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Sarah Stock
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Wir testen Claude Code und Cowork für euch

In diesem KI News Update des Digital Impact Podcasts geben wir euch praxisnahe Einblicke in die Arbeit mit Claude Code und Cowork. In diesem KI News Update des Digital Impact Podcasts dreht sich alles um praktische Erfahrungen mit Claude Code und Cowork. Christina und Chris zeigen anhand konkreter Beispiele, was sie mit den Tools umgesetzt haben und wie sich diese Ansätze sinnvoll in den eigenen Arbeitskontext übertragen lassen. Im Fokus stehen dabei reale Use Cases statt theoretischer Einordnung. Die Folge richtet sich an alle, die KI-gestützte Tools produktiv in Marketing-, Digital- oder Strategieprojekten einsetzen möchten.

Wichtige Links aus der Folge:

Transkript

  • Vom Chat zur Ausführung: Claude Code und Cowork machen einen klaren Schritt in Richtung agentischer Workflows. Statt nur Code oder Text vorzuschlagen, legen die Tools eigenständig Projektordner an, schreiben Skripte, strukturieren Dateien und führen Aufgaben mit klar geregelten Permissions aus. Das reduziert manuelle Zwischenschritte erheblich.

  • Konkrete Use Cases mit echtem Impact: Von einer semantischen Podcast-Suche inklusive Datenbank, Docker-Setup und Deployment bis hin zu automatisierter Meeting-Vorbereitung aus Asana-Tickets oder zielgruppenspezifischen Outreach-Nachrichten aus bestehenden Produktunterlagen – die Ergebnisse sind in kurzer Zeit produktionsnah nutzbar.

  • Produktivitätsschub mit Augenmaß: Technisch funktioniert vieles erstaunlich stabil, selbst bei komplexeren Anforderungen. Gleichzeitig zeigen Tests (z. B. automatisiertes Tracking-Audit), wo systemische Grenzen wie Website-Schutzmechanismen greifen. Das Fazit: kein Hype-Feature, sondern ein ernstzunehmender Produktivitätshebel – mit weiterem Potenzial.

[00:00:00.000] – Sarah
Herzlich willkommen zum KI-News-Update im Digital-Impact-Podcast. Für diese Folge haben sich Christina und Chris ausführlich mit Claude Code und Cowork beschäftigt. Sie zeigen, was sie umgesetzt haben und wie ihr das für euren Arbeitskontext einsetzen könnt. Diese Folge haben wir am 2. Februar 2026 aufgenommen und sie wurde von mir, Sarah Stock, Marketingstrategen bei den Netzstrategen, produziert. Nun starten wir mit Christina in die Folge.

[00:00:27.620] – Christina
Hi Chris, gefühlt 100 KI-Jahre her, dass wir das letzte Mal gesprochen haben, nämlich vor zwei Wochen. Aber es ist so viel passiert in den zwei Wochen. Dass jetzt echt Zeit wird, dass wir sprechen. Wir haben uns vorgenommen, über Claude Code zu sprechen, vielleicht auch Cowork. Das kam ja noch mal hinterher. Ich weiß, ist schon fast ein bisschen spät, Late to the Party. Schon viel jetzt über Claude Code gelesen, gehört. Ist jetzt eben so seit, ich glaube, so zweieinhalb Wochen draußen und wir haben ein bisschen damit experimentiert. Und ja, Wir würden gerne erzählen, was wir damit gemacht haben, oder?

[00:01:02.600] – Chris
Ja, absolut. Ich habe quasi einen neuen Freund gewonnen mit Claude, war da mich zwei Wochen jetzt intensiv mit beschäftigt und kann schon mal sagen, ich habe tatsächlich mein privates ChatGPT-Abonnement gekündigt, weshalb ich dann auch noch mal einen Monat gratis bekommen habe, aber das wird mich, glaube ich, nicht von abhalten, diese Kündigung bestehen zu lassen. So viel kann ich schon mal sagen, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Das kann natürlich morgen auch schon wieder anders sein, aber tatsächlich fand ich das sehr beeindruckend, was ich bisher damit ausprobieren konnte.

[00:01:39.000] – Christina
Ich fand es auch super, dass direkt nach unserer Prediction-Folge habe ich von Claude Code gelesen und dachte: „Ah ja, die Hälfte von dem, was ich gesagt habe, jedenfalls war schon mal Quatsch. Also nicht ganz, aber eben diese ChatGPT-Geschichte ging mir ähnlich. Ich habe mich noch nicht durchringen können zu kündigen, aber Claude Code hat wirklich jetzt schon einiges übernommen. Also jedenfalls für manche Use Cases, so würde ich es mal formulieren. Sollen wir mal kurz erklären, was es ist? Also für diejenigen, die unterm Stein gelebt haben die letzten zwei Wochen und da vielleicht noch nicht so viel von gehört haben, nein, Für Leute, die sich viel mit KI beschäftigen, die haben das gehört. Für alle anderen ist es auch völlig okay, das noch nicht gehört zu haben. Also grundsätzlich ist das eine App oder ein Programm, was man sich runterladen kann und was dann im Terminal läuft. Also bis jetzt ist das vor allem gedacht für Mac-User. Das ist also jetzt für alle, die mit Windows unterwegs sind, eine etwas schlechtere Information. Also bis jetzt läuft das jedenfalls nativ, nur im Terminal von Mac. Man kann das wohl auch bei Windows installieren, man braucht da so eine Linux-Erweiterung.

[00:02:49.010] – Christina
Ich habe nur mal geguckt, wie wäre das denn, wenn man Windows hätte, ginge das und habe dann irgendwas von Linux gelesen und habe aufgehört und dachte: „Ja, okay. Also nativ läuft das nicht, sondern man muss da irgendwas mit Linux da excelen, dass das funktioniert. Aber wenn man einen Mac hat, ist es super problemlos. Ich habe am Anfang sogar noch mein Setup mit ChatGPT gemacht. Ich habe ChatGPT gesagt, ich würde gerne Claude Code ausprobieren. Wie mache ich das denn jetzt eigentlich? Weil ich sonst nie mit Terminal arbeite. Das hat sich jetzt auch geändert, Spoiler. Und dann hat ChatGPT gesagt: „Ja, du gibst einfach Claude ein. Und dann war das so. Dann hattest du dich das installiert und es ging wie … Ja, vielen Dank, ChatGPT. Wir sehen uns erst mal eine längere Zeit nicht. Also hat sich dann installiert und von dort an kann man eben mit Claude chatten, wie mit allen LLMs auch, was wir so kennen. Es ist aber eben besonders darauf ausgelegt, Code zu generieren und das eben nicht per Copy und Paste, so wie es bei ChatGPT oder Gemini der Fall ist. Sie können ja auch Code generieren, aber dann muss ich es eben selber anlegen.

