Die SXSW zählt zu den größten jährlich stattfindenden Tech-Events weltweit und vereint Festivals, Konferenzen und Ausstellungen rund um Musik, Film und interaktive Medien. In dieser Folge, aufgenommen am 13. März kurz vor Beginn des zweiten Konferenztages, berichtet Chris direkt aus Austin, Texas. Er teilt seine ersten Eindrücke von der SXSW 2026 und ordnet zentrale Meta-Themen rund um Künstliche Intelligenz und ihren „Human Impact“ auf die Arbeitswelt ein. Außerdem sprechen wir darüber, welche Trends sich bereits abzeichnen – und wie Chris das enorme Wissensangebot einer Konferenz so strukturiert aufbereitet, dass die wichtigsten Erkenntnisse auch langfristig im Arbeitsalltag nutzbar bleiben.
Wichtige Links aus der Folge:
Im Podcast zu hören:
Chris Sattel (Analytics Stratege | Host)
Sarah Stock (Marketing Strategin @ netzstrategen | Producerin)
Wichtige Links:
[00:00:03.120] – Sarah
Herzlich willkommen zum KI-News-Update im Digital Impact Podcast. Ich bin Sarah Stock, Marketingstrategin bei den netzstrategen, und heute habe ich eine ganz besondere Folge für euch. Chris ist nämlich live aus, oder zum Zeitpunkt der Aufnahme, live aus Austin zugeschaltet, und wir sprechen über die South by Southwest. Schön, dass du da bist, Chris.
[00:00:24.240] – Chris
Ich bin auch noch nicht so lang wach, deswegen, falls ich irgendwie ins Stolpern komme, entschuldigung dafür. Ich habe noch nicht so zu viel Kaffee. Aber ich habe schon ein bisschen was mitgebracht, obwohl heute erst der zweite Tag der South By in Austin ist.
[00:00:39.340] – Sarah
Seit wie vielen Jahren gehst du denn schon auf die South By?
[00:00:42.540] – Chris
Ich habe nachgerechnet, tatsächlich ist dieses Jahr mein siebtes Jahr. Mit der Covid-Unterbrechung von zwei Jahren ist es tatsächlich das siebte Mal, dass ich da bin.
[00:00:52.940] – Sarah
Oh wow, dann hast du bestimmt auch einige Metathemen-Shifts oder Weiterentwicklungen schon miterlebt, oder?
[00:01:01.240] – Chris
Ja, also vor ein paar Jahren, ich glaube, das war kurz, kurz nach Covid, ging es noch um Krypto und NFTs. Da war ziemlich viel los. Like, wer es noch kennt. Tatsächlich ist es ja kein großes Thema mehr. Also Krypto ist glaube ich im Mainstream angekommen und NFTs machen nur noch wenige Leute. Und hier war auch so ein bisschen der Durchbruch von ChatGPT. Vor 3 Jahren, als das so dieser Ketchupflaschen-Moment war und alles in Bewegung gekommen ist. Und da ging es auch viel um KI-Anwendungen tatsächlich. Was kann man damit machen? Use Cases, was geht schon? Wie sind die Texte? Wie fühlt sich’s an? Und jetzt über die Jahre bis 2026 ist da schon ein großer Shift in Richtung, wie geht man damit um? Wie geht man mit Menschen um, die vielleicht davon betroffen sind, dass ihre Jobs durch KI beschleunigt werden oder auch wegfallen? Und welche Skills braucht man denn eigentlich noch? Und wie kann man zum Beispiel kreativ mit KI arbeiten und gar nicht so sehr technisch? Das gibt es auch. Heute Abend gehe ich zu einem Cloud-Bot-Meetup. Also das sind dann eher Workshops tatsächlich, wo man auch Hands-on was machen kann, wo man die Sachen mal ausprobieren kann, wo andere Leute sind, die Sachen damit ausprobieren. Aber so in den Sessions geht es viel um tatsächlich Meta-Themen und den Shift in der Arbeitswelt und was dafür für neue Firmen vielleicht sogar einstehen können.
