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Podcast

Values: Grundlage der Unternehmenskultur

Veröffentlicht am 4.10.2022

Titelbild: Values: Grundlage der Unternehmenskultur

Digital Impact Podcast · Folge vom 04.10.2022

Die netzstrategen analysieren und hinterfragen ständig, auch die eigenen Werte. André Hellmann und Timo Krause sprechen darüber, wie die Values des Unternehmens entstanden sind und was sie im Arbeitsalltag konkret bedeuten.

Transkript der Folge lesen

[00:00:03.540] – Timo

Herzlich willkommen zur nächsten Podcast-Episode. Ich habe heute mir den lieben André vor mir sitzen im Streaming-Studio. Ich bin Timo, euer Host und wir unterhalten uns heute über – es ist kein Deep Talk, aber es sind wichtige Themen, die Unternehmen betreffen und die, wie ich nenne es jetzt mal, Wertekosmos, in dem wir uns bewegen. Wir möchten heute über unsere Werte oder generell Werte sprechen, was das bedeutet für uns selbst als Menschen, als Mitarbeiter, als Unternehmer und haben da, glaube ich, ein paar spannende Themen heute im Gepäck und darüber möchte ich heute mit André sprechen. André, herzlich willkommen. Schön, dass du da bist. Wir hatten schon ein paar mal das Vergnügen und wir haben für uns, was Werte angeht, definiert. Das ist ein langer Prozess gewesen. Ich bin irgendwann auch mal damit eingestiegen. Ich weiß noch, als ich angefangen hatte. Werde ich auch nie vergessen. Da hast du mir immer diese Mind Map gezeigt mit tausend Pfeilen und tausend Values und das haben wir dann sortiert. Aber wir gehen jetzt noch mal einen kleinen Schritt zurück beziehungsweise erste Frage an dich: Warum Werte? Warum auch Mission und Vision, die nebenher auch mit einhergehen. Warum ist das so wichtig?

[00:01:21.020] – André

Ich glaube, zuerst muss man überlegen, was die denn eigentlich erreichen sollen. Was sind denn eigentlich Werte und eben eine Mission, eine Mission vom Unternehmen? Und bei uns ist das alles sehr natürlich entstanden. Bei der Gründung des Unternehmens haben, glaube ich, gerade erst damals schon Lars und Stephan und Jim und Dao dabei waren, haben wir uns eigentlich so: Wir wollten damals alle weg von irgendwas. Bei einem Unternehmen, in dem wir vorher gearbeitet haben, haben wir uns nicht wohlgefühlt. Wir, Wir fanden uns auf Fehl am Platz. Die Arbeit hat keinen besonderen Spaß gemacht, auch wenn die Arbeitsinhalte vielleicht gar nicht so schlimm waren. Und irgendwie kamen wir sehr natürlich drauf, dass wir uns eine andere Form der Zusammenarbeit vorstellen, dass wir so in der Art nicht arbeiten wollen. Also schon an den Themen. Wir hatten damals schon auch alle digital und Online-Web-2.0-Themen, aber die Art, in der in den Unternehmen gearbeitet wurde, lag uns nicht. Ich sage es mal ganz neutral. Und so haben wir dann angefangen, uns im Endeffekt gegenseitig Versprechen zu geben, wie wir miteinander arbeiten wollen. Wir haben dann mit der Zeit einfach gemerkt, dass wir das immer stärker ausformulieren müssen. Also je mehr Menschen wir geworden sind und je komplexer die Aufgaben, je mehr Kunden es auch wurden, desto klarer mussten wir diese Versprechen formulieren, weil nach wie vor bei uns im Unternehmen dieses Versprechen, das sagen wir auch allen ganz am Anfang, am Anfang in der Mitte und zum Schluss immer wieder, dass Versprechen bei uns, die die härteste Währung sind und wir mussten fast schon ein paar Standardversprechen schaffen oder Dinge, auf die man immer aufbauen und mit denen man immer rechnen können darf im Unternehmen.

[00:02:57.660] – André

Das war natürlich ein langer Prozess, weil der eben auch so aus der Historie kam und wir gar nicht so strukturiert da reingestartet sind. Wir haben nicht gesagt: So, Freunde, hinsetzen, Stifte raus, jetzt machen wir mal Vision, Mission, Values oder so, sondern wir haben halt mal angefangen, darüber zu reden, was uns eigentlich wichtig ist in der Zusammenarbeit und was uns im Job glücklich macht und was vielleicht auch nicht.

