Christina D’Ilio (Digital Business Strategin und Geschäftsführerin)
Chris Sattel (Analytics Stratege)
Sarah Stock (Marketing Strategin)
In diesem KI News Update des Digital Impact Podcasts zeigen Christina und Chris, wie ihr mit Claude Code startet – von der Installation bis zu ersten eigenen Projekten. Die Folge wurde am 23. April 2026 aufgenommen und richtet sich an alle, die Claude Code bisher noch nicht ausprobiert haben und wissen wollen, wie der Einstieg konkret aussieht. Neben dem Setup sprechen die beiden über praxisnahe Anwendungsfälle, die ihr direkt selbst ausprobieren könnt. Wie nutzt ihr Claude Code bereits – oder was hält euch noch davon ab, loszulegen? Schreibt uns eure Erfahrungen und Fragen gerne in die Kommentare oder per E-Mail an [email protected].
Hi! Wir freuen uns, dass ihr die neue KI News Update Folge im Digital Impact Podcast anhört – herzlich Wilkommen! Ich bin Sarah Stock, Marketing-Strategin bei den netzstrategen und Producerin dieser Folge. Heute zeigen Christina und Chris, wie ihr Claude Code installieren und mit ersten Projekten loslegen könnt. Sie sprechen außerdem über einige Anwendungsfälle, die ihr ausprobieren könnt. Bevor wir mit der Folge starten, die wir am 23. April 2026 aufgenommen haben, möchten wir euch noch etwas fragen: Wie nutzt ihr Claude Code? Welche Fragen habt ihr dazu? Lasst es uns gerne in den Kommentaren oder per E-Mail an [email protected] wissen. Die Adresse findet ihr, wie alle anderen wichtigen erwähnten Sachen auch, in den Shownotes dieser Folge. Nun geht es aber los mit Claude Code:
Hi Chris, wir treffen uns mal wieder, um über, Trommelwirbel, Claude zu sprechen. Mal was ganz Neues hier in diesem Podcast. Aber man muss sagen, das Ding beherrscht gerade einfach alles, was so im KI-Umfeld passiert. Gibt ja auch wieder neue Releases über Claude Design und so weiter. Da wollen wir heute noch nicht drüber sprechen. Vielleicht in einer der nächsten Folgen zusammen mit jemand aus unserem Designbereich vielleicht auch. Würde sich vielleicht ganz gut anbieten. Wir wollen heute über Claude Code sprechen und wie man das eigentlich am besten installiert. Und ich erinnere mich noch damals im Januar 2026, also ages her im KI-Zeitalter, da lief Claude Code nur über das Terminal. Verrückt, da gab es noch gar nicht die Desktop-App.
Januar klingt ja jetzt eigentlich gar nicht so lange her, aber ist natürlich im KI-Zeitalter schon lange her. Im Anthropic-Zeitalter ist es noch länger her, weil die ja jeden Tag was releasen, für uns auch immer nachts, was morgens ja dann gerne eine Überraschung ist. Und ja, tatsächlich, also Claude Code, dazu bekomme ich auch immer mehr Fragen, weil viele Leute sich jetzt vielleicht auch unsere bisherigen Folgen angehört haben und sich viel mit Claude beschäftigt haben, aber dann auch die Fragen haben, ja okay, habe ich verstanden, aber wie Wie mache ich denn jetzt eigentlich Software damit? Oder wie kann ich das jetzt – ich habe gesehen, ihr habt ein Tool gebaut. Wie kann ich das denn jetzt eigentlich tatsächlich für mich umsetzen? Und wie mache ich das so, dass es nicht in totalem Chaos endet? Und ähnlich wie beim Prompten für andere Ergebnisse ist es natürlich auch hier so, dass es so ein bisschen darauf ankommt, wie man das Ganze angeht und vielleicht auch genug Kontext mitgibt, dass dann da auch ein Stück Software draus wird. Aber ganz am Anfang steht ja schon, okay, wie benutze ich das eigentlich? Wie komme ich da überhaupt ran?
Ja, genau, die Fragen kenne ich auch, weil es ja auch nicht, also dadurch, dass das so historisch gewachsen ist, auch wenn Historie in dem Fall nur Wochen bedeutet, ist es trotzdem so, dass sich da immer wieder was ändert. Auch die Oberflächen ändern sich im Prinzip jeden Tag. Wenn ich in meine Desktop-App gehe, bekomme ich den Hinweis, dass ich jetzt bitte aktualisieren soll. Und da jetzt gleich nochmal so im Grundsatz zu sagen, welche, Teilbereiche gibt es und Claude Code noch mal speziell hilft vielleicht dem einen oder anderen. Wie würdest du denn starten, wenn jetzt jemand noch gar nicht mit Claude was gemacht hat und mit Claude Code beginnen möchte? Was wäre denn da so der erste Schritt?
Ich glaube, am einfachsten ist für vor allem die, die vielleicht auch schon mit Claude insgesamt gearbeitet haben, die Desktop-App dann auch tatsächlich zu benutzen, um da mal rein zu starten. Ich benutze es ganz gerne und lieber am Terminal, ehrlich gesagt. Da kommen wir gleich noch zu. Aber das gibt vielen Menschen, die sonst noch nichts mit Coding und Produktentwicklung zu tun haben, halt auch direkt so ein Matrix-Feeling, wenn der so der grüne Code da über die Bildschirme rieselt und man nicht versteht, was da passiert. Obwohl da im Grunde das Gleiche passiert wie in der Desktop-App auch. Es sieht nur ein bisschen, es hat ein bisschen weniger Pixel und sieht deswegen ein bisschen abgefahrener aus.
Und es ist ein bisschen tokensparender. Ist jedenfalls meine Erfahrung, wenn ich im Terminal arbeite, dass ich weniger schnell an die Limits komme. Ich weiß gar nicht genau, woran das liegt, aber irgendwas in der Art der Verarbeitung scheint da anders gefetcht zu werden. Keine Ahnung, was dahinter steht, aber jedenfalls, also es ist ein subjektives Gefühl, dass ich im Terminal weniger schnell an die Grenzen komme. Aber ja, wir haben jetzt Terminal schon ein paar Mal gesagt. Hier sprechen vor allen Dingen Leute aus Mac-Sicht. Ich kann auch wirklich nur was zum Mac Terminal sagen. Ich weiß gar nicht, wie das in anderen Betriebssystemen genau aufgebaut ist, aber vielleicht gehen wir da mal kurz rein und sagen noch mal ganz kurz, was das Terminal überhaupt ist und was das Ding so macht.
Ja, genau. Also ich habe es im Vorgespräch schon kurz erwähnt. Diejenigen, die alt genug sind, um mal einen Rechner selbst aufgesetzt zu haben, die kennen natürlich noch DOS und die Eingabe, wenn man halt mit kurzen Befehlen auf die Diskette oder auf das CD-ROM-Laufwerk kommen musste, um da um dann Windows installieren zu können zum Beispiel. Im Grunde nichts anderes ist das Terminal. Jetzt in dem Fall bei macOS, dort kann ich direkt Eingaben im System machen. Also alles, was wir ja so sehen im Betriebssystem, ist ja die optische Oberfläche, mit der wir arbeiten können, und man kann aber auch Dateien kopieren, verschieben, ausführen und so weiter direkt über Code, so wie man das vielleicht auch in älteren Hacker-Filmen mal noch sieht oder auch heute auch noch in Filmszenen verwendet wird. Man gibt also ein, wechsle den Ordner oder kopiere etwas und dann hat man ja im Standard ein schwarzes Fenster mit einem weißen Text mit einer pixeligen Schrift. Das hat vielleicht jeder schon mal gesehen. Manche verwenden das auch, um mal einen Ping zu schicken, ob die Webseite noch da ist oder so. Da kennt man vielleicht die Anweisung auch her. Ich glaube, dass der eine oder andere hat das wahrscheinlich auch schon mal irgendwo ausprobiert, oder man muss wirklich mal technisch was am Rechner machen, den neu aufsetzen oder so, dann hat man damit auch noch Berührung, aber ansonsten haben wir im Alltag damit ja eigentlich würde ich sagen, keinen Kontakt mehr, wenn wir jetzt einfache Anwender sind im Sinne von Office-Anwendungen und E-Mails und so weiter, was man halt so im täglichen Arbeitsalltag macht.
