Zukunft des Cyberforums
Veröffentlicht am 24.6.2024
Digital Impact Podcast · Folge vom 24.06.2024
André Hellmann spricht mit David Hermanns, Geschäftsführer des CyberForums, über aktuelle Projekte und die Zukunft des Netzwerks. Der CyberForum e.V. in Karlsruhe ist mit über 1.200 Mitgliedern das größte regional aktive Hightech-Unternehmer-Netzwerk in Europa.
Bei Spotify hören → Bei Apple Podcasts hören → Alle Folgen →
Transkript der Folge lesen
[00:00:00.460] – André
Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge des Digital Impact Podcasts der netzstrategen. Ich bin André Hellmann, Gründer und Geschäftsführer der netzstrategen und bei uns im Digital-Business Team tätig. Heute ist ein langjähriger Wegbegleiter und mittlerweile auch guter Freund zu Gast. David Herrmanns, seit nun 17 Jahren Geschäftsführer des CyberForums, einem der größten Netzwerke von IT-Unternehmen in Europa, mit Sitz in Karlsruhe. David und ich kennen uns seit 2006, als ich aus den USA zurückgekommen bin und mein erstes Unternehmen in Deutschland gegründet habe. Er war einer meiner ersten Termine in der Heimat und seither sind wir in engem Austausch geblieben. Direkt auch ein Disclaimer: Ich sitze im geschäftsführenden Vorstand des CyberForums und arbeite daher eng mit David zusammen. Anders als im Podcast mit Matthias Hornberger, dem Vorstandsvorsitzenden des CyberForums, sprechen wir heute nicht über die Geschichte und Entstehung des Vereins, sondern über die Gegenwart und Zukunft. Welche Aufgaben hat das CyberForum? Was tut es für die Mitglieder:innen und die Branche? Und was macht Karlsruhe so besonders als IT-Standort? Aufgenommen haben wir den Podcast am 27. Februar 2024. Wir sprechen darin auch über gemeinsame Erlebnisse und Anekdoten. Setzt euch also einfach virtuell zu uns dazu. Los geht es mit David, der das CyberForum vorstellt.
[00:01:24.460] – David
Ich würde das CyberForum versuchen, so zu erklären, dass es eine abgestufte Organisation ist. Im Zentrum steht das Unternehmertum, wo wir Plattform-Austauschmöglichkeiten bieten wollen, damit Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihrem unternehmerischen Wissen sich treffen. So wie du das auch erlebt hast, wenn eine Organisation auf über 30, 35 Personen anwächst, dass du dann plötzlich in ganz andere Management-Herausforderungen kommst. Und das ist genau der Gedanke, dass wir von der Gründung bis zum reifen Unternehmen, unterschiedliche Unternehmer und Unternehmerinnen zusammenbringen, wo man sich austauscht, aber auch unterstützt. Ich sage, das ist die erste Ebene. Die zweite Ebene ist dann, dass natürlich alle Rahmenbedingungen, Aktivitäten, Angebote, die für ein Unternehmen in unterschiedlichen Wachstumsstufen wichtig sind, versuchen wir, Stück für Stück zu bedienen. Da geht es zum einen darum, natürlich: Wie kann ich meine Leute dann in Vertrieb etc. schulen? Wie kann ich die sozusagen auch weiterentwickeln? Wie schaffe ich das, an Fachkräfte zu kommen? Wie kann man sich zusammenschließen, um gemeinsam Kräfte zu bündeln? Wie mache ich Fort-und Weiterbildung, damit ich eben auch das Fachkräftethema nicht nur mit extern, sondern auch mit intern, Fort-und Weiterbildungsmodule anbringen kann? Das ist sozusagen dieser Wissenstransfer, der auf einer ganz starken – ist auch bei uns in der Vereinssatzung, fest verankert. Dann kommen natürlich dann andere Themen die sagen: Na gut, wenn ich mein Unternehmen gut vermarkten will, geht es ja auch