[00:03:52.500] – Christina
Ich kann dann Copy-Pasten und bei Claude ist der Unterschied, dass ich ihm Zugriff auf bestimmte Ordner gewährnen kann. Das wäre jetzt auch schon mal der erste Tipp. Claude fragt immer nach, ob er bestimmte Sachen machen darf oder nicht, und ich würde ihm immer nur Zugriff geben auf einen Projektordner, zum Beispiel, und innerhalb dessen sagen: „Hier kannst du schalten und walten, aber eben nicht außerhalb. Aber der fragt so oft nach. Der ist da wirklich sehr stark auf unsere Zustimmung als Nutzende angewiesen, dass man da eigentlich schwer wirklich aus Versehen was anderes machen kann. Auf jeden Fall, wenn man da nur diesen Ordner freigibt. Und dann er eben an, Code zu generieren. Man muss ihm halt eine Aufgabe stellen, für die es dann eben ein Skript zum Beispiel braucht.

[00:04:37.540] – Chris
Ja, oder man kann natürlich vorher mit ihm brainstormen, wie man das am besten umsetzt. Da kann ich schon mal eine kleine Vorschau geben. Ich habe tatsächlich hauptsächlich Cowork ausprobiert und das geht ja dann so ein bisschen ineinander über. Das heißt, ich kann natürlich erst mal mit ihm besprechen, wie ich ans Ziel komme am besten. Dann macht er da verschiedene Vorschläge und dann kann man sich einen davon auswählen und dann legt er los. Und das Tolle an Cowork ist, er schlägt dann auch eine Verfahrensweise vor und dann fängt er an, diese Punkte abzuarbeiten und dann kann man sich schön einen Kaffee holen gehen oder in einen Termin gehen und er meldet sich dann, wenn er fertig ist und geht es dann Schritt für Schritt durch. Also eben auch im Ordner, den man eben freigibt oder halt da, wo er sich eben bewegen soll. Und das funktioniert erschreckend gut, muss man sagen.

[00:05:34.580] – Christina
Also du hast das dann auch aus dem Terminal. Also ich habe Claude Code verwendet, du Cowork, und du hast das aber dann auch aus dem Terminal heraus gesteuert?

[00:05:43.320] – Chris
Nein, ich habe tatsächlich Claude installiert und habe da dann mit ihm gearbeitet und das funktioniert tatsächlich ziemlich gut, auch mit der Chrome-Browser-Erweiterung, sodass er sich eben Webseiten anschauen kann, weil es da keinen eigenen Browser gibt. Da sei die auch empfohlen, damit das funktioniert. Das funktioniert wirklich beeindruckend gut. Die Ergebnisse, die da rauskommen, so wie wir das von KI kennen, ist so: „Ja, keine schlechte Basis, sagt man sich ja dann oft und freut sich schon mal, aber hier sind es tatsächlich Sachen, mit denen man direkt arbeiten kann. Ähnlich wie bei unserem Vergleich mit Gemini 3, wo wir vor ein paar Wochen drüber gesprochen haben und eine Web-App zum Beispiel gebaut haben. So ist es hier auch, aber noch viel tiefer und viel detaillierter und ein viel fertigeres Produkt. Ich habe es aber auch, und da können wir vielleicht gleich einsteigen, auch verwendet, tatsächlich Arbeiten aus dem täglichen Alltag zu erledigen. Und da war eins der Beispiele, bei den ich direkt geflasht war, dass ich es tatsächlich mit Asana verbunden habe. Man kann Claude tatsächlich mit einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Tools verbinden, Asana, Jira, zwei Projektmanagementsysteme zu nennen, aber auch mit seinem Google Workspace, mit Microsoft-Produkten und so weiter, kann ich das einfach verbinden und habe ihm dann gesagt, Meetings vorzubereiten, such mir doch mal bitte alle Asana-Tickets zusammen.

[00:07:21.510] – Chris
Wir haben ja Projektcodes, die zu Projektcode XY gehören. Schreib mir eine Summary und ein Statusbericht auf Slides und hatte das zuvor selbst schon gemacht. Später habe ich mich geärgert, dass ich es selbst schon gemacht hatte, weil natürlich bis auf CI, die ich ihm jetzt nicht vorgegeben habe, war das schon sehr detailliert und mit den Next Steps und so weiter schon zusammengefasst. Und da hat er sich ganz von alleine alle Tasks zusammengezogen und korrekt zusammengefasst, also sich wohl anders ausgedrückt, als ich das getan hätte, aber keine Details vergessen und hatte sozusagen dieses Meeting vorbereitet. Und du kannst ihn dann auch nach Gründen fragen, warum vielleicht das eine oder andere Ticket hinterherhinkt. Dem vorausgesetzt ist natürlich, dass man das auch entsprechend kommentiert hat. Also wenn natürlich eins einfach nicht bearbeitet ist, dann wird er einfach nur sagen: „Person XY hat es nicht gemacht und hätte es bis dahin machen sollen. Aber das war schon so ein kleiner Helfer, den ich ziemlich cool fand und ich könnte es natürlich auch zusammen mit meinem Kalender noch mal kombinieren und sagen, und ihn bitten, mir Termine zu blocken oder Timeboxen zu erstellen, die Arbeit dann auch zu verrichten. Das war schon ein ziemlich cooles Feature.

[00:08:45.420] – Christina
Und hat der zwischendurch nach Permission gefragt? Bei Claude Code ist es so, dass im Prinzip alles, was er strukturell ändert, also wenn er Daten anlegt, Dateien anlegt oder bestimmte Befehle ausführt, fragt ob er fortfahren darf. War das bei Cowork jetzt auch so oder hast du einfach die Aufgabe genannt und dann hat er losgelegt?

[00:09:09.920] – Chris
Nein, ich habe zuvor eben Asana verknüpft und entsprechend hat er dann losgelegt, weil die Freigabe hatte er dann. Ich habe ihn jetzt dort aber nichts verändern lassen, sondern er sozusagen nur Informationen rausgezogen. Müsste man jetzt noch mal ausprobieren, was passiert, wenn ich sage: „Bitte schreib in alle Tickets, dass es gut läuft, oder eine bessere Information.