Ja, bei mir ist es so, ich habe mich vorher nicht so viel mit dem Terminal beschäftigt, einfach genau, weil es die grafischen Oberflächen gibt, weil wir bei netzstrategen sehr stark in Claude-Lösungen arbeiten. Das heißt, wir haben so gut wie keine lokalen Dateien gehabt, muss man sagen. Das hat sich jetzt durch Claude schon massiv geändert. Aber zuvor habe ich einfach wenig mit dem Terminal gemacht und seitdem ich den Claude darüber laufen lasse, also Claude Code, beschäftige ich mich auf jeden Fall mehr mit dem Terminal und mache mittlerweile auch darüber Anwendungen, die ich vorher mit dem Finder gemacht hätte. Einfach weil sie schneller gehen, weil es relativ viele Kurzbefehle gibt und da auch das Dateien suchen und in Ordner springen und so auch das Strukturieren ist von dort aus ein bisschen leichter als über die grafische Oberfläche. Aber es fühlt sich ein bisschen nerdiger an. Aber genau, wenn man – also ich habe wahrscheinlich auch nur 1 % bis jetzt durchdrungen, aber das Prozent hilft auf jeden Fall mir schon mal, mich auf meinem Rechner schneller zu navigieren. Also im Prinzip genau die Schnittstelle, die nicht grafische Schnittstelle zu dem Betriebssystem. Vielleicht irgendwie so in der Kurzfassung.
Ich glaube, so kann man es zusammenfassen. Wenn man da ein paar Befehle kennt, fühlt man sich auf jeden Fall richtig cool. Das kann ich schon mal sagen. Ja, man kann also wie gesagt Claude Code im Terminal benutzen, man kann das aber auch in der Desktop App benutzen. Ich würde am Anfang auf jeden Fall empfehlen, da es jetzt ja auch geht, das in der Desktop App zu benutzen, einfach weil es ein bisschen zugänglicher ist und man da nicht erst in dieses Terminal rein muss. Ich habe wirklich sehr abweisende Reaktionen bekommen in den letzten Monaten, wenn ich das mal irgendwo gezeigt habe, und dann, wenn es die Leute benutzt haben, war es dann doch okay. Aber wenn eine schöne Oberfläche zur Verfügung steht, glaube ich, spricht nichts dagegen, die dann auch zu nutzen.
Am Anfang, als es die Claude-App noch nicht gab, eben mit der Zugänglichkeit über Cowork oder dann auch über dann direkt Code, habe ich parallel das mit ChatGPT aufgebaut. Also ich habe ChatGPT gefragt, wie ich Claude installiere im Terminal und wie ich so die ersten Gehversuche mache sozusagen. Und dann habe ich eben angefangen, mit Claude zu chatten. Aber vielleicht, genau, kannst du noch mal, also vielleicht ganz kurz erklären, auch wenn jetzt viele das in der App machen, aber vielleicht hilft es doch noch mal, die Mechaniken besser zu verstehen, wenn man einmal den Terminal-Ansatz durchspielt. Also ich habe bis jetzt die App und will es jetzt aber doch mal, weil ich mich nerdig fühlen will, zieh mir was Schwarzes an und setz mir eine Nerdbrille auf und geh in den Keller und bestell mir eine Pizza. Und jetzt will ich auch Terminal ausprobieren. Was sind da so die ersten Schritte?
Ja, genau. Also man muss natürlich auf jeden Fall, wie in so überspitzten Bildern, immer einen Hoodie anziehen und das Licht ausmachen, dass man sich wie ein Hacker fühlen kann. Und dann kann man da auch loslegen. Ja, ist ein bisschen einfacher. Und das Tolle ist, Claude erklärt eigentlich auch von sich alleine. Also man muss da jetzt auch gar nicht, um das zu starten, da ganz wilde Befehle ausführen, jedenfalls nicht alleine. Man kann in der Desktop-App oder auch im Browser auf die Erweiterungen gehen unter den Einstellungen, wo man auch den Link zum Browser-Plugin und so weiter findet, oder jetzt die neuen Microsoft Office Skills für Excel und so weiter. Die sind, da ist ja immer das Neueste sozusagen in der Übersicht angepriesen. Das geht auch über die URL claude.ai/downloads und da habt ihr dann auf jeden Fall, wenn ihr eingeloggt seid, die Empfehlung, was ihr noch alles an Konnektoren und so weiter installieren könnt. Und da gibt es auch den Punkt Claude Code, Bei mir ist jetzt auf der rechten Seite, wahrscheinlich bis die Episode dann live ist, ist es auch wieder woanders, weil neue Features released wurden. Aber dort könnt ihr unter Terminal auf Installieren klicken und werdet dann durch eine sehr gute Anleitung geleitet. Also wo ihr nochmal sagen könnt, ob es im Desktop oder so weiter passieren soll. Da habt ihr auch einen Unterschied, ob ihr das unter Windows macht oder macOS bzw. Linux oder anderen Betriebssystemen. Und das gibt euch einfach eine Installationszeile, die ist ein bisschen komplex vorzulesen, die packen wir aber in die Release Notes. Die könnt ihr hier auch einfach reinkopieren, gibt es einen kleinen Kopier-Button und dann führt ihr das im Terminal aus, was ihr zuvor gestartet habt. Das könnt ihr auf dem Mac über die Spotlight-Suche einfach suchen, also oben auf die kleine Lupe gehen, Terminal suchen, dann steht da Terminal App, dann öffnet man die, kopiert da den Installationspfad rein, und führt einfach aus und dann installiert sich Claude Code. Je nach Betriebssystem ist es halt eben was anderes und dann könnt ihr nach dieser Installationsroutine, könnt ihr einfach mit dem Wort Claude den auch im Terminal starten und dann erscheint dieses kleine orangene Claude-Code-Männchen, das Maskottchen, was man in der Desktop-App auch rechts unten sieht und dann könnt ihr da, seid ihr eigentlich good to go. Kommen wir gleich noch zum Ordner anlegen und so weiter. Aber dann könnt ihr da eigentlich im Terminal Claude Code benutzen.
Genau das. Also das, was Chris euch jetzt erzählt hat, das habe ich im Januar mit ChatGPT. Also das war ChatGPT, die hat mir das erzählt, was Chris gerade gemacht hat.
ChrisGPT kann auch helfen.
Ja, sehr gut. Vielen Dank. Ja, genau. Also es ist dann doch überraschend einfach das von dort aus zu installieren. Und man merkt dann eben sofort, okay, es hat sich hier die Umgebung gewechselt und jetzt kann ich eben auch loslegen. Stichwort Ordner. Also das war was, was mich am Anfang echt ein bisschen wahnsinnig gemacht hat, dass ich nicht gerafft habe, wo die Projektordner liegen, wie die benannt sind, wie, dass ich sie zum Beispiel über den Finder nicht suchen kann, weil die nicht indexiert werden. Also das war echt so am Anfang, wo ich dachte, hey, das liegt doch lokal ab. Und wenn man sich dann, man kann sich, also fangen wir vorne an. Also wir generieren Code über Claude, das ist dann meistens HTML oder irgendwie sowas. Und der legt das dann eben lokal auf dem Rechner ab. In einen Ordner, den er standardmäßig Outputs nennt.
