe und wenn ich ihm jetzt gesagt hätte: Buch das erste oder das Zweite, das Datum war klar. Und ich habe es ja auch gesehen in der Auswahl, was er da in der Suchmaske hatte. Also ich glaube, das wäre jetzt wahrscheinlich nicht so schwierig gewesen. Was ich krass fand, war, ich habe das auch dort erst mal probiert ohne den Agenten, also nur in dem ChatGPT-Modus. Und dann, ich habe das eingegeben und ich habe immer nur so jede zweite, dritte Antwort gesehen. Ich habe immer so einen Punkt eingegeben und dann kam nichts. Und dann war so: Hallo. Ja, ich habe dich Jetzt, wer fragt, ob ich das und das machen soll. ja, habe ich nicht gesehen. Und dann hat er gesagt: Wie benutzt du mich denn gerade? In der Sidebar? Da haben wir das öfter.

[00:13:38.540] – Chris

Okay. Cool.

[00:13:40.020] – Christina

Das ist ja super.

[00:13:41.600] – Chris

Das ist ja totaler Service. Nein, das ist ja falsch.

[00:13:45.020] – Christina

Ach so, in der Sidebar, auf der Website? Nein, das ist ja Quatsch. Hier in dem Browser. Er hat mich auch gefragt, was ich für einen Browser benutze, wo ich auch dachte: Hey? Na ja, aber als ich in den Agenten umgeschaltet habe, dann ging es ihm dann. Für alle, die das ausprobieren wollen, von vornherein unten aufs Plus und Agenten aussuchen. Das finde ich wirklich total dämlich. Von der UX ist das wirklich kontraintuitiv, das so zu machen.

[00:14:09.880] – Chris

Einen letzten Tipp, weil du jetzt gerade noch mal das normale Chatfenster angesprochen hast. Was ich noch gemacht habe, weil ich das auch regelmäßig mache oder davor schon regelmäßig mit Texten gemacht habe, ist, man kann sich natürlich auch aus so einem E-Mail-Thread, wenn es zu einer Terminvereinbarung kommt, einen Termin erstellen lassen, also eine Termindatei, man dann in seinen Kalender importieren kann, oder auch für Services, wenn das mal nicht mitkommt. Ich weiß nicht, Flugbuchung, Zugbuchung, Deutsche Bahn, Lufthansa, die machen das ja eigentlich alle mittlerweile, aber es gibt es ja immer mal wieder, dass man so einen Termin hat und dass man den vielleicht in der Konversation ausgemacht hat, vielleicht auch noch mit ein paar Informationen, wie, keine Ahnung, Tür Code oder Instruktion, wie man ins Gebäude kommt, kann man sich einfach eine Termindatei erstellen lassen, auch mit mehreren Terminen, mit einer Terminserie Termine-Serie. Das hatte ich jetzt auch im Privatbereich, wo ich was gebucht hatte, was fünf, sechs Termine waren.

[00:15:09.140] – Christina

Ich dachte, du warst im Privatbereich Terminserien.

[00:15:11.780] – Chris

Ja, wir lachen, aber in so einem Busy Life braucht man zumindest mal Fixtermine mit manchen Leuten. Nein, aber tatsächlich konnte eine ganze Serie als einen Termin, als eine Datei zusammenfassen lassen und direkt hochladen, ist halt schneller, wie wenn ich die Termine alle einzeln eingebe. Und das ist auch noch so ein kleiner Hack, der sehr, sehr gut funktioniert.

[00:15:36.960] – Christina

Was ich jetzt eigentlich erwarten würde, wäre, dass der Agent in meinem Kalender das erstellt, also dass ich nicht die Datei bekomme, sondern wenn ich ihm sage, er stellt mir diese Terminserie oder den Einzeltermin aus den Infos, die du hast, dass er dann eben meinen Kalender öffnet und das macht.

[00:15:56.940] – Chris

Stimmt. Könnte man auch noch ausprobieren. Ich hatte in dem Moment keine Lust, zuzugucken und wollte die Termine schnell drin haben, weil nachher klappt das nicht, dann hast du es vergessen und dann passieren die Termine nicht. Beim Kalender bin ich immer sehr … Ja, das stimmt. Versuche ich, sehr hinterher zu sein, weil sonst …

[00:16:16.060] – Christina

Ist für den Sachen nicht statt.

[00:16:18.280] – Chris

Ja, geht eben schief. Das sind so kleine Use Cases, die jetzt echt schon eigentlich ganz gut Freude machen und die ganz gut funktionieren. Aber du hast jetzt du hast auch gerade schon gesagt, du hast auch keine Buchung durchführen lassen. Ich habe tatsächlich auch bei der einen oder anderen Sache auch Bedenken. Jetzt sind es natürlich vorwiegend amerikanische Unternehmen, deren KI-Agenten man dann vielleicht seine Kreditkartennummer gibt, seine Login-Daten und so weiter, mal abgesehen vom Browserverlauf. Jetzt kann man da im Privatbereich sicher noch einfach drüber entscheiden, wie man damit umgeht. Das muss man ja mit anderen Tools auch, aber ich glaube, speziell im Firmenkontext ist es natürlich eben so, also gehen wir mal davon aus, ich kann den bei mir installieren, die IT hat nichts dagegen im Unternehmen und dann sage ich dem …

[00:17:12.700] – Christina

Hast du unsere gefragt, Chris, unsere IT?

[00:17:15.680] – Chris

Da habe ich ein Ticket.

[00:17:19.220] – Christina

Er ist direkt neben beim …

[00:17:21.840] – Chris

Nein, wir lassen das ja auch nicht auf kritische Systeme los, sondern ja wirklich auch immer in einem gewissen Rahmen. Aber das ist ja genau auch, was ich sagen wollte, ist natürlich, wenn jetzt Mitarbeitende sich den Browser installieren oder vielleicht sogar, ich meine, du kannst es natürlich auch auf ein Privatgerät machen, kommst trotzdem auf das eine oder andere System drauf, gibst dem die Credentials und lässt den dann, keine Ahnung, auf SAP los. Mach doch mal meine Arbeit diese Woche. Ich will niemandem was unterstellen, aber es wirkt natürlich verführerisch, so einen Agenten mit gewissen Dingen zu beauftragen. Ich glaube, das ist schon ein Thema, da da sollte man frühzeitig jetzt dran denken. Vielleicht auch nicht mehr frühzeitig, weil die Browser gibt es schon, die kann man sich herunterladen. Da sollte man auf jeden Fall mit seinen Mitarbeitenden sprechen, wie man da vorgeht und sich da eben einen Plan zurechtlegen, dass a) kein Quatsch passiert und b) natürlich die Informationen nicht an die KI gehen, weil die gleichen Unternehmen haben oft auch restriktive Vorschriften, was die Nutzung der KI-Assistenten angeht. Und da muss man, glaube ich, ein bisschen aufpassen.

[00:18:30.320] – Christina

[…]

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