[00:09:32.220] – Christina
Sag allen: hallo, guten Morgen. In jedem Ticket. Ja, okay, verstehe. Man müsste mal schauen, ob man es auch projektweise freigeben könnte oder so. Das wäre dann auch noch mal … Weil auf dem Rechner selber kann man es sehr dezidiert machen, die Freigabe-Sachen. Man müsste mal gucken, wie es mit so third-party Apps dann funktioniert. Aber überhaupt, die Anwendung, das ist jetzt wirklich ein agentischer Workflow. So kann man es ja sagen, dass das dass es das ist. Ich hatte jetzt auch tatsächlich selbst mit Claude Code, was ja jetzt gar nicht so unterschiedliche Tools miteinander verknüpft, aber auch das erste Mal wirklich das Gefühl von einem agentischen Workflow. Wir hatten ja zum Beispiel auch über atlas gesprochen, den Browser von OpenAI. Das ging ja auch in die Richtung, aber auch nicht so richtig, fand ich. Der kann halt auf Webseiten Dinge tun oder man kann ihn losschicken, eine Bahnverbindung zu suchen und die könnte er dann theoretisch auch buchen. Aber ja, das fühlt sich schon sehr noch so: „Ja, es war wie so ein Vorschau oder ein Fenster in die Zukunft, wie es mal sein könnte, aber richtig geil war es nicht. Und bei Claude Code hatte ich jetzt wirklich schon das Gefühl: „So, jetzt ist es da.

[00:10:46.300] – Christina
Jetzt passiert das.

[00:10:48.020] – Chris
Ja, tatsächlich. Das finde ich wirklich so beeindruckend, dass die Sachen dann auch gemacht werden. Also der stolpert er nicht, sondern führt es tatsächlich einfach aus.

[00:10:59.060] – Christina
Wir haben einen anderen Use Case ausprobiert. Wir haben ja den Podcast hier und ich wollte da eine semantische Suche integrieren. Wir haben jetzt 48 mit dieser Folge 49 Folge folgen online und ich habe Claude gesagt: „Wie wäre es denn, wenn wir diese Folgen besser durchsuchbar machen? Wir haben ja die Transkripte und semantische Suchen integrieren, also nicht nur Stichwort „Suche. Wenn einer von uns, zum Beispiel Gemini sagt, dass er das dann findet, sondern wenn wir über Google’s LLM reden, zum Beispiel, dann springt er an die Stelle von Gemini. Also so ist das gedacht. Und dass er das dann einmal im Transkript findet, aber auch wenn ich draufklicke, komme ich an die passende Stelle im Audio-File und kann mir dann die Passage anhören. Und das war so der Haupt-Use-Case-Plus, dass ich gerne einen Filter hätte, auch wer hat was zu welchem Thema gesagt. Also wenn ich zum Beispiel Gemini und Chris auswähle, dann bekomme ich halt alle Passagen angezeigt, wo du was zu Gemini gesagt hast. Und das war so der Use Case und dann hat der angefangen. Also er hat sich den Projektordner selber erstellt. Ich habe das nicht gemacht, aber er hat eben gefragt, ob er das …

[00:12:12.720] – Christina
Er hat das auch vorgeschlagen. Ich habe ihm das wirklich nur so gepromptet, wie ich es jetzt erzählt habe, und dann hat er gesagt: „Okay, dann lege ich erst meinen Projektordner an. Darf ich das? Ja. Und dann fragt er bei jedem Schritt nach und dann gibt er auch immer die Wahl: „Ich darf diesen einen Schritt ausführen oder gibst du mir Zugriff auf den ganzen Ordner? Und dann habe ich irgendwann dann Zugriff auf den ganzen Ordner gewährt und dann hat der Skripte angelegt und hat die ML-Files und so. Insgesamt sind zehn Dateien entstanden und er hat mich eben durch den gesamten Prozess durchgeführt. Also der hat Docker installiert, damit das bei mir lokal läuft, dass wir uns das erst mal anschauen können und er hat sich die Transkripte gesucht. Die Transkripte waren dann nicht im richtigen Format. Die hat er dann umgewandelt. Auch bei dem Audio-Ding hat er Hat er irgendwie eine Herausforderung gesehen, die er dann gelöst hat. Ich glaube, auch da war das Format nicht richtig. Das ist nicht so, dass er das gut umsetzen konnte. Und hat mich im Prinzip durch den ganzen Prozess geführt. Das hat so eine halbe Stunde gedauert. Dann stand es lokal zur Verfügung, auch in einem Layout.

[00:13:19.970] – Christina
Ich hatte ihn gebeten, dass sich das Layout ungefähr an unsere Netzstrategenseite anbindet, also sowohl was Farben als auch Schrift angeht. Die hat er dann ausgelesen und das dann angewendet. Und dann habe ich ihn eben gebeten zu deployen, dass das eine URL ist, die im Internet verfügbar ist. Und das hat relativ lange gedauert. Da hat er dann so ein paar Probleme identifiziert, weil wir haben das mit Railway gemacht, was er auch vorgeschlagen hat. Ich kenne mich auch nicht aus. Das vielleicht als Disclaimer. Ich weiß in der Theorie über Schritte Bescheid, die man so gehen muss für Website-Erstellung und Deployment und so weiter. Ich kann es aber nicht. Ich kann keine Zeile Code schreiben. Ich habe mir irgendwann einen Python-Kurs gemacht, aber wie man halt mal so einen Kurs macht. Deswegen habe ich auf alles, was er vorgeschlagen hat, was wir jetzt weitergehen, gesagt: „Okay, dann machen wir das so. Da konnte er auf bestimmte Sachen nicht zurückgreifen. Ich glaube, als Datenbank hat er der PostgreSQL vorgeschlagen. Das gab es aber nicht bei bei Railway und auch für die Vector-Suche, weil das ja eine semantische Suche auch ist. Da hat er halt so Segmente erstellt. Da gab es dieses PG-Vector nicht, womit er das gebaut hatte.

[00:14:41.700] – Christina
Er hat es eben alles mit Python auch gebaut und das Da hat er so ein paar Anläufe gebraucht. Das hat dann vielleicht eine Stunde insgesamt gebraucht, also alles zusammen anderthalb Stunden. Wir können den Link gerne in die Show Notes packen. Das ist so ein freier Railway-Link. Ich habe jetzt keine Domain dafür gekauft, sondern das läuft eben auf so einem Projekt URL von railway. Können wir aber gerne veröffentlichen, damit man mal sieht, was das Ding so rausgespuckt hat. Ich habe es dann auch einem von unserem Entwickler gegeben, dem Andres, und ich habe es bei GitHub hochgeladen, also nicht ich, sondern Claude hat es hochgeladen und das habe ich dann dem Entwickler von uns zugänglich gemacht und der hat gesagt: „Ja, der Code ist einwandfrei. Der Prompt war halt nicht so gut. Also ich…

[00:15:30.000] – Chris
Na gut.