Genau. Oder man kann auch einen anderen Weg wählen, der ist vielleicht auch ein bisschen zugänglicher, wenn man jetzt das Terminal benutzt, wäre es so, dass man sich – Ich habe mir am Anfang mal einen Ordner auf den Desktop gelegt, der heißt Wipe Coding. Da habe ich mir dann für das jeweilige Projekt einfach einen Ordner angelegt, was ich machen wollte. Also ich habe zum Beispiel ja eine Zusammenfassung von der South by Southwest, auf der ich war, interaktiv gestaltet. Dann habe ich mir da einen Ordner angelegt. Wenn man dann da mit Rechtsklick draufgeht, unter macOS kann man von da aus das Terminal direkt in diesem Ordner starten. Dann hat man da gar keine Umwege mehr. Ist glaube ich aus würde ich behaupten, der einfachste Weg, da ranzukommen, weil man dann danach nichts mehr suchen muss, sondern quasi von vornherein gesagt hat, wo der Ordner liegt, und kann dann dort im Terminal mit einfach Claude eintippen. Dann ist in diesem Ordner im Terminal Claude Code aktiv und dann wird er dort die Dateien ablegen. Also was du gerade unter Outputs lokalisiert hattest, was man natürlich erst mal finden muss, liegt dann schon automatisch im gleichen Ordner. Man muss nur dran denken, dass wenn man – irgendwann ist die Session ja mal zu Ende, egal wie viel Cola man getrunken hat, muss man ja vielleicht irgendwann mal schlafen gehen oder man ist wahrscheinlich eher am Limit und kann nicht mehr weitermachen. Muss man ja ein Token Limit. Dann muss man eben einfach wieder in diesen Ordner reingehen oder halt Claude sagen, dass er im richtigen Ordner ist. Da findet er auch alle Dateien wieder. Das heißt, dort kann man sich einfach mit ihm dann dran machen. Und da gibt es dann auch Ordner, wo er sagt, leg mir da die Bilder ab für die Webseite, die man dann vielleicht machen möchte, oder für oder das Logo für die App, die man bauen möchte, wie auch immer. Dort wird ein Ordner angelegt, in dem man das dann ablegen kann, und das ist dann euer Arbeitsordner, mit dem man im Terminal arbeiten kann.
Ja, du warst auf jeden Fall deutlich schlauer als ich, weil ich war nur so: Halt mal loslegen. Und dann hat er sich eben seine Ordnerstruktur selber gebaut und es war wirklich ein Scheiß. Und was ich eben nicht wusste, war, dass diese Bereiche, weil das so lokale Sessions sind, also die werden unter lokalen Sessions abgespeichert, deswegen durchsucht der Finder die nicht. Und ich war immer so: Hä, wo ist diese Datei? Also ich kann ja den Ordner öffnen und man sieht dann unten im Finder ja auch den Ort, wo das liegt. Und das sind so eine Trilliarde Unterordner, die einem da angezeigt werden. Das ist halt unter Claude dann eben eine Session, noch eine Session, noch eine Session, lokale Session, bla, und dann irgendwann Outputs. Und genau, die wird halt in der Regel nicht durchsucht und sich da von vornherein einen Ordner anzulegen, von dort aus das Terminal zu starten, das ist clever.
Ja, also ist glaube ich der einfachste Weg, das dann auch wiederzufinden. Dann, da gibt es einen Stolperstein, wenn man sein Projekt unter dem einen Namen hat und es später halt mal umbenennt, dann muss man aufpassen, dass man das mit dem Ordner halt eben auch macht. Und Claude da entsprechend Bescheid sagen. Also mir ging es zum Beispiel häufig so, dass ich halt irgendwas machen wollte und da noch keinen coolen Namen für hatte. Und später, als ich gemerkt habe, okay, das sollen Leute hier im Unternehmen benutzen, wäre es cool, wenn die auch wüssten, von was die sprechen. Und dann muss man halt noch mal an den Ordner ran. Aber ich glaube, das ist der einfachste Weg, um halt auch alles beisammen zu haben, weil später, wenn wir auch noch drüber sprechen, wollen wir das ja dann vielleicht auch mit anderen teilen und irgendwo deployen, hochladen, nutzen. Aber man beginnt immer lokal damit zu arbeiten. Also kann man über alle Wege diskutieren, aber ich glaube, für den Anfang, wenn man das ausprobieren will, ist lokal auf jeden Fall der richtige Weg. Da kann man dann auch im Grunde keinen größeren Schaden anrichten, wenn man was falsch macht.
Genau, und man hat eben dann auch sichergestellt, dass Claude nur in diesem Ordner unterwegs ist, was ja auch nicht unrelevant ist. Und noch ein Hinweis: Das geht vielleicht mehreren Leuten so, die Claude jetzt auch intensiver benutzen. Ich hatte anfänglich einen Firmenaccount im Pro-Plan und dann haben wir uns ja relativ schnell dazu entschlossen, als Firma in Team-Accounts zu gehen. Und was dann stattfindet, ist, man hat dann zwei Accounts. Also das ist, man hat den Pro-Account, der dann vermutlich irgendwann ausläuft, je nachdem, was man eben für ein Abo abgeschlossen hat. Bei einem jährlichen Abo dauert es halt ein bisschen, beim monatlichen Abo dann eben noch meistens ein paar Tage und danach fällt man auf die freie Version zurück. Und man hat den Team-Account, das ist also nicht so, so dass der Account migriert wird, sondern ich habe unter ein und derselben E-Mail-Adresse zwei unterschiedliche Accounts, einmal den Team-Account und meinen persönlichen, persönlichen, aber im Sinne von Firmen-Account mit derselben Firmenadresse. Da muss man dann eben switchen. Aber das Gute ist, in der Ordnerstruktur spielt das keine Rolle. Also ich kann Claude auf Ordner freigeben und von dort das Terminal öffnen, die vorher mit einem anderen Claude-Account auch angelegt wurden. Jetzt reden wir erst mal nur lokal. Also ich erst mal auf meinem Rechner. Aber ich kann mir vorstellen, dass es vielen Leuten so geht, dass die einfach zwei Accounts haben. Wenn die Firma irgendwann entscheidet, auf Team-Accounts zu gehen, dann hat man einfach diese Situation und dann kann man trotzdem den bereits erstellten Ordner nehmen, das Terminal öffnen und dann muss man eben schauen, dass man in seinem richtigen Team-Account ist. Aber das ist relativ problemlos möglich, auch mit der App, dass ich dann von dort weitermachen kann, auch wenn das mit einem anderen Account erstellt wurde.
Ja, das, also auch das Memory ist natürlich dann in dem vorherigen Account. Das kann nicht ganz irrelevant sein, wenn man, so wie ich das zum Beispiel mache, da erst mal ein Sparring macht, bevor man überhaupt ans Coden geht. So, es gibt ja in Claude Code jetzt auch diese Planungsphase, aber selbst davor bin ich zum Beispiel immer ganz stark im Sparring. Und mit dieser Umstellung ist natürlich auch jede Erinnerung daran dann weg. Die muss man sich dann wieder extrahieren und rüberziehen. Deswegen ist ein ganz guter Hinweis, weil man sonst mit seinem Projekt auch wieder bei null anfängt.
Ja, genau, dann hat er zwar die Dateien, aber vielleicht den Kontext nicht. Ich kriege ziemlich gut hin, also den sich den Kontext zu erschließen über die Dateien, aber das hilft natürlich. Also was immer eine gute Idee ist, ist sich so eine README-Datei in den Ordner zu legen. Als ja, also das Machen ja auch menschliche Entwickler so, wenn andere Entwickler dran arbeiten. Immer eine gute Idee und in dem Umfeld auf jeden Fall auch, dass es einfach eine README-Datei gibt, um den Kontext klarzumachen und auch um bestimmte Entscheidungen herzuleiten und so weiter.
