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Podcast

Wie wir unsere Zukunft mit KI gestalten müssen | SXSW 2025

Veröffentlicht am 25.3.2025

Titelbild: Wie wir unsere Zukunft mit KI gestalten müssen | SXSW 2025

Digital Impact Podcast · Folge vom 25.03.2025

Wie verändert sich unser digitales Zusammenleben durch KI und welche Rolle spielt dabei das menschliche Miteinander? Host Sarah Stock spricht mit Chris Sattel, der frisch von der SXSW 2025 aus Austin zurück ist. KI war auch in diesem Jahr das dominierende Thema, doch neben technologischen Innovationen stand vor allem der Mensch im Fokus.

Transkript der Folge lesen

[00:00] – Sarah

Herzlich willkommen zur neuen Folge des Digital Impact Podcasts. Ich bin Sarah Stock, Marketing Strategin bei den netzstrategen. In dieser Folge sprechen wir über die South by Southwest 2025, eine der größten Tech Events in Austin, Texas. Mein Kollege Chris war auch dieses Jahr dort und hat spannende Themen mitgebracht, die der Technikbranche gerade quasi unter den Nägeln brennt. KI war natürlich thematisch wieder sehr präsent dabei, aber auch das menschliche Miteinander wurde dieses Mal in den Fokus gerückt. Wir sprechen über Social Health, KI-Agenten und wie die Zukunft von Social Plattformen aussehen kann. Diese Folge wurde am 21. März 2025 aufgenommen. Alle wichtigen Links und Infos haben wir in die Show Notes gepackt. Nun starten wir in die Folge mit Chris, der sich einmal vorstellt.

[00:00:52.550] – Chris

Ich bin Chris, darf hier bei netzstrategen den Data Analytics Bereich verantworten. Ich bin jetzt auch schon zwei Jahre dabei und auf der South by Southwest bin ich jedes Jahr eigentlich mit Covid-Unterbrechung, war jetzt glaube ich das 6. oder 7. Mal schon. Und freue mich da immer nach Austin reisen zu dürfen, nicht nur mit dem Wetter, da kann zwar von Schneesturm bis 35 Grad alles passieren, war auch letzte Woche fast so, aber um da eben ganz viele neue Themen kennenzulernen und Trends halt ganz früh zu erkennen, weil dort oft der Ausgangspunkt ist. Also wenn wir noch mal zurückdenken, ChatGPT Ende 22 rausgekommen, hat man schon mal von gehört, aber so mit der South by 23 war das so der Startschuss, wo das wirklich viele benutzt haben, wirklich viele Berichterstattungen davon ausgingen, weil da natürlich auch viele Journalisten vor Ort sind, die so emerging Tech Trends anschauen und vielleicht auch die ein oder andere Session finden, die da irgendwie noch als kleines Nugget irgendwo versteckt ist und dann nochmal einen neuen Speaker finden. Und der Vibe ist da einfach ganz besonders, weil das ist ja eine Mischung aus Tech Festival, Musik Festival, Film Festival und Comedy Festival. Die Bereiche vermischen sich manchmal nicht ganz unfreiwillig, aber es ist eben so, dass dann wenn die Musik losgeht, der Vibe einfach so ein bisschen lockerer und du triffst halt Leute aus der ganzen Welt, die sich um ähnliche Themen kümmern, aber andere Standpunkte dazu haben, das sind zum Beispiel sehr viele Brasilianer auch da, die natürlich auf Dinge wie KI und Technologien anders schauen, weil es andere Bedürfnisse gibt, andere Probleme gibt. Aber auch den Business vielleicht auch ganz anders funktioniert, als bei uns in Europa und da neue Blickwinkel nochmal drauf zu generieren, ist auch spannend. Und was immer jedes Jahr kurios ist, ist man trifft dort halt ganz viele Deutsche. Wir müssen halt 8.000 Kilometer irgendwo hinfliegen, um uns kennenzulernen und zu treffen. Gab dieses Jahr auch wieder ein German House, da kann ich später vielleicht auch nochmal zwei, drei Sätze zu erzählen. Und ja, du lernst da immer wieder Leute kennen, mit denen du dann hier wieder zu tun hast, wenn du zurück bist und ja, man braucht halt irgendwo natürlich einen Treffpunkt und eine ähnliche Konferenz in Europa gibt es bisher nicht. Auch dazu sagen muss, diesen Sommer kommt die South by Southwest nach London. Zum ersten Mal gibt es eine europäische Edition des Ganzen. Kenn das Programm noch nicht, ist auch ein bisschen kürzer, ohne Musik, glaube ich, hauptsächlich der Tech Teil des Ganzen. In Sydney, in Australien gibt es das schon länger, also die Veranstalten da schon länger den Ableger. Kann ich ehrlicherweise nichts zu sagen, alleine aufgrund der großen Spinnen kann ich nicht nach Australien und London müssen wir mal gucken, hab da noch keine Spinnen gefunden, aber wird glaube ich spannend werden, was dann in Europa dazu nochmal passiert.