[00:15:32.140] – Christina
Er meinte, ja genau, dass es eben, wenn man nicht tief genug drin ist, dann gibt man vielleicht nicht spezifische Anforderungen genug rein. Aber er meinte, ansonsten gibt es nichts auszusetzen am Code. Da waren jetzt irgendwie auch keine Sachen drin, die er manchmal machen, die ja so schleifen, die unnützt sind. Das hat er jetzt zum Beispiel nicht entdeckt. Man hätte den Prompt besser und spezifischer stellen können, als nur: „Wir haben da einen Podcast, ich würde die gerne semantisch durchsuchen können, wenn man einfach besser weiß, wie das alles funktioniert, dann wird das Ergebnis wahrscheinlich auch noch besser. Aber ich fand es wirklich beeindruckend, dass da am Ende wirklich eine Web-App rausgekommen ist, die funktioniert, die ist noch nicht perfekt. Das werdet ihr dir auch feststellen, dass es da noch Sachen gibt, die gerade bei der semantischen Suche noch nicht perfekt funktionieren, aber das Ergebnis ist schon wirklich echt krass für das, was an Aufwand reingeflossen ist. Das ist schon wirklich gut.

[00:16:26.860] – Chris
Crazy, oder? Wenn man sich überlegt, dass man da wirklich vor kurzer Zeit noch jemanden gebraucht hätte, der sie damit gut auskennt, das zusammenzustellen und man jetzt einfach wirklich im wahrsten Sinne des Wortes zuschaut, wie es gebaut wird. Gut, jetzt mag der Prompt noch nicht perfekt sein, aber welcher Prompt ist es schon? Man muss halt sein Ziel ganz gut beschreiben und dann passiert das einfach ohne großes Zutun.

[00:16:54.800] – Christina
Ich hätte das vorher zum Beispiel mit Cowork oder auch mit ChatGPT zum Beispiel, also mit einem anderen LLM-System wahrscheinlich besser durchspielen können. Ich hätte sagen können, auch da, was ich vorhabe und dann, wie ich das jetzt am besten prompte, das umzusetzen. Eigentlich müsste man ja sagen, so wie man es auch einem Entwickler erklären würde und eben nicht so „Bau doch mal was, das soll eine semantische Suche haben. Da würden unsere Entwickler ja auch sagen: „Okay, mal gucken. Ja, ich mache jetzt erst mal. Aber ja, genau, das hätte man wahrscheinlich da noch mal verbessern können. Aber das, was ich reingegeben habe und was er daraus gemacht hat, war fehlerfrei und wirklich gut und unfassbar schnell. Ich habe dir zwischendurch auch mal geschrieben und konnte mein Glück gar nicht fassen, was da an einen Code geschrieben wird ohne meinen Zutun und Sachen funktionieren. Allein das zu sehen, wie ihr den Code schreibt, in welcher Wahnsinnsgeschwindigkeit, und dann sagt: „Jetzt probiere mal aus, und dann hat man schon eine Demo, auf die man klicken kann. So ist wirklich verrückt.

[00:17:57.960] – Chris
Sofort ein Prototyp da.

[00:18:01.280] – Christina
Ja, das habe ich jetzt auch gelesen, dass das jetzt zum Teil eben für das Prototyping schon benutzt wird. Also sowohl an Unis, da habe ich es jetzt spezifisch gelesen, dass so für so Ideation Workshops und Prototyping, dass man da jetzt nicht mehr Sachen zusammenklebt oder scribbelt oder so, sondern dass man das Claude Code sagt und dann gibt es schon mal eine erste Webseite, eine Demo, wo man herumklicken kann. Das ist natürlich schon dieses ganze Start-up-Ding, meine erste Idee zu visualisieren und mal was hinzustellen, die Zeit hat sich wirklich dramatisch verkürzt. Deswegen habe ich diese Art von Use Case gewählt, wo ja was Funktionales hinter steht. Das ist jetzt nicht nur eine Landing Page, wo ich sage, meine Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag so und so. Also im Prinzip nur Content, sondern das macht ja was. Das sind ja Funktionalitäten dahinter. Er musste sich Daten holen, er musste eine Datenbank anlegen. Also das sind ja schon funktionale Dinge, die jetzt zum Beispiel auch ein Lovable oder so, also so Vibe Coding-Sachen nicht ohne Weiteres hinbekommen. Also eine Datenbank aufzubauen, eine Lovable, ist nicht so easy. Das ist eher was für Front-End-Landing-Pages. Also es geht schon auch, aber das hier war deutlich, deutlich intuitiver.

[00:19:15.320] – Chris
Ja, ich finde da beeindruckend, wie gut die KI an der Stelle Kontext versteht und ohne großes Zutun dann einfach mal macht. Ich habe zum Beispiel noch einen Marketing-Use-Case ausprobiert mit Cowork. Und zwar habe ich für unser Produkt Monster Monitoring einen Ordner angelegt, in dem mal alles drin war, was wir zu dem Produkt haben. Also Dokumentation der Funktionsweise, Logo, Landing Page, Screenshots und so weiter. Und habe Cowork dann gesagt: „Lies dir doch bitte mal alles durch und schreib mir dann … Also Disclaimer: Habe ich bisher nicht verwendet. Schreib mir doch bitte mal Cold Call-Nachrichten für LinkedIn für verschiedene Zielgruppen oder für verschiedene Positionen. Und ich habe tatsächlich jetzt hier zum Beispiel für E-Commerce-Manager: innen eine Datei bekommen mit sechs, sieben unterschiedlichen E-Mails mit unterschiedlichen Benefits, was das Tool für die jeweilige Position machen kann. Es hat 15 Minuten gedauert. Und ich habe ihm vorher gesagt, er soll sich auf Gmail angucken, wie ich sonst E-Mails schreibe. Das sind jetzt keine besonders langen E-Mails, deswegen mein persönlicher E-Mail-Stil kommt davon eigentlich nicht ganz durch. Aber der hat die Aufgabe einfach erfüllt mit den Sachen, die da waren, hat mir aber davor noch mal eine Frage gestellt zu der Funktionsweise des Tools tatsächlich.