Ja, also wenn ihr euch immer gefragt habt, was eigentlich diese README-Datei ist, das.
Stimmt, wenn man irgendwie sich ein Programm downloadet, sieht man immer diese README.txt. Und also früher hat man immer auf die Excel gedrückt, damit das Programm startet, aber die README.txt hat man auch immer gesehen und wenn man draufgeklickt hat, ah nee, das ist nicht für mich. Da kann ich ja gar nichts machen mit. Und jetzt ist es eben, ah ja, dafür ist das jetzt. Jetzt macht es doch Sinn.
Genau, also ja, da empfiehlt es sich immer, das so ein Stück weit zu dokumentieren, wo man denn eigentlich war und da auch abzulegen, auch wenn man mal ein paar Tage nicht daran arbeitet oder einfach am Wochenende mal den Laptop nicht aufmacht, weil man gegen seine Claude-Sucht angekommen ist, dann ist es ja immer gut, da wieder anzufangen, wo man vielleicht in so einer Session tief drin war.
Jetzt haben wir es lokal liegen. Das ist übrigens echt noch ein großer Nachteil von den ganzen Claude-Sachen. Das ist aber auch logisch, dass man erst mal lokal arbeitet, bevor es dann zur Verfügung gestellt wird. So arbeiten ja auch unsere Entwickler, dass die die ganz viel auf ihrer lokalen Maschine laufen haben, bevor es dann deployed wird. Aber und ich sehe jetzt auch schon seit ein paar Tagen, ich glaube seit dieser Woche bekomme ich immer mehr Google Drive Connections angezeigt. Also mir wird ja immer, also wenn ich in der App arbeite, werden mir ja die Ordner angezeigt und da habe ich jetzt auch den Button in Drive, also dass es direkt dort abgelegt wird. Ich glaube, da wird in den nächsten Wochen, Monaten, Tagen, Stunden, keine Ahnung, demnächst werden Sachen passieren, dass das auch, dass es da mehr Konnektivität zu Claude-Lösungen gibt, weil das schon großer Nachteil ist für Organisationen, dass da jetzt Leute lokal auf ihrem Computer arbeiten. Aber im Grundsatz ist es ja so, der Standard ist, ich habe lokale Dateien und jetzt ist die Frage, wie, wie mache ich das anderen zugänglich?
Ja, also da gibt es jetzt, gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten. Ganz rudimentär wäre am Ende einer Session den Folder zu nehmen und auf einen Drive zu packen. Kann man natürlich immer machen. Oder ich habe zu Hause auch einen Mac Mini noch stehen, der Sachen macht. Da schicke ich mir dann auch die Pakete mal hin und her, je nachdem. Also wenn ich jetzt den da was arbeiten lasse, während ich hier meinen Laptop für eine Präsentation oder so brauche, dann macht der Mac Mini da halt weiter. Zumindest so lange, bis er wieder eine Frage hat. Man kann nicht mit den Dateien hin und her schicken. Das ist für mich das Einfachste. Aber man kann es natürlich auch ein bisschen professioneller aufstellen. Was ich auf jeden Fall zur Dokumentation und zum Stand empfehlen würde, wäre einen GitHub-Account aufzumachen. Der ist, also wer schon mal damit zu tun hatte, das ist eigentlich ein etablierter Standard, um Versionierung zu dokumentieren, den Stand einer Software zu dokumentieren, die Ordner da hochzuladen. Wenn ihr zum Beispiel auch schon mal Sachen mit n8n ausprobiert habt, da gibt es viele GitHub-Links, wo man sich dann was komplett runterladen kann, wieder hochladen kann, um quasi dieses Template zu nutzen.
Kann man auch für Dokumente benutzen und so weiter. Es gibt es schon ganz lange, es gehört mittlerweile zu Microsoft und hat einen eigenen Connector zu Claude und Claude Code. Das heißt, ihr könnt das, was ihr gebaut habt, wenn ihr sagt: Okay, das ist auf jeden Fall jetzt ein Stand, den ich mit anderen teilen möchte und auch zur eigenen Dokumentation dann auf GitHub hochladen. Dazu müsst ihr euch dort einen Account machen, der ist kostenfrei, und eben das dann mit Claude verbinden. Und dann könnt ihr dort halt ein Projekt anlegen, was dann so heißt wie euer lokales Projekt, und könnt dann abends nach einer Session, wenn ihr durch seid oder wenn ihr fertig seid, dann das halt auf GitHub nochmal hochladen, dass ihr da immer den neuesten Stand habt. Da könnt ihr das dann freigeben, entweder öffentlich zugänglich, wenn ihr sagt, mein Projekt ist so cool, das muss jeder mal gesehen haben, dann könnt ihr das natürlich einfach freigeben, oder ihr gebt es innerhalb, wenn ihr einen Team-Account habt, in der Organisation frei. Oder halt ähnlich wie man es bei Dokumenten kennt, kann man es natürlich auch einfach den Menschen mit einer Einladung, mit einem Link freigeben. Und da kann man dann seine Arbeit sozusagen für sich selbst und für andere dokumentieren und teilen.
Ich denke, dass GitHub in vielen Organisationen schon verbreitet ist, aber eben nur unter den Entwicklern. Also so war es ja bei uns auch. Ich hatte gesehen, dass ich tatsächlich einen Account hatte, den ich aber also jetzt Jahre schon nicht mehr benutzt hatte, weil es einfach bisher keine Relevanz für mich hatte. Aber seitdem wir, ich mache jetzt mal den Oberbegriff PMs, Berater, Beraterinnen eben auch Code zur Verfügung stellen, ist GitHub ein wichtiges Scharnier geworden, weil das auch in den sonstigen Dev-Prozess dann integriert wird. Weil genauso arbeiten die Entwickler sonst auch an unseren Entwicklungsprojekten. Es gibt eben ein GitHub-Projekt, wo dann auch unterschiedliche Branches aufgemacht werden können. Also sozusagen, es gibt den Hauptstamm und davon kann man auch Branches, also Äste abzweigen lassen in so Versionierungen und so. Und dann kann man wieder auf den Stamm zurückgehen, wenn da was kaputt gegangen ist. Also das habt ihr vielleicht schon mal gehört, dass ein Entwickler gesagt hat: Ja, ich muss den Branch wiederherstellen oder der ist kaputt oder keine Ahnung was. Ich glaube, es gibt noch bessere professionellere Bezeichnungen für kaputt. Aber jedenfalls bedeutet das: Ah okay, das geht jetzt wieder zurück auf den Hauptstamm sozusagen und dann ist nicht die ganze Website kaputt oder so, sondern eben vielleicht nur das Feature, was deployed wurde. Und genau das ist also der normale Dev-Prozess, der in den allermeisten Unternehmen glaube ich schon jetzt stattfindet. Und das Neue ist eben, dass jetzt PMs mit dazukommen. Und eine wichtige Frage ist in dem Zusammenhang, ist dann vielleicht noch mal Thema für eine eigene Folge: Wie gestaltet man diesen Prozess in den Freigaben jetzt? Also wenn eben Leute, die nicht Coder sind, die das nicht gelernt haben, so wie ich jetzt zum Beispiel. Ich glaube, Christoph, du bist da auch viel autodidaktisch unterwegs und auch nicht im klassischen Sinne Entwickler, dass die jetzt trotzdem Code zur Verfügung stellen, eben über Claude oder was auch immer. Es gibt ja mittlerweile auch die anderen großen Systeme, haben ja nachgezogen mit Codex und auch Google mit Paragraph. Wie heißt das da? Ich habe jetzt vor kurzem schon mal nachgeguckt. Also jedenfalls OpenAI hat Codex und Google hat auch ein Pendant für diesen Code. Das ist dann ja also – Das wird immer wahrscheinlicher, dass das Leute, die das nicht gelernt haben, Code über KI zur Verfügung stellen. Und dann ist halt die Frage, wie stellt man sicher, dass die das in einem Rahmen machen, der abgesichert ist, der nichts kaputt macht, der eben auch eingegrenzt ist?
