Staffel 1
Episode 7
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Sarah Stock
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E-Mail-Marketing für Unternehmen

E-Mail-Marketing ist ein starkes und oft unterschätztes Tool. Kostengünstig und effizient kann es dabei helfen, Unternehmensziele zu erreichen und Kund:innen direkt und persönlich zu erreichen. In dieser Folge sprechen Lisa und Timo genau darüber, teilen Tipps und Tricks zum Umsetzen und machen einen kleinen nostalgischen Ausflug in die 90er Jahre.

 

💡 Links zu allen Themen, die in der Folge erwähnt werden:

Transkript

🚀 Das Wichtigste im Überblick:

Wichtigkeit von E-Mail-Marketing im B2B: E-Mail-Marketing ist ein effektives Werkzeug zur Erreichung von B2B-Kunden, besonders seit der Pandemie, da der direkte Kundenkontakt eingeschränkt wurde.

Entwicklung einer E-Mail-Marketingstrategie: Für eine erfolgreiche Strategie ist es essenziell, die Zielgruppe genau zu kennen und spezifische Ziele festzulegen, wobei die Integration in die Gesamtstrategie des Online-Marketings wichtig ist.

Automatisierung und Herausforderungen: Automatisierte E-Mail-Kampagnen können die Effizienz steigern. Es gilt, das E-Mail-Marketing kontinuierlich und kreativ einzusetzen, um Aufmerksamkeit zu generieren und Kundenbindung zu fördern.

[00:00:00.180] – Timo
Hallo und herzlich willkommen zur neuen Ausgabe von The Digital Shift der netzstrategen Podcast. Ich bin immer euer Host und freue mich sehr, dass heute meine liebe Kollegin Lisa zu Gast ist. Lisa, herzlich willkommen!

[00:00:11.970] – Lisa
Na schön, ich freue mich, heute hier sein zu dürfen und meinen ersten Podcast aufnehmen zu dürfen.

[00:00:17.070] – Timo
Premiere vor dem Mikro.

[00:00:18.570] – Lisa
Ja, voll.

[00:00:19.470] – Timo
Fühlt sich bis jetzt an nach. Nach zehn Sekunden.

[00:00:21.900] – Lisa
In zehn Sekunden ist noch alles gut. Okay, es ist noch ein bisschen ungewohnt, so ein Mikrofon vor dem Gesicht zu haben. Normalerweise bin ich immer diejenige, die halt die Kopfhörer drin hat und Podcasts hört. Aber es ist ja bekanntlich einmal, immer das erste Mal.

[00:00:35.100] – Timo
Sehr gut. Und dann, ja dann gucken wir doch, dass wir diese erste Podcastfolge mit dir heute mal gut über die Bühne bringen und vor allem auch ein bisschen Wissen teilen und uns dem Thema, deinem Steckenpferd E-Mail Marketing widmen. Genauer gesagt Wir konzentrieren uns heute auf das B2B Umfeld, auf Business to Business. Ich habe mal nachgeguckt, Thema E-Mail. Die erste E-Mail kam ja auch. Die erste deutsche E-Mail kam ja hier in Karlsruhe an 1984. Wie alt warst du da?

[00:00:59.850] – Lisa
Da war ich noch gar nicht auf der Welt.

[00:01:01.380] – Timo
Gut, ich war zwei Jahre alt, kann mich da auch nicht mehr dran ersinnen. Und ja, ich glaube die letzten. Mittlerweile sind es ja schon fast 40 Jahre, ist da einiges passiert in dem Bereich generell, was E-Mails angeht. Und wir widmen uns heute dem Thema B2B. So, wenn ich jetzt an E-Mail Marketing denke oder wenn ich mich auch so umhöre, dann kommt bei mir so automatisch dieser dieser andere Satz, diese Frage im Kopf haben hier die 90er angerufen. Ist E-Mail Marketing aus deiner Sicht nach wie vor wichtig? Wenn ja, warum?

[00:01:35.430] – Lisa
Ja, also E-Mail Marketing ist auf jeden Fall wichtig. Die 90er sind ja auch zurück, auch so fashiontechnisch. Und die Backstreet Boys sind ja auch wieder auf Tour. Also die 90er sind ja präsenter denn je. Von daher ist E-Mail Marketing auch nach wie vor wichtig und nicht in den 90er verloren gegangen. Warum ist es so wichtig? Ich habe da mich natürlich auch ein bisschen vorbereitet und ein bisschen recherchiert und einen ganz coolen Artikel gefunden, wo einfach drin stand, dass auch durch Corona E-Mail Marketing noch mal wichtiger geworden ist, weil wir ja nicht die Möglichkeit hatten, mit Kunden oder auch potenziellen Kunden tatsächlich ins Gespräch zu gehen und dann einfach auch E-Mail als Tool genutzt haben. Von daher ist es sogar noch wichtiger geworden als davor. Ja, weil man einfach die Kunden erreicht oder auch potenzielle Kunden und Kundinnen erreichen kann, mit denen in Kommunikation tritt, ohne anrufen zu müssen. Weil das kostet natürlich Zeit, wenn man jeden einzelnen anrufen muss. Man kann einfach eine E-Mail rausschicken, natürlich zielgruppengerecht und irgendwie gucken, dass man auch nicht so Gießkannenprinzip macht und Gießkannenprinzip spielt und irgendwie alles an alle schickt. Aber prinzipiell ist es ein super Tool, um möglichst schnell und einfach Leute zu erreichen.

[00:02:49.080] – Timo
Ja, dann gerade in Frage. Also eine Frage vorneweg was wir schon gesagt haben Dein Lieblingslied aus den 90er, 90s ist Calling. Das kannst du auch noch verraten an der Stelle.

[00:02:58.170] – Lisa
Ja, also das ist tatsächlich einer von den Backstreet Boys. Das ist mir so ein bisschen wieder ins Gedächtnis gekommen, weil ich gestern tatsächlich gesehen habe, dass die Backstreet Boys auch nach Mannheim kommen. Und mich juckt’s ein bisschen in den Fingern. Deswegen Backstreet Boys.

[00:03:13.500] – Timo
Gut, dann haben wir das auch geklärt. Lisa ist Backstreet Boys Fan. Gut, jetzt noch mal Abgrenzung vielleicht auch gerade für alle die, die zuhören, die in dem Umfeld oder gerade im Bereich E-Mail Marketing nicht so unterwegs sind. Also ich finde, diese Unterscheidung ist noch mal sehr wichtig, dass wir das am Anfang noch mal thematisieren. B2B, B2C, wo sind da die Hauptunterschiede gerade noch mal für dich oder generell das, was das ganze Setup angeht.

