KI im Mittelstand: Prozesse smarter automatisieren mit Claude
Veröffentlicht am 16.4.2026
Digital Impact Podcast · Folge vom 16.04.2026
Anthropic und Claude sind auf einem spannenden Wachstumskurs. Was bedeutet das für alle, die KI jetzt ernsthaft im Unternehmen einsetzen wollen? Christina D’Ilio und Chris Sattel ordnen ein, warum gerade der Mittelstand davon profitieren kann und wie sich Prozesse smarter automatisieren lassen.
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Hi Chris, ich habe zum Start direkt mal eine Frage. Was glaubst du denn, wer von unseren KI-Anbietern, sagen wir mal bei den LLMs, in den letzten 15 Monaten von 9 Billionen Annual Revenue, also jährlicher Umsatz, auf 30 Billionen gewachsen ist?
Also wir reden jetzt von amerikanischen Billions, oder? Dann sind es ja Milliarden.
Genau.
In Europa, in Deutsch. Gute, sehr okay – Wer ist, wer kann da gewachsen sein in der Größe? Jetzt ist ja die Frage, was so, was es noch so für Modelle gibt, die man vielleicht gar nicht kennt. Es könnte ja auch irgendein verstecktes B2B-Modell sein. Aleph Alpha ist es wahrscheinlich nicht. Aber wenn ich so von meiner Bubble und meinen eigenen Erlebnissen schließe, dann ist es vielleicht Anthropic durch die explosive Claude-Nutzung in den letzten, was waren es, 12 Monaten?
Ja, also der, genau, dieser Sprung war in 15 Monaten. Aber – Und du hast recht, das ist tatsächlich Anthropic. Und der größte Sprung ist jetzt tatsächlich in 2026 ab Januar passiert. Wir packen in die Shownotes eine Infoquelle dazu, dann auch ein Diagramm. Und da sieht man eben, wie unfassbar Anthropic seit Januar durch die Decke gegangen ist. Das ist fast senkrecht, das Diagramm. Wirklich selten gesehen, wie sich so eine Kurve entwickelt. Und wenn ich irgendwo so ein, manchmal kriegen wir ja Geschäfts-, Business Cases vorgelegt oder Business Pläne. Und wenn man so eine Kurve sieht, dann denkt man immer schon, na, ob das wirklich klappt, weil man hat so ganz kleine Skalierung, Skalierung nebendran, aber hier ist die Skalierung eben in Milliarden. Von daher ist das schon ein unfassbarer Wert. Und die haben es jetzt auch im April das erste Mal geschafft, jedenfalls in der Prognose, OpenAI vorbeizuziehen. Also die waren diejenigen, die das immer angeführt haben, dieses Board. Aber jetzt im April ist Anthropic vorbeigegangen, war nicht Teil unserer Vorhersagen im Dezember.
Stimmt leider. Aber vielleicht gehen da noch andere Sachen in Erfüllung von unseren Predictions. Ich finde es erst mal bemerkenswert, dass wir das Wachstum mit so einer Folge auslösen konnten, die wir gemacht haben. Das ist schon beeindruckend. Aber Spaß beiseite, also ja, Wachstum, den man in keinem Businessplan schreiben würde, jedenfalls nicht, wenn man wirklich Geld bekommen möchte. Und auf jeden Fall spannend zu sehen, dass das, wenn man so auf LinkedIn guckt und was so um einen rum passiert und was wir so machen, dann denkt man ja vielleicht, man ist in einer Bubble und der Rest der Welt benutzt auch weiterhin ChatGPT oder Copilot oder wo auch immer die Menschen unterwegs sind. Gemini, natürlich. Und wenn man das jetzt mal so in Zahlen sieht, dann, dass es dann doch größer ist und nachhaltiger und an mehr Stellen in der Welt passiert. Das finde ich schon beeindruckend. Das hätte ich jetzt so in dem Ausmaß auch nicht vermutet.