[00:02:35.450] – Sarah
Ich würde gerne noch mal auf das Thema zurückkommen vom Anfang, was du gesagt hast, wie man jetzt mit Menschen umgeht und diesem Shift in Richtung KI und Arbeitsverrichtung mit KI. Was hast du denn aus den Sessions mitnehmen können für deinen oder unseren Arbeitsalltag?
[00:02:52.170] – Chris
Das war jetzt natürlich erst ein Tag. Ich bin jetzt noch relativ frisch da. Aber ich glaube, was man schon mitnehmen kann oder was ich jetzt so von gestern mitnehme, ist eben, dass, wie schon gesagt, KI ist so kein Thema mehr. Das ist ein sehr amerikanischer Blick jetzt auf die Sache. Das ist einfach gesetzt. Das haben wir, glaube ich, auch schon vor Jahren festgestellt, auch wir hier im Podcast. Aber wie man damit umgeht, macht eben den Unterschied. Also zum einen auf sich selbst bezogen. Ich war in einer Session, wo es eben darum geht, from burnout to bandwidth. Also KI kann ja schnell fast schon in ein Burnout führen, weil es einfach den Tag sehr stark fragmentiert. Also wenn ich jetzt so – wir haben in den letzten Folgen ja auch über Whitecoding gesprochen. Wenn ich jetzt mit Claude was zusammenbaue, dann warte ich immer ein paar Minuten, mache in der Zeit eine andere Aufgabe, spring dann wieder zurück auf den Screen, geb den nächsten Prompt ein, die nächste Anweisung, teste, was er gemacht hat. Und warte dann wieder 5 Minuten, bis die KI in der Umsetzung ist, und mach dann wieder, keine Ahnung, bearbeite eine E-Mail, wie auch immer. Das ist schon ziemlich anstrengend für den Kopf. Und habe ich jetzt auch ein bisschen anders organisiert. Habe ich aber hier gestern auch noch mal mitgenommen, so ein bisschen intensiveren Workshop, wo es eben darum ging, was kann man denn wirklich schon mit KI machen? Also wie gestalte ich meinen Arbeitsalltag? Nutze ich es tatsächlich, um mir zum Beispiel E-Mails zusammenfassen zu lassen oder noch die wichtigen E-Mails durchgeben zu lassen? Wenn wir jetzt Cloud angucken, den kann ich mit Google Mail verbinden, mit meinem Kalender und kann mir so morgens eben einen Überblick geben lassen, was so wichtig wird. Kann aber auch vielleicht sogar die KI entscheiden lassen, was gerade wichtig und dringend ist, sodass ich nur noch die Sachen sehe, die die ich wirklich jetzt bearbeiten muss und mir meine E-Mails ansonsten vielleicht dann um 16 Uhr mal anschauen kann, um die en-bloc zu verarbeiten. Also da gab es eine tolle Session und dann war auch großes, großes Thema, was es mit den Menschen macht, wenn sie eben den Eindruck gewinnen, dass das keinen Unterschied mehr macht, ob sie die Arbeit machen. Und das kann eben mit KI eben auch sehr schnell passieren. Wenn ich jetzt eine CustomGPT habe bei OpenAI oder ein Gem bei Google Gemini, dann kenne ich das ja schon ganz gut, dass so repetitive Aufgaben, die ich früher gemacht habe, jetzt eben von der KI vielleicht gemacht werden. Und diese KI kann ich jedem geben, ob der sich jetzt damit auskennt oder nicht, dann wird der Job einfach gemacht und man ist dann nur noch so ein Dateischrubser vielleicht, der irgendwie PDFs da reinlädt und die dann ausgelesen bekommt. Und dann kann es eben schon schnell passieren, Dass man den Eindruck gewinnt, dass man da keinen Unterschied mehr macht. Also ob man jetzt morgens zur Arbeit kommt und die macht oder nicht macht. Und da wurde sehr Metaebene über Mechanismen gesprochen, wie man eben mit den Menschen sprechen kann, dass es doch eben einen Unterschied macht oder den Job vielleicht verändern kann oder ausschmücken kann, dass man da noch so ein bisschen ja eine Guidance hat, dass man jetzt hier nicht nur der, der PDF-Schubser ist, was natürlich schnell passieren kann. Aber das wird sich auch verändern, wenn so Workflows automatisch sind. Dann hat man, dann ist man auch nicht mehr derjenige, das PDF hin und her verschiebt. Dann ist man vielleicht sogar in dem Prozess gar nicht mehr notwendig.