[00:03:36.630] – Lisa
Also B2C ist natürlich ein viel größerer Bereich, weil du ja einfach jeden Kunden oder jeden Menschen mit einer E-Mail Adresse relativ einfach anschreiben kannst. Das geht eigentlich los, dass du ja für jeden Onlineshop, für jede Plattform, für jedes Social Network brauchst du eine E-Mail Adresse und das ja erstmal als Privatkunde. Das heißt, da gibst du schon deine E-Mail Adresse her und hackst eigentlich meistens auch schon irgendwo was an, dass du halt Newsletter oder so bekommen darfst. Also bestellst du bei Amazon kriegst du halt täglich wahrscheinlich drei E-Mails mit Empfehlungen. Das heißt, du kriegst natürlich auch viel, viel mehr E-Mails, wohingegen du im B2B eher gezieltere E-Mails bekommst und weniger. Also man kann sagen, so von der Versandfrequenz war es letztes Jahr so, dass B2B halb so viele E-Mails verschickt hat wie B2C. Also so B2C kannst du so neun E-Mails pro Monat rechnen, die ein Kunde bekommt von einem Unternehmen oder von einer Marke und B2B so 4 bis 5, also fast halb so viel nur.

[00:04:39.060] – Timo
Ist denn, du hast vorhin auch erwähnt, das Thema in den letzten zwei Jahren hat sich ja auch noch mal gewandelt mit dem ganzen Thema: Wie kriege ich überhaupt einen Verteiler aufgebaut in der. Ist da im letzten Jahr noch irgendwas im E-Mail Marketing? Hat sich da was noch mal verändert? Wenn du meinst, das ist wichtiger geworden, gerade für ein B2B Unternehmen. Ich sag mal B2B ist ja auch von der Intension, von den Mailings her anders. Von der Kaufabsicht ist eine sehr, sehr emotional getrieben, sage ich jetzt mal B2C. Ich kaufe mir jetzt irgendwelche Produkte, Gewürze, andere Artikel und B2B geht es ja dann stark um Software, um Dienstleistungen, um Produkte, um technische, technische Infrastruktur. Was haben denn da aus deiner Sicht die letzten, was ist da die letzten zwei Jahre passiert? Haben haben da B2B Unternehmen sich arg umstellen müssen oder neue Strategien entwerfen müssen?

[00:05:27.530] – Lisa
Ja, auf jeden Fall. Wenn man mal überlegt, dass die ganzen Messen weggefallen sind, wo ja eigentlich die meisten Adressen somit eingesammelt werden über Vertriebsteams, die eben auf Messen unterwegs sind. Die sammeln die ganzen Adressen ein und hinterher speisen sie die in ihr Mail Tool ein und schreiben dann die ganzen Leads an. Das ist natürlich alles weggefallen. Da mussten sich die Unternehmen natürlich neue Strategien überlegen, wie man überhaupt an Adressen kommt. Das heißt, viele sind auch in den Webinar Bereich gegangen oder haben Veranstaltungen online gemacht und haben online Messen gemacht oder Vorträge gehalten. Und da musst du ja erst mal irgendwie auch an die Leute kommen. Das heißt, du musst dir überlegen, wo packe ich irgendwie eine Anmeldung rein, ein Newsletterformular, Kontaktformular. Das heißt, Sie mussten auf jeden Fall die Webseite ausbauen, gegebenenfalls Social Media Auftritte ausbauen, irgendwo anders, ja, kontaktformulare schalten über Anzeigen etc. Vielleicht eigene Landing Pages bauen. Also da war schon auch das Marketingteam dann in den einzelnen Unternehmen schon auch gefragt.

[00:06:35.300] – Timo
Ja, das denke ich eben auch. Ich glaube, dass das E-Mail Marketing an sich als Disziplin ist ja auch dann ein Gesamtteil der Online Marketing Strategie. Was, wenn gerade auf die Strategie mal zu sprechen kommen? Vielleicht. Was braucht es denn für eine gute B2B E-Mail Marketing Strategie? Was sind so die Grundpfeiler davon, die unersetzlich sind aus deiner Sicht?

[00:06:54.380] – Lisa
Also zunächst muss man tatsächlich mal wissen, wer die Zielgruppe ist. Wen will ich überhaupt anschreiben? Wer sind meine Kunden? Deswegen ist es meines Erachtens auf jeden Fall notwendig, Personas zu definieren, um sich wirklich mal damit auseinanderzusetzen und weniger schon daran zu denken: Welche E-Mail verschicke ich und welche Betreffzeile benutze ich? Sondern wirklich mal zu gucken Wer ist überhaupt diejenige Person, die nachher meine E-Mails auch öffnet? Da sollte ich schon relativ viel Zeit reinstecken, um mir dessen mal bewusst zu werden. Das kann ich dann natürlich auch auf die anderen Kanäle ausweiten und davon natürlich auch profitieren. Dann sollte ich mir auch ein Ziel stecken oder aufschreiben, was ich halt mit E-Mail Marketing erreichen möchte. Weil es gibt natürlich viele Ziele. Man kann zum einen sagen gut, ich möchte einfach nur meine Botschaft in die Welt tragen und vielleicht einfach nur, dass ich eben präsent bin bei den Kunden, E-Mails verschicken mit Artikeln, Presse, News etc., oder ich möchte Verkäufe generieren. Oder ich möchte zum Beispiel Anmeldungen zu Messen, Kongressen, Fortbildungen, Veranstaltungen, Webinaren generieren. Da muss ich mir natürlich auch überlegen, welches Unternehmensziele ich auch mit E-Mail Marketing verfolgen möchte oder welches Unternehmensziele E-Mail Marketing eben einzahlen soll. Das sind so die ersten Schritte, die ich immer empfehle, die ich auch in den Kundenworkshops, die ich gebe, immer empfehle oder auch immer mit den Kunden erstmal durchgehe und dann eben vom großen quasi ins Kleinere denken.

[00:08:27.380] – Timo
Okay, ich habe jetzt Zielgruppen definiert, ich habe Personas geschaffen. Was heißt das jetzt für meine E-Mail Marketingstrategie? Wenn wir das von der Customer Journey mal ausdenken? Also was muss ich da tun? Wie, wo lässt sich auch was automatisieren, zusammenführen? Kannst du das mal ein bisschen beschreiben, was da, was da hinten dran passieren muss?

[00:08:43.850] – Lisa
Ja, also was wir auch immer ganz gerne machen, ist, dass wir wirklich die Customer Journey einmal runterschreiben Wie bewegt sich der Kunde, Welche Touchpoints hat der Kunde? Wie kommt er erstmal auf meine Seite? Was soll er da tun und welche Schritte durchläuft er. Und an welchem Punkt der Customer Journey macht es auch Sinn, E-Mail quasi mit rein zu nehmen als Kanal. Also wir haben dann verschiedene Kanäle, also Webseite, Social Media, E-Mail und an dem Punkt, wo wir dann eben E-Mail reinschreiben und dann quasi ein Kreuzchen setzen bei E-Mail, da überlegen wir uns dann, welche Arten von E-Mail machen Sinn? Also es gibt ja nicht nur klassische Newsletter. E-Mail Marketing wird ja auch oft gleichgesetzt mit Newsletter Marketing.