[00:03:51.830] – Sarah

Was war denn dieses Jahr das Prägnanteste, was du von dort mitgenommen hast, sei es jetzt aus Session oder von der Veranstaltung an sich?

[00:06:24.810] – Chris

Was mich überrascht hat oder was vielleicht ein bisschen anders war als die letzten Jahre, wo der Fokus ja dann doch immer auf Tech liegt, auch wenn man sich dann immer Community nennt und wie auch immer, was es ja natürlich auch ist, war die Eröffnungssession tatsächlich, da ging es um Social Health, also wie der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist, wie Menschen miteinander Leben, interagieren, wie es einem geht und was gerade mit der Gesellschaft passiert. Also das hat sich auch stark durchgezogen durch viele Sessions, dass beim Programming glaube ich da Wert draufgelegt wurde, dass man da auf den sozialen Zusammenhalt schaut, dass es wie wir miteinander leben und was jetzt auch – in den USA gab es ja kürzlich ein Regierungswechsel, was es hier und da noch für Konsequenzen hat und das fand ich überraschend, aber passend. Also sonst ist ja immer irgendwie eine große – jemand sehr bekanntes oder irgendwie was aus dem Tech Bereich kommt als Eröffnungssession. Und diesmal war da wohl ganz bewusst der Wert draufgelegt, dass da eine Forscherin gesprochen hat, die auch mit Studien belegt hat, wie wichtig menschliche Berührungen sind und wie wichtig es miteinander sind und wieviel länger man lebt, wenn man gute Beziehungen zum Menschen hat, alles was man ja hier und da schon mal gehört hat. Aber toll zusammengefasst, toll aufbereitet, kann man sich auch auf YouTube nochmal anschauen, sicher was was für jeden wertvoll ist und hatte gar nicht direkt was mit dem Thema zu tun, was wir so beruflich machen. Und dieser Aspekt wurde oft wiedergegeben. Ein zweiter Aspekt, der auch nicht unbedingt zum Tech gehört, war eben, wie wir Technologie gestalten und wie Zugriff, also Regierungen dann tatsächlich auch Zugriff nehmen oder Unternehmen da vielleicht auch Einfluss nehmen können auf uns und dass man sich darüber viel mehr Gedanken gemacht hat als früher. Das ist was, das kommt glaube ich als Trend überall gerade hoch und da denken viele Leute darüber nach, wie uns Software auch beeinflusst, die sozialen Netzwerke uns beeinflussen. Die These, dass das politische Wahlen ganz stark von Social Media beeinflusst werden, ist glaube ich auch gar keine These, sondern in Teilen auch sehr gut bewiesen. Und was es für uns als Menschen die Technologie gestalten bedeutet, wenn man, wie man diese Software zusammenbaut oder diese Plattform zusammenbaut und wie die funktionieren und was man alles achten soll, das hatte sich durch viele Sessions gezogen um am Ende eine große Überschrift, aber um Ende vielleicht auch eine bessere Welt zu gestalten.

[00:06:33.060] – Sarah

Für alle die zuhören, hast du da was mitgebracht, was man sich jetzt einmal anschauen könnte, vielleicht selbst umsetzen könnte? Also spontan assoziiere ich damit Open Source Projekte, wo man ja weiß oder nachgucken kann oder zumindest die Leute, die technisch affin genug sind, ich kann sowas nicht, nachgucken können, wie was gebaut ist und wie es funktioniert und ob sich verändert hat.