Und da ist GitHub die beste Variante, weil es von dort aus eben Freigabeprozesse gibt und diese Reviews stattfinden können und so weiter. Also ja, deswegen glaube ich, guter, wertvoller Tipp zu sagen, macht euch einen GitHub-Account, selbst wenn man nur alleine daran arbeitet, ist es dort noch mal doppelt gesichert sozusagen.
Ja, also mindestens wenn der Laptop vielleicht mal abraucht, ist das glaube ich immer gut, da dann noch eine Kopie zu haben und so kann ich eben auch sehr gut mit anderen zusammenarbeiten. Also wenn dann jemand anders daran weiterarbeiten will oder das reviewen will, dann ist es dort eigentlich am einfachsten abgelegt. Wenn ich starten will, dann tatsächlich mal da auch einen Code generieren möchte, habe mein Terminal, habe meine Desktop-App, wie auch immer. Beides ist möglich. In der Desktop-App habe ich übrigens das, worüber wir jetzt gesprochen haben, mit den Ordnern einfach unten als Buttons. Also ich kann da einen Ordner anlegen, ich kann lokal arbeiten, da gibt es ein kleines Bildchen, kann Default, aber auch eine Claude oder einen Claude-Anbieter anlegen. Da gibt es einen kleinen Default-Button, da kann man dann zum Beispiel auch direkt sein GitHub angeben. Da gibt es ein paar Möglichkeiten, aber das wäre dann auch lokal. Dann gibt es einen Knopf Ordner auswählen und dann kann man entweder einen auswählen, den man angelegt hat, so wie vorhin beschrieben, oder legt halt dort in diesem Kontextfenster einen an und dann kann man eigentlich loslegen. Dann sollte man Claude halt ziemlich gut erklären, was man vorhat, weil der legt sonst einfach los und schießt und dann ist man vielleicht in der Struktur ein bisschen festgelegt und kann das später nicht mehr skalieren oder für den eigentlichen Zweck, der sich ja vielleicht auch ein bisschen ändern kann, dann noch mal richtig festlegen.
Also auch hier wieder wie im richtigen Leben. Wer die Anforderungen gut beschreibt, hat nachher während der Umsetzung weniger Gehassel, was bei Claude vor allen Dingen auch sich im Tokenverbrauch widerspiegelt. Also wenn der im laufenden Prozess merkt, ach, das wolltest du, also dafür ist das dann nachher da oder so, ja gut, dann muss ich die Struktur noch mal umbauen und dann ist er schon dabei und dann sieht man so die Token rattern, denkt Nein –
Du hast das Limit jetzt erreicht. Du kannst jetab 11 Uhr weitermachen.
In sonstigen Projekten war der Tokenverbrauch dann eher Budget und Manntage, Monate, die dann darauf gingen. Jetzt sind es halt Token. Aber ja, also ich finde, das ist nicht anders geworden. Also wir brauchen gute Anforderungen, um im Doing tatsächlich das ziemlich reibungslos zu haben. Und wir können mal eine einen Use Case diskutieren, wie du das siehst, ob du zustimmen würdest, das so zu tun, wie ich das jetzt gemacht habe, oder ob du da noch einen besseren Weg hast. Also wir haben jetzt bei uns intern bei netzstrategen eine Idee für einen Prototypen, für eine Anwendung, die wir gerne ausprobieren wollen würden. Und wir hatten dazu einen internen Termin mit mehreren Beteiligten, Design, Dev, PM, so querbeet, und haben über eine Produktidee gesprochen und daraus ist ein Transkript erst mal entstanden. Also wir haben über ein Projekt gesprochen oder ein Produkt, was wir gerne launchen würden, und würden davon jetzt gerne erst mal einen Prototypen bauen und haben gedacht, das machen wir mit Claude. Da gibt es also ein Transkript für. Dann haben wir im Termin handschriftlich was an Metaplanwände geschrieben, die wir abfotografiert haben. Und es gibt einen Flowchart in Figma oder FigJam, wo wir sozusagen Abläufe skizziert haben, User Flows und Datenflüsse. Wie das so funktionieren soll. Und diese 3 Assets könnte man sagen, Transkript, Foto von der Mitschrift aus dem Termin plus den FigJam Flow habe ich in Claude Chat gegeben und habe gesagt: Hier lies mal durch, was du so verstanden hast. Ich sage dir jetzt mal, was ich verstanden habe, was wir jetzt machen wollen. Das ist ja so, Anforderung ist ja immer Klärung davon, hat jeder dasselbe Zielbild und mach mir mal erst mal eine Anforderungsliste. Also was verstehst du, was wir vorhaben? Und auch in der Abschichtung von Endprodukt und Prototyp, von den Informationsassets, die ich ihm gegeben habe. Und dann hat er das gemacht. Ziemlich nah dran an dem, was ich auch verstanden habe. Das hat mich schon mal ein bisschen beruhigt. Und dann habe ich ihn gebeten, mir daraus eine Anforderung zu geben in einem Markdown, also in einem Textformat, was KIs gut lesen können, was wenig Token verbraucht. Also anders als ein PDF zum Beispiel. PDF sind super intensiv im Tokenverbrauch und nicht gut einlesbar. Eine MD-Datei eignet sich dafür besser. Und habe ihn gebeten, mir eine MD-Datei zu geben für Claude Code, also die daraus zu generieren. Das hat er dann auch gemacht. Und dann habe ich das genommen und bin es dann im Planungsmodus in Claude Code durchgegangen. Also das, was mir vorher zusammengefasst wurde an Anforderungen und so weiter, die da sind. Und dann haben wir da sozusagen die Infrastruktur geplant. Also Claude hatte dann Code wusste dann, was wir vorhaben, wo das Ding hin soll. Jetzt erst mal Prototyp. Wo soll es hin? Es war auch klar, der Prototyp muss jetzt noch nicht alle Eventualitäten mit drin haben. Es geht erst mal um so ein Proof of Concept. Und dann haben wir auf der Basis Architektur-Entscheidungen gemeinsam getroffen. Also gesagt, wenn ihr das vorhabt, dann wäre das jetzt die Infrastruktur. Aber um es zu testen, könnt ihr auch erst mal das nehmen. Wie möchtet ihr entscheiden? Dann konnte ich halt sagen: Ah, okay, verstehe. Habe ich so abgespeichert. Das ist jetzt nicht endlos skalierbar, aber für den Prototypen irgendwie handelbarer. Und diese Entscheidung haben wir eben getroffen. Und dann losgelegt. Hättest du das woanders gemacht als mit Claude Chat? Also diese Anforderungsaufnahme?
Nee, also ich gehe da eigentlich ziemlich ähnlich vor. Also in früheren Rollen hatte ich ja auch Produktmanagement-Rollen schon und nach so ein paar Gehversuchen mit Claude Code bin ich dann auch dazu übergegangen, das eigentlich wieder vom Ablauf her genauso zu machen, wie ich das damals schon gemacht habe oder wie man das klassisch machen würde.
Hat man noch auf Tontafeln das eingeritzt?
Damals ganz, ganz früher auf Pergament. Also tatsächlich witzigerweise erstelle ich auch Anforderungen und auch als User Stories tatsächlich ganz klassisch. Als Produktmanager möchte ich Folgendes, als Nutzer möchte ich dies und so weiter.