[00:09:27.800] – Timo
Gutes Stichwort. Ich glaube vielleicht ja auch da. Vielleicht bringen wir da auch noch ein bisschen Licht ins Dunkel.

[00:09:31.790] – Lisa
Dass man immer so ein bisschen abgrenzen. Also Newsletter definiere ich immer als quasi Massenmails, die an den Großteil der Zielgruppe rausgehen, die natürlich auch personalisiert sein können, die aber immer ähnliche Inhalte haben.

[00:09:47.210] – Timo
Kurze Frage gleich zu Personalisierung Würdest du das auch im B2B Umfeld immer empfehlen? Immer ja, Immer ja. Okay.

[00:09:53.690] – Lisa
Also Personalisierung ja ist nicht mehr wegzudenken. Wenn man sich überlegt, man schreibt einfach auch eine Businessmail oder Wenn ich dir jetzt eine E-Mail schreibt, dann schreibe ich ja auch. Hallo Timo, da lasse ich ja zum Beispiel auch die Personalisierung nicht weg. Also bei Anrede fängt es für mich an und dann bricht man das halt runter auf die Inhalte. Und dann ist natürlich auch die Frage, wie groß ist meine Zielgruppe, wenn ich jetzt nur eine Audience habe von 100 Leuten, muss ich mir natürlich auch die Frage stellen Aufwand und Nutzen, wie steht es in Relation? Also da muss ich mir natürlich schon Gedanken machen, ob ich jetzt für jeden eine personalisierte E-Mail mit personalisierten Inhalten auch mache. Aber so was wie Anrede auf jeden Fall immer. Und das zählt für mich da definitiv rein.

[00:10:35.120] – Timo
Weil das wäre so eine Frage für mich gewesen, weil wir kriegen ja auch einige B2B Mails in unseren tagtäglichen Wahnsinn und da ist dann oftmals so die Info Adresse hinterlegt. Also macht es Sinn, da noch mal nachzuhaken, konkret und wirklich einen Ansprechpartner zu haben? Oder lohnt sich dieser Aufwand eigentlich gar nicht, weil vielleicht auch Ansprechpartner wechseln, je nachdem.

[00:10:55.820] – Lisa
Also ich finde es immer schön, wenn man Ansprechpartner hat, gerade im B2B Umfeld, wenn man ja tatsächlich auch was möchte von dem Gegenüber. Du willst ja im Endeffekt auch eine Antwort haben von demjenigen und schön ist es ja, wenn derjenige auch direkt auf die E-Mail antworten kann und direkt weiß, mit wem habe ich es da eigentlich zu tun, wenn wir jetzt quasi wieder von uns ausgehen? Wenn sich bei uns jetzt jemand quasi registriert oder ein Kontaktformular ausfüllt zum Thema E-Mail, dann bin da ich drin, also auch in der Antwortmail und dann kriegt derjenige auch von mir die Antwort. Und dann ist es ja einfach schön, dass man direkt weiß, mit wem man es zu tun hat und nicht so was Allgemeines. Kommt und vielleicht wechseln die Ansprechpartner dann auch fünfmal. Das sollte natürlich nicht der Fall sein. Da muss man natürlich sich im Unternehmen auch so ein bisschen strukturieren. Und wenn man vielleicht am Anfang noch nicht genau weiß, wohin man jemanden schickt, zu welchem Ansprechpartner, ist es vielleicht auch schön, einfach jemanden zu nehmen, der vielleicht erstmal so die Infostelle ist. Quasi so ein ganz allgemeines Gesicht.

[00:11:59.020] – Timo
Das kommt mir so bekannt vor, irgendwie an der Stelle. Irgendwie schlägt da bei mir auch so manches Laufen. Ich glaube, ich muss da mal mit diversen Leuten noch mal sprechen. Aber ich glaube, das ist genau der Punkt, den du da erwähnt. Ich denke jetzt an B2B Mails, die auch ich kriege. Sei es von den Tools, wo oftmals einfach Personen hintendran stehen. Das ist jetzt Lisa von XY oder Michael von, von dem Unternehmen. Also das macht es da auch persönlich. Das heißt an der Stelle ist definitiv personalisieren wo es geht.

[00:12:27.010] – Lisa
Ja, unterstützt auch definitiv die Kundenbindung und das ist ja auch das, was man, was man auch möchte. Also man möchte ja nicht da irgendwie einmal Kontakt haben und nie wieder. Das ist ja so ein bisschen, ich habe mal so eine Präsentation gemacht, ich glaube, da habe ich es auch so ein bisschen mit Dating verglichen. Also E-Mail Marketing, Leadgenerierung ist so ein bisschen wie beim Daten. Man muss sich ein bisschen nice präsentieren, dass irgendwie das Gegenüber auch Interesse hat und dann willst du natürlich eine Beziehung aufbauen. Im Endeffekt ist eine Kundenbeziehung, die du pflegst, Beziehung. Das ist wie in Freundschaften, in Paarbeziehungen. Es ist irgendwie immer das Gleiche. Du musst was reinstecken, du musst da was dafür tun, dass die Beziehung auch erhalten bleibt. Und das ist im B2B Umfeld genauso wie im Privatleben auch, nur vielleicht ein bisschen anders.

[00:13:12.730] – Timo
Aber ein schöner Vergleich. Auf jeden Fall an der Stelle. Wie, was würdest du denn empfehlen, gerade dieses Thema Aufmerksamkeit oder wie falle ich denn auch gerade auch im B2B Umfeld auf? Gut, wahrscheinlich gibt es da auch noch ein bisschen Branchenunterschiede. Je nachdem bin ich jetzt hier als Softwareanbieter unterwegs, bin ich in der Produktion in der Industrie tätig. Aber wie, welche Tipps hast du, um mit guten B2B Mailings aufzufallen, Aufmerksamkeit zu generieren? Was jetzt mal das Visuelle und das Inhaltliche angeht. Das wäre so die eine Frage. Weißt du was, wir gehen auf die Frage erst mal ein, dann stelle ich die nächste. So machen wir das.

[00:13:45.910] – Lisa
Ja, also auf jeden Fall sollte ich einen Mehrwert bieten. Wenn ich jetzt eine Software verkaufe und irgendwie zum zehnten Mal die gleiche E-Mail raus schicke, dann ist es zwar schön, dass ich E-Mail Marketing mache, weil ich vielleicht immer wieder ins Gedächtnis gerufen werde: Hey, ich habe das und das Produkt im Angebot. Letztendlich bietet mir das aber erstmal keinen Mehrwert. Das heißt, ich muss mir mal überlegen, was kann ich denn vielleicht noch anbieten? Habe ich vielleicht irgendwas, was ich noch kann? Gibt es vielleicht ein Handbuch? Gibt es ein Webinar? Gibt’s ein Seminar? Gibt es eine Runde oder gibt es irgendwelche coolen Blogbeiträge? Und dann kann ich mir mal überlegen, wie ich da einen coolen Mehrwert schaffe. Das ist schon mal so das Inhaltliche, dass ich mir da wirklich überlege, ja, wo hat mein Kunde was davon oder wo hat mein Empfänger auch was davon? Das ist so ein bisschen, wie wenn ich jetzt Gewürze verkaufe und nur reinschreibe. So, hey, ich habe ein cooles neues Pommesgewürz. Schön, habe ich hingenommen. Wenn ich jetzt aber noch ein Rezept reinpacke, dann habe ich auch direkten Mehrwert und das ist wieder cool.