[00:10:06.760] – Chris

Eine prägnante Session dafür war oder zwei Sessions waren da eigentlich einmal die mit Bluesky, dem sozialen Netzwerk oder dem Protokoll, komme ich gleich nochmal zu und Signal dem Messenger, die – fangen wir vielleicht mal mit dem Signal an, da ging es hauptsächlich um Privatheit, Privacy und Datenschutz im Internet und wie wir eigentlich damit umgehen. Und kommt natürlich wie immer die Frage, ich habe doch nichts zu verbergen, so wir haben ja alle nichts zu verbergen, fand ich einen witzigen Satz, hat gesagt, ja wir machen alle die Tür zu, wenn wir auf Toilette gehen. So, ja jeder geht auf Toilette, haben wir vielleicht nichts zu verbergen, aber wir wollen auch irgendwie nicht, dass wir das alle sehen. Und das fand ich ganz schön, das Bild, weil es auch ein bisschen lustig, aber tatsächlich ist ja die Sache an sich nicht so lustig und wenn wir über andere Messenger nachdenken, dann haben die alle für Behörden eine Backdoor eingebaut, um auch ermitteln zu können gegebenenfalls. Jetzt im Anbetracht von Terroranschlägen und sowas finden wir sowas immer ganz gut, aber wenn dann doch mal jemand vielleicht falsch beschuldigt wird oder man jetzt schon drüber nachdenkt, was man da schreibt, ob man da einen lustigen Witz macht und überlegt, oh, wenn das jetzt jemand mitlesen könnte, dann ist man da schon in seiner Freiheit eingeschränkt und Signal nutzt, ohne jetzt da Werbung für machen zu wollen, aber das ist nur eine Art, so was zu bauen, nutzt da Open Source Technologie und hat da auch keine kommerziellen Interessen, also ist glaube ich auch eine Stiftung, das heißt spenden finanziert, man kann auch, wenn man die App benutzt, popt immer mal wieder auf, dass man jeden Betrag sozusagen spenden kann. Und über diesen offenen Code, den sich jeder anschauen kann, gibt es eine Community von Entwicklern, die das sozusagen bei jedem Release nochmal anschaut und wenn da eine Veränderung wäre, die eine Backdoor einbaut, die diese Privacy nicht mehr einhält, die dafür sorgt, dass irgendwie eine Kommerzialisierung da einzieht, wie auch immer, dann würde man das bemerken, also dann gibt es ganz viele Menschen, die das bemerken würden und sozusagen das ganze, das sind keine Institutionen, aber Entwickler rund um die Welt, die so was bemerken würden und bei Bluesky gibt es einen ähnlichen Ansatz. Bluesky kennt man vielleicht als Twitter Alternative, die meisten werden das wahrscheinlich schon mal gehört haben, viele Accounts sind auch, oder viele Firmen sind auch gewechselt, haben gesagt, hier wir machen Twitter oder X zu und wir sind jetzt auf Bluesky, wahrscheinlich jeder schon mal gesehen und da ist interessant, dass da auch kein proprietäres Netzwerk gebaut wurde, keine Plattformen wie Instagram, wo man einen Login für Instagram braucht und seine Daten abgeben muss, um da draufzukommen, sondern dass die sagen, sie haben ein Protokoll gebaut, man kann auch eine andere App, muss nicht Bluesky sein, drum herum aufbauen und kann trotzdem mit den Menschen da interagieren, ähnlich wie das halt mit der E-Mail mal war, so war es Internet ja mal gedacht. Bei E-Mail ist ein Protokoll, das heißt, es ist technisch klar beschrieben, was eine E-Mail ist, ich kann ja dir eine E-Mail schicken, du kannst mir eine E-Mail schicken, wir müssen uns nirgends anmelden, wir brauchen halt eine E-Mail-Adresse, gut, fair enough, aber an sich kannst du bei Web.de sein und ich bei G-Mail und wir können uns trotzdem E-Mails hin und her schicken und ich brauche kein Web.de Login, um dir eine E-Mail zu schicken. Und so ähnlich ist das gedacht, also das sind zwei Formen, wie man beim Bauen von Software schon mal drüber nachdenken kann, wie man sowas gestalten kann, ich glaube für uns Europäer ist an der Stelle auch wichtig, da keine Abhängigkeiten zu schaffen an amerikanische Unternehmen, wir werden sehen, wie sich das jetzt die nächsten Monate und Jahre entwickelt, aber da vielleicht jetzt schon mal zu schauen, ob ich statt AWS ein europäisches Modell nutzen kann, um meine Daten abzulegen, oder auf dem meine Software laufen kann oder nicht von Google abhängig zu sein, in dem, was ich mache und wo ich ablege oder zumindest einen Backup Plan der Schublade zu haben, um die Sachen in Europa gestalten zu können, ist zum Beispiel was, was wir alle tun können, wenn wir überlegen, wie wir Software benutzen.

[00:11:04.880] – Sarah

Als Nutzerin finde ich das super spannend, weil ich mich vielleicht nicht auf fünf Plattformen anmelden möchte, aber manche Creator nur auf einer Plattform groß und aktiv sind und ich aber mich nur mit einer Sache bemühen möchte, wir merken es vielleicht auch wenn wir verschiedene Messenger benutzen, WhatsApp, Telegram, Signal und man da schon manchmal denken muss, ah okay, was mache ich jetzt auf, um die Person zu erreichen, also finde ich persönlich super spannend, auch für Marketingansätze.

