In dieser Folge sprechen Christina und Chris darüber, wie ihr eure KI-Workflows structuriert und pragmatisch zu Claude umziehen könnt. Sie ordnen ein, welche Unterschiede es im Vergleich zu anderen KI-Tools gibt, wo Claude aktuell besondere Stärken zeigt und an welchen Stellen sie noch Potenzial sehen. Außerdem teilen sie ihre Erfahrungen damit, wie sich bestehende Prompts, Prozesse und Arbeitsweisen sinnvoll übertragen lassen. Eine kompakte Einordnung für alle, die prüfen möchten, ob Claude besser zu ihren bestehenden KI-Workflows passen könnte.
Wichtige Links aus der Folge:
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Diese Folge ist für alle spannend, die überlegen zu Claude zu wechseln. Darum gehts:
Claude wird für viele Workflows zur echten Alternative zu ChatGPT und Gemini.
Christina und Chris schildern, warum sie immer mehr Aufgaben mit Claude erledigen und welche Stärken sie aktuell vor allem bei Chatqualität, Dokumentenerstellung, Prototyping und kleinen Anwendungen sehen.
Ein Umstieg ist einfacher, als viele denken.
Die Folge zeigt, wie sich bestehende KI-Workflows nach Claude übertragen lassen — etwa über ChatGPT-Memory, bestehende System-Prompts, Projekte und Skills. Viele bisherige CustomGPT-Anwendungen lassen sich damit zumindest teilweise ersetzen.
Für Teams wird Claude auch organisatorisch interessant.
Besprochen wird, wie Team- und Enterprise-Funktionen helfen können, Wissen, Vorgaben und Arbeitsweisen zentral zu teilen — inklusive Datenschutzvorteilen, gemeinsamen Skills und einheitlichen Tonalitätsregeln für die Zusammenarbeit im Unternehmen.
Habt ihr schon überlegt, mit euren KI-Workflows zu Claude umzuziehen? Dann seid ihr in dieser Folge genau richtig. Herzlich willkommen zum KI-News-Update im Digital Impact Podcast. Ich bin Sarah Stock, Marketing-Strategin bei den netzstrategen und Producerin dieses Podcasts. Christina und Chris sprechen heute darüber, warum es sinnvoll sein kann, KI-Workflows zu Claude zu verlagern, welche Unterschiede es zu anderen KI-Tools gibt und worauf man bei einem Wechsel achten sollte. Sie ordnen ein, wo Claude heute besonders stark ist, wo noch Grenzen liegen können und wie sich bestehende Prompts und Prozesse sinnvoll übertragen lassen. Diese Folge haben wir am 2. März 2026 aufgenommen und nun geht es los mit der Folge.
Hallo Christina, Claude zwingt uns ja gerade zu einer kleinen Pause und da haben wir gedacht, wir können einen kurzen Podcast aufnehmen.
Ja, Claude ist down und ich weiß gar nicht, wie soll ich denn jetzt weiterarbeiten?
Ja, ich war auch kurz puzzled und natürlich stolz, dass unsere letzte Podcast-Episode so einen Hype ausgelöst hat.
Ich denke auch.
Um diese wenig bekannte KI.
Ja, da waren wir ganz früh dran und waren einer ganz heißen Sache auf der Spur.
Die Early Adopter haben wieder zugeschlagen. Ja, also tatsächlich ist Claude gerade down. So weiß nicht, seit einer guten halben Stunde. Wir nehmen Montagmittag auf. Man darf annehmen, dass große Teile der USA mittlerweile wach sind und auch arbeiten wollen. Und das scheint zu Problemen zu führen. Und wir haben ja in den letzten Tagen öfter mal Ausfälle oder zumindest einen sehr langsamen Claude gesehen.
Ja, das scheint sich zu mehren und die unfassbar vielen Anfragen natürlich zum auch ausgelöst durch unseren Podcast. Aber die unglaublich hohen Anfragen, die das Ding bekommt, haben wir jetzt mal zum Anlass genommen, darüber zu sprechen: Wie zieht man eigentlich komplett um zu Claude? Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, Chris, aber ich habe gerade tatsächlich 3 Systeme laufen, also Gemini, ChatGPT und Claude. Und also im Prinzip hat Claude eigentlich alles übernommen und ich könnte mindestens Teile davon von den anderen beiden dicht machen. Ich meine, wir arbeiten damit, wir beraten auch dazu. Deswegen mal gucken, wie viel wir tatsächlich davon runternehmen. Aber also wir als Firma zum Beispiel brauchen nicht für alle Menschen, die bei uns arbeiten, 3 Zugänge zu LLMs, sondern ja, das ist vielleicht für ein paar wie dich und mich, die dazu beraten, die dazu auch Vorträge geben, vielleicht ganz sinnvoll, immer mal wieder zu gucken. Aber man braucht ja jetzt auch nicht jeden Task doppel oder triple checken und ist jetzt auch aus Token-Sicht und so ein bisschen quatschi. Deswegen haben wir uns überlegt, wir versuchen euch mal eine Anleitung zu geben oder Tipps zu geben, immerhin, wie man denn auch das Wissen, was die anderen LLMs über einen gesammelt haben, möglichst gebündelt rüberkommt. Weil so diese Anfangshürde ist natürlich schon da. Also bei ChatGPT habe ich echt viele CustomGPTs, die mir so im Alltag helfen. Und das alles wieder von vorne aufzubauen, ist natürlich auch ein bisschen nervig. Deswegen dachten wir, wir führen euch mal ein bisschen durch die Möglichkeiten, die es so gibt.