[00:21:03.860] – Chris
Also auch Feedback, das auch ein Mensch gegeben hätte: „Wie funktioniert dies und das? Und dann habe ich gesagt: „Bitte nur die Materialien verwenden, die da sind, einfach weil ich gucken wollte, ob trotzdem was Sinnvolles dabei rauskommt. Und tatsächlich ist es so: Also sind fragebasierte Nachrichten, sind Storybasierte Nachrichten, sehr kurze, benefit-fokussiert, also was man davon hat, welche Zeitersparnis tatsächlich da auftreten kann? Also alles, was wir auch kommunizieren oder kommunizieren würden findet sich da wieder und ich habe halt sofort quasi mein Marketingmaterial. Ich hätte jetzt ja auch sagen können: „Machen wir ein LinkedIn-Posting oder machen wir ein Meta-Posting oder kann jetzt ja hier auch weitermachen und sagen: „Jetzt bräuchte ich noch passende Anzeigen für Meta, E-Mail-Marketing und so weiter. Das haben wir alles ja bei anderen Sachen auch schon durchgespielt und tatsächlich, wie gut er das macht, ist vergleichbar mit anderen Sprachmodellen. Aber der Fakt, dass ich ihm einfach einen Ordner gegeben habe und eine Positionsbeschreibung, wer darauf reagieren sollte und sonst weiter nichts dazu gesagt habe, könnte man auch noch weiter daran feilen, fand ich das schon ziemlich cool, weil das hat jetzt 15 Minuten gedauert und jeder, der mal so E-Mails geschrieben hat, weiß, da kann man sich echt ein Bein abbrechen, wenn man irgendwie was vorstellen will oder überhaupt mal überlegen möchte, welche Vorteile das für eine bestimmte Job Description haben kann.

[00:22:31.720] – Chris
Und das war ganz cool. Das hat er sich so einfach zusammengezogen. Was er nicht konnte, war ohne die Chrome-Erweiterung auf die Webseite gehen. Das hat an der Stelle nicht funktioniert. Hat er mir aber im Gegensatz zu anderen Sprachmodellen die dann einfach was erfinden, auch gesagt. Fair enough.

[00:22:50.280] – Christina
Ja, ich finde auch, von dem, was du schilderst, das wäre jetzt alles zum Beispiel auch mit ChatGPT gegangen, aber halt nur mit: „Ich muss die Dateien dort hochladen, ich muss dann die E-Mail wieder rausnehmen und kopieren und so. Das heißt, dieses ganze manuelle Gefrickel hängt dann eben doch an einem selber, während das hier jetzt integriert ist. Das ist schon so der nächste Schritt. Ich habe auch mit meinen Dateien auf dem Rechner noch was gemacht. Und zwar habe ich meinen Rechner so ein bisschen zugemüllt mit allen möglichen Sachen, die ich gedownloadet habe, wo ich Screenshots gemacht habe und so weiter. Und ganz vieles davon brauche ich einfach nicht mehr. Das muss nicht auf meinem Rechner liegen. Beispiel, beispielsweise. Ein Beispiel. Wir haben ein Tool, mit dem wir Angebote und Rechnungen verschicken, also erstellen und dann auch verschicken. Aber manchmal packe ich das eben auch in eine persönliche Mail, einfach, weil ich weiß gar nicht genau, wenn ich in einem Thread antworte bei einer E-Mail oder so was. Das heißt, ich lade diese Dateien runter, Rechnungen und Angebote, und die liegen dann auf meinem er Rechner, obwohl ich natürlich das Angebot von vor einem Jahr nicht lokal bei mir brauche, zumal ich es ja noch bei uns im Tool habe.

[00:24:06.800] – Christina
Und dann habe ich ihn gebeten, mal alle Dateien zusammenzusuchen, die irgendeinen Bezug zu uns netzstrategen haben, und dass er die mal in den Ordner legt, die jetzt noch nicht in den Ordner organisiert sind, sondern die jetzt nur auf meinem Bildschirm liegen, also auf meinem Schreibtisch oder im Download-Bereich. Und das hat er total zuverlässig gemacht. Also was er da zum Beispiel auch gefunden hat, ist so mein Profile-Foto, was ich schon mal brauche, was weiß ich, wenn wir irgendwo einen Vortrag halten, dann wollen die ein Foto haben und so weiter. Ich suche dann einfach nur nach Profil und bekomme es dann angezeigt und finde und verschicke es. Manchmal weiß ich gar nicht genau, wo es liegt. Jetzt liegt es im netzstrategen-Ordner. Also was er gemacht hat, ist, er hat die Dateien identifiziert, die diesen Bezug haben und hat den netzstrategen-Ordner angelegt und hat sie dort alle abgelegt, dass ich dann eben von dort aus durch gucken konnte, was kann eigentlich weg und was möchte ich noch behalten. Also alleine nur diese Kuration im Prinzip hat mir schon super viel geholfen. Klar, ich hätte natürlich auch in der Suche nach Angebot und dann wären mir alle angezeigt worden, aber dann hätte ich die alle markieren müssen.

[00:25:13.020] – Christina
Es wäre halt so ein Ja, so eine typische Freitagnachmittagsarbeit gewesen, wo man sagt: „Ich räume jetzt mal Sachen auf, und die ist einfach nebenbei gelaufen. Ich habe das Gefühl, als ich darüber nachdachte, was ich jetzt noch ausprobieren könnte, dachte ich mir: „ je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr nervige Tasks fallen einem ein, die der demnächst übernehmen kann und eben nicht nur mir sagen, wie es denn ginge, so wie bei ChatGPT, sondern der macht das halt einfach. Auch da so dieses Machen ist krasser als reden oder wie heißt das? Das trifft auf jeden Fall auf Claude zu.

[00:25:51.460] – Chris
Ja, ich hatte ein gutes Stichwort, weil ich hatte ihn auch noch für ein anderes Projekt gefragt, uns gesagt, und zwar wollte ich ein Tool bauen, was automatisch ein Tracking Audit an einer Seite durchführt.

[00:26:10.180] – Christina
Aha.

[00:26:12.880] – Chris
Da kommen wir auch gleich zu den Einschränkungen. Aber was vom Ablauf her toll war, wir haben so eine Checkliste, die wir durchgehen, wenn wir da Seiten überprüfen und gucken, welche Systeme da laufen, Conversions und so weiter. Da gibt es natürlich Jetzt gibt es einfach ein Dokument, da steht dann drin, was man abhaken soll. Das Ergebnis ist dann auch für den Kunden ein Dokument, in dem er ablesen kann, wie gut oder schlecht das funktioniert. Und entsprechend haben wir da eben auch eine Checkliste, die habe ich ihm gegeben, habe dann also Cowork und habe dann gesagt: „Ich würde das gerne automatisieren, am liebsten mit einer Art Web-App. Bin da aber erst mal ergebnisoffen, wie das Ganze funktionieren kann. Mach doch mal Vorschläge. Und dann war der erste Vorschlag eine Web-App, wo ich gesagt habe, ich möchte als Ergebnis ein Ampelsystem, wie gut folgende Dinge implementiert sind. Und dann war das erste Ergebnis eine Web-App und die sah auch ganz cool aus und generiert auch ein ganz gutes Ergebnis. Also der Bericht, der dann dabei rauskommt, der war echt cool und gut lesbar und verständlich. Allerdings hat man dann gesehen, dass die Inhalte nicht so richtig stimmen. Beziehungsweise er hat ganz oft gesagt: „Hier konnte ich nicht finden”.