Ich habe vor kurzem noch eine Analyse gelesen, was so dieses Wachstum ausmacht. Und also wir haben ja schon ein paar Mal drüber gesprochen. Wir wollen auch noch in dieser Folge ein bisschen konkreter über Claude sprechen und über das Setup von Claude, wie man das am geschicktesten macht. Aber ich habe gelesen, dass ein wichtiger Meilenstein oder wichtige Entscheidung für Anthropic war, sich auf Texten und Coden zu konzentrieren und nicht auf Bild- oder Videogenerierung. Also dass die da eben sehr starken Fokus gelegt haben, anders als OpenAI oder als auch Gemini. Und das sie ja bis jetzt damit ganz gut fahren. Also jetzt vor 2 Wochen oder so kam ja auch die Nachricht, dass OpenAI Sora, den Videodienst einstellt, den sie ja mit ziemlich viel Marketing eingeführt haben und der ja auch ganz, also ziemlich beeindruckende 8-Sekunden-Videos geliefert hat. Aber ich habe jetzt auch irgendwo gelesen, dass die pro Tag 1 Million Dollar versenkt haben oder dass die Kosten waren 1 Million Dollar für Sora. Und dann haben die irgendwann gesagt, vielleicht machen wir das jetzt nicht mehr.
Ja, Wahnsinn. Also Ich würde auch sagen, dass der Erfolg von Claude jetzt aus den Bereichen kommt. Das finde ich ziemlich logisch, weil wenn die zwei Sachen Coding und Texten gut funktionieren, dann hat man halt einen direkten Mehrwert, den ich im Unternehmen ja auch nutzen kann, den ich auch persönlich nutzen kann. Also auf allen Ebenen sind es zwei Sachen, die, wenn die gut funktionieren, die sofort Value bringen, während jetzt der 8-Sekunden-Sora-Videos Und ehrlicherweise auch die Bildgenerierung oder in Gemini die Musikgenerierung. Also diese allgemeinen Features, die ja witzig sind und die ja sicherlich unter Marketingperspektive auch einer Verbreitung dienen und vielleicht da sinnvoll sind. Da habe ich natürlich aber, also wenn ich Geld bezahlen möchte, bezahle ich ja lieber für Features, die gut funktionieren und mir direkt halt entweder Kosten einsparen oder mir halt eine Reichweite bringen und einen Effekt im Unternehmen haben oder auch persönlich haben. Lässt sich auch in Vereinen und sonst irgendwo anwenden. Also wenn ich schon dafür Geld zahle, möchte ich, dass die Sachen gut funktionieren, nicht irgendwelche komischen Bildchen für AI-Slop generiert werden.
Ja, und also gerade wenn es eben im B2B-Umfeld ist, also wenn das Unternehmen einsetzen, dann ja, dann sind die eben auf Text und Programmierung angewiesen. Das sind dann die Sachen, die wirklich den Mehrwert stiften. Und das andere ist so, wie du sagst, ich habe das Gefühl, gerade bei OpenAI war das mehr so ein, ach guck, was KI alles guckt, was es kann, dass das mehr in so eine Richtung ging. Aber das war denen dann jetzt vielleicht einfach zu teuer, zu zeigen, was es kann, und dass die sich jetzt mehr auf die Business-Anwendungen fokussieren. In diese Richtung gehen ja auch die letzten Nachrichten, die es so von OpenAI gibt.