[00:14:53.440] – Timo
Genauso im Marketing ist im Endeffekt dann auch mal der Vertriebskanal in Anführungsstrichen. Muss halt auch dementsprechend gutes Content Marketing machen. Genau.

[00:15:01.180] – Lisa
Also es geht alles so ein bisschen Hand in Hand. Ja, ja und visuell. Es ist natürlich auch immer eine Geschichte, mit welcher Zielgruppe. Also da sind wieder quasi der Sprung zu den Personas. Wenn ich jetzt eine sehr seriöse Zielgruppe habe, die zum Beispiel auch mit der Anrede nicht geduzt werden will und sehr konservativ unterwegs ist, dann ist es vielleicht nicht so schlau, mit glitzernden Einhörnern durch die E-Mails zu hüpfen.

[00:15:27.820] – Timo
Dann Emojis und GIFs dann eher nicht.

[00:15:30.700] – Lisa
Das würde ich dann tatsächlich eher vielleicht mal an Weihnachten so als Witz machen, aber damit wäre ich dann doch eher so ein bisschen sparsam unterwegs. Wenn ich jetzt aber mich vielleicht eher im Startupumfeld bewege und eher eine jüngere Zielgruppe habe, die da vielleicht auch offen dafür sind, dann kann man auch durchaus, ich nenne es jetzt mal in Anführungsstrichen spießige Produkte, ein bisschen charmanter darstellen, indem man halt einfach die E-Mails ein bisschen bunter und ein bisschen lustiger gestaltet. Das ist auf jeden Fall nicht verboten. Also nur weil das B2B heißt, heißt es nicht, dass das immer ein Fließtext mit einem Button sein muss und dann bleibt die E-Mail so, sondern man kann sich da schon auch ein bisschen kreativ ausleben. Also GIFs, auf jeden Fall ist cool.

[00:16:12.580] – Timo
Und da bieten die Tools ja mittlerweile auch echt viele Möglichkeiten, um quasi wirklich per Drag and Drop.

[00:16:18.250] – Lisa
Also wir arbeiten ja ganz viel mit Mailchimp und Mailchimp hat da auf jeden Fall coole Möglichkeiten, die E-Mails relativ einfach individuell zu gestalten. Mit Videos, mit GIFs, mit Bildchen, Emojis sowohl im Inhalt als auch in der Betreffzeile. Also da sind der Fantasie auch keine Grenzen gesetzt. Da muss man halt nur ausprobieren. Und das ist auch im E-Mail Marketing immer so ein bisschen das A und O testen und ausprobieren, weil es gibt auch nicht das eine Erfolgsrezept.

[00:16:47.760] – Timo
Okay, das klingt nach Arbeit, das ist es wahrscheinlich auch. Klingt auch nach sehr viel händische Arbeit. Auf der einen Seite finde ich. Was ist aus deiner Sicht in Richtung Automatisierung? Also wo? Da gibt es ja auch verschiedene Arten von von, sie machen eine Willkommensnachricht oder gewisse Triggermails, die ich nicht einsetze. Vielleicht kannst du da gleich noch mal drauf eingehen. Wo sind Automatisierung notwendig und sinnvoll, um das sozusagen dem, dem, dem Team, dem oder der Person, die sich um das E-Mail Marketing kümmert, abzunehmen?

[00:17:21.060] – Lisa
Ja, also E-Mail Marketing ist Arbeit. Deswegen gibt es auch so Menschen wie mich in Unternehmen, sonst hätte ich keinen Job, wenn E-Mail Marketing nicht auch Arbeit bedeuten würde. Es wird manchmal so ein bisschen vernachlässigt. Also man sollte sich tatsächlich überlegen, wenn man gutes E-Mail Marketing machen möchte, dass man sich auch wirklich einen E-Mail Marketingmanager oder eine E-Mail Marketing Managerin einstellt, die sich tatsächlich nur darum kümmert. Man kann dem jenigen das Leben erleichtern mit Automatisierungen. Das ist dann nur einmal viel Arbeit und im Idealfall läuft das Ganze dann von selbst. Wir machen gerne Willkommensmails einfach nach der Registrierung. Also wenn man diesen ganzen rechtlichen Kladderadatsch so ein bisschen abgearbeitet hat und abgehakt hat, also mit Opt In Mail usw.

[00:18:13.140] – Timo
Kommen wir noch einmal noch darauf zu sprechen.

[00:18:14.550] – Lisa
Ja, dann gibt es eine Willkommensmail, wo man vielleicht einfach noch mal sich vorstellt als Unternehmen noch mal vielleicht vorstellt, was man findet auf den Unternehmensseite, was einen vielleicht auch im Newsletter erwartet. Das kann man ganz gut machen, damit kann man auch gut spielen. Dann kann man je nachdem nach Produktkauf eine E-Mail Strecke machen. Also jetzt nicht so was wie, dein Produkt wurde versandt. Das ist noch mal eine andere Geschichte. Aber wirklich so was Wie installiere ich das Produkt? Wer ist mein Ansprechpartner? An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen habe? Oder wo finde ich Hilfe? Was kann das Produkt alles? Also je nachdem, wenn man jetzt zum Beispiel vielleicht tatsächlich eine Software kauft, kann die wahrscheinlich unwahrscheinlich viel. Und wenn ich jetzt zum Beispiel Mailchimp ist eigentlich auch ein ganz gutes, ganz gutes Beispiel. Mailchimp kann unendlich viel. Und wenn ich da quasi mir überlege, womit fängt man an, wenn man Mails installiert mit irgendwie der Zielgruppe und vielleicht den ersten Kampagnen. Das könnte zum Beispiel schon mal eine E-Mail sein. Und hinten raus fängt man dann vielleicht mit Automatisierungen an oder mit Auswertungen oder wie binde ich Google Analytics ein etc. Und so kann man sich eben automatisierte Strecken zum Onboarding des Produkts aufbauen. Das wären so Möglichkeiten. Was man auch machen kann ist, wenn man länger keinen Kontakt hatte zu seinen Kunden, kann man so eine Reaktivierungskampagne machen, dass man sagt: Hey, melde dich doch mal wieder bei uns oder vereinbare doch noch mal einen Beratungstermin. Wir wollen mal wissen, wie es bei dir gerade aussieht. Das kannst du auch automatisieren. Das setzt du einfach einmal auf und sagst: Hey, du hast sechs Monate keinen Kontakt mit uns gehabt und zack geht die E-Mail automatisch raus. Also solche Sachen kannst du ganz gut aufsetzen, dass du einmal an die Arbeit und dann läuft es idealerweise von selbst.