ganz stark darum, wie wird denn auch mein Unternehmen in der Region wahrgenommen? Also geht es um Standort-Marketing. Deswegen bringen wir uns ein, ganz stark auch im Standort-Marketing, dafür zu sorgen, dass die Kräfte und Stärken, die wir in der Region haben, auch wahrgenommen werden und kommuniziert werden. Und die dritte Stufe oder vierte Stufe ist dann, dass wir natürlich versuchen, mit den Kompetenzen unserer Mitglieder auch aktiv Einfluss zu nehmen auf Innovation. Wie müssen wir tatsächlich auch diese Gesellschaft in der digitalen Transformation unterstützen, befähigen, damit die Rahmenbedingungen für die Unternehmen selbst, aber natürlich auch die Akzeptanz innerhalb einer Gesellschaft für digitale Transformationen positiv angenommen werden kann. Und das meine ich mit den unterschiedlichen Schichten. Im Kern ist es ein Unternehmernetzwerk. Darum geht es, das Unternehmertum, das voranzubringen. Aber dann diese abgeleiteten Themen, was für ein Unternehmen wichtig ist, versuchen wir auf unterschiedlichsten Ebenen abzudenken.
[00:04:05.870] – André
Gut, David, was war denn deine Motivation, im CyberForum jetzt Geschäftsführer zu werden?
[00:04:10.670] – David
Tatsächlich, ich bin eigentlich von Haus aus Anwalt, Wirtschaftsanwalt Und ich habe damals, war ich der Anwalt für einen der Vorstände, Dirk Schwarz, von Chrono24. Und der hat mich damals gefragt, ob ich Interesse hätte, mich darauf zu bewerben, als Geschäftsführer. Und als ich dann den Elmer Buschlinger damals kennengelernt habe, der ein absoluter Ausnahmeunternehmer in meiner Sicht war – ist leider gestorben – und ich ihm zugehört habe und der hat damals schon 3.800 Tagesatz bekommen, habe ich gedacht: Boah, wie geil ist das, hier ein persönliches Coaching zu bekommen, um da zu wachsen? Das war das eine. Das andere, dass ich schon immer ein kommunikativer Mensch war. Und sozusagen dieses Menschen miteinander verbinden, kommunikativ, aber trotzdem tiefgehend auch Dinge zu verstehen. Das ist dann wiederum ein Vorteil eines Anwaltes, weil das muss natürlich schnelle Auffassungsgabe auch haben, dann auch bestimmte Dinge miteinander verknüpfen zu können. Habe ich da mein Schloss gefunden und konnte da so meine ganze Leidenschaft reinbringen, weil ich auch alter Karlsruher bin und deswegen auch ein sehr starken regionalen Bezug habe und deswegen ich auch Lust hatte, auch sozusagen hier was für die Region machen zu können. Und da ist das CyberForum ein wunderbares Vehikel, um da auch sich austoben zu können.
[00:05:42.870] – André
Hast du ein paar konkrete Beispiele? War eine schöne exakte Erklärung, aber mach mal ein paar Punkte. Was macht denn das CyberForum konkret für mich als Unternehmer?
[00:05:50.430] – David
Zum Beispiel, wir haben eine Fachkräftekampagne, wo wir in ganz Deutschland auf Messen gehen, Fachkräfte auf den Standort aufmerksam zu machen und dann aber auch über unseren Fachkräftepool vorzusortieren und dann an unsere Mitglieder zu vermitteln. Das ist also ein ganz konkreter Service, den wir anbieten. Wir machen zum Beispiel die Techniker. Da geht es um Grundlage dafür, genügend Kinder für die Zukunft, für MINT-Berufe zu begeistern. Weil wenn du jetzt anfängst, die MINT-Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Zukunft dafür zu begeistern, dann wird es genügend geben.
[00:06:30.380] – André
Der Dirk Fox war ja auch schon bei uns. Der Initiator war auch schon im Podcast hier, wer das mal nachhören möchte.