Genau, und da hat Claude auch, oder Anthropic, einen kleinen Helfer ins Rennen geschickt. Den haben wir, ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie lange es den schon gibt. Ich habe ihn, oder wir haben ihn gestern entdeckt und kann aber gut sein, dass der vorher schon in Einstellungen war. Und zwar gibt es da die Möglichkeit, das Gedächtnis der anderen Sprachmodelle zu übertragen. So nennen sie es jetzt erstmal. Tatsächlich ist es so, dass man – dass es die Funktion in den Einstellungen gibt und sich ein kleines Fenster öffnet. Und da gibt Claude frecherweise einen Prompt, den man seinem vorherigen Sprachmodell doch geben kann, dass man bitte, dass dieses Sprachmodell bitte alles auflisten soll, was man mit ihm gemacht hat, was man bisher getan hat, um dann dieses Ergebnis in das Fenster darunter zu kopieren, sodass Claude da nach eigener Aussage nahtlos anknüpfen kann. Ganz, ganz so nahtlos ist es eher nicht. Also ich habe das ausprobiert bei ChatGPT und bei Gemini und hatte da gemischte Ergebnisse. Also ChatGPT hat mir in einem Markdown einfach jede Konversation aufgelistet, die ich mit ihm hatte, mit einem Datumstempel, aber auch nur sozusagen mit dem Thema dieser Konversation. Keine Details. Wenn ich jetzt sage, ich übertrage mein Gedächtnis, dann fehlt da wahrscheinlich einiges. Gemini hat mir in zwei Versuchen jeweils gesagt, ich soll doch mal bei Google gucken und da meine Daten exportieren, wenn ich die wirklich haben will. Er könne es mir jetzt hier nicht so zusammenfassen. Und den Datenexport habe ich dann nicht, nicht gemacht. Also kennt ja jeder, man kann sich ja seine ganzen Google-Daten, da gibt es in den Einstellungen seines Google-Kontos, kann man sich alles runterziehen. So auch die Gemini-Eingaben, die man da hat. Und beides war jetzt nicht so tauglich, um den Weg zu gehen, da alles zu übernehmen. Aber die Story ist halt ganz witzig.
Es ist ein bisschen so, als wenn der Ex-Freund einem die Nachricht vorschreibt, die man oder die neue, die neue Freundin, so die neue Freundin schreibt die Nachricht, die man der bald Ex-Freundin dann übergeben hat. Hier macht doch mal Schluss mit deiner jetzigen Freundin. Wir beide kommen doch zusammen und hier ist folgende Die kannst du doch mal weiterleiten.
Man kann doch bei der Ex-Freundin – wird man doch wohl mal eine Übergabe anfragen können.
Ja, so, so an welchen Tagen hast du noch mal die Blumen gegossen und wie war noch mal die WiFi-Einstellung? Ja, genau so fühlt sich das ein bisschen an, dass da der neue Partner, Partnerin mal vorsichtig nachfragt bei der alten. Oder so im Handling. Wie ist der eigentlich, wenn er betrunken ist? Was mache ich da am besten?
Ja, also ich finde es ziemlich witzig.
Also auch sehr, ja, und es ist auf jeden Fall sehr selbstbewusst, könnte man sagen. Ich glaube schon, dass die gerade wirklich merken, wie viel mehr Zuwachs sie bekommen und dass sie sich dann denken, gut, dann werden die anderen ein bisschen was verlieren. Aber zu sagen, übrigens hier, ich helfe dir mal, das Wissen zu transferieren, weil du bestimmt ja bald wechselst, ist schon selbstbewusst.
Ich also – Wenn man es jetzt aus der Marketingbrille anschauen möchte, passt es eigentlich ganz gut zu den Super Bowl Spots. Also Anthropic, glaube ich, geht da auch den Weg zu sagen, wir sind die coole KI. Also mit uns macht es Spaß zu arbeiten, fast schon rebellisch. Und es macht Spaß, uns zu benutzen. Auch optisch heben die sich ja ein bisschen ab von den anderen Sprachmodellen. Und OpenAI ist ja eher straight. Google hat den Google-Look mit Gemini übernommen, logischerweise. Und die fühlen sich einfach ein bisschen anders an. Und ich glaube, das gehört so zur Story dazu. Und ich glaube, wir werden da noch ein paar mehr so Aktionen sehen. Ob die jetzt was bringen oder nicht, ist es, glaube ich, aus Marketingsicht echt lustig und interessant, da gerade zuzuschauen, dass die ja komplett überall querschießen und sich so ein bisschen querstellen und einfach anders sein wollen, wo sie im Grunde das Gleiche tun wie die anderen.
Ja, nur noch mal ein bisschen besser. Aber wir können ja mal so, also jedenfalls nach meiner Erfahrung, also es ist wirklich so, dass mein, also im Prinzip mein KI-Verhalten ist total geshiftet zu Claude. Aber wir können ja mal durchgehen. Also wenn ihr bei ChatGPT oder bei OpenAI seid mit ChatGPT, dann habt ihr vielleicht bei euch das Memory an. Also vielleicht lasst ihr dort das speichern, was ihr besprecht, dass dort über die Chats hinaus so Kontext erstellt werden kann. Ich habe das zum Beispiel ausgemacht schon vor einiger Zeit einfach, um das Datensammeln ein bisschen geringer zu halten. Ich dachte, über die CustomGPTs und so kriege ich dann schon genug Kontext mit, der braucht nicht über jeden Chat hinweg wissen, wer ich bin, wo ich arbeite, welche Rolle ich habe und so weiter. Deswegen habe ich das ausgemacht. Aber die Leute, die das angeschaltet haben, die haben es jetzt relativ komfortabel. Übrigens scheinen es ja doch ein paar zu sein. Eine Zeit lang hat ja jeder eine Actionfigur von sich gemacht oder hat sich so visualisiert mit den Tools, die man eben viel benutzt. Das kommt auch aus diesem Memory Bereich heraus. Wenn man das hat, kann man unter die Einstellungen gehen, Personalisierung, Arbeitsspeicher, und da kann man sich dann den gesamten Memory runterladen, den man, den ChatGPT über einen so gesammelt hat. Also nichts, was man selber angelegt hat, sondern das ist das, was ChatGPT denkt, wer man denn so ist. Das wäre die leichteste Variante, wenn man bei OpenAI ist, man möchte wechseln, man möchte das Wissen über einen mitnehmen. Das ist das Leichteste. Einstellungen, Personalisierung, Arbeitsspeicher runterladen und bei Claude wieder hochladen als Projekt. Das ist vielleicht auch noch mal was, was man sagen muss, was Claude unterscheidet von den anderen. Der arbeitet zum einen mit Projekten und mit Skills. Das sind im Prinzip die beiden Varianten, die so die CustomGPTs ablösen können. Unter Projekten kann man eben ganz viele Dateien zur Verfügung stellen und zum Beispiel man kann ein eigenes Projekt machen, das Ich-Projekt, und dann könnte man den Speicher zur Verfügung stellen und andere Dinge überein. Ich weiß nicht, die Über-mich-Seite beim Arbeitgeber, was weiß ich, LinkedIn-Profil und so weiter. Und daraus holt er sich dann Erkenntnisse. Den Skills-Bereich, da haben wir auch schon ein bisschen mit experimentiert. Was hast du schon damit gemacht, Chris?