[00:20:07.350] – Timo
Du hast gerade ein bisschen zwischen den Zeilen durchklingen lassen. Klang zumindest für mich so, dass das E-Mail Marketing mal so nebenher gemacht wird. Ja, also ich weiß nicht, das ist so, der Fokus ist dann irgendwie auf Social Media auf der einen Seite vielleicht auf dem Thema Content Marketing und E-Mail Marketing. Ja, das gibt es irgendwie auch noch. Wird das wirklich ernsthaft betrieben von von vielen B2B Also wahrscheinlich es wird mit Sicherheit ernsthaft betrieben, aber wie so deine persönlicher, dein persönlicher Eindruck, gerade wenn du jetzt auf dieses Feld von oben drauf schaust, E-Mail Marketing im B2B. Da würde mich einfach mal ein Statement von dir interessieren.

[00:20:42.330] – Lisa
Also mein persönliches Statement ist es wird sehr stiefmütterlich behandelt. Da kann sich quasi jeder Zuhörer auch mal überlegen, wenn ihr im B2B Bereich arbeitet oder unterwegs seid und vielleicht auch B2B E-Mails bekommt, schaut die doch noch mal an und überlegt euch, wie sehen die aus und sehen die so aus, als hätte man da quasi Aufwand und Liebe reingesteckt und sich wirklich überlegt, dass die E-Mail gut aussieht? Oder ist es eher so was: na ja, wir haben halt mal eine E-Mail rausgeschickt, weil was bei mir im Postfach ankommt, ist es oft letzteres. So, wir haben das halt mal gemacht und dann vielleicht auch mal ein halbes Jahr nicht mehr und dann fällt es uns wieder ein und wir verschicken mal wieder was. Da fehlt es an Kontinuität und da fehlt es tatsächlich auch an ja, Herzblut und Liebe, da so ein bisschen reinzustecken.

[00:21:31.890] – Timo
Was glaubst du, woran das liegt? Also ich meine E-Mail Marketing, ich kann ja alles, auch alles messen. Ich kann die Tests fahren, wie du gesagt hast. Ich kann mir alles anschauen, die Bandbreite, alle KPIs, die ich brauche, um um neue Entscheidungen zu treffen, um Anpassungen zu machen für mein Marketing. Warum fällt das so hinten runter? Weil es ist ja schon immer noch ein enormes Potenzial dahinter.

[00:21:51.520] – Lisa
Ja, also gerade im B2B muss man sich. Bei E-Mail habe ich ja schon am Anfang gesagt, so ein bisschen die Ziele festlegen, was möchte ich mit E-Mail erreichen? Und vielleicht auch auf welche Unternehmensziele soll E-Mail Marketing einzahlen? Und dann aber vielleicht auch welche Kanäle werden durch E-Mail Marketing auch angetriggert? Weil wenn man sich mal überlegt, man bekommt jetzt eine E-Mail, sitzt abends auf der Couch B2C neue Sneaker von irgendwie keine Ahnung, Zalando, Adidas, Puma, whatever.

[00:22:21.880] – Timo
Wir nennen nicht alle, aber wir nennen.

[00:22:23.290] – Lisa
Nicht alle sind nur so so ein paar. Man kriegt eine E-Mail und dann neue Sneaker. Ach ja, kommen die, die bestelle ich die Kosten vielleicht 89 €, Habe ich vielleicht noch einen Coupon Code? Wunderbar. Ist jetzt nicht so, nicht so ein krasser Invest. Wenn ich jetzt aber im B2B Marketing oder im B2B Umfeld unterwegs bin und mal irgendwie eine E-Mail bekomme, wo eine neue Software drin ist oder ein neues Produkt, was vielleicht ein paar tausend Euro kostet, dann überlege ich mir, das kaufe ich halt nicht über einen Klick, sondern da will ich vielleicht dann tatsächlich noch mal mit einem Ansprechpartner sprechen und will mir das noch mal durch den Kopf gehen lassen. Das heißt, die E-Mail generiert wahrscheinlich wahnsinnig gute Öffnungsraten und vielleicht auch gute Klickraten. Ich habe aber vielleicht nichts direkt über die E-Mail verkauft, das heißt, die Chefetage guckt sich das an? Das Reporting sagt ja sehr schön, dass die Leute das lesen, aber gebracht hat es jetzt ja nix. Dann muss ich mir hinten raus natürlich angucken. Was hat diese E-Mail jetzt losgetreten? Websitenbesuche, Terminvereinbarungen im Vertriebsteam vielleicht etc.. Und das muss man alles noch mal hinten dran legen. Machen aber halt viele nicht, dass sie sich die ganze Customer Journey dann anschauen, sondern die gucken wirklich auf die E-Mail und sagen naja, das bringt ja nix.

[00:23:39.430] – Timo
Ja, ist ja vielleicht auch noch mal die Frage noch mal hinsichtlich Persona. Wer ist denn diese Persona, die die E-Mail öffnet? Das ist die Buyer Persona, sage ich mal hier in Marketing Entscheider auf der einen Seite, der für die Kaufentscheidung verantwortlich ist oder bekommt den der Newsletter ist der der der Mitarbeiter, sage ich jetzt mal die User Persona, in dem Fall der sozusagen, bleiben wir bei dem Thema Software, die nachher auch dementsprechend nutzt.

[00:24:01.480] – Lisa
Genau da muss man auch immer sich dann auch bei der Leadgenerierung dann überlegen, dass man ja, wenn man Leads generiert, eben auch die Person abholt, die damit halt tatsächlich dann im Endeffekt arbeiten eben diese User Persona, die sitzen dann abends auf der Couch, bekommen die E-Mail, was total super ist und die gehen dann vielleicht am nächsten Tag zu ihrem Chef und sagen: Hey, guck mal, ich habe da voll die tolle E-Mail bekommen mit dem coolen Produkt. Das testen wir mal, weil letztendlich ja passieren ja meistens so auch dann die Entscheidungen für eine Software oder für ein Produkt, weil man ja meistens die Leute fragt, die dann tatsächlich auch damit arbeiten müssen.

[00:24:39.710] – Timo
Ja, Du hast jetzt abends mal ein paar Mal, schon zweimal die Couch erwähnt. Ein bisschen Second Screen. Gute Versandzeitpunkte im B2B. Also kannst du da was dazu sagen? Wann? Wann sind Versandzeitpunkte sinnvoll und wie unterscheiden sie sich auch hinsichtlich B2C?