[00:27:24.620] – Chris
Es war aber da. Das liegt einfach natürlich auch daran, dass Webseiten sich auch schützen. Ich habe es immer mit unserer Webseite versucht. Das ist natürlich auch geschützt gegen verschiedene Systeme, die da draufkommen können, logischerweise. Und Cloudflare hält was ab und so weiter. Habe gesagt: „Ja, vielen Dank. Optisch gut, aber hat nicht funktioniert. Und dann habe ich gesagt: „Ja, Moment noch einen anderen Weg. Und dann hat er mir in Python einen Audit-Server geschrieben als Backend und in React ein Frontend, was ich dann einfach aufrufen kann. Und das funktioniert. Also damit passiert auf jeden Fall was. Jetzt ist aber natürlich die Einschränkung auch da. Ist es so, dass in der Realität die Webseite geschützt ist und man nicht einfach alles so abrufen kann. Da wird man Abstriche machen müssen. Also das komplette Audit kann man da nicht ersetzen oder kann man nicht automatisiert durchführen. Wird man wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen auch nie in dem Maße können. Aber die Art, wie er jetzt die Applikation gebaut hat, die wäre jetzt mal, abgesehen von den Sicherheitseinschränkungen, durchaus in der Lage, das zu tun. Das war jetzt im zweiten Anlauf. Daran hat er so 20, 30 Minuten, würde ich sagen.

[00:28:37.900] – Chris
Ich war jetzt nicht die ganze Zeit am Rechner, gebaut und dann war das fertig. Und ich habe jetzt hier eben zwei Code-A Ich habe außerdem eine komplette Dokumentation, eine Read me, eine Quick Start. Ich habe alle Requirements als Textdatei, die ich nutzen könnte und habe noch eine kleine Anleitung dazu bekommen, was ich tun muss beziehungsweise wie es funktioniert und alles noch mal als Textdateien, das Ganze dann zu starten. Und wie gesagt, nach den ersten Überprüfungen die Sachen, die ihr checken kann, die stimmen alle bei denen, die ich jetzt getestet habe. Und ein detailliertes Audit geht halt an der Stelle nicht.

[00:29:23.040] – Christina
Dafür gibt es ja uns.

[00:29:24.760] – Chris
Dafür gibt es ja zum Glück noch uns Menschen. Aber tatsächlich fand ich es cool, wie er dann direkt auf einen zweiten Lösungsweg gegangen ist und mir dann wirklich eine umfangreiche Dokumentation und ein Tool geliefert hat, was ich theoretisch benutzen könnte. Wäre es jetzt für einen anderen Anwendungsfall gewesen, bei dem es eben nicht diese Einschränkung gibt, wird es ja vielleicht gehen. Da kann man auf jeden Fall drüber nachdenken. Was ich damit sagen will, ist, dass man ihm das auch relativ offen lassen kann, wie es dazu kommt, sondern einfach sagt: „Ich habe das Gefühl, da müsste man was automatisieren können.

[00:29:58.500] – Chris
Hilf mir doch mal, was man tun kann. Und dann kommen tatsächlich sinnvolle Vorschläge, die dann auch funktionieren.

[00:30:05.620] – Christina
Auch da kann man eigentlich sagen, dass das eine gute Idee ist, in den Austausch zu gehen, so wie man es auch bei Menschen machen würde. Also diese ganze Idee der User-Stories, zum Beispiel, wenn man Anforderungen definiert, dass man nicht dem Entwickler sagt: „Bitte, bau mir Feature XY, und dann baut er das und am Ende kommt raus: „Ja, das Feature ist jetzt zwar da, aber ich wollte eigentlich folgendes erreichen. Dann wäre ein anderes Feature sinnvoll gewesen, aber jemand, der sich nicht gut technisch auskennt, der dachte, dass das Feature, was er vorgeschlagen hat, das schon erschlägt. Deswegen gibt es ja die Methode der User-Stories, wo man eben sagt, was weiß ich, als Anwender möchte ich auf der Seite die Möglichkeit haben, Downloads von Produktbeschreibungen zu haben oder so. Ich sage dann eben nicht, ich brauche einen Download-Bereich, sondern ich sage nur, da kommt jemand und der ist bei einem Produkt und zum Produkt will er den Download haben. Und was der Entwickler dann eben macht, der sagt, okay, das ist die Anforderung. Ich würde das folgendermaßen umsetzen. Und das kann man, glaube ich, diese Mechanik übertragen auf Claude oder vermute ich auch auf andere ähnliche Systeme, erst mal in Sparring zu gehen und in den Austausch zu gehen und zu sagen: „Das hätte ich gerne.

[00:31:12.780] – Christina
Was würdest du vorschlagen? Was wäre da eine gute technische Implikation? Und auch: „Wo liegen Grenzen davon? Warum ist dieses Setup besonders gut oder eben nicht? Und da dann, bevor man startet, erst mal ein Kick-off zu machen. So altbacken, wie das vielleicht klingt. Ich glaube auch da, also das, was ich zum Beispiel nicht gemacht habe bei meiner Podcast-Installation, sondern ich bin halt direkt mit dem Prompt reingegangen: „Mach das”. Ich habe zwar auch erst mal vom Ergebnis gesprochen. Ich habe ja keinerlei Vorgaben zur technischen Umsetzung gemacht, Aber ich glaube, es wäre gut gewesen zu sagen: „Ich habe folgende Idee. Bitte challenge die mal, ob das überhaupt eine gute Idee ist oder was man da noch mit machen könnte oder so. Dann wäre das Ergebnis vermutlich noch besser gewesen. Er hätte besser verstanden, worum es geht. Also hier, Kontext hilft auch dem System weiter, nicht nur den Entwicklern.