[00:06:34.850] – David
Genau, aber das zeigt es sehr gut. Das ist so eine Cross-Route-Bewegung, die sozusagen aus unserem Vorstand heraus initiiert wurde und hat mittlerweile einen wunderbaren Impact erzielt. Wir sind mit der Stadt Karlsruhe, mit dem KIT, FCD und unterschiedlichen Organisationen auch verbunden, zum Beispiel in Karlsruhe Digital. Das ist ja die Initiative, wo wir gesagt haben, da versuchen wir uns zusammenzubündeln, um für den Standort gemeinsames Marketing zu machen, aus der Perspektive Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur. Und das ist eigentlich eine sehr einmalige Thematik in dem Bereich. Oder ich hätte noch ein anderes Beispiel, das trifft es auch sehr gut. Da hatten wir ein Projekt, da ging es darum, Menschen ohne Berufsabschluss in Ausbildung zu bringen. Wir haben eine große Ausbildungsinitiative, wo wir tatsächlich selbst als Ausbildungsbetrieb für unsere Mitglieder auch auftreten, sogenannte Verbundausbildung. Dann haben wir uns das angeschaut, das war ein Förderprogramm und dann haben wir gesagt: Moment, bei uns sind die am besten zu vermittelten oder auszubildenden Personen Studienabbrecher. Haben wir gesagt: Okay, Studienabbrecher sind doch Menschen eigentlich ohne Berufsabschluss. Und da haben wir tatsächlich ein Programm aufgesetzt, was gar nicht dafür konzipiert war, nämlich ein Studienabbrecher-Programm, wo wir ein eigenes Anerkennungsprinzip mit der IHK gemeinsam aufgebaut hatten, sodass ihre Vorleistungen anerkannt wurden für ihren verkürzten Berufsabschluss. Es war ein super Projekt, wo wir auch tatsächlich auf der Bundesebene auch ausgezeichnet wurden als bestes Projekt in dem Kontext. Und danach wurden Studienabbrecher-Programme auf Bundesebene eingeführt. Und das sind so Elemente, wir erkennen was, wir schaffen sogar auch Strukturen, auf diesen Strukturen aufbauend dann auch in die Region reinzuwirken.
[00:08:20.340] – André
Ihr macht zahlreiche Veranstaltungen. Das ist auch eine krasse Leistung, wie oft ihr Events hier abfackelt und euch darum kümmert für Karlsruhe und die Region.
[00:08:29.650] – David
Ja, ich Ich hoffe ja immer, dass wir das mal reduziert bekommen, weil ich bin auch manchmal der Meinung, wir haben fast 300 Events in Kooperation. Das ist natürlich schon extrem viel, aber wir sind natürlich auch zum Glück eine sehr starke Region, wo es auch sehr, sehr viele unterschiedliche Event-Formate gibt. Ich meine, ihr macht ja auch ein Event-Format. Da sind wir ja auch zum Beispiel Kooperationspartner. Das wäre ja sehr schade, wenn es dieses Format nicht mehr geben würde. Und so, glaube ich, findet natürlich eine Vorselektion statt, ob jetzt Veranstaltungen nicht mehr gebucht werden oder nicht. Und da haben wir ganz klares Tracking auch für uns und bisher konnten wir jetzt noch nicht feststellen, dass wir eine Veranstaltung einstampfen müssten.
[00:09:08.700] – André
Es ist ein extrem breites Spektrum. Gibt es da im Augenblick einen Fokus oder so einen temporären Fokus? Was glaubst du denn, wird dieses Jahr so im Mittelpunkt stehen bei unseren gemeinsamen Aktivitäten?
[00:09:18.560] – David
Ja, welch wunder: KI.
[00:09:20.050] – André
Oh ja. Ach, krass. Erzähl doch mal.