Ja, also ich glaube auch, dass die, wie gesagt, diese Bild-Erstellung, diese Video-Erstellung, das war ja nichts Sinnvolles. So ein 8-Sekunden-Video mit einer Wassermarke von Sora schafft es vielleicht mal in die Nachrichten beim ZDF, Glück gehabt. Oder an anderer Stelle. Aber da ist ja nicht so, dass man damit jetzt – Tut mir leid. Tut mir auch wirklich leid, dass das passiert ist. Aber es ist ja jetzt nicht so, dass ich damit jetzt irgendwie gut Werbeanzeigen machen könnte, wenn ich jetzt an eine Firma denke. Oder mit den Bildern vielleicht schon noch, wobei da eher Gemini vielleicht die Nase vorne hat. Aber so richtig gut und das Prompten war auch nicht so einfach, konnte ich das ja nicht herstellen. Ich habe immer gesagt, so, ja klar, warum 5 Minuten in Canva investieren, wenn man auch 2 Stunden prompten kann? Das ist ja oft so der Running Gag, dass es einfach nicht viel besser wird. Vielleicht für Teile mal, um was zu generieren und ein Bild zu generieren, aber so dieses Creative zusammenbauen, das musste man schon noch manuell machen. Da gibt es andere Tools für, die dann da KI zu Hilfe nehmen. Aber das waren jetzt wirklich keine so, das waren Spielereien. Das war nichts, wo man sagt, okay, das habe ich, Super, dass ich das fürs Unternehmen gekauft habe. Das ist mir jetzt viel schneller geworden oder viel besser geworden in der Qualität. Also gerade Qualität ist dann, wenn man es dann sieht, das Unternehmen das verwenden und man da KI-Werbespots sieht oder so, dann ist für mich das Branding der Marke schon beschädigt.
Also wenn es gut gemacht ist, ist ja, ist ja –
Genau, ja, also gut gemacht ist natürlich legitim, also das auf jeden Fall. Aber man hat ja jetzt in der Vergangenheit schon den ein oder anderen Clip gesehen, der halt nicht so gut gemacht war. Einfach auf Masse gegangen war. Und das ist wirklich nichts, wo Unternehmen was von haben.
Also KI um der KI willen bringt halt nichts.
Genau.
Das muss halt im Endergebnis was bringen. Ja. Also was ich jetzt interessant fand, dass das OpenAI das oft, also erst mal mit der Einstellung von Sora ist, glaube ich, ein Indiz dafür, dass die, dass die sich auch mehr auf Texten, Coden konzentrieren. Und ich habe jetzt auch gelesen, dass die so eine Art Super-App wieder ein super Name, rausbringen wollen, die im Prinzip das macht, was Claude auch macht, also dass man mehrere Bestandteile unter einem, ja, und in einem Programm hat. Und dass eben der Codex-Part, dass das, was bei Claude Code ist, ist ja bei OpenAI Codex, dass das integriert werden soll und dass das mehr aus einer Hand kommen soll, also dass sie sich deutlich mehr auf den Produktivitäts-Part jetzt stürzen. Und ich habe das Gefühl, dass es schon eine sehr, sehr starke Ausrichtung oder Nachahmung von dem Erfolg von Claude.
Meta hat andere Plattformen so lange kopiert, bis sie erfolgreich waren. Und ich glaube, das ist auch Teil des Erfolgs. Also Claude ausprobieren ist das eine, aber dann halt auch direkt merken, dass ich da Cowork und Code quasi auf anderen Tabs habe, führt ja schon auch noch mal eher dazu, dass man es mal versucht. Bei OpenAI war jetzt auch zuletzt mein Eindruck, dass die schon viele Sachen können. Aber dass die so ein bisschen verteilt liegen und hier gibt es mal einen Browser und da gibt es mal eine Desktop-App und manche Sachen gehen aber nur im Browser und dann ist Sora noch mal jetzt eine eigene Plattform und da kannst du auch Bilder machen, aber halt auch Videos und das ist glaube ich für viele Nutzer einfach zu schwer zu verstehen und dann werden die Features nicht genutzt und dann ist es am Ende auch schade drum, wenn darunter die Kernfeatures wie Text und Code dann leiden.
