Der große AI Recap 2025
Veröffentlicht am 17.12.2025
Digital Impact Podcast · Folge vom 17.12.2025
Christina D’Ilio und Chris Sattel blicken auf die KI-Entwicklungen des Jahres 2025 zurück und wagen auf dieser Basis einen fundierten Ausblick auf 2026. Es geht um den Wandel von Prompt-Spielereien hin zu strategischer Integration, Fortschritte bei Bild- und Video-Generierung, den Umbruch in der Suche durch AI Overviews sowie Daten, Systeme und neue Rollen.
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[00:00:00.600] – Chris
2025 ist schon fast vorbei und wir dachten ja, 2024 war in Bezug auf KI schon ein richtig schnelles Jahr und da ist richtig viel passiert. Aber wenn wir jetzt so die letzten zwölf Monate zurückschauen, dann sind ja noch krassere und noch schnellere Sachen passiert. Wenn du so zurückblickst, wie geht es dir mit diesem Jahr?
[00:00:21.840] – Christina
Ja, ganz schön viel gewesen. Also auf jeden Fall will ich mal festhalten, es gab nicht dieses Tal der Tränen, was viele vorhergesagt haben. Nach dem ja Ende 2022 ChatGPT, 23 Hype, 24 Hype und dann war so: Ja, das läuft hier, diesen Gartner-Cycle. Und dann kommt jetzt aber das Tal der Tränen und die Erkenntnis, was alles nicht geht. Ich würde sagen, das gab es nicht. Es kann noch kommen, aber dieses Jahr war es noch nicht so weit. Und woran ich natürlich als erstes denke, sind so die großen neuen Modelle, die Supermodelle. ChatGpt5 im Sommer, dann 5.1 und jetzt vor ein paar Wochen Gemini 3. Das waren auf jeden Fall so für mich die Sachen, wo einem wirklich am meisten – wo man nicht nur so ein bisschen Verbesserung sah, sondern schon so: Das ist jetzt ein neues Level freigespielt.
[00:01:11.620] – Chris
Ja, ich glaube schon, dass wir so ein bisschen im Tal der Enttäuschung waren, aber relativ schnell aufgegleist haben in die Produktivität. Jetzt gerade in Bezug auf die neuen Modelle oder neueren Modelle, die dieses Jahr kamen, die Verbesserung, die dieses Jahr kamen, ist ja die Frage: Hat sich dadurch jetzt wirklich was im Alltag verändert? Also kann man da wirklich jetzt schon bessere Sachen mit machen, seit die Modelle rauskamen? Wir haben dazu ja auch eine Folge aufgenommen kürzlich. Aber jetzt noch mal so aufs ganze Jahr gesehen, würdest du sagen, das war noch mal ein Schub für das, was wir bei Kunden machen?
[00:01:49.360] – Christina
Davor die Jahre 23, 24 waren noch ganz stark Promptschulungen. Wie promptet man richtig? Wie muss ein Prompt aufgebaut sein? Und so weiter. Ich glaube, anfang des Jahres habe ich noch Promptschulungen gegeben, aber das hörte dann eben so ab Frühjahr auf, weil gefühlt alle, die sich dafür interessieren, die wussten dann wie man promptet. Und jetzt geht es eher darum, das zu integrieren. Die Anfragen, die wir jetzt bekommen, sind immer viel mehr integral. Wie kann man eigentlich von dem einzelnen Prompt wegkommen? Wie müssen wir uns aufstellen? Und was jetzt immer mehr kommt, ist nachfragen: Wir müssen das Thema mal aus der Führungsebene heraus denken. Also ganz viele waren sonst so operative die sich was gebaut haben, die sich was hingestellt haben, die gepromptet haben. Und jetzt ist so die Erkenntnis da: Ich glaube, wir müssen das mal strategisch angehen. Und dann wird erst mal die Führungsmannschaft aufgegleist, also gemeinsames Verständnis und so weiter. Und dann eben: Wie kann man es integrieren, damit dieses Rumgepromte nicht mehr so sehr im Vordergrund steht?