[00:09:23.680] – David
Aber da sind wir natürlich tatsächlich wirklich auch gut jetzt mittlerweile aufgestellt aus meiner Sicht. Also ich rede hier als Region und damit auch viele unserer Mitglieder. Da möchte ich beginnen, wenn du dir den ganzen Forschungskontext, Technologietransferkontext dir anschaust, mit KIT, FZI, insbesondere auch dann dazu noch Fraunhofer IOSB. Also die drei Institutionen sind extrem aktiv im Forschungs-und Forschungstransfer-Bereich. Da sind wir tatsächlich von der Gesamtförder-Voluminas, die insgesamt da investiert werden auf Platz zwei in ganz Deutschland. Wir selbst als CyberForum mit unserem CyberLab Accelerator, also unseren Gründerprogramme und Zentrum, haben auch fast tatsächlich 43 % unserer Start-ups, sind 60 pro Jahr, haben KI-Bezug, also auch da in dem Bereich. Und in Baden-Württemberg sind wir am Platz Nummer eins im Bereich von den Start-ups, im Bereich von KI. Also da haben wir ganz viele – sozusagen die Grundlagen von Forschungen und Start-ups, da sind wir sehr gut. Und dann haben wir natürlich viele IT-Unternehmen, die in dem Kontext auch natürlich sehr gut aufgestellt sind. Nehmen wir jetzt Innovex zum Beispiel die gerade mit Aleph Alpha da eine Kooperation gemacht haben. Aber da gibt es noch viele andere, die natürlich ihre Kompetenz, ich möchte es mal sagen, in der Digitalisierung, jetzt natürlich auch mit KI-Werkzeugen oder auch mit KI-Eigenentwicklung anreichern. Ich glaube, das ist immer auch die Stärke, wenn du eine Region hast mit so vielen Unternehmen, ich meine immerhin 4.800, hast du natürlich auch die Möglichkeit, immer wieder schnell auch da auf neue Innovationen reagieren zu können. Und wenn wir ja ehrlich sind, ist ja KI eigentlich nur ein Teil von digital und digitalisiert.
[00:11:02.830] – André
Gibt es denn neben KI noch andere Baustellen oder andere Schwerpunkte für dieses Jahr?
[00:11:06.520] – David
Ja, tatsächlich. Fachkräftethematik ist für uns ein großes Thema, wobei wir das gerade neu auch anfangen zu analysieren, weil wir haben ja einen Key Account, wo wir regelmäßig mit unseren Mitgliedern in Kommunikation eintreten und die letzten Gespräche haben eher geführt, dass auch aufgrund der ökonomischen Delle, die wir in Deutschland haben, da tatsächlich sich die Dynamik etwas abgeschwächt hat dass auch tatsächlich die Unternehmen selbst auch wieder mehr Bewerbungen bekommen. Also von daher müssen wir das jetzt mal genau betrachten, ob das jetzt ein mittelfristiger Trend ist oder einfach nur eine kurzfristige Delle. Aber in dem Bereich wollen wir ganz viel abfackeln und dann kommt noch hinzu vielleicht KI. Wir haben jetzt eine KI-Allianz gegründet. Da haben wir das Ziel, jetzt geht es wieder um Marketing, aber auch natürlich um Infrastrukturen aufzubauen, auch für unsere Mitglieder und Unternehmen hier am Standort, dass wir das hinkriegen mit den Regionen Freiburg, Pforzheim, Ostalp, Neckaralp, Stuttgart und Karlsruhe. Gemeinsam eine Genossenschaft haben wir gebildet, wo wir uns gemeinsam nach außen vermarkten wollen. Ganz wichtig, dass wir sagen, es geht nicht um Klein-Klein, sondern wir wollen groß nach außen auftreten, damit wir in Deutschland aber dann später auch international wahrgenommen werden können. Darauf basierend haben wir unterschiedliche Angebote, die wir jetzt selbst auch konzeptionieren. Und ein zentrales Projekt ist darin sogenannte