[00:11:38.420] – Chris

11:39 – ChrisMan bräuchte sowas wie einen globalen Signal-Sign-On, also da gab es ja auch immer wieder schon mal Ansätze, Facebook war von ein paar Jahren ja mal kurz davor, das zu werden. Wir kennen alle die Buttons, log in mit Google, log in mit Apple, log in mit Facebook. Ich nutze zum Beispiel wo es geht, die Möglichkeit mich mit Apple einzuloggen, da kann ich auch mal eine E-Mail Adresse verbergen, das heißt, die Plattform, bei der ich mich anmelde, bekommt halt eine Quatsch-E-Mail Adresse von Apple, die dann an mich umgeleitet ist und wenn ich in der Accountlöscher hatten, die aber nie mal eine richtige E-Mail Adresse, da kann man das noch relativ anonym machen. Das ist jetzt auch kein Open Source und das ist natürlich auch noch eine Firma, auch die hat Backdoors eingebaut für ermittelende Behörden, auch wenn sie oft in der Presse sagen, dass sie nichts rausgeben, ich glaube schon, dass sie da auch mal was rausgeben, wie auch immer. Und sowas bräuchten wir natürlich. Open Source kann ich jetzt nichts zu sagen, weil es war jetzt nirgends Thema, aber die Bestrebungen dahin wäre natürlich toll, dass ich dann diesen einen universellen Login habe, der mich mit allen Plattformen verbindet. Aber wo ich die Plattform auch wieder kappen kann, wenn ich den nicht mehr benutzen möchte. Und so wie so ein Universal Translator für alle Plattformen funktioniert dann natürlich Open Source und Privacy konform usw. Aber wissen wir ja auch selbst als Marketer, das wird schwierig werden, so was durchzusetzen, weil da natürlich auch Industrien dranhängen.

[00:13:08.350] – Sarah

Letztes Jahr haben wir ja auch eine Folge aufgenommen, die verlinken wir auch in den Shownotes, aber da ging es viel um KI Agenten, weil die dann neu oder neuer waren. War das dieses Mal auch wieder Thema? Und wenn ja, was ist passiert seitdem?

[00:13:21.610] – Chris

Die waren auch Thema, die waren allerdings absolut nicht mehr neu. Also generell der Einsatz von KI war nirgends vorgestellt als, guck mal, was wir alles in der Zukunft machen können, sondern das war einfach vorausgesetzt, dass ich mein Team, bestehend aus KIs und Mitarbeitenden orchestrieren muss oder orchestrieren darf, dass Menschen Fähigkeiten, haben wir letztes Jahr mit Billion Dollar Teams darüber ein Vortrag, der mich sehr beeinflusst hat darüber gesprochen, dass da auch die Fortsetzung dieses Vortrags einfach nur, jaa ne ist ja klar. Also die Mitarbeiter, Mitarbeitenden können alles tun, weil da wo sie schlechter sind, hilft ihnen KI das zu tun. Also die können dann Grafiken erstellen, die können Texte erstellen, die können coden. Wie auch immer. Um es jetzt mal plakativ zu zu sagen. Und das war jetzt einfach vorausgesetzt. Und dann war die Frage, wie arbeiten wir mit diesen Teams zusammen und was können diese Teams leisten? Aber das war einfach schon baseline. Und da ist auch – war eigentlich auch in mehreren Vorträgen der Konsens, ist auch ein Stück weit meine Überzeugung, dass man in ein paar Jahren, wenn man das nicht tut, nicht mehr konkurrenzfähig ist. Und das muss jetzt nicht nur für uns als Agentur, sondern es ist auch für viele Firmen so, es.

[00:14:32.580] – Sarah

Ist auch auf Personenebene so.