[00:02:47.500] – Chris
Ich glaube auch, dass man dieses Jahr eher angefangen hat, sich zu überlegen, welchen Prozess hat man oder noch besser, welches Ziel hat man eigentlich und dann sich auf den Weg begeben hat, strukturiert, also zumindest war ich auch in mehr Projekten drin, die so verfahren sind und weniger vom Basic tatsächlich mehr in: Was machen wir jetzt? Übergegangen sind. Und da, muss ich sagen, waren dann die neuen Modelle auch schon hilfreich. Also die Ergebnisse wurden besser. Das hilft natürlich, wenn ich mir ein Ziel gesteckt habe und den Prozess dann verbessern möchte oder überhaupt erst einen neu denken möchte oder aufstellen möchte. Dann auch bessere Ergebnisse zu haben, führt natürlich auch so um die Enttäuschung herum zu einem guten Ergebnis. Das fand ich im im laufenden Jahr spannend, zu sehen, dass dann die Sachen ein bisschen schneller und besser funktionieren.
[00:03:34.150] – Christina
Ja, ich finde schon, man merkt, dass die Kinderkrankheiten, die sind nicht ganz ausgemerzt und Teil ist ja auch Teil des Set-ups. Also dieses Halluzinieren zum Beispiel wird wahrscheinlich nie ganz, ganz, ganz rausgehen, einfach weil das generativ so denkt in Statistiken. Ich glaube, da kann es immer mal eine Wahrscheinlichkeit geben, falsch abzubiegen. Aber das Halluzinieren ist zum Beispiel bei beiden Modellen, also bei ChatGPT und bei Gemini, wirklich viel, viel weniger geworden. Also mir begegnet es manchmal noch, dass Leute sagen, gerade in den Vorstellungsrunden, wenn wir über Erwartungen sprechen: Ja, und dieses Halluzinieren ist ja immer noch ziemlich doll, und dann frage ich nach: Welches Modell ist es denn? Ja, das Kostenfreie – Ah ja, cool… Und –
[00:04:15.420] – Chris
You get what you pay for.
[00:04:16.940] – Christina
Or what you not pay for. Das ist wirklich ein riesen Unterschied, gerade wenn man mit Leuten spricht, die die kostenfreien Modelle benutzen, versus die, die eben – Es ist ja auch nur die 20-Dollar-Version. Ist ja nicht die Enterprise für 200 im Monat. Und da ist schon ein riesen Unterschied drin. Und es gibt ja auch Modelle, ich will jetzt keine Namen nennen, aber so integrierte Modelle, die an ein Flugzeug erinnern. Die sind jetzt noch weiter zurück. Da merkt man einfach, dass ist denen davon geeilt, die Entwicklung. Und deswegen ist es jetzt eben noch stärker so, dass sich so dieses Rennen um die Vorherrschaft, gerade bei den LLMs, die spitzt sich gerade weiter zu. Es ist ja eh schon ein kleiner Pool nur von irgendwie einer Handvoll und gefühlt sind es ChatGPT und Gemini. Man muss sagen, wir haben ja schon darüber gesprochen in der letzten Folge Code Red, der ausgerufen wurde von Sam Altman für OpenAI, dass gerade Google wohl vorne liegt. Das ist übrigens auch eine These, die ich im letzten Jahr noch nicht so gesehen hätte. Da fand ich, dass Gemini wirklich hinten dran war. Beim Text und auch beim Bild waren die da noch nicht so weit. Und was Google dieses Jahr hingelegt hat, die haben echt aufgeholt und Hausaufgaben gemacht.