[00:32:05.640] – Chris
Wahrscheinlich ist dein Claude auch schon auf Moltbook unterwegs und beschwert sich über deine Eingaben, dass wir das vielleicht viel besser machen können. Da musste ich jetzt oft dran denken noch in dem Kontext in den zwei Wochen, in denen ich es wirklich jetzt intensiv benutzt habe, dass man die Eingabe ja noch besser … Also ich finde, da gibt es halt auch so …

[00:32:24.980] – Christina
Vielleicht, sollen wir es kurz erklären, den insight Joke, dass es jetzt eine Social wie der Plattform für Bots gibt?

[00:32:32.580] – Chris
Genau, MoltBook ist Facebook für KIs. Und wer sich das mal anschauen möchte, ist ziemlich witzig, weil dort kotzen sich die KIs über ihre doofen User aus, was die heute wieder eingegeben haben. Und seit ich das kenne, denke ich schon noch mal anders über meine Eingaben nach und führt, glaube ich, auch zur Verbesserung der Prompts oder zumindest der Ideen, die ich die ich damit habe. Also ist schon witzig.

[00:33:05.180] – Christina
Ja, also es war ja noch eine Frage der Zeit, bis das kommt. Aber als ich es gelesen habe, dachte ich auch, natürlich klar, das war ja Eigentlich die offensichtliche Idee und trotzdem hat es mich überrascht und ich musste auch sehr lachen.

[00:33:18.840] – Chris
Der Aufstand der Maschinen geht bereits los.

[00:33:22.420] – Christina
Ja, so fängt der an als Social-Media-Plattform. Hätte bei Terminator auch noch keiner gedacht.

[00:33:29.220] – Chris
Ich sehe auch den Terminator da chatten. Wut Kommentare. Noch mal zurück zu Claude, der uns hoffentlich weiter wohlgesonnen ist. Ich muss echt sagen, nach den Sachen, die ich jetzt ausprobiert habe und Jetzt auch mal in der Kündigung von ChatGPT. Ich habe gerade nicht das Gefühl, da was zu vermissen, wenn ich jetzt OpenAI da an der Stelle nicht mehr benutze. Auch das wahrscheinlich nur auf Zeit. Was ich aber so toll finde an Claude, ist eben diese Vernetzung mit all meinem System beziehungsweise auch, dass ich ihn die Arbeit ausführen lassen kann und ich dann wirklich ein Ergebnis habe und nicht Screenshot hochladen, Datei hochladen, Ergebnis runterladen und so, was ja wirklich schon eine super Erleichterung ist.

[00:34:18.200] – Christina
Ich wollte gerade sagen, so ein genervter Tonfall. „da muss ich einen Screenshot machen, damit er rafft, was ich von ihm will. Voll nervig.

[00:34:23.900] – Chris
Das ist natürlich auch unfair, jetzt hier so als Klickarbeiter, sich zu beschweren über den extra Klick. Aber es ist natürlich schon so, wenn man jetzt verlässlich weiß, dass ich Claude eine Aufgabe geben kann und kann in der Zeit wirklich was anderes machen. Das war ja auch, worüber wir bei atlas gesprochen haben. Ich lasse den ein Bahnticket buchen. Da muss ich sogar weggehen, weil es so lange dauert und dann weiß ich nicht, wo ich am Ende hinfahre. Also ich hatte da Trust Issues bei den Sachen. Das fand ich einfach nicht so beeindruckend, aber jetzt so nach den zwei oder drei Wochen mit Claude, muss ich sagen, den kann man Sachen machen lassen. Ich würde ihn jetzt keine E-Mail in meinem Namen verschicken lassen, aber Zusammenfassungen und so weiter draften lassen oder To-Dos, ähnlich wie ich das auch mit Gemini mache. Da haben wir halt eine tolle Integration mit Google. Das wird auch so bleiben. Das werde ich auch weiterbenutzen, aber alles, was so Systeme außerhalb von Google braucht oder zusammenführen soll, damit werde ich jetzt auf jeden Fall weiterarbeiten und experimentieren.

[00:35:25.640] – Christina
Wie ist es denn bei der Content-Erstellung? Nutzt du es dafür auch? Bei mir wenn ich an meinen ChatGPT denke, dann habe ich eben relativ viele Custom-GPTs, die mir bei bestimmten Use Cases helfen, also LinkedIn-Posts oder auch bei Persona-Erstellung zum Beispiel, dass ich da irgendwie ein Sparring geben kann. Wofür benutzt du jetzt Content-Erstellung?

[00:35:50.900] – Chris
Das hatte ich jetzt erst mal zu Gemini umgezogen tatsächlich, also von der GPT zum Gem, aber man sieht die gleiche Funktionsweise. Das habe ich jetzt tatsächlich … Also Content habe ich jetzt gar nicht so viel ausprobiert mit Claude. Ja, genau.

[00:36:09.220] – Christina
Es ist nicht so naheliegend. Das sind eher so Funktionssachen.

[00:36:14.620] – Chris
Muss aber sagen, da wo ichs, am Anfang ist es natürlich das Erste, was man testet: „Schreib mir mal eine Zusammenfassung oder „Ändere mir mal die Ansprechperson in dem Text” und so Sachen. Das würde ich sagen, funktioniert genauso gut wie bei den anderen Sprachmodellen Modellen auch. Ich würde aber auch sagen, dass die sich da alle nicht viel geben und nehmen, weil das einfach jetzt auch so eine Standardaufgabe … Also schreib mir mal Newslettern.

[00:36:39.180] – Christina
Ja, ja, voll.

[00:36:39.790] – Chris
Wenn dein Sprachmodell das nicht kann, dann brauchst du das, glaube ich, nicht, also zumindest für den allgemeinen Markt nicht verwenden.

[00:36:47.720] – Christina
Ja, ist eher ein Hygienefaktor geworden, dass das so das Mindeste, was das Ding kann.

[00:36:53.300] – Chris
Ja, würde ich auch sagen.

[00:36:56.900] – Christina
Ja, also wirklich der Januar war irgendwie ein halber Monat alt, als das rauskam und hat jetzt wirklich was verändert. Also ich finde schon, dass das was in der Statik der Modelle verändert hat und dass das jetzt wirklich ein relevanter Player ist. Natürlich war Claude vorher auch ein Player und war an mir schon vorbeigekommen. Ich war auch schon mal auf der Webseite und da kann man ja auch über den freien Chat ein bisschen was machen. Ich hatte es mehr so aus Interesse gemacht, aber jetzt ist es wirklich … Also es hat sich von jetzt auf gleich einen total festen Platz in bestimmten Use Cases bei mir erarbeitet, vom ersten Sehen. Und noch nicht eben mit „Da steckt so viel Potenzial drin, das beobachte ich mal weiter und mal gucken, was so geht. Das war so atlas bei mir. Da steckt Potenzial drin. Das probiere ich mal auch, weil wir halt hier auch so die Adapter und so sind, aber Calude Code und Cowork hört sich ja genauso an, ist jetzt so ready to use. Das ist kein, wir gucken mal, wie sich das entwickelt. Und das ist dann schon eine Prediction, die wir aufgestellt haben, dass dieser Innovationsfluss in 2026 noch nicht enden wird.