Ich habe bei den Skills mir unsere CI hochgeladen, weil ich die – Ich habe ein paar Tools gebaut, mittlerweile ein paar mehr als in der letzten Episode noch besprochen. Und damit die sich zumindest ungefähr gleich anfühlen bei der Benutzung, habe ich dann unsere Farben reingeladen. Also CI-Guide ist zu viel gesagt, aber welche Farben benutzen wir, wann, wo wird wie das Logo wie verwendet und so weiter. Das vor allem dann für für die Anweisung für Claude-Code ganz easy, weil der sich dann einfach die Hexcodes zum Beispiel ziehen kann. Das habe ich verwendet. Ansonsten ist natürlich auch so, dass sich Claude, je nachdem was man machen will, ja auch entsprechende Skills installieren kann. Also wenn du ein Excel hochlädst, dann zum ersten Mal, dann installiert er sich den Excel-Skill und kann dann mit der Datei auch arbeiten. Das kann man also auch beobachten. Die kann man auch noch mal ändern oder sich einen neuen Skill da reinladen, aber ich glaube, so was wie Textform oder Textstil, den man gerne haben möchte. Ich habe zum Beispiel da auch gesagt, niemals Gedankenstriche verwenden –
Weil jeder sieht KI.
Weil das machen nur die anderen Sprachmodelle. Ist mir jetzt da aber auch nicht negativ aufgefallen. Aber so ein paar Sachen oder so ein paar Begriffe, die, wie ich mich auch ausdrücke, habe ich da so ein paar Vorlagen gegeben und eben die CI-Themen zu den netzstrategen. Und das hilft dann doch, wenn man mal ein Dokument erstellen möchte oder halt wie gesagt kleine Tools und Software baut, weil die dann schon so aussehen, zumindest ungefähr, wie man sich das vorstellt.
Ja, das ist echt cool mit diesen Skills, weil das eben nicht nur so funktioniert wie ein CustomGPT, den ich sozusagen, das ist eine abgeschlossene App, wenn man so will, wo ich Use Cases mit erledige, sondern ich kann den Skill in jedem Chat, den ich mit Claude führe, ansteuern. Also in dem Moment, wo du sagst, bau mir eine App für irgendwas, geht ja, solange du nur einen Design-Skill hinterlegt hast, baut er das dann automatisch mit diesem Skillset. Wenn du mehrere hinterlegt hast, dann fragt er dich, in welchem Design das sein soll. Und das ist einfach sehr viel flexibler als auch die CustomGPTs, weil ich im Prinzip mehrere Fähigkeiten, die ich selber hinterlegt habe, die mir wichtig sind, eben miteinander kombinieren kann. Das kann ich ja in den CustomGPTs nicht so ohne Weiteres. Ich habe zum Beispiel ein CustomGPT für LinkedIn-Posts und ich habe einen für Newsletter und ich müsste mir jetzt aber einen bauen, wenn ich das da beides zusammen machen wollen würde oder so, dann werden die System-Prompts sehr, sehr lang und lange System-Prompts sind meistens schlecht für CustomGPTs und bla. Aber eben mit den Skills, die sind abgeschlossen, die werden hinterlegt und ich kann die in jedem Chat eben separat ansteuern, was ich finde, ist echt noch mal ein großer Mehrwert im Vergleich auch zu den CustomGPTs. Also insofern, die können eine ganze Menge von CustomGPTs bestimmt ersetzen, die Leute gerade im Einsatz haben. Was allerdings nicht geht, ist, wenn ich im CustomGPT eine API-Aktion aktiv habe. Das geht ja auch, das kann Claude gerade noch nicht. Also da muss ich dann auf die tatsächliche API von Claude gehen, um da Dinge zu tun oder eben auf das MCP ausweichen. Machen wir vielleicht noch mal eine eigene Folge zu, aber nur, dass man es weiß, wenn man CustomGPT hat, der eben mehr hat als eine Wissensdatenbank und ein System-Prompt, sondern auch mit einer API was macht, das ist nicht ohne Weiteres in Cloud so gerade umzusetzen. Aber ich glaube, die allermeisten, und was ich so, also wenn ich an mich denke oder auch an Kunden, an Menschen, mit denen ich zu tun habe, die CustomGPTs benutzen, die wenigsten haben API-Zugänge in den CustomGPTs.
Ich glaube, wenn ich eine GPT habe, in der ich eine API angeschlossen habe, dann ist es sicherlich auch was, was ich mehr testen müsste, weil es wahrscheinlich was Komplexeres ist, was da getan wird. Und das kann man man jetzt auch nicht einfach eins zu eins übernehmen. Wahrscheinlich, oder vielleicht müsste man, ich würde es auf jeden Fall nachprüfen, weil es wahrscheinlich was ist, was ein bisschen mehr Gewicht hat als jetzt eine Anweisung, die ein LinkedIn-Post schreibt. Und ansonsten kann ich aber natürlich, also so habe ich es auch gemacht, ich habe meine Gems und GPTs tatsächlich einfach eins zu eins erstmal übernommen und habe tatsächlich auch überall ein besseres Ergebnis bekommen.
Also diese System-Prompts einfach übergeben, sozusagen.
Genau, eins zu eins. Auch da, wo ich Knowledge-Dateien hatte, die habe ich einfach so übernommen, da habe ich wirklich nichts geändert. Jetzt glaube ich, dass ich das bei den Gems und den GPTs schon ganz gut aufgesetzt hatte, weil wir damit ja auch schon länger arbeiten und die schon ganz gut, ganz gut durchiteriert waren. Und jetzt mit dem besseren Sprachmodell dann vielleicht auch die Ergebnisse automatisch besser werden. Ich habe jetzt nichts groß verändert. Und habe da eigentlich tatsächlich fast alles umgezogen, auch zu Claude. Die einzigen Sachen, die ich mit Gemini noch mache, sind eben die Sachen, die mit unserem Workspace direkt verbunden sind, also wo wir es aus Google Mail und so weiter, oder eben die Notizen von Meetings und so, die lasse ich mir mit Gemini und so weiter noch aufbereiten. Ansonsten die Oberfläche von Gemini selbst nur noch gerade nur noch in Beratungsprojekten, wo wir damit arbeiten, um eben die Ergebnisse anzuschauen. Aber jetzt so für mein tägliches Doing hat sich Cloud dann eingeschlichen schon.