[00:05:35.660] – Chris
Ja, ich muss sagen, ich sah Google lange nicht vorne, aber ich habe immer an Google geglaubt. Also spiegelt sich auch immer im Aktiendepot wieder, glücklicherweise jetzt, kann man rückblickend sagen. Aber tatsächlich dachte ich immer, die arbeiten schon so lange daran. Die wurden überrascht von OpenAI vor zwei Jahren und hatten das noch nicht fertig für den Markt. Aber mein Eindruck war schon, dass da einfach viel mehr unter der Haube schon da ist. Und dann gut mit Bart, das war so ein kleiner Fehlstart, bevor es dann Gemini hieß. War auch gut, das noch mal umzubenennen. Aber ich glaube, den großen Schub haben sie dann dieses Jahr bekommen, als sie mit Nano Banana dann eben diese Bildbearbeitung dann ja wirklich auf ein neues Level gehoben haben. Und das hat ja dann erst mal jeder benutzt. Also egal, ob es sich ein Lächeln auf das Gesicht zaubern war oder sich als Superhelden zu generieren. Da wollen wir auch mal nicht noch von irgendwelchen wilden Actionfiguren auf LinkedIn anfangen.
[00:06:40.100] – Christina
Stimmt, das gab es ja auch.
[00:06:41.840] – Chris
Aber man sieht ja, wie die Benutzung auch bei ChatGPT wurde ja auch die Bildausstellung deutlich besser. Aber Gemini mit Nano Banana war wirklich ein richtig großer Sprung, der ja, glaube ich, da auch der Nutzung enorm geholfen hat.
[00:06:55.100] – Christina
Ja, ich würde es genauso sehen. Es gab ja immer Leute, die gesagt haben, Google bringt alles mit, um im Rennen weiter nach vorne zu kommen. Ich habe es nur einfach durch die zwei Jahre davor, 23 und 24, was ChatGPT da an Entwicklung hingelegt hat und auch so schnelle – Die Reasoning-Modelle kamen relativ schnell und es gab ja eine Zeit lang, letztes Jahr, als alle, weiß ich nicht, sechs Wochen ein neues Modell kamen. Die hießen ja dann auch irgendwie alle Bild: 4o, o1, o1 reasoning, blah. Und Man konnte ja gar nicht fast so schnell gucken. Ebenfalls konnte ich nicht so schnell meine Folien anpassen, wie es neue Modelle gab. Und die hatten so eine Schlagzahl, dass ich dachte: Das ist aber wirklich schwer für jemanden, der da jetzt aufholen muss. Weil es ist ja nicht so, dass die sagen: Hier Platzhirsch, jetzt warten wir mal, sondern die haben sich ja auch bewegt. Also insofern noch höher anzurechnen, was Google da hingestellt hat. Und ich finde wirklich, dass das substanziell auch auf die Produktivität einzahlt. Also sowohl bei uns, würde ich sagen, als auch unseren Kunden.
[00:08:01.140] – Chris
Ja, tatsächlich. Da möchte ich mal irgendwie ein kleines Bild noch mal anpassen. Kann ich das mit Gemini super schnell machen? Ich habe so gute Antworten, dass ich mich darauf verlassen kann, wenn ich da irgendwie eine Marketingansprache oder so bauen möchte, egal welches Asset ich da machen will. Es behält ja noch mal viel besser, auch beide Modelle, ehrlich gesagt, eine Brand Voice bei. Also wenn ich da mir das richtig konfiguriere und einen Gem oder eine CustomGPT baue, dann kann ich mich viel mehr auf das Ergebnis verlassen und das hat tatsächlich einiges beschleunigt, sowohl bei uns als auch bei vielen unserer Kunden oder auch in Workshops, die wir halten. Da waren schon beeindruckende Ergebnisse, wo wir dann mehr -tatsächlich schon ein bisschen, wir sagen es immer, vom Prompten zur Orchestrierung kommen. Da sind jetzt noch keine Agents in dem Sinne, aber schon so, dass man mehrere Gems und CustomGPTs miteinander versucht zu orchestrieren, um dann einen Workflow zu haben. Da hat es natürlich auch geholfen, dann direkt ein Bild daraus auch erstellen zu können, an dem man nicht noch mal richtig viel feilen musste. Und beim Video ja genauso.