Und das machst du in Claude Chat oder wo machst du das?
Das mache ich tatsächlich mit Claude Chat. Auch so ähnlich, wie ihr das jetzt im Termin gemacht habt. Ich nutze da Whisperflow und erzähl da einfach relativ viel, um daraus Anforderungen zu machen. Gebe aber am Anfang auch erst mal ganz viel Kontext. Also was, warum machen wir das? Was soll das machen? Wer soll das später nutzen? Wie sieht der Output aus? Was ist die Brand? Wird das netzstrategen absenden? Ist es intern, ist es extern? All diese Sachen, die sonst ja auch bei Menschen quasi in so einem Kick-off-Termin fallen würden oder ähnlich wie ihr das gemacht habt, so einen Planungstermin, und dann erstelle ich diese User Stories natürlich nicht manuell, sondern mit Hilfe von Claude Chat und lass dann auch direkt ein Asana-Projekt anlegen. Kann man auch mit Jira machen, gibt es auch einen Connector für, ist auch weit verbreitet. Lass mir da dann direkt Tickets anlegen, wie die ein Entwickler auch bekommen würde, und habe dann da im Chat schon im Austausch dann Infrastruktur-Entscheidungen getroffen und welche Technologie man vielleicht verwenden soll.
Das machst du da schon, das machst du nicht im Planungsmodus.
Das mache ich tatsächlich da schon. Kann auch nicht sagen, dass da bisher eine schlechte Entscheidung dabei gewesen wäre. Da war im Gegenteil sogar viel Diskussion auch schon dabei. Da hilft natürlich Kontext. Wenn ich dem jetzt sage, ich möchte hier ein Tool bauen, was mir das und das für SEO ausliest, soll schnell gehen, dann kommt wahrscheinlich irgendwie raus, ja, mach ein HTML-File. Wenn du aber sagst, es sollen so und so viele Leute auf der ganzen Welt nutzen, in unseren Büros, dann wird er schon sagen, okay, das müssen wir irgendwo deployen, da brauchen wir vielleicht node.js, da müssen wir irgendwie ein Frontend bauen und so. Also da gehen wir schon in relativ unterschiedliche Richtungen. Das hat da gut funktioniert. Und was ich dann noch gemacht habe in den letzten Projekten, ist, ich lasse in diesen Asana-Tickets dann auch direkt den Prompt für Claude Code für das jeweilige Teilwerk Tag erstellen und ablegen. Das ist für mich so ein organisatorischer Part. Also einmal kann ich da immer wieder gucken und es nochmal überprüfen, ob wir an dem Punkt sind und das soweit in Ordnung ist. Und dann kann ich auch diese Tickets completen. Aber ich kann jetzt auch 2 Wochen Pause machen und kann wieder in dieses Projekt rein, ganz so wie es halt mit menschlichen Entwicklern eben auch wäre. Kann aber währenddessen trotzdem nochmal den Prompt für das jeweilige Teilgewerk anpassen. Also ich zerlege das tatsächlich in Komponenten, wie das halt in einem anderen Projekt auch wäre. Und gehe die dann Ticket für Ticket durch. Weil ich persönlich mit Asana arbeite, finde ich da halt immer wieder hin zurück. Ich hatte sonst schon viele wilde Sessions, also an Nächten und am Wochenende, wo ich mir zum Schluss die Infrastruktur komplett verbaut habe, weil ich immer noch eine Anforderung, noch eine Anforderung reingekippt habe, weil ich gemerkt habe, cool, geht ja.
Ja, das ist der Klassiker.
Ja, das ist so Vibecoding Classic. Genau. Man sich halt verbaut. Und wenn man dann aber was Größeres oder Stabileres bauen möchte, ist halt gut, wenn am Anfang viele dieser Gedanken da schon einfließen. Und im Grunde, glaube ich, sind wir da nicht weit auseinander. Ich weiß, also den Plan Mode mache ich trotzdem, da korrigiere ich auch oft noch, was dann passiert. Aber ich habe halt eben schon mal so dieses erste Set an Aufgaben, die ich erfüllen muss, und kann dann, das ist für mich eigentlich auch ganz gut, viel besser abschätzen, wie lange ich dafür brauchen werde, weil ich dann halt all diese Tickets habe. Kann dann von Claude auch eine Einschätzung mir schon geben lassen. Dann weiß ich einfach, okay, das sind auch für mich Mann-Tage. Also das weiß ich schon, okay, wenn ich ein Projekt machen will, ist es nicht in einer Abend-Session gemacht. Da stößt man an Limits. Das ist auch einfach, der braucht manchmal auch 17 Minuten, um so einen Prompt dann noch auszuführen und dann Code zu erstellen. Da sitzt man schon teilweise lang. So finde ich da halt immer wieder zurück. Das ist eine Struktur, in der ich gute Erfahrungen gemacht habe.
Das mit Asana finde ich interessant. Also da würde ich gerne noch mal genauer darauf eingehen. Also der Prozess ist, du hast das Projekt oder die Entwicklung durchgeplant, also alle Infrastruktur-Entscheidungen sind getroffen und was gebaut werden soll und auch in welcher Reihenfolge. So, und dann erstellst du mit den Infos Tasks, die die einzelnen Entwicklungsschritte, Features, keine Ahnung, clustern.
Genau.
Und diese Asana-Tasks machst du für dich oder gibst du die auch Claude wieder zurück?
Die gebe ich also Claude nicht in dem Sinne zurück, als dass ich sage, such dir mal bitte in diesem Asana-Ticket raus, was zu tun ist, sondern da ist quasi der Prompt schon in der Description. Den kopiere ich da raus und gebe ihm dann Claude Code und dann date ich dieses Ticket wieder ab, ob das erledigt ist oder nicht. Also so habe ich halt auch einfach nochmal eine Dokumentation, um später dann auch bei der Code Review nochmal zu sagen, welche, was habe ich hier eigentlich gebaut, wo muss ich nochmal drauf achten und welches Teilstück dieses Projekts muss vielleicht noch mal geändert werden.
Aber das heißt, dass du auch alle Features einzeln promptest? Also ich habe jetzt noch keine großen Projekte gebaut und das, von dem ich eben erzählt habe, das wäre jetzt noch mal wirklich was Größeres. Da sind wir aber noch nicht, da sind wir sozusagen noch im Planungsmodus. Bisher bei allem, was ich gebaut habe, aber es waren eben kleine Anwendungen, war sozusagen nach dem Planungsmodus, dass ich gesagt habe, los geht’s, Claude. Und dann meldet er sich ja dann immer. Soll ich jetzt das machen? Bitte genehmigen, bitte das genehmigen, bitte das genehmigen. Aber ich überlege gerade, dass ich habe, ich prompte ihn nicht featureweise.
Muss man theoretisch auch nicht. Bei mir ist es wirklich wahrscheinlich auch nur persönliche Präferenz. Also es geht schnell, ich habe das dann einfach da, ich kann da jederzeit drauf zurückgreifen. Ich glaube, wir haben in der vergangenen Folge auch schon mal über dieses fragmentierte Arbeiten gesprochen. Und mir ist wirklich das Problem, wenn ich den anschmeiße und dann was anderes mache, dass sie wieder zurückkommen, mich nicht erinnern kann, was ich dem schon gegeben habe. Plan Mode hin oder her, dann kommt da ein Limit. Da muss ich vielleicht auch mal Laptop zuklappen und in den Termin und dann komme ich doch nicht mehr dazu.
Podcast aufnehmen, sowas.