Datenräume, weil das ist das Zentrale, dass wenn Unternehmen neue Applikationen entwickeln wollen, dass sie auf qualitativ hochwertige Daten zugreifen können. Und wenn wir das hinkriegen, was nicht untricky ist und wo viele auch schon es probiert haben. Es hat nicht funktioniert, aber wir haben die Zuversicht, dass wir es hinbekommen. Wenn wir das hinbekommen, dass Unternehmen oder Organisationen, die Datenbestände haben, wir ein Prinzip hinbekommen, dass Externe auf diese Daten zugreifen können, dann haben wir einen ganz großen Wurms hinbekommen, auch für unsere Region, aber auch für ganz Baden-Württemberg. Und das wird ein zentrales Thema sein, aber es geht hier auch tatsächlich um die strategische Weiterentwicklung der KI-Strategie des Landes. Und da sind wir mittlerweile und da sind wir sehr glücklich darüber, dass wir das geschafft haben, sind wir jetzt mit dem Cyber Valley, mit dem IPAI aus Heilbronn und mit der KI-Allianz sozusagen gemeinsam in der zentralen strategischen Entwicklung für das Wirtschaftsministerium im KI-Bereich, in der KI-Strategie. Und da, glaube ich, können wir viel beitragen, weil wir auch aus Karlsruhe heraus extrem viele KI-Experten haben in dem Bereich.
[00:13:43.110] – André
Aber was für ein – Also das ist immer in der globalen Welt und alles ist digital verbunden und so. Und jetzt stehen wir hier mit unserem kleinen Nadelkopf quasi in Baden-Württemberg und sagen: So, hier, wir sind die starken KI-Leute. Was für ein Unterschied ist es denn? Oder was für einen Vorteil hat denn der Standort? Oder welche Rolle spielt der Standort quasi in diesem Gesamtkonstrukt dieser Digitalstrategie und KI und Co?
[00:14:04.090] – David
Also wenn du dir KI anschaust, ist ja KI erst mal im Anwendungsfall neutral. Und deswegen geht es natürlich darum, auch in die Branchen oder in interessante Branchen Zugänge zu legen, die für KI-Anwendungen interessant sein könnten. Das fängt bei der Medizin an, in der Produktion, Energie, Smarter-City-Lösungen, Mobilität, Retail, Logistik. Das sind so aktuell z.B. Anwendungsfälle. Du weißt aber nicht genau, was in zwei Jahren noch für ein attraktiver Anwendungsfall kommen könnte, weil auch da die Entwicklungen gerade eine unglaubliche Dynamik erfahren haben. Und wenn du jetzt einen Zusammenschluss hast, wo du eben auch auf unterschiedliche Branchen in einbinden kannst, damit frühestmöglich da auch die Anwendungsfälle bearbeitet werden, glaube ich, kannst du im Wettbewerbskontext auf alle Fälle dich verbessern. Und wir sind tatsächlich im Wettbewerbskontext ziemlich weit unten, aber das ist ganz Europa. Also ganz Europa ist im KI-Kontext sehr, sehr schwach. Aber im Bereich Cyber Valley, im Bereich der Grundlagenforschung, da haben wir wenigstens einen kleinen Leuchtturm. Und wenn du das aber zusammennimmst, Karlsruhe, Heidelberg zum Beispiel, Freiburg, Stuttgart etc., da kommt schon durch die Menge, kommt schon was zusammen, wo man zumindest sagen könnte, es ist ein Leuchttürmchen aktuell. Und jetzt geht es dann natürlich darum, das zu beschleunigen. Und wenn wir eben mit unseren kleinen Leuchttürmen nur arbeiten, dann sind wir nicht groß genug, dann strahlen wir nicht. Und die Idee ist eben daraus, stärker gemeinsam strahlen zu können.
[00:15:42.290] – André
Warum jetzt hier? Warum ist unsere Region da prädestiniert? Gibt es da einen Grund für? Ist das einfach ein lustiger Zufall?