Ja, ist bei mir ganz genauso. Wer sich bei den Skills noch mal ein bisschen informieren will, es gibt eine Webseite, wahrscheinlich gibt es noch 1 Million mehr, aber die, an der ich vorbeigekommen bin, ist skills.sh. Da kann ich Skills ansehen, nach Skills suchen und kann die dann auch downloaden und meinem Claude zur Verfügung stellen. Also so ein bisschen wie so ein Marktplatz für Skills. Also keine Ahnung, bei Skills denke ich immer an Alexa, die arbeitet ja auch mit Skills. Ist jetzt ein bisschen unfair Claude gegenüber, das mit Alexa zu vergleichen, aber da gibt es ja auch einen – da bin ich mal gespannt, wann da mal wirklich auch so qualitativ was reinkommt, was sich wie eine Künstliche, wie eine Intelligenz anfühlt. Aber genau, also unter skills.sh kann man auf jeden Fall mal ein bisschen gucken, was es so an Skills gibt. Und dann kriegt man auch eine Idee dafür, woraus man einen Skill machen kann, wie man das am besten macht. Das fand ich so als Inspiration ganz gut. Und der Skill, der am meisten runtergeladen ist, das sieht man da, ist der Find Skill. Also das ist dann eine Suche für die Suche. Aber ja, aber zeigt auf jeden Fall, dass da gerade irgendwie viel Bewegung ist und Leute sich damit beschäftigen, wie sie einfach noch mehr hinterlegen können, dass ich beim Prompten einfach weniger Kontext geben muss.
Das ist ja eigentlich das, was dahinter steht.
Ja, ist auch, glaube ich, spannend zu beobachten, was mit diesen Marketplaces passiert. Denn wir denken zurück an die GPTs, als die rauskamen und der Marketplace dazu lag ja auch kurz in der Luft, dass man da ein Geschäftsmodell entwickeln könnte, indem man eben gute GPTs zur Verfügung stellt.
Ja, die Smartphone, also das iPhone, der App Store vom iPhone war da so ein bisschen die Referenz.
Genau. Und meines Erachtens ist es nicht wirklich eingetreten.
Ja, würde ich teilen, den Eindruck.
Ich kenne es jetzt anekdotische Evidenz, aber ich kenne zumindest niemanden, der für eine GPT irgendwo mal bezahlt hätte, geschweige denn jemanden, der damit Geld verdient hätte. Und wenn es auch nur 6,99 € sind. Und jetzt könnte es aber natürlich trotzdem wieder die Chance geben, mit Claude bei einer höheren Verbreitung und einem wirklich guten Skill, den man bauen kann, mit dem man sich abhebt, vielleicht auch einfach durch Branding. Also wenn jetzt eine große bekannte Marketingagentur sagt, ihr könnt unseren Instagram-Caption-Skill hier runterladen für x Euro, könnte das natürlich doch auch noch mal wieder was werden. Also das bleibt jetzt, glaube ich, spannend zu beobachten, wie sie es entwickelt. Tendenz ist bei mir wie bei den GPTs, dass die Sachen, die es halt gratis gibt oder von den Herstellern, das jetzt vielleicht auch Microsoft dann sagt, wir haben hier für unser Office-Paket eben ein Skillset, was man runterladen kann, dass es dabei bleibt. Aber you never know. Also vielleicht kann man ja auch für eine kurze Zeit da noch mal ein Geschäftsmodell umsetzen.
Goldgraben. Ja, ich befürchte, also nicht befürchte, sondern ich glaube einfach auch, dass das schwierig wird, weil die Systeme, und das gilt ja für ChatGPT genauso wie für Claude, einfach auch ganz gut darin sind, diese Prompts zu schreiben. Also das ist ja, ja, also ich könnte beiden, ChatGPT und Claude und auch Google, ja sagen, hier, ich will Folgendes machen und bitte schreib mir den entsprechenden System-Prompt dafür, um den Skill in ChatGPT, den CustomGPT aufzusetzen. Und ich glaube, dass das ein Grund ist, warum das nicht so richtig zum Fliegen gekommen ist. Weil die Idee ist ja schon gut, dass man diese, dass diese Helferlein, dass es da einen Marktplatz gibt und dann für eben App-Geld 2,99 €, 3,99 €, keine Ahnung, monatlich vielleicht sogar auch, dass man da eine Lizenzierung drüber bekommt oder einmalig kauft. Aber ich glaube, dadurch, dass dass das so leicht war, die selber anzulegen, ist es wahrscheinlich nicht so richtig ins Laufen gekommen. Aber vielleicht gibt es irgendeinen Use Case, der nicht so leicht nachzuempfinden ist oder der so ein bisschen edgy ist, dass es dann doch funktioniert. Aber ich glaube nicht, dass es so eine Schar an Entwicklern gibt, die dann so, wie wir es zum Beispiel bei den iPhone-Apps oder so gesehen haben. Einige von euch haben ja vielleicht auch Teamaccounts aktiv bei zum Beispiel bei ChatGPT. Bei Gemini gibt es das natürlich auch, aber ich glaube, noch verbreiteter ist es gerade bei OpenAI, in Team-Accounts zu arbeiten. Auch das kann man in Claude machen. Also Claude hat zwei unterschiedliche Business-Varianten, wenn man so will. Das eine ist tatsächlich, dass das Team, dass man eben mit x Leuten zusammen eine Organisation bildet und dann bei Bedarf zum Beispiel Skills und Projekte auch miteinander teilen kann, was natürlich sehr cool ist. Also zum Beispiel Chris und ich haben beide in unserem Account bei Claude einen Skill angelegt für das netzstrategen-CI. So ist es halt. Ja, so könnte man sagen. Ein bisschen quatschig, könnte man auch sagen. Aber das wäre jetzt natürlich der nächste Schritt, wäre: Wir haben uns jetzt einen Team-Account geholt bei Claude, seit letzter Woche haben wir den, dass wir jetzt einen gemeinsamen Skill anlegen mit dem CI der netzstrategen oder dass wir zum Beispiel auch ein gemeinsames Projekt anlegen für weiß ich nicht, wenn wir eben zum Beispiel hier für den Podcast, auch da hatte ich ein CustomGPT, um auf Themen zu kommen, um auf Perspektiven zu Themen zu kommen. Das könnten wir bestimmt auch gemeinsam uns angucken in so einem Projekt. Also das gibt es. Und ein großer Vorteil von diesen Enterprise-Varianten ist, dass die Daten sowohl beim Team als auch beim Enterprise nicht Teil der Testdaten werden. Also der Trainingsdaten. Das ist voreingestellt. Da muss man also nicht noch mal extra das abhaken oder so, sondern das ist sozusagen im Standard. Wenn ich es im Business-Umfeld benutze, und davon gehen die eben aus, wenn man Team oder Enterprise hat, dann ist das datenschutzrechtlich schon mal ein bisschen besser eingeschränkt. Das ist auf jeden Fall ein großer Vorteil, würde ich sagen, dass man das nicht selber nutzen muss. Und eben, dass ich globale Tonalitätsvorgaben machen kann. Also das, was du gesagt hast, keine Gedankenstriche zum Beispiel, bestimmte Love-words hinterlegen, Hate-Words, Sachen, die man nicht benutzen soll in der Kommunikation, Sachen, die man gerne benutzen soll. Also so eine ganze Corporate Guideline kann ich eben hinterlegen und dann in allen Teams wirkt sich das im Hintergrund aus und ist dann schon, wenn Content produziert wird, beispielsweise dahinterlegt. Also es ist noch mal ein bisschen weitreichender, als es dann auch die OpenAI Team Accounts gerade, also was die gerade so herstellen können.