Podcast aufnehmen ist langwierig. Weiß ja keiner, dass wir eigentlich immer 6 Stunden aufnehmen und das dann runterkürzen. Aber die ganze Recherche dazu. Und da hat sich für mich einfach bewährt, auf ein System zu gehen, was ich schon habe. Beziehungsweise wo ich auch schon mit Menschen drin gearbeitet habe, um das dann später auch noch mal jemandem abgeben zu können. Also meine Idee wäre schon, dass ich so noch einfacher mit mehreren Menschen daran arbeiten kann. Und die Erfahrung habe ich dann doch schon gemacht, wenn ich ein komplexeres Tool gebaut habe und lass ihnen das alles einmal so durchrauschen und muss dann noch mal was ändern, dann passieren auch Sachen, die ich nicht möchte, und dann komme ich schwer wieder an die Ursprungsversion zurück. Und so habe ich immer ein Teilfeature nochmal dokumentiert. Das mag für, ich brauche mal schnell ein Dashboard, um Podcastfolgen zu visualisieren, overengineert sein. Aber für die Tools, die wir jetzt hier schon gebaut haben, die, die, also wir haben das eine Tool, was so ein Alarm gibt, wenn Kampagnen unter bestimmte CTRs fallen und sowas, wo man einfach auch viel einstellen muss und wo halt auch ein bisschen mehr Hirnschmalz reinfließt. Da bewährt sich auf jeden Fall, also wie gesagt, das ist jetzt meine Erfahrung. Also jeder Entwickler wird sich jetzt vielleicht totlachen darüber, aber so kann ich ganz gut Track von den Aufgaben behalten, weil ich habe halt auch noch andere Aufgaben. Also ich bin ja kein Entwickler, der Vollzeit sich quasi darauf fokussieren kann. Ich glaube, dann kann man noch mal, also machen wir vielleicht auch noch mal eine Folge mit Claude Code, kann man noch ganz andere Sachen, auch Super Agents und so aufsetzen. Die auch wirklich wahnsinnig an Produktivität bringen. Aber so für den Anfang hatte sich es bei mir bewährt, klassische Anforderungen zu generieren. Und das geht ja mit der Hilfe von KI auch ziemlich schnell. Und ich kann es auch noch mal jemandem zeigen. Also ich kann ja auch vorher dann noch mal sagen, bevor ich dann das umsetze, klar, kann ich einen Prototyp machen, aber ich kann auch noch mal fragen: Macht es überhaupt Sinn, was ich hier bauen möchte?
Also die Anforderungen auf jeden Fall. Ich finde das ja super spannend und hilfreich, über die Asana-Tasks nachzudenken, weil aus dem Grund dieser Fragmentierung bin ich bis jetzt immer so gewesen, dass ich gesagt habe, jetzt bau das Ding und melde dich, wenn es fertig ist. Dann kann ich halt in der Zwischenzeit, das dauert dann halt ziemlich lange, und dann einfach mal Probleme lösen. Aber ja, deswegen war ich da eher so, so unterwegs. Aber du hast natürlich völlig recht, dass das für nachhaltige Produkte natürlich viel schlauer ist, das so zu machen, wie du das machst und vor allen Dingen auch, wenn man vielleicht nicht alles von der KI bauen lässt, sondern zwischen, also zwischen manche Teile sind ja vielleicht auch einfach schneller, wenn das jemand manuell macht oder so, oder wenn er da jetzt eben nicht irgendwelche Sachen baut, von denen man weiß, dass das kann jemand anderes vielleicht schneller, oder das haben wir schon irgendwo rumliegen oder so, dann kann man das einfach jemandem zuweisen.
Also du hast auch einfach manuelle Aufgaben dazwischen, das ist ja nicht alles Coding sozusagen. Und also nehmen wir ein Google Claude Projekt, das musst du anlegen, das musst du konfigurieren, musst du Freigaben einrichten, dann musst du vielleicht, wenn du ein Google Login hast, ein OAuth einrichten und so weiter. Du musst, wenn du andere Komponenten da einbinden willst, irgendein SEO-Tool oder so, musst du eine API anbinden. Du musst ja erst mal einen API-Schlüssel holen. Oder wenn du eine KI wie Claude anbindest, brauchst du ein API. Da sind auch manuelle Aufgaben dabei. Ich da festgestellt habe, ist, wie gesagt, also wenn du, wenn, wenn du das alles auf einmal machst im Alltag, ist es schwierig. Und in Asana habe ich dann eben so die Aufgaben drin mit einer hoffentlich realistischen Einschätzung, wie viel Stunden ich am Tag überhaupt Zeit habe dafür. Und dann lege ich mir dann Due Date rein, dann weiß ich, bis wann es erfüllt werden muss. Das wird mir auch in meinem Google Kalender angezeigt. Dann weiß ich zumindest morgen, morgens schon, heute wollte ich ja in Claude Code folgende 4 Features bauen und den Google OAuth anlegen, um überhaupt Zugriff auf auf Google Analytics oder so zu bekommen oder einfach auf einer Datenbank oder so was laufen zu lassen. Und ich finde also in so einem, ich nenne es jetzt mal Mischbetrieb, in dem ich mich da befinde, ist es halt was, was für mich sehr gut funktioniert.
Ja, also das werde ich mir auf jeden Fall für das Projekt, das wir gerade da umsetzen, noch mal nehmen, dass wir, dass ich mir mal ein Asana-Board anlegen lasse. Ich habe schon ein paar Mal mir Asana-Boards anlegen lassen. Ich hätte das Gefühl, dass das kleinteiliger ist als das, was ich machen würde. Also dass es sehr viele Tasks macht, die man vielleicht auch zusammenfassen könnte oder so. Aber auch das ist ja wahrscheinlich am Ende Feintuning. Aber das ist, finde ich, ist ein guter, also ein echt wertvoller Tipp, wie man Schritt hält. Und eigentlich auch da wieder, wir kommen wieder zu dieser Ursprungsaussage zurück, das, was wir in der Nicht-KI-Welt schon an Prozessen hatten, ist nicht so blöd. Also auch mit KI. Also wenn es um GitHub geht für Freigabeprozesse, wenn es um Anforderungsdefinitionen geht, wenn es eben um ein Ticketsystem geht, um den Überblick zu behalten über Tasks, die zu tun sind. Ja, also in meiner Idealvorstellung wäre es dann so, dass ich demnächst Claude als Assignee auf das, also als derjenige, als Verantwortlicher auf das Ticket setze. Mit einem Due Date und sage: So, viel Spaß! Bitte plan es dir so ein, dass die Token reichen, dass du das Ding bauen kannst.
Das wäre doch eigentlich, ja.
Ich glaube, da kann man heute schon relativ viel mitmachen, um das noch mal so ein bisschen mehr zu automatisieren. Da gibt es glaube ich auch noch mal andere Tools. Ich weiß nicht, ob man mit Asana sich dann noch mal was bauen kann, aber ich glaube, man muss, so wie wir das ja auch in anderen Folgen oder auch teils in unseren Keynotes und so weiter auch immer kommunizieren. Wenn man es als Teammate sieht und damit so umgeht und die KI dann eben so einbindet. Es ist ja eben auch dieses Agentische dann dahinter, auch wenn es jetzt vielleicht nicht per se ein Agent ist, der da ganz autonom arbeitet, aber die Prozesse so baut, dass eben Menschen und KI damit arbeiten können, dann sind es ja am Ende auch die Prozesse, die wir schon haben, mit leichten Abwandlungen und halt eben einem neuen Player an Bord. Und zumindest in der Übergangsphase zu was auch immer die KI uns noch bringen wird, ist es ja gut, wenn wir die Prozesse verstehen und nicht neuen lernen müssen. Und ob man jetzt da Jira oder Asana, je nachdem was man da hat, anbindet, glaube ich, da kommt es gar nicht so drauf an. Aber ich freue mich immer, wenn ich quasi diesen Mental Load abgeben kann in ein anderes System, wo ich weiß, okay, wenn ich weiß nicht, wenn ich mich erkälte, bin jetzt mal 4 Tage außer Gefecht, dann kann ich da aber wieder anknüpfen. Und genauso kann ich es aber einem Kollegen, einer Kollegin geben, dass das, dass die weiterarbeiten können oder es auch einfach teilen und vorstellen im Team. Da fühle ich mich immer besser mit, wenn ich andere dann da ein bisschen handlungsfähiger machen kann.