[00:09:16.760] – Christina
Ja, ich finde auch, wir haben ja viel mit B2B-Kunden zu tun und bis jetzt war so das ganze Bildgenerierungsthema, man musste relativ lange prompten, alleine um die Menschen natürlich hinzubekommen. Oft dann eben doch noch mal durch Photoshop gejagt, vielleicht irgendwie ein bisschen Körnung reinzuhauen oder so, damit das nicht ganz so AI-glatt ist. Und das ist weg. Aber was vor allen Dingen jetzt dieses Jahr dazugekommen ist, sind B2B-Produkte konsistent darzustellen. Das eine sind ja, Menschen konsistent darzustellen. Das ist immer noch ein bisschen schwieriger, gerade wenn man die Menschen kennt, weil dann nur so ein leicht anderes Lächeln oder die Zähne oder so, wenn die so ein bisschen anders sind, dann fällt es total auf. Aber im B2B-Kontext bei den Produkten, da kriegen wir mittlerweile wirklich gute, stabile, konsistente Bildwelten hin. Und das ist für die Unternehmen, das sind Hunderttausende von Euros, die die da sparen können durch Fotoshootings. Und man kann jetzt mittlerweile auch CAD-Dateien oder Produktdatenblätter und so weiter als Grundlage nehmen und bekommt dann 3D-Varianten der Produkte und so. Und das war bis jetzt – Also bei allen B2B-Kunden, die wir kennen, die wirklich so im Hardcore-B2B-Bereich unterwegs sind, wo die Produkte jetzt nicht so – Ihr kennt ja alle Hauraton, wenn ihr unseren Podcast öfter hört. Die machen Entwässerungsrinnen und ganzheitliche Regenwassermanagementsysteme. Und das sind einfach komplexe Produkte, die die zum Teil haben, eben mit Abdeckungen und so weiter, auch mit bestimmten Strukturen auf den Abdeckungen, die wichtig sind. Und das lässt sich eben mittlerweile konsistent darstellen. Und am besten kann man diese Rinnen darstellen, wenn es regnet, weil dann machen die einen Job. Aber Fotos im Regen? Immer schwierig. Und das lässt sich mittlerweile auch echt hochwertig darstellen, ohne dass es merkwürdig aussieht oder dass man ein aufwendiges Fotoshooting hat, was aufwendig nachbearbeitet werden muss. Da kriegt man jetzt schon ziemlich gute Ergebnisse hin und das war jetzt vor einem Jahr noch nicht absehbar, dass das sich so gut und so schnell dahin entwickelt.
[00:11:26.020] – Chris
Hat auf jeden Fall länger gedauert, so ein Bild zu erzeugen, wenn es dann dann irgendwann mal geklappt hat.
[00:11:30.000] – Christina
Ja, auf jeden Fall. Und auch da bei den Fotos, wir hatten es ja eben von Halluzination, bei den Fotos ist ja vielleicht das Äquivalent der sechste Finger. Auch das begegnet mir in Workshops manchmal, dass die Leute sagen: Ja gut, aber die sechs Fingern und so. Und dann muss ich sagen: Ja, aber dein Wissen ist jetzt leider anderthalb Jahre alt. So krasse Glitches, die gibt es eigentlich nicht mehr. Also auch bei ChatGPT nicht, obwohl das jetzt schon hinter Midjourney und Nano Banana hinterher gefallen ist. Aber genau, das gibt es einfach nicht mehr. Und das ist schon krass, wie sich das entwickelt hat.
[00:12:05.320] – Chris
Ja, in Monaten eigentlich. Also es war jetzt kein ganzes Jahr, in dem sich das so sehr verbessert hat, dass man das eigentlich guten Gewissens machen kann. Bei der Gelegenheit hat mich Gemini jetzt auch, habe ich dir vorhin schon erzählt, als Public-Figure erkannt und kann meine Fotos nicht mehr bearbeiten, möchte mir aber auch nicht sagen, wer ich angeblich sein soll. Mal gucken, wie ich das Problem löse. Aber wenn ich jetzt ein Bild gerade hochlade von mir, das zu bearbeiten, dann sagt mir Gemini immer, er kann keine Person des öffentlichen Interesses bearbeiten. Also mal gucken.