Schon beeindruckend zu sehen, dass ich da so global viele Einstellungen machen kann, was einfach als Unternehmen auch eine hohe Sicherheit gibt, dass da keine komischen Texte rausgehen oder Sachen gesagt werden, die man nicht sagen soll, oder eben das auch sofort als KI identifizierbar ist. Ich glaube, das ist so ein Pain, den man mit den anderen Modellen ja oft hatte, dass man da schon ein bisschen was steuern kann, aber ohne relativ detaillierte Guidelines im Unternehmen das dann auch immer schwierig war, das tatsächlich zu beherrschen. Was die Leute dann machen und was dann tatsächlich rausgeht, das kann man natürlich nicht, nicht jeden Tag kontrollieren. Und das gibt einem schon so ein bisschen die Kontrolle zurück. Das finde ich schon ziemlich, ziemlich großen Wurf, wenn man natürlich Unternehmen auch gerne als Kunden haben möchte. Und das wollen sie natürlich logischerweise, weil ich dann auf einen Schlag gleich mehrere Accounts oder Abos verkaufen kann. Was ich auch ich ziemlich spannend fand, war, als du den Firmenaccount angelegt hast, habe ich direkt ein Pop-up bekommen in Claude, dass es jetzt einen Teamaccount gibt mit unserer Domain und ob ich dem beitreten möchte. Und dann war es der Klick. Also das war dann nicht so, wie es teilweise anders ist, dass einem dann der Memory verloren geht oder man einen neuen Account anlegen muss oder mit einer anderen E-Mail-Adresse dann arbeiten muss. Und es war tatsächlich ziemlich einfach. Mitgedacht, wie jetzt – Also ich glaube, so insgesamt, wenn man auch dieses Memory-Übernahme-Skript da vom Anfang der Episode noch mal hernehmen, denken die schon viel darüber nach, wie man potenziellen Kunden helfen kann, diesen Umstieg einfach zu meistern. Und es bleibt ja im Kopf, dass das, dass das ziemlich einfach war. Und dann macht es auch tatsächlich Spaß, das Ganze zu benutzen. Und ich bin schnell dabei, das das zu machen, habe keine Ausrollphase von mehreren Wochen und muss immer wieder bitten: Nimm bitte die Einladung an, nimm bitte den Account, stell es bitte um und so weiter.
Ja, genau. Ich habe auch das Gefühl, dass die gerade eine, also dass sie das einfach mitgedacht haben, dass das jetzt so gerade die zweite Welle vielleicht ist an LLMs und dass Leute eben schon woanders Entitäten haben und wie man das relativ smooth hinbekommt. Wir werden in den nächsten Wochen auch noch mal eine Folge dazu machen: Wie behält man eigentlich den Überblick über diese ganzen Accounts, die, die man im Unternehmen hat? Das ist nämlich was, womit ich mich letzte Woche beschäftigt hat. Also wer hat eigentlich bei uns welchen – Welche KI-Modelle benutzen wir? Es gibt ja auch noch mehr als die LLMs. Wer hat welche Accounts? Wo ist ein Team-Account? Wo ist ein Einzel-Account? Wo ist Schlag mich tot? Und da sprechen wir noch nicht von den APIs, die wir für Chatbots und so weiter benutzen. Und wir haben uns mal einen Plan überlegt, wie man das irgendwie gemanagt bekommt, oder jedenfalls wir für uns. Und das teilen wir gerne in einer der nächsten Folgen. Also ja, also heute geht es erst mal darum, wie wenn ich umziehen will, was gibt es denn da für Schritte? Aber dann ist halt auch noch die Frage: Stellt man wirklich den Alten ab oder lässt man ChatGPT erst mal ein bisschen ruhen? Und so, da muss man ja, das muss aber auch jemand wissen, dass man es hat ruhen lassen, wenn man es dann wieder aktivieren will. Das machen wir in einer der nächsten Folgen auf jeden Fall. Also die Aufgaben, die ich jetzt mit Claude letzte Woche erledigt habe, haben mir den Platz geschaffen, darüber nachzudenken, wie wir das organisieren, dass wir jetzt Claude einsetzen.
Wieder mal hat Claude geholfen.
Ja, also die These bleibt bestehen: Durch KI wird die Arbeit nicht weniger, wir schaffen einfach nur mehr und es gibt einfach mehr zu tun in anderen Feldern. Das glaube ich, kann man, kann ich bis jetzt schon mal festhalten. Und vielleicht so grundsätzlich, man merkt glaube ich schon, dass Chris und ich gerade ziemlich im Schwärmen-Modus sind, weil wir befähigt werden durch Claude, Dinge zu tun, die wir einfach vorher nicht konnten. Also gerade wenn es um Applikationen geht und so als Nicht-Entwickler:in. Macht es einen großen Schritt. Aber auch sonst, ich habe gerade wirklich das Gefühl, dass Claude einfach den anderen Modellen wirklich voraus ist. Also man hört ja auch so, dass es der iPhone-Moment, also Claude ist das iPhone, während ChatGPT vorher das Nokia war oder so, das ist vielleicht ein bisschen doll, aber es fühlt sich schon so an und wir bekommen da kein Geld für. Wir sind keine Ambassador oder so was für Claude. Es ist nur einfach so, dass es allein die letzten 2, 3 Wochen, seitdem das wirklich ausgerollt ist, einfach so viel verändert hat und wir gerade sehen, dass da so viel Bewegung drin ist und ich auch wirklich jedem empfehlen würde, das jetzt wirklich mindestens mal auszuprobieren. Und ich glaube, wenn man es ausprobiert hat, ist der Schritt zum, ich schwenke komplett rüber, ist nicht mehr so weit hin, weil es einfach so gut ist.