[00:14:34.230] – Chris

Das ist auf Personenebene absolut so, also man, man muss halt lernen, damit umzugehen und die Sachen clever einzusetzen. Wenn man es auf Unternehmensebene sieht, ist es natürlich alleine der Kostendruck, weil andere Unternehmen in der Branche mit viel weniger Menschen das Gleiche leisten können. Das ist jetzt negativ für uns, klar, für uns als Menschen. Aber das ist natürlich der Konkurrenzdruck, den man automatisch kommt. Wie damals bei der Industrialisierung. Wenn du Autos von Hand gebaut hast, hattest du keine Chance gegen die, die es am Fließband, also gegen Henry Ford, hattest du keine Chance, wenn du nicht auch ans Fließband, auf Fließband umgestellt hast. Das sagen wir ja auch schon ein paar Jahre, dass das jetzt gerade das ist, was im Gange ist. Und das passiert jetzt auch. In den USA sieht man das massiv. Da gibt es auch schon große Entlassungen aufgrund von KI. Aber wenn die dann oft kaschiert werden oder auch gar keine Entlassungen sind, sondern gesagt wird, ihr müsst aus dem Homeoffice wieder zurückkommen und dann die Leute kündigen, dann gibt es ja fiese Entwicklungen. Das passiert schon ein Stück weit. Und wie gesagt, in Nordamerika schneller als hier. Aber das wird auch hier irgendwann kommen, weil wir ja global miteinander konkurrieren. Und dann wird man sich eben Gedanken machen müssen, wie man, wie man damit umgeht und auch ganz andere Arbeitsweisen, ganz neue Produkte entstehen können, durch KI. Und die können nicht entstehen, wenn ich damit überhaupt nicht umgehen kann oder das Ganze überhaupt gar nicht nutzen möchte.

[00:15:56.800] – Sarah

Dieser Prozess kann auch so einen negativen Beigeschmack haben von meinen Job wird ersetzt von KI. Auch nach Jahren beobachtet man das ja oder auch das dass es Ängste gibt, KI auszuprobieren und einzusetzen. War das auch Thema, wie man das für Menschen einführt?

[00:16:12.160] – Chris

Tatsächlich hat sich das auch öfter durchgezogen, dass man eben seinen Mitarbeitenden da auch eine psychologische Sicherheit geben sollte. Ich glaube aber, dass das ein Thema ist, was wir halt alle paar Jahre haben oder vielleicht jede Dekade das war. Also da kann ich nicht beurteilen. Aber als die Computer aufkamen, gab es wahrscheinlich schon mal so was, wo alle gesagt haben na es macht das Jahr der Computer, was ich hier vorher per Hand ausgerechnet habe oder was ich vielleicht abgetippt habe oder wie auch immer. Da gab es ja schon öfter Umwälzungen in Berufsfeldern. Das ist jetzt ein bisschen schneller und ein bisschen umfassender. Aber das heißt ja nicht, dass man die Menschen nicht mehr braucht, um Ideen zu kreieren. Also die KI ist ja nur so gut wie die Daten, die sie trainieren und die Daten oder die Welt, die sie wahrnehmen und mit der sie trainiert werden. Die kommen ja von Menschen, die es ja von Menschen verursacht. Und man braucht ja trotzdem noch clevere Leute, die damit umgehen können. So ist es ja nicht. Nichtsdestotrotz wird es Umwälzungen geben und da kann man aber, glaube ich, eine gute, eine gute Stütze liefern und eine psychologische Sicherheit geben. Es gab auch eine Session, in der tatsächlich KI genutzt wurde, um das zu machen und damit Leute mit einer KI interagieren können, sich beraten lassen können, um da auch persönlich weiter weiterzukommen. Ich mache das ja auch. Also ich baue mir, wenn ich irgendwas neues lernen will, mittlerweile auch eher eine GPT und lade da vielleicht mal ein eBook noch mit rein als als Knowledge und versuch dann da Übungen zu generieren und bring mir halt so Sachen bei, weil es ein bisschen schneller geht, als wenn ich mir jetzt einen Kurs buche oder noch mal ein ganzes Buch lese oder so, weil ja oft auch bei Sachbüchern blätters ja dann rum und suchst ja die Stellen, die dich interessieren und da pragmatisch und schnell weiter zu kommen. Und das wurde auch noch mal, war das ein Thema, dass man eben mit KI die Leute trainieren kann. Ich glaube, das ist auch ein alter Hut. Das kennen wir jetzt auch schon die letzten zwei, drei Jahre. Aber dass man tatsächlich auch auch eine psychologische, da muss man vorsichtig sein, klar. Aber auch eine psychologische Betreuung haben, die Menschen halt als Person wachsen lassen kann über KI. Das war etwas, was ich mir schon gedacht habe, dass wahrscheinlich möglich ist, aber jetzt auch zum Ersten Mal so im Einsatz gesehen habe.

[00:18:19.390] – Sarah

Lass uns gerne beim Thema bleiben, KI in Unternehmen. Hast du da auch ein paar pragmatische Sachen mitgebracht, die wir einmal beleuchten können? Also zum Beispiel für die Umsetzung von KI im Unternehmen überhaupt oder auch was den Nutzen angeht.

[00:18:37.870] – Chris

[…]

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