[00:12:42.860] – Christina
Lookalike.
[00:12:43.800] – Chris
Falls jemand eine Idee hat, gerne eine E-Mail schreiben, wer ich sein könnte. Ich bin noch nicht draufgekommen. Mal schauen, ob sich das Problem löst.
[00:12:50.560] – Christina
Vielleicht gibt es in irgendeinem Teil dieser Erde jemanden Lookalike von dir, der total bekannt ist.
[00:12:55.600] – Chris
Dann möchte ich es auch wissen, weil dann könnte das meine zweite Karriere werden.
[00:13:00.000] – Christina
Double. Je nachdem, was derjenige so ist.
[00:13:03.210] – Chris
Ja, je nachdem, wer das ist.
[00:13:05.040] – Christina
Aber das ist natürlich blöd. Ich bin gespannt, wie du das Problem löst.
[00:13:09.840] – Chris
Wahrscheinlich ist es nächste Woche oder übernächste Woche einfach wieder weg und es nie passiert, wie das natürlich bei KI jetzt auch häufig so ist, dass man immer wieder andere Ergebnisse bekommt. Aber die letzten paar Tage hat es mich dann fuchsig gemacht und ich habe immer wieder neue Bilder hochgeladen und keines davon hat er irgendwie akzeptiert.
[00:13:25.080] – Christina
Das ist seine Art, wie du die Testdaten anreicherst. Ah ne, mach mal ein anderes Foto. Nein, noch eins. Nein, ich bin mir nicht sicher.
[00:13:32.460] – Chris
Ja, das kann natürlich sein. Da mache ich mich natürlich noch mal gläsern. Mal schauen, wie das ausgeht. Das und mehr in der nächsten Folge.
[00:13:41.400] – Christina
Ja, mindestens. Wir haben ja über Fotos gesprochen, aber bei den Videos ist natürlich auch echt viel passiert. Also mit Zora und Veo, da sind auch – Ja, also das, was bei den Fotos passiert ist, ist mindestens auf Videoebene passiert, wahrscheinlich sogar mehr. Also ich glaube, Leute, die sich wirklich mit Videos auskennen, würden wahrscheinlich schon sagen, dass die Qualität da echt hochgeworden ist. Ich glaube, es ist acht Sekunden jetzt nur noch, die generiert werden. Das ist natürlich nicht so wahnsinnig viel und ich finde, man sieht auch jetzt so zum Teil gerade in Apps, wie so acht Sekunden KI-Schnipsel aneinander geschnitten werden, die dann gar nicht so eine richtige Story erzählen. Das ist schon auch ein bisschen …
[00:14:22.600] – Chris
Der Coca-Cola-Weihnachts-Clip vor zwei Jahren, der ist eigentlich immer noch ein Negativbeispiel, was ich gerne mitnehme. Ja, also es ist tatsächlich so, man muss auch aufpassen, dass man seine Marke nicht damit kaputt macht. Ich habe letztens auch im Flughafen so ein bewegtes Bild gesehen an so einer Säule, wo ich auch dachte: Das ist ja safe, auf jeden Fall KI. Und es sah überhaupt nicht gut aus. Und da muss man auch schon aufpassen. Aber ja, es gibt viel, wo ich aus einem Bild und einem guten Prompt dann tatsächlich auch ein gutes Video erstellen kann, was vielleicht zu visualisieren, was vorher kompliziert gewesen wäre.