Ja, also ich muss auch sagen, ich habe da weniger Frustration als mit den anderen Sprachmodellen. Also oft sitzt wirklich die erste Frage, die ich stelle. Ich muss mir nicht so viele Gedanken um den Prompt machen, sondern das funktioniert tatsächlich ziemlich gut. Ich kann mich jetzt ad hoc an keine Situation erinnern, wo ich gar kein Ergebnis bekommen habe, was ich ja von den anderen Modellen dann doch tatsächlich sagen muss, dass man dann einfach nach 10 Minuten Probieren dann auch teilweise aufgibt. Gut, dann kann die KI das einfach nicht, was ja in Ordnung ist, ja, das oder ganz lange in Ordnung war, weil es ja so viele andere Sachen schon tut. Und das Erlebnis habe ich mit Claude tatsächlich, vielleicht habe ich es gehabt, aber offensichtlich überwiegen die Fälle, in denen es gut geklappt hat und in denen das Ergebnis tatsächlich viel, viel besser war. Und auch mit den Konnektoren habe ich eine viel bessere Verbundenheit mit den ganzen Systemen, mit denen ich arbeiten kan. Und kann ihm ja theoretisch sagen: Bitte schick eine Slack-Nachricht an mein gesamtes Team individuell und wünsch einen schönen Montagmorgen, oder wenn ich was erarbeitet habe, kann ich das sofort in Slack in dem entsprechenden Kanal teilen oder halt eine E-Mail verfassen und so weiter. Also das gibt ja auch noch mal so eine ganz neue Möglichkeit, da eine Konnektivität zu schaffen zwischen den Systemen. Weil vorher musste ich immer die Sachen, Google Workspace vielleicht mal ausgenommen oder Copilot bei Microsoft, aber trotzdem musste ich da sehr viel hin und her kopieren zwischen irgendwelchen Fenstern. Und das macht jetzt die KI theoretisch auch direkt für mich, wenn ich dieses Thema verbunden habe. Und das ist auch noch mal ein Quantensprung in der vorherigen – im Vergleich zu der vorherigen Benutzung der Chats.
Ja, ich finde auch, dass es sowohl in der, im Chatverhalten, also die Qualität der Chats finde ich ist besser. Also das, was du sagst, man braucht weniger Anläufe, um gute, sehr gute Ergebnisse zu bekommen. Also er antizipiert die Frage einfach sehr gut und kann darauf dann gute Ergebnisse liefern. Und dass er eben Dinge macht, dass er Dokumente schreibt, dass er codet, dass er Applikationen aufbauen kann. Ja, also das ist wirklich, dass da jetzt ein System ist, was wirklich was produziert, was Verwertbares. Das ist, glaube ich, noch mal ein großer Unterschied. Also die Chatqualität an sich wäre schon ordentlich Konkurrenz gewesen für ChatGPT und Gemini. Aber plus dieser Bau von Dokumenten, das ist halt echt noch mal wirklich, das haut mich immer wieder von den Socken. Also ich erwische mich immer wieder dabei, oder wir beide, wenn man sich mal unsere Chats anguckt, dann sind die ja gespickt von: Ich habe gerade das gemacht, der hat gerade das hier gebaut, ich fasse es nicht. Und immer so ein Explosions-Emoji, der Kopf explodiert einem. Das ist also, ja, ich weiß, wir sind wahrscheinlich schon Fanboy, Fangirl gerade. Und also ich weiß auch, wenn ich das zu Hause erzähle, ist die Begeisterung ein bisschen abgeflachter, als wenn ich es dir erzähle zum Beispiel. Aber ich habe schon das Gefühl, dass wir da einen Blick in die Zukunft gerade werfen und daher kommt der Hype. Aber ja, ich wollte nur noch mal, dass wir es ein bisschen einordnen für die, die uns jetzt zuhören, woher das kommt. Ich habe das Gefühl, Leute, die das ausprobieren, merken relativ schnell, dass da wirklich was substanziell anders ist als bei den anderen Modellen, einfach weil da so viel Produktivität bei rauskommt. Hast du noch ein, zwei Sachen aus den letzten ein, zwei Wochen, wo du sagst, die hättest du jetzt vor ein paar Wochen nicht gedacht, dass du die selber so baust?
Also ich habe verschiedene Tools gebaut, die Webseiten überprüfen, zumindest mal oberflächlich, teilweise auch tiefer. Und das war schon beeindruckend. Also gar nicht so sehr das Bauen, das ist ja quasi schon alter Hut, dass die Applikation einfach so dann auch funktioniert, sondern auch das Sparring mit Claude. Also teilweise habe ich ihm gesagt, ich möchte auf der Webseite dies und das herausfinden und nicht nur quasi auf Code-Skript-Basis, sondern das sind Dinge, die muss ich eigentlich als Mensch testen und mir anschauen, ob die auch funktionieren. So, also rund um, rund um die Tracking-Themen, also feuern eigentlich die Cookies erst nach der Annahme des Consent-Layers und so weiter. Und das muss man immer wieder überprüfen, weil das natürlich sich auch mal ändern kann durch ein Website-Update und so weiter. Und da war ich im Sparring und da hatte er mir dann auch quasi die Infrastruktur für die, für so eine Software vorgeschlagen und gesagt, da brauchen wir einen Browser, der eben diese Operation einfach durchführen kann, und mir ein Tool gebaut, was mir davor und danach Screenshot in einem Dokument ablegt und es quasi testet. Das habe ich jetzt noch nicht so weit, dass das automatisch dauerhaft funktioniert, aber ich kann es zumindest anstoßen und kann sagen, mach mir mal hier für die Liste an Websites, überprüf mir mal, ob das alles noch so ist, wie es sich gehört. Und dann jetzt ist es erstmal pro Webseite eine Minutenersparnis, aber wenn ich jetzt sage, ich möchte mal 50 Webseiten durchprüfen, Dann kann ich da weglaufen und mir einen Kaffee ziehen oder was anderes tun. Ich weiß, das ist ein strapaziertes Bild. Ich trinke offensichtlich viel Kaffee mittlerweile, weil ich das Bild ein bisschen überstrapaziere, aber es ist ja so. Also du hast jetzt halt eben die Zeit dann gefunden, andere Dinge zu tun, und da finde ich eben beeindruckend, dass er mit mir an einer Lösung arbeitet und die nicht einfach nur umsetzt, so ein bisschen in der Blackbox. So, okay, jetzt ist hier die Software, die kann das, sondern auch sagt: Ja, gute Idee, aber müssen wir halt so und so machen, und das wird nicht funktionieren, wie du dir das vorstellst. Aber folgende Lösung, so wie man sich es ja immer wünscht von einem Berater: Nee, geht nicht, aber Folgendes geht. Und man es dann eben zusammenbauen kann. Also das sind die Erlebnisse, die ich jetzt gerade viel habe.