Also ich finde es auch eher ein gutes Zeichen, dass sie, dass sie jetzt reagieren und so schnell reagieren. Also wenn man sich jetzt mal die, die Tech-Welt ohne KI vorstellt, dass jetzt ein Unternehmen, also erst mal, dass das Claude innerhalb von jetzt 3 Monaten so ein krasses Wachstum, also jetzt 15 Monate hatten wir eben, aber innerhalb der letzten 3, 4 Monate eben ein unfassbares Wachstum hingelegt hat und dass der ja, schon größter Konkurrent, drei Monate später adaptiert, das hätte es ja früher auch nicht gegeben. Also so ein Intervall wäre ja deutlich länger gewesen. Also bis das Board zuerst das erste Mal tagt, wären ja schon drei Monate vergangen, bis man überhaupt sagt: Guck mal, da gibt es noch mal wen, der uns hier gefährlich wird. Also nicht nur das Arbeiten mit KI wird deutlich beschleunigt, sondern die KI-Firmen selber sind auch echt unfassbar schnell im Release von neuen Sachen, aber eben auch für solche Entscheidungen. Also das finde ich schon erstaunlich, dass das so schnell geht.
Beeindruckend. Wirft noch mal ein spannenderes Licht auf unsere Predictions für dieses Jahr, was dann bis zum Sommer noch passiert. Also wenn die das jetzt schnell hinbekommen bei OpenAI, wird es glaube ich richtig spannend die nächsten Monate. Was wir, haben wir ja auch immer gesagt, letztes Jahr viel über Gemini gesprochen, was an OpenAI vorbeigeht oder Google. Was an OpenAI vorbeigezogen ist. Dann haben wir dieses Jahr viel über Claude gesprochen. Jetzt feiert vielleicht OpenAI sein Comeback mit so einem kleinen Relaunch. Und im Juni sitzen wir schon wieder da und sagen: Ja gut, Anthropic, das war gestern.
Das hat OpenAI gebraucht als so einen kleinen Abschluss.
Ja, es war uns von vornherein klar als Analysten. Aber ja, also ich finde, die, die, also du sagst es richtig, nicht nur die Geschwindigkeit unserer Arbeit mit KI, sondern auch wie die KI sich entwickelt, finde ich, ist jetzt noch mal einen Ticken schneller geworden. Darüber reden wir ja auch viel. Und wenn man sich die letzten 2 Jahre anschaut, haben sich ja die Ereignisse wirklich überschlagen. Aber jetzt innerhalb von einem Quartal so, so davonzuziehen und den Konkurrenten zu einer Änderung zu zwingen, sage ich jetzt mal überspitzt, schon sehr beeindruckend.
Ja, ich bin gespannt, wie lange die das alle noch so durchhalten. Also profitabel sind die ja alle noch nicht. Die investieren sich ja über Risikokapitalgeber. Also das wird ja, bin gespannt, wie lange da so dieser Wettlauf und dieser Speed durchgehalten werden kann. Ich hatte jetzt auch irgendwo gelesen, dass OpenAI glaube ich Anfang 2027 plant, an die Börse zu gehen. Ja, dann ist man halt noch mehr getrieben und in Quartalsberichten, dass dann auch die Zahlen stimmen. Ja, also ich glaube wirklich, dass da jetzt noch mal wirklich so richtig Musik drin ist die nächsten Monate. Gut für uns, gibt es auf jeden Fall immer was zu sprechen.
Was zu sprechen, was auszuprobieren. Das ist das auf jeden Fall. Börsengang 2027 würde ich mal noch infrage stellen. Aber auch die Prediction kann schlecht altern. Ja, also wenn diese Firmen an die, an die Börse gehen, dann ist natürlich auch, man spricht ja da oft auch wegen Nvidia schon von der KI-Bubble, die da zu platzen droht. Das könnte tatsächlich potenziell im Desaster enden. Ob die das dann wirklich schaffen und wirklich tun können. Ich glaube, da steht denen ja in ihrer Satzung auch noch ein bisschen was im Weg. Meines Wissens nach hat sich das noch nicht geändert und weiß auch nicht, wie die das hinkriegen können. Aber das wird spannend, wenn so Unternehmen wirklich mal an die Börse gehen.