[00:03:15.680] – Timo

Und habt jetzt nicht irgendwelche Mission-Statements oder Values genommen von irgendwelchen Webseiten geklaut und sagen: Hey, wir sind kundenorientiert, wir sind innovativ, wir sind bla bla bla bla bla, sondern wirklich-Das war alles from scratch.

[00:03:26.940] – André

Nein, genau. Ja, eben. Also from scratch, from history eigentlich. Wir haben gesagt: Mann, so wollen wir es nicht weitermachen, oder manche Sachen, haben wir gesagt, wollen wir genauso weitermachen, sind gut. Aber das war eine sehr bewusste Reflexion über mehrere Iterationen hinweg. Wir haben uns ja schon seit immer nehmen wir uns zweimal im Jahr, am Anfang sogar noch öfter, und dann jetzt zweimal im Jahr die Zeit, uns zwei Tage mit allen Leuten zurückzuziehen und genau solche normativen Sachen durchzusprechen. Da haben wir am Anfang sehr viel Zeit mit verbracht, das für uns auszudefinieren. Und wie du gesagt hast, sind die natürlich über die Jahre gewachsen mit der Anzahl der Leute, mit der Anzahl der Büros, der Kunden, der Sprachen im Unternehmen, wurds es immer mehr, immer mehr. Wir haben immer mehr das Gefühl gehabt, wir müssen das mal ordnen und sortieren. Und heute, noch mal zu der Eingangsfrage: Was ist das überhaupt? Ist es für uns, ich sage immer, it’s the glue that holds us together. Es ist der Klebstoff, der uns beieinander hält. Es ist quasi, wenn ich ins Unternehmen reinkomme, das, womit ich bei allen rechnen darf, dass hier empathische Leute sind, open minded, supportive, dass das Dinge sind, die wir wichtig finden, aber auch in der Zusammenarbeit, dass ich weiß, da sind Leute, die sind proaktiv, die reagieren schnell. Ich predige gerade so ein paar runter von unseren Werten. Aber das sind Sachen, die ich einfach: So möchte ich arbeiten, so wollen wir arbeiten. Dieses Versprechen gebe ich anderen, dass ich diese Dinge mache. Und andersherum erwarte ich es aber auch von den Leuten im Unternehmen, dass sie sich daran halten und sagen: Hey, ich bin halt schnell, ich denke mit, ich denke voraus. Ich mag im Prinzip, was ich tue oder ich committe-myself. Ich widme mich der Aufgabe. Das sind Dinge, die halt, wenn das andere machen und ich das auch mache, macht mir das halt Spaß. Wenn es bei anderen fehlt, mach diese Zusammenarbeit mit der Person halt nicht so viel Spaß.

[00:05:17.310] – Timo

War dir von Anfang an bewusst, dass das so ein krass langer Entstehungsprozess ist? Also der hört ja auch gar nicht auf. Wir entwickeln ja auch da Dinge weiter. Da kommen wir später noch dazu. Hast du am Anfang gedacht, wir setzen uns da einmal zusammen im Workshop und jetzt haben wir ein paar Values und Sachen erfunden und die schreiben uns jetzt auf die Website oder irgendwas? Oder war dir von Anfang an bewusst, das ist etwas, was sich immer weiterentwickeln wird?

[00:05:38.140] – André

Ich habe zum einen ein Negativbeispiel gehabt von vorherigen Arbeitgebern, wo ich gesehen habe, was passiert, wenn du das quasi nur für die Sticker und die Post an der Wand machst. Klassiker, wenn es dann auf der Toilette irgendwie das Bild ist mit dem Strand, mit dem Boot dran oder der Wald, wo ein Wert drauf steht, den sich keiner erinnern kann und die Sachen einfach locker einstauben. So war es bei mir vorher auch. Dann waren alle erst mal, so Value Sessions, man hat das besprochen, aber irgendwie vollkommen blutleer. Und andersherum ist es so, dass nur wenn wir regelmäßig drüber sprechen, ich auch glaube, dass die Leute das wirklich auf dem Schirm haben, dass das wichtig ist. Deswegen hatten wir jetzt auch gerade im letzten Workshop vor zwei Wochen. Das ist so ein intensives Thema rund um die Values, weil wir gefühlt haben, auch im Coordination-Team, dass wir da mal wieder drüber reden müssen und Leute wieder reinholen müssen in die Values-Thematik, die nicht in diesem langen Entstehungsprozess dabei waren. Deswegen war das so wichtig und ich glaube, nur so halten wir das Thema auch aktiv am Leben und die Leute wissen, das ist quasi nicht nur ein Sticker, sondern das ist wirklich was, was hier jeden Tag gelebt werden sollte.