Es ist auf jeden Fall im Bereich auch des Prototypenbaus noch mal einen Schritt nach vorne gewandert. Es ist wirklich haptisch geworden ist. Ich bin gespannt. Es gibt ja auch eine Zusammenarbeit demnächst mit Figma, wenn ich das richtig mitbekommen habe, was da so geht. Also in Figma haben wir zum Beispiel auch sehr gute Erfahrungen gemacht, was den Bau von Prototypen auf Prompting-Basis angeht. Also auch das gibt schon echt ziemlich beeindruckende Ergebnisse. Und wenn die beiden zusammengehen, dann bin ich wirklich gespannt, was da noch so kommen kann, dass ich also tatsächlich auf Grundlage dessen, was ich reinschreibe, was ich vielleicht auch sage, wenn ich an Audiosachen denke, da dann nachher einen funktionierenden Prototypen bekommen kann, in dem ich rumklicken kann und in dem ich schon mal auch so ein Gefühl für eine Webseite zum Beispiel bekomme oder von den Workflows und so. Das geht jetzt auf jeden Fall deutlich schneller, als es noch früher der Fall war. Was ich auch gemacht habe, ist, ich beschäftige mich ja viel mit Personas und dem Aufbau von Personas, und da ist immer das Thema Visualisierung ein großes Thema, einfach um den Menschen, die jetzt vielleicht auch nicht direkt beteiligt waren, so ein Gefühl zu geben für die Personas. Da kann man natürlich jetzt gerade die Bildgenerierungstools sehr gut für nutzen. Also da arbeite ich zum Beispiel noch viel mit Nano Banana von Google. Also Gemini ist auch noch nicht ganz weg. Aber was ich auch gemacht habe, ist, ich war bei einem Workshop letzte Woche und normalerweise bringen wir dann eher rudimentäres Template mit, wo dann steht, was weiß ich, wie ist die Mediennutzung, was sind Bedürfnisse, was sind Schmerzpunkte? Also einfach so Felder, die schon gestaltet sind, aber das ist jetzt noch kein Hochglanz-Steckbrief, Das machen wir meistens erst mal im Nachgang und dann auch richtig gestaltet im CI des Kunden und so. Das bringen wir meistens nicht zum Workshop mit, weil es einfach noch so viel Work in Progress ist und sich noch mal so viel verändert. Und jetzt war es so, dass ich das mit Claude im Vorfeld gemacht habe. Ich habe Claude auf die Seite geschickt vom Kunden, habe gesagt, guck dir mal das CI an und habe ihm die Informationen gegeben von der Persona. Und der hat dann schon ziemlich druckreifes Hochglanz-Steckbrief zusammen mit dem Foto von Nanno Banana gebildet für diesen Persona. Und dies konnte ich dann schon so mitnehmen in den Workshop. Das war schon – Und dann so als Handouts verteilen und haben wir auch uns angeheftet und angeguckt. Und das war ja also so, das ist natürlich für den Workshop jetzt nur so ein kleiner Teil und kleines Gimmick, aber das ist schon mal was, was jetzt einfach auf Knopfdruck geht. Während wir sonst gesagt haben im Nachgang zum Workshop, so, ich nehme das mit, wir setzen das bei uns, wir machen entweder eine Figma-Datei oder wahrscheinlich wäre es ein Figma-Datei gewesen. Wir ziehen uns euer CI, habt ihr die Schriften? Bla. Also dieser ganze Kram, der da so im Nachgang stattfindet, wo Leute Pixel von rechts nach links schubsen. Und in dem Fall hat er mir eine HTML generiert. Ich hatte ihm die Vorgabe gemacht, dass es auf einer PDF-Seite, also auf einer Seite ausdruckbar sein soll, dass ich daraus auch ein PDF machen kann. Und genau das wird dann als HTML generiert. Ich kann es also selber noch bearbeiten, wenn ich ich noch an der einen oder anderen Stelle was verändern will nach dem Workshop. Aber im Grundsatz steht das Ding und das war so für mich ist das nur was Kleines. Aber ja, also das hat mich auf jeden Fall schon mal handlungsfähiger gemacht und hat diesen Workshop auch besser gemacht. Auch Arbeitspakete und Arbeitsblätter für den Workshop-Tag habe ich nach demselben Vorbild generieren lassen. Das ist meistens Arbeit, die ein paar Stunden dauert. Arbeitsblätter für Workshops vorbereiten ist immer ja, das ist einfach sehr, sehr zeitintensiv. Und das wurde mir da jetzt sehr schnell abgenommen. Also da fand ich schon sehr cool, dass es einfach so geht. Und das ist halt nachher ein Dokument, was ich einfach ausdrucken kann. Ich brauche das nicht mehr von rechts nach links kopieren, Sachen anpassen, dann passt das hier nicht, sondern es ist einfach ein fertiges Dokument, wo ich nur noch auf Drucken drücke und dann ist es da in der Welt und ist einfach eine große Arbeitserleichterung für mich.
Also ich glaube, das sind ja genau die kleinen Helfer, die wir jetzt bauen können, die eben dann dir den Tag so ein bisschen auflockern und dir sich mal neue Zeiträume verschaffen, um mal über Dinge nachzudenken und Neues zu bauen. Und ich glaube, das ist, wo das Modell von Anthropic jetzt einfach die Nase so weit vorne hat, weil man selbst die Sachen, die man schon mit KI gemacht hat, jetzt noch ein bisschen schneller machen kann. Und damit wird da richtig viel Kapazität wieder frei.