Ja, ich sehe das it’s fine Meme vrn mir. Vielleicht reden wir noch mal ein bisschen mehr drüber, warum OpenAI sich jetzt im Zugzwang sieht und was so mit Claude geht. Für uns selber und auch für unsere Kunden und mit denen wir so zusammenarbeiten, stellt sich jetzt immer mehr die Frage, wie wir Claude eigentlich richtig aufsetzen. Also die Testphase, habe ich das Gefühl, ist jetzt bei den meisten durch. Für die meisten setzt sich auch Claude gerade durch als Tool. Also immer mehr OpenAI-Sachen werden mindestens mal reduziert. Also ich kann es für uns sagen, für die netzstrategen, wir hatten vorher einen Teams-Account bei OpenAI, den haben wir auch immer noch, aber die Seats haben wir deutlich reduziert. Also es gibt weniger Menschen, die mit OpenAI arbeiten und deutlich mehr Menschen, die bei Claude arbeiten, im ebenfalls Team-Account. Ich glaube, das hat man ja auch schon mal hier erzählt. Und jetzt stellt sich die große Frage: Wie organisieren wir uns eigentlich innerhalb der Möglichkeiten von Claude? Also es gibt ja Projekte, es gibt Skills, es gibt Artefakte und weitere Funktionen, die das Tool so ein bisschen beherrschbarer machen sollen. Das macht es auch sehr mächtig, weil es eben auf unterschiedliche Informationen zurückgreifen kann. Deutlich flexibler als die Custom-GPTs. Das hatten wir ja auch schon, weil das einfach nativer im System integriert ist. Und Claude kann in jedem Chat auf die Sachen zugreifen, die für ihn relevant sind. Aber wie man das Ganze organisiert, ist echt nicht so trivial. Und da lohnt es sich auf jeden Fall mal ein paar Gedanken reinzustecken, bevor alle Leute anfangen, Wild Skills und Projekte und keine Ahnung was anzulegen, womöglich ohne Namenskonventionen. Und dann, also dann wird es irgendwann total wild. Wir starten – Wir haben uns überlegt, wir wollen nicht über unser Setup reden, wenn man als Dienstleister für viele Kunden arbeitet, also so der Agentur oder Beratungsbetrieb. Das können wir auch gerne noch mal machen, falls es da Bedarf gibt. Aber wir wissen, dass es eigentlich mehr von unseren Hörenden sind, die in Unternehmen arbeiten, für eine Brand oder für wenige Brands, die dann aber zum Beispiel ihre, ihr Marketingbereich dort ausgerichtet haben wollen. Und den Use Case haben wir uns mal genommen zu sagen: Ich möchte meine Marketingaktivitäten mit Claude unterstützen. Wie müsste da eigentlich ein Setup aussehen?
Ja, also ich glaube, dass wenn man dazu, also zumindest ging es mir so vor einigen Monaten, als ich das erste Mal reingeschaut habe und dann davor saß, erst mal zu verstehen, was mache ich mit einem Artefakt? Was mache ich mit einem Projekt? Was mache ich mit einem Skill? Ups, jetzt hat sich ein Skill aktiviert. Es hat er ja einfach selbst jetzt gemacht. Der kann natürlich auch so einen Skill einfach erstellen und updaten. Wenn das jeder macht, dann, und man sagt, man hat da jetzt mal die Company-Farben zum Beispiel drin gespeichert, dann wird es natürlich lustig, wenn andere Leute neue Farben dazu speichern. Und deswegen ist es glaube ich elementar, dass man sich da vorher mal so ein bisschen Gedanken macht in der Organisation, da die Sachen dann einheitlich aufsetzt. Vielleicht mit einem kleinen Team oder mit mit den Verantwortlichen, die das dann, die auch die Berechtigung dafür haben.