[00:06:42.240] – Timo

Sticker sind das eine, Poster ist das andere. Wir haben noch so ein paar andere Ausprägungen da. Was war dir da besonders wichtig, das Ganze auch zum Leben zu erwecken, genau nicht in diese Falle zu tappen? Wir haben jetzt irgendwie historisch bedingt, wo die Arbeitgeber vorher da waren. Das möchtest du so nicht mehr haben. Ich finde, die Herausforderung ist schon, wie kriegt man so was auch, dass es keine Papiertiger sind, zum Leben erweckt.

[00:07:05.960] – André

Ich glaube, ein Trick war auf jeden Fall, dass die catchy sind bei uns. Du kannst die einfach mal so auch in ein Gespräch werfen. Das mache ich auch bewusst ganz oft, wo ich sage: Hey, connecte mal the dots, mein Freund, oder Hey, stick to the plan. Stephan ermutigt immer alle zu Get your hands dirty, zum Beispiel, oder was wir auch oft hören, disagree for the better. Das sind ja alles Values die wir so im Tagesgeschäft in den Alltag bei uns einbinden und dann das mal sagen können. Manchen ist vielleicht gar nicht klar, dass es ein Wert ist, über den wir gerade reden, aber das ist eine wichtige Grundlage der Zusammenarbeit. Und auch über diese Wert entsteht ja unsere Wertschöpfung. Und ich glaube, das ist mal ein wichtiges Thema, dass es so Catchphrases sind, die nicht so langatmig sind, sondern einfach ein, zwei, drei Worte auf dem Punkt. Klar, nachher ordentlich ausformuliert in unserem Intranet, aber erst mal so witzig. Und Ich finde es cool, dass Leute das auch wirklich auf dem T-Shirt haben. Aber ich finde, das ist ja schon so eine maximale Identifikation, wenn hier Leute herumrennen mit ihrem Lieblings-Value, damit dann scheinen sie sich ja schon sehr stark, zumindest noch mit dem einen Thema, zu identifizieren.

[00:08:16.240] – Timo

Ja, und ich glaube, genau das war auch der Grund, warum wir auch gestartet haben mit diesem Your Favourite Value, ob das jetzt ein Social-Format ist. Jeder sucht sich so ein bisschen seinen Wert raus. Man bewegt sich im gesamten Kosmos, aber einen Wert habe ich, wo ich jetzt sage, bei mir war es jetzt auch get your hands dirty, oder bei Stephan, der Pragmatiker vom Herren, das sind so: Okay, das kannst du mit reinbringen.

[00:08:36.600] – André

Der hat das ja angefangen, mit den T-Shirts. Der hat ja quasi Guerillamäßig sich eins gemacht.

[00:08:40.100] – Timo

Stimmt.

[00:08:40.800] – André

Und ist dann damit herumgestratzt und so kamen wir ja drauf, dass man die auch auf T-Shirts packen kann. Also dass man das, man das auch ganz anders verwenden kann. Wir stellen ja auch, wenn wir einen neuen Kunden treffen oder bei einem Kunden ein neues Projektteam treffen, stellen wir diese Werte auch ganz am Anfang vor, weil die müssen ja auch auf einmal mit einem Partner rechnen, der mal auf den Tisch schaut und sagt: Diagree for the better, my friends. Wir müssen jetzt mal darüber reden. Wir finden, es ist anders besser. Oder ein Partner, der halt einfach die dots anders connected, zum Beispiel. Es ist schon so, dass in der Zusammenarbeit natürlich unerwartete Dinge passieren mit uns und die kündigen wir über die Werte an. Aber andersherum ist es natürlich auch ein Versprechen, dass wir geben, dass wir sagen: Pass auf, mit den Dingen kannst du jetzt rechnen, dass das eben so läuft. Und so zwingen wir uns ja selber, indem wir die Werte eigentlich zu einem USP machen und sagen: Hey, das ist eigentlich Teil unserer Einzigartigkeit, so zwingen wir uns ja auch sehr dazu, daran zu halten, weil wir ja ein Versprechen gegeben haben an den Kunden, dass wir das tun werden in der Form.

[00:09:43.140] – Timo

Wie ist denn die Reaktion? Du hattest letztes Mal gesagt, kriegen die gleich mal so die Werte die Ohren gehauen. Wie sind da so die Reaktionen? Ist es erst mal so: Ja, okay, da sind jetzt ein paar schöne bunte Slides oder ein schöner bunter Fächer mit einem Prisma, mit ein paar Begriffen drauf.