[00:24:58.880] – Lisa
Ja, also es gibt da so ein bisschen zwei Theorien und da gilt auch wieder die Überschrift testen. Also da gibt es kein Erfolgsrezept. Da muss man selber quasi herausfinden, was für die eigene Zielgruppe am besten funktioniert. Zum einen kannst du das morgens verschicken, wenn du dir überlegst, in welchem Umfeld bewege ich mich? Wenn ich jetzt vielleicht eher so in Agenturen, Startups unterwegs bin, dann ist es vielleicht tendenziell ein bisschen später, wenn die morgens anfangen zu arbeiten. Da würde ich vielleicht nicht direkt morgens um 7:30 oder 8:00 Uhr die E-Mail rausschicken, sondern vielleicht eher so zwischen neun und zehn. Wenn man dann so eintrudelt, den Laptop aufmacht und dann eben die E-Mails liest, dann hat man die da direkt mit drin oder oder quasi zweite Möglichkeit ist, dass du das wirklich abends machst. Weil die Leute dann vielleicht noch mal so kurz vor 20:15, also kurz bevor dann das Abendprogramm losgeht, noch mal auf der Couch sind, am Handy sind, ins E-Mail Postfach gehen. Viele Unternehmen, die irgendwie, ja, junge Leute haben. Die haben also ich zum Beispiel auch meine E-Mails auf dem Handy. Ich weiß, man sollte das nicht tun, weil irgendwann ist Feierabend, aber ich bin dann meistens doch noch mal kurz am Handy, guck in mein E-Mail Postfach und dann blinkt mir trotzdem noch mal was ins Auge. Das sind immer so Möglichkeiten. Also ich würde…

[00:26:18.890] – Timo
Schaust du es dir dann auch aktiv an also wenn du jetzt ja…

[00:26:21.470] – Lisa
Also wenn das tatsächlich was ist, was mich interessiert, dann gucke ich das tatsächlich an und dass die Betreffzeile halt dann wichtig. Also wenn die mich catcht, dann gucke ich mir das an, ansonsten nicht. Aber das sind so zwei ganz gute Möglichkeiten. Die dritte Möglichkeit ist tatsächlich entweder kurz vor oder nach der Mittagspause. Wahrscheinlich eher kurz vor der Mittagspause, weil man vielleicht dann so bis, ja so kurz vor zwölf noch im Meeting war. Dann gibt es die Mittagspause so bis eins um eins hat man meistens direkt in Folge Termin, da hat man dann keine Zeit mehr, noch mal in die E-Mails zu gucken. Aber so kurz vor der Mittagspause schaut man vielleicht doch noch mal, gab es noch was Wichtiges? Wollt noch wer was? Da kann man vielleicht auch noch mal was untermogeln.

[00:27:01.820] – Timo
Also auch da noch mal testen. Sozusagen ausprobieren welcher Versand.

[00:27:05.390] – Lisa
Auf jeden Fall.

[00:27:06.980] – Timo
Ich denke mal, sonst B2B Umfeld. Ich habe da so im Kopf 9 to 5, Desktop Rechner mit Windows drauf. Vielleicht ist das auch noch mal, würde mich auch noch mal interessieren, wie das da ist, gerade was die verschiedenen E-Mail Clients angeht, was die Darstellung der E-Mail anzeigt. Gibt es da Zahlen Studien dazu, gerade was das B2B Umfeld angeht?

[00:27:25.880] – Lisa
Ja, da gibt es ja seit letztem Jahr auch so ein bisschen das Problem in Anführungsstrichen mit Apple durch diese Sicherheit. Also jede E-Mail, die Apple empfängt, die wird als geöffnet gesehen und deswegen hast du teilweise auch verzerrte Öffnungsraten, also zum Beispiel bei Mailchimp ist das alles ein bisschen jetzt nach oben geschossen, sehr sehr hohe Öffnungsraten, weil das halt automatisch so gesehen wird. Genau. Aber ja, testen. Du hast tatsächlich in manchen E-Mail Tools auch die Möglichkeit zu dem, also automatisch dann zu versenden, wann die beste Öffnungsrate erzielt wird. Das funktioniert also in Mailchimp zum Beispiel funktioniert das. Das ist eigentlich ganz cool, dass halt jeder dann die E-Mail bekommt, wann er sie halt öffnet.

[00:28:16.460] – Timo
Ist dann der Algorithmus hintendran oder gibt es da schon eine KI oder was? Was passiert.

[00:28:20.090] – Lisa
Also, das basiert natürlich auch auf Daten. Also wenn du jetzt dein Konto ganz neu einrichtet.

[00:28:27.050] – Timo
Wird das erstmal nicht funktionieren.

[00:28:28.010] – Lisa
Dann funktioniert das natürlich erst mal nicht mehr. Da musst du erst mal eine Weile E-Mails verschickt haben. Genau. Aber prinzipiell ist das eine Möglichkeit. Du hast dann natürlich auch Auswertungen. Auf welchen Devices sind deine Kontakte unterwegs. Auch das funktioniert.

[00:28:43.700] – Timo
Ich glaube generell mal ja. Dieses Thema Daten, KPIs, was sind da die wichtigsten KPIs gerade für was ist eine gute, eine gute Open Rate, Unique Users?

[00:28:56.090] – Lisa
Also da gibt es ganz coole Daten, die branchenspezifisch sind. Da geht es von Haus und Garten bis Gesundheit und Medizin irgendwie über alle Branchen. Und da sind Öffnungsraten je nach Branche super unterschiedlich. Von 19 % bis 47 ist irgendwie alles dabei. Das heißt, es ist eine ganz guter Anhaltspunkt, sich da mal zu informieren, je nachdem, in welcher Branche man sich halt befindet. Also zum Beispiel Kleidung und Schmuck ist die Branche, die halt mit am meisten E-Mails versendet und auch sehr, sehr gute Öffnungsraten erzielt. Im Gesundheitsumfeld zum Beispiel sind wir so bei Öffnungsraten von so 20 % liegt einfach…

[00:29:42.320] – Timo
B2B jetzt aber auch.

[00:29:43.790] – Lisa
Ja. Liegt einfach daran, dass Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen, Apotheker nicht so viel Zeit haben, einfach E-Mails zu lesen. Wohingegen vielleicht jemand, der in dem Textil in der Textilindustrie vielleicht arbeitet und einfach generell mehr am Handy ist, weil er mehr auf Social Media ist und mehr Trends guckt, eher am Handy ist und vielleicht mehr Mails öffnet. Also so könnte man sich es erklären. Generell schaut man aber auf Öffnungsraten eigentlich immer. Daran sieht man einfach, ob halt die Betreffzeile funktioniert hat. Jetzt mit dieser Apple Thematik muss man da ein bisschen von weggehen. Man kann die Klickrate noch mal angucken, um halt zu schauen, wie die Inhalte funktioniert haben und dann eben die Conversion Rate. Und die Conversion ist natürlich immer das, was ich halt erreichen wollte. Es ist ein Kauf, es ist eine Anmeldung, eine Registrierung für irgendwas, eine Terminvereinbarung. Also das muss man halt vorab definieren. Grundsätzlich würde ich halt die Conversion nie außen vor lassen, sondern hinter jede E-Mail auch ein Ziel stecken und dann natürlich anschauen, ob das Ziel auch erreicht wurde.