Worüber wir auch mal in einer der nächsten Folgen sprechen können, ist, was das eigentlich für den Arbeitsalltag bedeutet, weil ich nämlich merke, dass ich noch mehr Tätigkeiten pro Tag erledige, als das so vielleicht in den Rollen, die wir haben, so als Generalisten eh schon der Fall ist. Und das macht das Gehirn nicht geschmeidiger. Also wenn ich jetzt zum Beispiel Claude losschicke und sage, mach mir bitte das Arbeitsblatt, dann braucht er dafür ja schon, der rechnet dann schon 2, 3, 4 Minuten oder so. Und in diesen 2, 3, 4 Minuten mache ich ja was anderes. Ich gucke ja nicht dabei zu und dann so, und dann komme ich wieder zurück. Ach ja, stimmt, das hat er gemacht. Und ich merke einfach, dass ich in sehr vielen, also ich bleibe dann oft auch nicht bei dem Kunden oder so, so, sondern dann springe ich woanders hin, in meine Mails, in Slack, in Asana, unser Projektmanagement-Tool, zu LinkedIn, keine Ahnung was. Und dann gehe ich wieder zurück und sage: Ach ja, stimmt, das Arbeitsblatt. Genau, richtig. Worum ging es da noch mal? Und so einfach, weil er so schnell ist und so vieles machen kann, passiert einem das irgendwie jetzt, weiß ich nicht, 20, 30 Mal am Tag. Und das macht, das fragmentiert die Arbeit auf jeden Fall zusehends. Also ich habe mir selber noch kein, also ich habe noch keine Meinung dazu, oder also grundsätzlich bin ich erst mal nur dankbar, dass das geht. Aber ich merke schon auch, dass das nicht die coolste Arbeitsweise fürs Gehirn ist. Also am Ende des Tages bin ich dann schon ganz schön durch, weil es einfach so viele Themen gibt, die man dann bearbeitet. Können wir vielleicht mal drüber reden, was da gute Strategien sind, damit man abends irgendwie nicht das Gefühl hat, was habe ich eigentlich heute gemacht? Also manchmal muss ich auch meine Cloud-Chats durchgehen, um zu checken, woran ich heute gearbeitet habe, einfach weil es so viel und so fragmentiert war.
Ja, das ist Arbeitsplatzfragmentierung durch KI. Oder Arbeitszeitfragmentierung durch KI. Geht mir ähnlich. Ich freue mich dann immer, dass ich das Doppelte geschafft habe.
Ja, ja, genau.
Aber das Hirn macht es schon nicht so gut mit. Das kann ich auch, kann ich auch aus meiner Lebenserfahrung.
Frühe These: Ich glaube, unser Gehirn ist gar nicht dafür gemacht, so zu denken und zu arbeiten. Aber schauen wir mal, was man sich so für Strategien – Ich glaube schon, dass es da auch Möglichkeiten gibt, in den Modus zu kommen, der dann sich auch gut anfühlt, oder dass man trotzdem in dem Flow bleibt oder auch noch mal auf andere Ideen kommt. Aber lass uns da gerne mal noch mal drüber sprechen, wenn ich einen Plan habe.
Vorschlag: Wir lassen uns jetzt noch 3 Wochen das Hirn grillen und dann nehmen wir eine Folge auf dazu.
Ja, finde ich gut. Check. Gut, dann vielleicht fassen wir noch mal zusammen. Also wenn ihr wechseln wollt, Memory überführen, wenn ihr die bei ChatGPT hinterlegt gelegt habt, ist auf jeden Fall wahrscheinlich die leichteste Variante. Und wenn es um CustomGPT geht, dann in Projekte reinarbeiten oder mit den Skills arbeiten. Das ist glaube ich schon das, was da am leichtesten funktioniert. Und so wie du es geschildert hast, Chris, offensichtlich kann man Sachen einfach rüberkopieren.
Genau, also teilweise kann man das einfach rüberkopieren, so wie ich es vorher vielleicht schon von OpenAI zu Google gemacht habe und jetzt eben noch mal weiter umgezogen habe. Und wer sich da nicht ganz sicher ist, dem können wir auch noch mal eine Checkliste in die, in die Shownotes packen und die kann man dann einfach so durchgehen, dass man auch nichts vergisst. Und dann seid ihr eigentlich ganz gut vorbereitet auf den Wechsel.
Ja, und falls nicht, meldet euch gerne. Wir haben ja auch schon mal dazu aufgerufen, wenn ihr noch Themen habt, die ihr gerne besprochen haben wollt, dann meldet euch gerne. Also es gibt genug Themen, über die man reden kann, aber so ein bisschen zu hören, was euch so interessiert. Wir haben gesehen, dass die Claude-Folge, die wir aufgenommen haben, als wir das Ding erst mal erklärt haben, euch interessiert hat. Das freut uns sehr. Wenn wir in diese Richtung weitermachen sollen, schreibt doch einfach mal. Oder wenn ihr sagt, könnt ihr euch mal das angucken? Oder was ist eigentlich mit folgendem Feature bei Claude? Was ist das mit diesem Memory-Ding? Schreibt uns gerne und dann gucken wir mal, ob wir das mit aufnehmen können. Gut, dann, ich hoffe, Claude ist wieder da, dass wir jetzt auch endlich wieder arbeiten können.
Ja, Command-R hat ihn zurückgebracht. Nein, doch, Fehlfunktion.
Nein, ah ja, nein. Gut, dann mal wieder, oder jetzt auch Kaffee trinken.
Sehr gut, so machen wir es.
Der Digital Impact Podcast ist ein Projekt der Digitalberatung netzstrategen GmbH aus Karlsruhe. Er wird vorbereitet und produziert von von mir, Sarah Stock. Die Inhalte verantworten die jeweiligen Moderator:innen der Aufnahme. Abonniert gerne unseren Podcast, damit ihr immer mitbekommt, wenn wir neue Folgen veröffentlichen. Und wer noch mehr von uns netzstrategen hören mag, kann unseren Newsletter per E-Mail oder auf LinkedIn abonnieren. Ihr findet uns über Google oder die Links in den Shownotes. Dort gibt es auch alle vorherigen Folgen im Archiv zu finden.
Hör gerne in unsere anderen Episoden mit Digital Impact rein. Diese hier passen gut zum Thema der vorherigen Folge:
Die Digitalisierung hat sehr viele neue Kommunikationskanäle geschaffen. Sie hat sich von einer zusätzlichen Marketingoption zu einem wichtigen Investitionsbereich entwickelt. Hier kommt unser Digital Game Plan ins Spiel.
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