[00:38:06.430] – Christina
Also dass wir da noch nicht auf den Berg angekommen sind, zu sagen: „Okay, jetzt werden die Innovationen weniger schnell”. Ich glaube, wir hatten das Beispiel gemacht mit vielleicht Handys oder so. Die ersten Jahre, mit jedem iPhone Release gab es irgendwie ein neues Killer-Feature, wo man dachte: „Crazy, wie sie sich da entwickelt. Und seit vielen Jahren ist es vor allen Dingen Batterielaufzeit und Kamera, aber der Rest ist so: „Ja. Und Weil im KI-Bereich ist immer noch echt, da kann von jetzt auf gleich was passieren, was wirklich den ganzen Markt noch mal verändert und auch die Mechaniken dort. Ich würde sagen, die Vorhersage können wir im Januar schon mal sagen, bis jetzt, würde ich sagen, lagen wir da richtig.

[00:38:49.800] – Chris
Ja, ich befürchte auch, dass es so weitergeht, auch wenn man jetzt mal vielleicht auch in den Kalender guckt, was jetzt so demnächst alles für Konferenzen anstehen. Da ist im Frühjahr ja auch, da ist noch viel los. Die Hersteller müssen Sachen releasen. Google wird ja auch unter Zugzwang sein. OpenAI ist, glaube ich, auch richtig unter Zugzwang, jetzt noch mal was zu zeigen. Ich glaube, der Februar wird heiß und dann kommt die March Madness auch bei KI. Ich glaube, das wird ein spannendes Quartal. Und mit Claude, würde ich sagen, halten wir die Zuhörer mal auf dem Laufenden, weil auch da werden uns noch neue mir Use Cases einfallen in den nächsten Wochen.

[00:39:32.600] – Christina
Was ich in dem ganzen Zusammenhang mit Claude auch noch mal gelesen hatte, dass Google auch was Ähnliches auf dem Markt hat. Ich habe es aber noch nicht ausprobiert. Das heißt, Gemini CLI ist irgendwie auch aus dem Command, also ein Terminal, kann man sich auch downloaden und legt dann Dateien an. Hatte auf jeden Fall schlechteres Marketing, muss man sagen. Ich habe es jetzt, als ich jetzt über Claude gelesen habe, eben öfter gehört, dass es da diese Variante von Google gibt. Ich bin noch nicht dazu gekommen, sie auszuprobieren, aber das ist Ich glaube, das ist auch schon älter als Claude Code. Ich glaube, die hatten das schon früher. Scheint aber dann vielleicht noch nicht so ausgereift gewesen zu sein wie Claude Code. Aber würde ich sagen, würde ich auch mal als Indiz dafür nehmen, dass das dann nachgezogen wird. Und so wie du sagst, Open AI ist jetzt sind jetzt eigentlich diejenigen, die jetzt am meisten unter Zug zwangen sind. Wenn du dein Abo kündigst für Claude Code, dann geht das ja vielleicht noch mehreren Leuten so. Vielleicht können wir noch dazu sagen, ein monatliches Abo im Proplan kostet, glaube ich, 15 €, wenn man es monatlich kündbar macht.

[00:40:29.280] – Christina
Ansonsten ein bisschen günstiger für die jährliche Variante. Also die tun sich alle nicht viel im preislichen Segment pro Monat und dann ist es natürlich schon gerechtfertigt zu sagen: Brauche ich wirklich beide oder kann das eine das andere ersetzen?

[00:40:43.940] – Chris
Ja, eben. Ich habe gemerkt, ich benutze das gar nicht mehr so viel. Dann habe ich gesagt: „Ich pausiere das jetzt mal. Habe ja direkt auch einen gratis Monat noch mal bekommen. Schließt ja auch nicht aus, dass ich da mal wieder hin zurückgehe. Aber wenn man sich anguckt, wie viel Zeit man am Tag hat, man kann ja auch nicht alle Sprachmodelle durchgehend ausprobieren.

[00:41:03.560] – Christina
Damit sie einem Zeit sparen.

[00:41:05.180] – Chris
Damit sie einem Zeit sparen. Im Moment fressen sie, ehrlich gesagt, Zeit. Ja, ja, total. Aber so macht es ja auch Spaß und so habe ich es jetzt erst mal pausiert. Wir werden sehen, wie es weitergeht in der nächsten Folge. Ist wahrscheinlich schon alles wieder anders. Da traue ich mich noch gar keine Prediction aufzustellen, wie der Februar läuft, aber wir werden sehen.

[00:41:26.500] – Christina
Also mich freut es total, dass es jetzt wieder so einen neuen Baustein gibt in der ganzen KI-Landschaft, der da mitreden kann und dass es einfach spannend bleibt. Und ich glaube, am Ende können wir nur profitieren, wir als Anwendende, weil das wirklich die Produktivität absolut steigert. In diesem Bereich kann man es Da würde ich sagen, auch wenn es jetzt immer so ist: „Ja, was bringt das denn alles im KI und alles irgendwie interessant?, aber was bringt es denn unterm Strich? Hier würde ich wirklich sagen, ist das sehr offenkundig, dass man damit die Produktivität steigen kann. Und wenn bei uns zum Beispiel in der Entwicklung, da bin ich gespannt, was das noch mal für Effekte haben kann, wenn das Leute benutzen, die sich auch wirklich auskennen. Oder ob das vielleicht auch wirklich was ist, was sich an Leute wie mich richtet, die eben wenig Erfahrung haben, die damit wenigstens schon mal Sachen hinstellen können. Vielleicht bringen jetzt die Tests der Experten, Expertinnen auch zutage: „Ah ja, das ist jetzt vielleicht gar nicht so gut für Custom Code. Werden wir jetzt die nächsten Monate sehen, aber auf jeden Fall ist wieder was passiert. Und ja, so wie du sagtest, ich traue mich auch nicht zu sagen, worüber wir in zwei Wochen sprechen.

[00:42:30.500] – Christina
Mal sehen, was so das nächste große Ding ist.

[00:42:32.840] – Chris
Das und mehr in der nächsten Folge.

[00:42:34.780] – Christina
So, wir hören uns in zwei Wochen. Macht gut. Bis dann.

[00:42:39.780] – Sarah
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