[00:10:01.210] – André

Meistens gehen wir da relativ schnell drüber, aber nachher kommt dann der Bumerang, aber ich kann mich dann immer schön auf die Folie beziehen und sagen: You remember? Wir haben doch mal drüber geredet.

[00:10:12.860] – Timo

Commit yourself.

[00:10:14.480] – André

Genau, deswegen ist es so.

[00:10:17.460] – Timo

Ja, dann frage ich doch gleich mal auch dich selbst: Was ist denn dein persönlicher Favourite Value, wenn du schon vor dem Mikro sitzt? Das frage ich jetzt wahrscheinlich jeden.

[00:10:24.880] – André

Okay, wunderbar. Was steht auf meinem T-Shirt?

[00:10:27.370] – Timo

Auf deinem aktuellen T-Shirt steht Barcelona. Das ist auch schön, da haben wir einen neuen Standort.

[00:10:31.130] – André

Ja, richtig. Das Erste war Stick to the Plan, was ich mir gemacht habe, weil ich finde, dass das oft nicht passiert. Bei uns ist es nicht so schlimm intern, aber bei unseren Kunden passiert das schon öfter, dass eben dann doch Aktionismus einkehrt und dass man dann doch neue Themen ausprobiert, doch relativ schnell Prioritäten wechselt, ohne zu verstehen, was das für Konsequenzen hat, also was für ein Rattenschwanz das mit sich bringt, wenn man in der Budgetplanung anders vorgeht, wenn man an manche Stellen streicht oder auf der Webseite in einem kleinen Modul was ändert, was das hinten raus mit sich bringt und wie stark das einem aufs Budget und auf die Launchdates einwirken kann. Deswegen war mir Stick to the Plan schon immer super wichtig in der Kommunikation nach außen. Und das andere Shirt, das ich habe, ist Be Proactive, weil ich auch glaube, dass uns das sehr auszeichnet, dass wir eben…Damals hieß der Wert mal, wir denken nach, mit und voraus, und ich glaube, dass der da drin kumuliert ist, dass wir eben nicht hinterherhinken, nicht fragen, was der Kunde denn jetzt will oder von anderen wissen wollen, was wir tun sollten, sondern dass wir eigentlich selber sagen, was die richtigen Maßnahmen wären, dass wir Vorschläge machen, dass wir die dann besprechen und diskutieren, aber nicht quasi auf Befehle warten. Das ist ein ganz wichtiger Teil, der mir bei meinem Job wichtig ist und den ich ganz cool finde. Und was mich im Augenblick sehr umtreibt, uns schreibt, ist das Thema Analyze In Depth, weil ich finde, dass ich das zurzeit nicht gut mache. Ich könnte da mehr machen, würde da gerne wieder mehr machen. Deswegen ist das mein nächstes T-Shirt oder der größte Sticker, den ich mir jetzt irgendwo hinklebe, dass ich mich wieder mehr in der Tiefe mit Zahlen und mit Umständen beschäftige und besser verstehe, wo eigentlich die Probleme oder die Chancen auch herkommen. Das ist dann so das nächste, was passieren wird auf jeden Fall.

[00:12:25.550] – Timo

Das heißt, du nimmst dir jetzt immer einen gewissen Zeitraum vor und hast dann ein T-Shirt. Vielleicht müssen wir hier so einen Kleiderkreisel mal aufmachen und dann wechselt bei jedem mal so das T-Shirt einfach der Runde durch. Was sind denn auch so Werte gerade in Zusammenarbeit mit dem Kunden, wenn man da als tiefer eingestiegen ist. Du hast vorhin gesagt, du kannst dich dann auf diese Folie noch mal beziehen. Gibt es da Werte, auf die du häufiger hinweisen musst, die immer wieder zur Sprache kommen und sagen: Hey, das gilt für beide Seiten.