Genau das ist das, was wir jetzt auf jeden Fall auch merken, dass das hilfreich ist, das zu tun, damit es nicht Wildwuchs gibt. Also ich könnte mir auch vorstellen, das, was wir jetzt beschreiben, ist eine Momentaufnahme, dass das in ein paar Monaten anders aussieht, dass Claude einfach noch mehr nativ vorgibt, wie sie glauben, dass man das organisieren sollte. Jetzt gerade sagen sie, hier sind Projekte, hier sind Skills, hier sind Artefakte. Los geht’s, du entscheidest, was du da machen willst. Ja, genau. Und ich glaube, dass das noch mehr geführt wird in Zukunft. Aber für den Moment glauben wir mal, was gefunden zu haben, wie man das tun kann. Und darüber wollen wir heute sprechen. Also es geht, wie gesagt, um eine Marketingabteilung und vielleicht machen wir noch mal eine kurze Wiederholung, was denn eigentlich diese einzelnen Sachen sind. Also wir – Ich würde sagen, wir konzentrieren uns mal tatsächlich auf diese drei Bestandteile: Projekte, Skills und Artefakte. Also Skills sind erst mal Fähigkeiten, die wir Claude mitgeben können, wissen eigentlich, wie er was zu handeln hat. Also wir bei den netzstrategen haben zum Beispiel eine Corporate Guideline. Also wie wollen wir kommunizieren? Wir duzen zum Beispiel statt zu siezen. Es gibt bestimmte Worte, die wir verwenden wollen, wenn wir kommunizieren. Es gibt bestimmte Kommunikationsrichtlinien, die wir uns selber gegeben haben. Das ist in so einer Corporate Guideline drin und die haben wir zurzeit als Skill definiert, weil das im Prinzip alles Text ist. Es bleibt noch, also wir kommen später noch mal darauf zurück, ob das die beste Entscheidung war, das als Skill anzulegen. Zurzeit ist es aber so, also das könnte ein Skill sein, dass man seine Corporate Guideline so anlegt. Und ein Projekt wiederum ist etwas, was größer gefasst ist. Und wo ich auch Dokumente hochladen kann. Also da kann ich eine Wissensdatenbank hinterlegen und das heißt, jeder Chat, den ich starte innerhalb dieses Projekts, greift auf diese Wissensdatenbank zurück. Das ist natürlich gut, wenn ich Sachen voneinander auch trennen will, also wo ich irgendwie sichergehen will, das eine pusht nicht ins andere rein. Also da ist es zum Beispiel so, der würde da nicht aus Versehen einen anderen Skill nehmen oder so, sondern dann nimmt er eben die Informationen, die ich da im Projekt hinterlassen habe. Und ein Artefakt sind im Prinzip HTML, kleine Programme, die ich geschrieben habe, die ich auch der Allgemeinheit dann zur Verfügung stellen kann. Also du hast ja zum Beispiel mal ein Tool gebaut, mit dem man sein Tracking durchtesten lassen kann und gucken kann, ist da in den Tracking-Setups alles okay? Das kann man als Artefakt hinterlegen und dann kann ich mir das eben auch zum Beispiel angucken und muss nicht dann schon auf das deployte System gehen, sondern kann es immer noch in so einer Art Vorschau lokal mir, oder nicht lokal, im Server von Claude, aber ich kann es mir angucken, ohne dass es irgendwo öffentlich deployed ist.
Ja, genau. Also das ist ja so ein bisschen analog zu dem GPT-Store, den OpenAI mal, also den gibt es natürlich, ich glaube nicht, dass der super erfolgreich ist, zumindest nicht monetär, dass da Leute Geld mitverdienen. Aber da findet man ja so Custom-GPTs, die Dinge tun. Das wäre dazu so ein bisschen die Analogie. Und bei den Projekten ist ja die Custom-GPT oder der Gem bei Gemini so ein bisschen das Setup. Also da haben wir ja auch schon mal drüber gesprochen. Wenn man das von dem System rüberholen will, kann man das einfach erst mal eins zu eins kopieren und hat dann in dem Projekt bei Claude, was man vorher hatte.
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