[00:15:00.940] – Christina
Und ich glaube, dass das immer, glaube ich, gerade in der Videoproduktion in der Kombination liegt aus tatsächlichen Bildern und KI-angereicherten Sachen. Wir haben ja hier auch Nacona auf dem Schlachthof und auch mal dort, wenn man denen mal zugehört, was die so dazu sagen, eben Videoproduktionsfirma, die auch KI einsetzen, aber eben auch Shootings haben und dass da in der Kombination eigentlich die besten Ergebnisse erzielt werden, einfach auch für die Hochwertigkeit, für die Konsistenz und so, nicht nur KI-Schnipsel aneinander reihen. Aber ich bin gespannt in einem Jahr, wie wir dann darüber denken, weil nur diese isolierten acht Sekunden, die generiert wird. Ich glaube, es sind einmal acht und einmal zwölf Sekunden Die sind schon ziemlich gut, aber klar, das macht noch keinen Film aus oder auch keine Ad. Wir haben ja schon über Google gesprochen und wie Google sich hier entwickelt hat. Wir haben früher im Jahr, damals, im KI-Zeitalter, Ages-her, über die Entwicklung von Suchmaschinen gesprochen und wie sich AI Search, hatten wir damals noch stark im Fokus, oder doch der AI Search von ChatGPT. Den haben wir uns da vor allem angeguckt. Da gab es den AI Mode noch nicht. Der ist ja dieses Jahr dazugekommen und ich finde es erstaunlich auch da, wie Google sich berappelt hat. Wir haben ja schon auch gesehen, das hat ganz schöne Auswirkung auf Google, wenn jetzt einige der Anfragen nicht mehr bekommen, dass Leute das eher über ChatGPT, so weit die These war, machen. Und durch den AI Mode haben die es aber geschafft, da Leute zurückzugewinnen und auch zu wachsen. Und die Quartalzahlen waren ja echt wieder krass. Also auch da in ihrem Kernbereich hat Google ordentlich nachgelegt.
[00:16:45.970] – Chris
Das ist natürlich auch eine Frage des Marktzugangs hier jetzt. Also bei ChatGPT muss ich mich anmelden und mir die App runterladen auf dem Handy oder eben im Browser ChatGPT benutzen oder ChatGPT Atlas den Browser benutzen. Aber bei Google ist es natürlich so, dass die Google-Suche einfach dir schon gar keine Wahl mehr lässt. Mit dem AI Overview kam ja auch dieses Jahr, ist es so, selbst wenn du das nicht willst, bekommst du eine KI-Antwort auf die meisten Suchanfragen mittlerweile. Richtig oder falsch steht auf einem anderen Blatt, aber du bekommst sie und das sind natürlich wieder Marktanteile. Und dann fragt man sich ja schon, gut, wenn ich das jetzt hier alles offensichtlich wirklich eingeben kann in die Suchleiste, dann brauche ich ja keinen eigenen Service mehr noch dazu. Oder man hört auch wieder auf, ChatGPT oder Perplexity oder was auch immer zu nutzen, wenn man das jetzt vielleicht getan hat, weil man dann merkt, okay, das ist in der Google-App integriert, das ist auf der Google-Seite integriert. Ich kann in den AI-Mode, kann mich damit unterhalten, kann Bildersuche machen und so weiter. Also Suche ist ja noch multimodaler jetzt geworden. Kann mich einfach damit unterhalten. Und das ist natürlich schon ein Brandbeschleuniger für die Reichweite.
[00:17:56.300] – Chris
Wenn man jetzt sagt, okay, das ist alles Gemini. Gut, da gibt es unterschiedliche Versionen in verschiedenen Teilen von Google, aber zumindest ist ja alles eine Google-Ki. Und wenn man das alles als Marktanteil rechnet, dann ist es natürlich schon beeindruckend, den Nutzerzugang, den die haben.
[00:18:11.290] – Christina
Und jetzt habe ich erste Screenshots gesehen, wie Werbung integriert sein könnte im AI Mode. Das ist dann wahrscheinlich die Ausbaustufe davon, weil die Reichweite allein reicht natürlich nicht, muss ja auch monetarisiert werden. Aber alleine, dass die Leute die Suchmaschine wieder oft benutzt haben, da sind die auch mit Werbung in Kontakt gekommen, weil da drunter kommen ja schon auch die Ergebnisse aus der klassischen Suche.
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