[00:30:47.490] – Timo
Du hattest es auch schon zwei, drei mal das Wort Betreffzeile erwähnt und Pre Header. Ja, lass uns auch gerade in dem B2B Umfeld, wenn ich jetzt an die E-Mails denke, die ich so tagtäglich auch bekomme, wo auch viele B2B E-Mails dabei sind, wo ich schon merke, wenn mir jetzt ein Emoji oder sowas drin ist, dann bleibe ich da noch mal irgendwie hängen, wenn ich jetzt durch meine E-Mail Clients scrolle. Was ist da wichtig? Hast du da Tipps und Tricks, was einen guten Pre Header, was eine gute Betreffzeile ausmacht?

[00:31:14.520] – Lisa
Also der vielleicht für alle, die nicht ganz wissen.

[00:31:17.850] – Timo
Pre Header vielleicht nochmal erklären.

[00:31:19.140] – Lisa
Also wenn ich in meinen E-Mail Client gehe, habe ich ja immer die Betreffzeile. Also ich habe immer den Absender, den Absender, Name, eine Betreffzeile und einen Pre Header. Das ist so die Reihenfolge, in der es erscheint. Absender Name ist klar. Wer hat mir die E-Mail geschickt? Dann der Betreff ist so eine ganz, ganz kurze Überschrift der Mail. Kann man es eigentlich nennen, die verrät mir was, um was geht es in der Mail? Aber die verrät mir noch nicht den genauen Inhalt der Mail. Es ist eher sollte catchy sein, so dass ich wirklich auch wissen will, um was geht es jetzt da? Und der Pre Header ist so ein bisschen eine Erweiterung der Betreffzeile, da kann man schon noch mal so ein paar Zeichen mehr reinsetzen. Ich glaube, das sind so um die 170 bis 250 Zeichen, je nach Client, wo man so ein bisschen eine kleine Zusammenfassung reinschreiben kann, aber auch nur als Teaser. Also natürlich jetzt, wenn ich jetzt einen Rabattcode in meiner E-Mail habe, sollte ich den jetzt nicht unbedingt in den Pre Header schreiben. Sonst ist ja der Witz verloren.

[00:32:23.070] – Timo
Weil Rabattcodes vielleicht gerade noch mal ein gutes Stichwort auch an der Stelle ist das im B2B Umfeld auch gängig. Also gerade wenn ich da jetzt also das ist für mich jetzt verorte ich jetzt primär im B2C.

[00:32:34.410] – Lisa
Ja, ne, also wenn du jetzt mal überlegst zum Beispiel sowas wie Veranstaltungen, Messen, wo du halt teure Tickets kaufen musst, da gibt es da durchaus ab und zu mal entweder kurz vorher, wenn auch sehr, sehr viele Tickets übrig sind oder ganz, ganz früh gibt es ja durchaus mal Rabatt Codes.

[00:32:51.270] – Timo
Ja, doch, du hast recht, mir kommt auch gerade eine andere Gedanken. Ich glaube, ich muss noch mal Kaffee haben. Wir nehmen ja hier mittags auf. Ja, ja, auch mit den Produkten noch mal zu sagen, man hat das geclustert mit entsprechenden Sonderaktionen, ein bisschen, ein bisschen die FOMO Karte auch spielen.

[00:33:07.770] – Lisa
Ja, genau. Ja. Genau, das kann man sagen. Und dann ist natürlich auch wichtig, wenn du jetzt noch mal, um das Thema Emojis noch mal aufzugreifen Du kannst mit Emojis arbeiten, gerade wenn du wirklich willst, dass wie zum Beispiel Tickets verkauft werden. Also wirklich so Dinge, die vielleicht auch zeitlich begrenzt sind, zeitlich begrenzte Angebote, dann macht es schon Sinn, darauf zu setzen, weil es eben catcht, weil die Augen dran hängen bleiben. Aber man sollte das jetzt auch nicht bei jeder E-Mail machen, die man verschickt, da irgendwie erst mal eine komplette Palette an Emojis hinten dran setzen, weil dann geht natürlich auch der Reiz verloren und der Effekt.

[00:33:46.350] – Timo
Okay, jetzt habe ich eine geile Betreffzeile, einen guten Pre Header und meine Mail ist jetzt gesetzt. Ich habe alles verlinkt, ich habe alle Buttons drin, ich habe alle Visuals drin, die Texte passen und dann gibt es da diesen einen Button, wo drauf steht jetzt senden. Das kenne ich noch. Selbst wenn ich dann E-Mails verschickt habe oder unser E-Mail Marketing hier vor ein paar Jahren wieder reaktiviert hatte, da ist immer das steigt dann irgendwie auf meiner Garmin Uhr der Puls, dann geht es irgendwie hoch. Da noch mal hast du vielleicht auch noch mal einen Tipp also oder was? Ich finde was, was super wichtig ist. Ist so dieses Thema auch vier Augen Prinzip? Ja, ich weiß nicht passiert das wirklich.

[00:34:26.400] – Lisa
Das vier Augen Prinzip oder die Fehler?

[00:34:28.410] – Timo
Also beides. Ich glaube es passiert beides. Ja, aber gerade noch mal ja, wie das nun mal darstellt, wie wichtig das eigentlich auch noch mal ist.

[00:34:36.840] – Lisa
Ja, also erfahrungsgemäß gibt es das Vier Augen Prinzip immer dann, wenn ein Fehler schon passiert ist, dass man sagt: Oh oh, wir müssen das wieder einführen. Prinzipiell ist es super wichtig, einfach um zu prüfen, funktionieren auch alle Links. Fehler passieren. Bilder zum Beispiel sollte man immer verlinken. Werden die Bilder auch richtig dargestellt, zerschießt es vielleicht das Layout. Es ist auch immer gut, eine E-Mail nicht nur in einem kleinen zu testen, sondern vielleicht die mal noch an seine private E-Mail zu schicken und mal auf dem Handy anzugucken, einfach nur mal zu checken, wie die eigentlich aussieht, wenn ich die woanders als auf meinem Desktop öffne. Das ist mal das eine und dann vielleicht auch Rechtschreibfehler, weil man ist dann natürlich so ein bisschen im Tunnel, sieht nicht mehr alles, weil man den Inhalt kennt und auch nicht mehr jeden Buchstaben liest. Deswegen macht es auf jeden Fall Sinn, einfach um die Seriosität zu wahren und die Professionalität. Es wirkt natürlich super unprofessionell, wenn du da acht Rechtschreibfehler drin hast und noch zehn Grammatikfehler.

[00:35:36.780] – Timo
Totales NoGo. Ja, das ist tatsächlich überhaupt nicht erlauben.