[00:12:52.310] – André

Ja, wie gesagt, das ist wirklich so. Ihr Geheimtipp: Macht eure Werte, wenn ihr sie benutzen wollt, catchy, dass ihr sie einwerfen könnt. Und einer, den ich zum Beispiel immer wieder einwerfe, ist Be realistic. Sei das jetzt so quasi pointiert oder auch mal so einfach Hey, Reality Check, also rund um nen Realitätssinn, der oft deswegen fehlt, weil logischerweise nicht jeder Kunde, nicht jede Person, jeder Rolle oder Stelle, checkt, was das für Auswirkungen hat oder was das mit sich bringt, wenn man bestimmte Ziele auf einem bestimmten Weg erreichen möchte. Mal schnell einen Social Post machen, ist nicht mal schnell einen Social-Post machen, sondern da gehört ja ein Redaktionsplan, ein Produktionsplan dazu, eine optimierte Ausspielung, ein Media Budget, das eine Zielgruppe braucht, das ein Controlling, eine Optimierung braucht. Und das müssen wir ganz oft mitgeben, dass diese Wünsche in diesem schnellen Internet, wo doch alles möglich ist, durchaus auch viel Arbeit mit sich bringen. Deswegen ist Be Realistic ein wichtiger Wert, gerade wenn wir die Business-Pläne schreiben im Digital Business Team, dass wir dann noch einen Reality-Check machen. Auch deswegen noch mal mit den Marketing Monstern oder mit dem Marketingteam sprechen und da noch mal unsere Annahmen double checken, ob man mit dem Geld in der Zeit eigentlich auch zu diesem Ziel kommt, ob das vielleicht ein bisschen überzogen ist. Das ist wichtig und wir haben eben dieses Connect-the-Dots-Thema. Das ist einfach ein Thema des Internets. Das Internet hat nämlich viele Dots leider. Es hat so viele Themen, es ist so mannigfaltig. Die digitale Landkarte ist riesig. Wir kriegen sie selber nicht richtig hingemalt. Und da zu sagen: Okay, ich hab halt Wechselwirkungen und Auswirkungen und die plane ich so ein bisschen vor und mache sie mir auch zu Nutzen. Das versuchen wir da auch immer sehr, sehr stark einzubringen. Aktuell gerade vor allem in der Organisationsentwicklung, dass wir auch da wieder sagen, wenn das in diesen 5 bis 12 Marken passieren soll bei unseren Kunden, wie kriegen wir das dann wieder in der Organisation zusammengeführt, dass da effiziente Dinge passieren? Das merken wir auch. Das ist gerade ein ganz wichtiges Thema bei vielen Kunden, die jetzt gerade überlegen, wie sie quasi effizienter, mehr Effektivität erzeugen.

[00:15:00.470] – Timo

Spannend, dass du da sagst, ich habe das noch gar nicht aus dieser Brille betrachtet, mit dem auf digital auch übertragen. Also was passiert da auch in dem Bereich connect the dots, be realistic? Also ob man jetzt Digitalteams aufbaut, die müssen das und das machen, haben aber nachher nur zwei Personen da sitzen und die können das, was da an Roadmap und Strategie skizziert wurde, gar nicht umsetzen in dem Fall.

[00:15:22.160] – André

Genau. Da muss man manchmal einfach darauf hinweisen. Das fällt denen dann wie Schuppen von den Augen, dass man sagt: Schau mal, du hast Wir, keine Ahnung, fünf Geschäftsbereiche mit jeweils sieben bis 23 Produkten in zwölf Ländern oder so irgendwas. Und die sind alle halbwegs ausgestattet mit Brand-Managern und Projektmanagern und was nicht was. Aber dann hast du hier zwei bis drei Leute im Digitalteam sitzen und die sollen das jetzt für die alle quasi planen, konzipieren, beraten und optimieren, umsetzen und Agenturen steuern. Das wird nicht hinhauen. Da reicht es, selbst wenn die Leute 24 Stunden arbeiten würden, reicht das nicht, das alles überhaupt zu machen. Und sprechen wir mal noch gar nicht von Exzellenz oder so. Das ist einfach nur dann. Und dann passieren wilde Sachen. Und wenn das eine Weile läuft, dann rufen die irgendwann bei uns an und sagen: Es läuft nicht so gut. Und dann ist es meistens die erste Wunde, die wir in den Finger legen und sagen: Ja, brauche ich gar nicht weiter gucken. Wenn die drei Leute die 70.000 Sachen machen sollen, dann ist das chancenlos.

[00:16:27.440] – Timo

Ein Punkt dazu noch mal, eine Frage Frage, wenn ja jetzt alles gut läuft und wir und die Kunden, wir haben uns gegenseitig die Versprechen gegeben und die Werte sind eingehalten worden, dann gibt es noch den Wert Celebrate. Wie wichtig ist der denn? Wie wichtig erachtet du das, wenn man das gemeinsam erreicht hat?

[00:16:43.050] – André

[…]

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