[00:15:47.740] – David
Ja, das liegt an der Historie einfach. Ich meine, wir haben hier mit der ursprünglichen Universität, Technischen Universität, die ja die erste Informatikfakultät Deutschlands war, haben wir in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, finde ich, hört sich immer so komisch an, aber tatsächlich ist schon ganz schön lange her, haben wir eben auch die ersten Informatikthematiken gehabt und da haben wir natürlich Datenbanken, ganz großes Thema – also hier wurde natürlich auch schon über KI – wurde schon lange auch damit gearbeitet. Und dann natürlich diese Tradition aus der Universität heraus, die Spin-Offs und aus den Spin-Offs heraus dann wiederum auch die Spin-Offs aus dem Unternehmen, sodass wir diese große kritische Masse haben im Verhältnis auch zu der Größenordnung. Deswegen sind wir im digitalen Bereich ein ganz, ganz besonderer Standort in Deutschland.
[00:16:39.600] – André
Ich denke, auch in der Region, die du genannt hast, da sind auch einige wirklich wichtige große Hochschulen am Start, wo auch in der Vergangenheit schon Start-ups bei rauskamen und erfolgreiche Gründer-und Gründer-Geschichten.
[00:16:48.800] – David
Also zum Beispiel jetzt im Start-up-Bereich, im Software-Bereich, sind wir seit Jahrzehnten immer unter den Top drei Deutschlands. Und das liegt genau daran, dass wir auf der einen Seite natürlich ein sehr starkes universitäres Umfeld hier haben und zum anderen, da möchte ich jetzt schon auch ein bisschen das CyberForum auch positiv benennen, dass das CyberForum schon seit 27 Jahren in dem Bereich sehr aktiv ist. Und wenn du eben 27 Jahre, da wurde das Wort Start-up ja noch gar nicht verwendet, oder tatsächlich in einem größeren Umfang Gründerförderung. Da wurde das schon gemacht. Und von daher ist diese Durchdringung in dem Bereich natürlich sehr, sehr positiv auch für die Region.
[00:17:26.020] – André
Ich denke, auch diese Nähe zur Universität, also gerade hier in Karlsruhe bei uns, mit einer mit einem sehr starken Ingenieursinformatikschwerpunkt. Da kommen einfach die richtig guten Grundlagenentwickler her, habe ich so das Gefühl, nehme ich so mit auch aus den Gesprächen, die ich führe. Und das dann mit einer langjährigen Start-up-Förderung und mit einem guten Netzwerk von Gründungsunternehmern auch heraus. Das ist schon ein brutales Pfund. Und das weiß ich ja, das CyberLab nimmt ja bei euch auch sehr viel Raum ein. Darüber reden wir auch regelmäßig, was da so passiert.
[00:17:56.710] – David
[…]
So geht es weiter
AI-Potenzial einschätzen
In 5 Minuten: konkrete Einschätzung, wo das Unternehmen bei AI steht.
Self-Check starten →Digital Impact direkt ins Postfach
Eine Anmeldung, drei Newsletter: der AI Insights Newsletter jede Woche mit den neuesten Insights-Artikeln, der Digital Impact Longread Newsletter und das Digital Impact Update je einmal im Monat. Mit Double Opt-in und jederzeit abbestellbar.
AI Operations zum Hören
Digital-Experten wie André Hellmann, Christina D'Ilio, Christian Sattel, Sarah Stock sowie regelmäßig Gäste aus der Praxis: alle Themen rund um AI Operations als Audio für unterwegs.
AI-Potenzial des Unternehmens in 5 Minuten einschätzen
Self-Check starten →Den nächsten Schritt mit einem Experten besprechen
Termin buchen →Claude im Team verankern statt einzeln ausprobieren? Der Claude Schnellstart liefert Setup, Quick Wins und Rollout-Fahrplan.
Schnellstart ansehen