[00:35:40.080] – Lisa
Ja, das ist echt ein NoGo. Also deshalb auf jeden Fall Vier Augen Prinzip. Auch um die Selektion noch mal zu checken. Das jetzt vielleicht, je nachdem, in wie viele Sprachen man vielleicht auch eine Mail verschickt, dass auch jeder die richtige Sprache bekommt. Das jetzt vielleicht nicht. US-Kunden ein französisches Mailing zum Beispiel bekommen. Wenn du jetzt ein englisches Mailing an die ganze Welt schickst, ist es vielleicht nicht so schlimm, weil Englisch versteht jeder, aber es wirkt einfach unprofessionell. Da vielleicht noch mal drauf schauen. Und wenn dann halt doch ein Fehler passiert. Ja mei, dann ist es halt so, also.

[00:36:15.820] – Timo
Wo gehobelt wird, fallen Späne. Auch das denke ich dann, wenn man dann vernünftig danach reagiert. Auch das habe ich in der Vergangenheit schon gesehen, wo dann einfach E-Mails kam. Sorry, wir haben da was, da stand was falsch drin, wir haben es geändert und korrigiert und zack, geht es noch mal raus. Genau.

[00:36:28.420] – Lisa
Und je nachdem, was es halt dann war, was, was halt irgendwie falsch. Wenn jetzt natürlich ein Angebot rausgeht, dann und das Angebot existiert nicht mehr, dann wird es halt blöd. Dann muss man vielleicht sich überlegen, ob man dann doch noch mal mit einem Nachlass dann tatsächlich arbeitet und da schnell reagiert. Oder ein Gutschein oder so. Wenn es jetzt ist, das falsche Bild drin ist. Ich glaube, es wird halt nicht mal jemand merken. Also da muss man sich auch immer so ein bisschen den Druck rausnehmen. Es ist letztendlich eine E-Mail. Ja, ja, also sollte natürlich jetzt nicht dauernd passieren, dass man denkt ach ja, komm, es ist ja nur eine E-Mail, also bitte nicht so denken. Jetzt immer vier Augen Prinzip. Alles lieber nochmal doppelt checken. Aber ja, ich meine, Fehler sind menschlich.

[00:37:10.750] – Timo
Da fällt mir gerade ein an der Stelle wir haben ja auch mal gerade was das Checken angeht, mal eine kleine Checkliste gemacht. Die verlinken wir euch in den Shownotes, die könnt ihr euch auch gerne runterladen. Das ist ja auch noch glaube ich ganz wichtig als kleine Hilfestellung, dass die Aufregung vor dem Senden Button drücken etwas gesenkt wird und der Puls auf normal bleibt. Ja, genau. Okay, ich habe mir mal den Spaß im Vorfeld auch gemacht und einfach mal bei Google eingegeben B2B, E-Mail Marketing als Keywords und dann mal geguckt, was kommt also als Autor so jetzt noch raus? Und dann ging es darum, Thema Adressgenerierung kam dann das Thema, ist das überhaupt erlaubt? Wie kann ich B2B Kontakte anschreiben? Also wir machen ja keine Rechtsberatung, da ist schon ein kleiner Disclaimer an der Stelle. Aber hast du da noch mal ein, zwei Tipps, was dieses Thema auch angeht mit Thema Datenschutz mit Thema, wen kann ich da wo wie wir anschreiben? Das finde ich auch ganz interessant An der Stelle.

[00:38:05.440] – Lisa
Also die E-Mail Tools. Die machen da keinen Unterschied, ob das jetzt B2B ist oder B2C. Du brauchst immer ein Opt In, sonst kannst du niemanden anschreiben. Also du kannst dir nicht einfach Adressen in dein Mail tool reinschicken und dann kein Opt In haben. Also das muss auf jeden Fall passieren. Das ist auf jeden Fall das Erste.

[00:38:23.800] – Timo
Das muss ich auch nachweisen als Unternehmen.

[00:38:25.210] – Lisa
Genau das musst du auch nachweisen, das muss abgespeichert sein. Also du kannst dir dann im Idealfall ein Export ziehen aus deinem Mail Tool und dann steht da genau drin hat um die und Uhrzeiten Opt In gegeben, da kannst du es nachweisen. Das heißt, das brauchst du auf jeden Fall. Und dann hat natürlich jeder auch die Möglichkeit immer und es ist bei den gängigen Tools auch automatisch drin, kann es auch nicht rauslöschen und Abmeldelink in der Mail unten drin, weil man die Möglichkeit haben muss. Und dann kannst du losfeuern. Also da machen die Tools keinen Unterschied. Genau.

[00:39:01.210] – Timo
Wir haben eine schöne Rundreise gemacht, um das ganze Thema B2B, E-Mail Marketing. Wahrscheinlich können wir es mal an einer anderen Stelle noch mal noch mal vertiefen. Ich würde jetzt mal sagen, vielen lieben Dank für deine Zeit und vielleicht noch 1-2 Worte zu dir. Nochmal Wir hatten es vorher ganz vergessen. Vorstellen. Das müssen wir noch mal noch mal nachholen, dass du dich noch mal kurz vorstellst, wer du bist und was du tust. Genau, Lisa, stell dich doch mal einfach kurz vor.

[00:39:25.120] – Lisa
Ja, ich bin Lisa. Ich bin seit 2021, bei den netzstrategen als E-Mail Marketing Strategen und berate unsere Kunden in allen Themenfeldern rund um E-Mail, also von E-Mail Strategieworkshops über Mailchimp Quickchecks. Ich glaube, auch den findet ihr bei uns, entweder in den Shownotes oder auf der Webseite könnt ihr mich jederzeit anschreiben. Wir machen ja Strategieplanung mit euch. Wir unterstützen euch in der Redaktionsplanung. Also wirklich die ganze Bandbreite, auch Tool Findung etc.. Also alles rund ums Thema E-Mail Marketing, da bin ich eure Ansprechpartnerin, könnt ihr mir entweder jederzeit eine E-Mail schreiben oder euch über das Kontaktformular bei uns melden.

[00:40:09.460] – Timo
Und wir werden sogar noch dich in den Shownotes verlinken, packen alles rein, was geht.

[00:40:14.650] – Lisa
Genau. Und ja, ansonsten was gibt es sonst noch zu mir zu sagen? Ja, ich trinke liebend gerne Kaffee. Ich bin sonst auf meiner Yogamatte zu finden. Ja, und hier bei den Strategen im Schlachthof.

[00:40:30.440] – Timo
Das ist doch super. Vielen lieben Dank, Lisa. Für deine, für deine Zeit. Für einen schönen Plausch mit dir über B2B E-Mail Marketing. Ich freue mich auf die nächsten Folgen mit dir, wenn du wieder vor dem Mikro sitzt. Vielleicht noch ein anderer Konstellation. Noch ein paar andere Leute von anderen Disziplinen. Und genau. Wir verlinken alles in den Shownotes. Vernetzt euch mit uns, vernetzt euch mit Lisa. Und bis zum nächsten Mal.

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