Ja, das ist doch, war doch jetzt schön, schön handfest. Und ich habe auch noch mal was mitgenommen.
Folgt mir für mehr Tipps.
Mache ich. Ich folge dir auf LinkedIn.
Sehr gut.
Ja, dann würde ich sagen, haben wir doch für Claude Code schon mal einiges durchgespielt. Ich glaube, wenn man mit dem beginnt, vielleicht in der Zusammenfassung, was du sagst, Ordner anlegen und von dort aus arbeiten, beziehungsweise dann, wenn man den Ordner angelegt hat, entweder im Terminal oder in der Desktop-App das aussuchen. Das ist, glaube ich, da, also für Leute, die neu einsteigen, das ist, glaube ich, schon mal wirklich der wichtigste Tipp, dass man da nicht wahnsinnig wird, wo das Ding jetzt Sachen abgelegt hat. GitHub-Account anlegen, ist glaube ich auch ein guter Tipp. Und wenn man mit anderen zusammenarbeitet, eben zu gucken, wie hält man Track.
Projektmanagement.
Projektmanagement, ja, verrückt.
Crazy, aber wahr. Ist glaube ich ein echt wichtiger Punkt. Und ich glaube, was man auch noch sehr betonen muss, ist, wenn man anfängt, was zu bauen, ist gerade am Anfang in der Planung so viel Kontext wie möglich mitzugeben, weil das ändert wirklich die Systeme und Technologien, mit denen man da arbeitet möchte. Es ist ein großer Unterschied, ob man für sich selbst jetzt ein Tool baut, was lokal auf dem Desktop irgendwie laufen soll, oder ob man das für die Firma baut, wenn damit jemand was tun soll. Weil ganz so ist es ja auch, wenn man gar nichts damit zu tun hat und beauftragt so was bei der Development-Abteilung oder einem Unternehmen. Dann geht man ja auch hin und spricht dort mit dem Projekt-Produktmanager, was man denn eigentlich machen will, und der oder die übersetzen das dann für die Entwickler. Und die machen daraus Code und die machen dann das Produkt. Und je mehr Kontext die haben, desto weniger Rückfragen gibt es und desto weniger Missverständnisse gibt es. Und es ist bei der KI am Ende ganz genauso, wenn man, wenn man da skalieren will. Also ich finde auch deinen Ansatz da zum Beispiel zu sagen, okay, wir nehmen das jetzt mal als Transkript auf in einem Call und lassen uns da dann schon mal den ersten Wurf geben, finde ich auch super. Wenn man das mit mehreren Menschen zusammen macht, dann kann auch jeder aus seiner Abteilung, aus seinen Erfahrungen da reingeben, warum man jetzt dieses Tool braucht und was das lösen soll. Und daraus lassen sich ja super Anforderungen ableiten.
Na ja, das glaube ich auch. Das Anforderungsthema muss auf jeden Fall am Anfang stehen, weil das sonst, also egal, egal wie klein das Projekt auch ist, das ist trotzdem der wichtigste Schritt, weil das Ding eben dann nachher bauen kann und man nicht auf dem Weg noch mal Entscheidungen treffen muss. Das merken wir auch in anderen Projekten. Wenn das so ist, dass man auf dem Weg noch große Entscheidungen treffen muss, die im Vorfeld nicht geklärt waren, obwohl sie hätten geklärt werden können, ist immer ein schlechtes Zeichen. Also das würde ich jetzt mal hoffen, dass das in unserem Projekt wirklich sehr wenig vorkommt. Klar, es ändern sich immer mal Sachen oder ein Tool wird ausgetauscht, muss ausgetauscht werden auf Seiten des Kunden zum Beispiel. Das haben wir, das haben wir manchmal, dass sich Datenströme ändern oder so, da muss man vielleicht noch mal die Schnittstelle anpassen oder einen Importer oder keine Ahnung was. Aber wenn man so auf dem Weg feststellt, ach so ist das, ha, das ist aber – hätten wir das früher – das ist wirklich, finde ich, immer ein sehr schlechtes Zeichen. Deswegen fließt ja auch so viel Zeitaufwand in diese Definition und dann gar nicht mehr so sehr in die Definition, sondern wirklich in das gemeinsame Bild. Das ist halt auch noch mal ein wichtiger Punkt.
Man kann ja auch einfach loslegen, wenn man mal was ausprobieren will. Also einfach nur mal so für sich irgendwas zusammenschrauben geht ja. Diagramm, eine Visualisierung, eine Präsentation in HTML und so weiter, eine Website. Irgendwas kann man ja einfach machen. Aber wenn ihr was machen wollt, was für mehr Menschen da sein soll und was ein bisschen mehr erfüllen soll, dann langlebiger sein soll, auch langlebiger sein soll, dann macht eine ordentliche Planungsphase. Ich glaube, das sollte man auf jeden Fall berücksichtigen.
Wo wir gerade diskutiert haben, wie wir unterschiedliche Ansätze haben, um solche Projekte zu strukturieren. Das wäre natürlich auch echt interessant zu hören, wie das andere machen. Man kann sich 1 Million Videos Angucken von Menschen, aber vielleicht Leute, die uns zuhören. Wie arbeitet ihr denn mit, wenn ihr Claude Code schon benutzt und damit Projekte macht? Also seid ihr eher so die strukturierten, kleiner fragmentierten, besser im Überblick wie Chris oder eher auch die: Bitte leg mal los, Claude! Natürlich vorher mit Anforderungen. Das würde uns wirklich interessieren. Vielleicht könnt ihr uns einfach mal an [email protected] eine Mail schicken, oder ihr findet Chris und mich auch auf LinkedIn oder ich glaube, man findet uns, wenn man uns erreichen will. Das wäre echt super interessant, das mal zu hören. Und das nehmen wir gerne auch in den folgenden Folgen mit auf zu diskutieren, was eure Ansätze so sind.
Ja, gerne. Auch wenn ihr das vielleicht später hört oder jetzt erst anfangt und jetzt in den nächsten 2 Wochen nicht mehr vom Rechner wegkommt und da andere Erfahrungen macht oder andere Systeme findet oder auch mal einen Tool-Tipp habt, mit dem man das besser organisieren kann, dann freuen wir uns natürlich drauf.
Der Digital Impact Podcast ist ein Projekt der Digitalberatung netzstrategen GmbH aus Karlsruhe. Er wird vorbereitet und produziert von Sarah Stock. Die Inhalte verantworten die jeweiligen Moderator:innen der Aufnahme.Abonniert gerne unseren Podcast, damit ihr immer mitbekommt, wenn wir neue Folgen veröffentlichen. Und wer noch mehr von uns netzstrategen hören mag, kann unseren Newsletter per Mail oder auf LinkedIn abonnieren. Ihr findet uns über Google oder die Links in den Shownotes. Dort gibt es auch alle vorherigen Folgen zu finden.
Hör gerne in unsere anderen Episoden mit Digital Impact rein. Diese hier passen gut zum Thema der vorherigen Folge:
Die Digitalisierung hat sehr viele neue Kommunikationskanäle geschaffen. Sie hat sich von einer zusätzlichen Marketingoption zu einem wichtigen Investitionsbereich entwickelt. Hier kommt unser Digital Game Plan ins Spiel.
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