[00:06:34.630] – Sarah
Du hattest jetzt vor allem von Claude gesprochen. Siehst du wie so ein Trend? Über welche Tools spricht man denn noch? Weil ChatGPT wird ja gerade etwas der Untergang nachgesagt. So wie es aber auch schon für Facebook ganz lange hieß. Von daher finde ich es spannend, mit was ihr euch da jetzt beschäftigt.
[00:06:55.190] – Chris
Eigentlich ist es so, dass von OpenAI die letzten Jahre sehr viele Leute da waren, die Sessions gehalten haben oder die in Panels drin saßen. Ich habe da jetzt zumindest in meinem Programm, was ich mir so zusammengestellt habe, niemanden von OpenAI gefunden. Das ist jetzt, wie gesagt, keine tiefe Research, sondern das – bei den Sessions, die ich mir so anschauen werde, sind diesmal keine Leute von OpenAI dabei, aber von Anthropic, dem Hersteller von Claude. Wenn ich jetzt hier so in – man sieht ja hier und da mal Displays im Vorbeilaufen, wenn man im Publikum sitzt, dann sehe ich hier noch ziemlich viel ChatGPT offen. Also viele nutzen das auch, um die Session zu recorden und dann sich die Notizen zu sparen. Ich sehe aber oft auf den Displays Claude, die Sachen zusammenfassen, und das ist auch, worüber ich mich mit den Leuten hier unterhalte. Wenn ich jetzt den ersten Tag, wenn ich da in der Schlange stand, kommt man ja ins Gespräch, was die Menschen so umtreibt. Dann ist es tatsächlich Claude und Agenten mit zum Beispiel ClaudeBot in der Umsetzung und dass die jetzt in auch größere Unternehmen stärker eingeführt werden. Alles mit großen Vorkehrungen, dass da kein Quatsch passiert, weil das kann natürlich – also da sind sich glaube ich viele noch nicht so sicher, ob man diese Agenten gut genug steuern kann, dass die keinen Quatsch machen. Man hört ja auch von ClaudeBot, der auch auf Kommandos mit „Bitte hör auf” nicht reagiert und dann aber einfach weiter alle E-Mails löscht, unwiderruflich. Gab es einen prominenten Fall. Und heute Nachmittag ist auch eine Session dazu, was KI-Agenten machen, wenn du nicht hinsiehst. Da bin ich sehr gespannt drauf, wo es eben um dieses Thema Governance geht und das Orchestrieren von den KI-Agenten.
[00:08:52.960] – Sarah
Im Vorgespräch hattest du davon erzählt, dass das Mindset und die Arbeitsweise anders ist in Texas oder in dieser South by Southwest Bubble. Ich glaube, das wäre auch super spannend für die Leute, die zuhören.
[00:09:07.680] – Chris
Ja, also tatsächlich ist ja nicht so, vielleicht nicht nur Texas hier, sondern das sind ja so stellvertretend für die ganzen USA oder auch sehr international. Hier sind auch sehr viele Menschen aus Brasilien. Die haben ja auch einen eigenen riesigen Pavillon und entsprechend auch viele Panelgäste. Es ist halt so ein anderer Spirit. Ich weiß gar nicht, ob das jetzt nur die amerikanische Prägung hier ist oder ob das einfach auch die Menschen sind, die hier zusammenkommen, die vielleicht ein bisschen weniger Bedenken haben, wenn sie was Neues ausprobieren. Aber meine erste Session gestern Morgen hieß Moonshots, also was es wirklich braucht, um Dinge zu verändern. Also angelehnt an John F. Kennedys Initiative, den Mond damals zu erreichen, was ja nachweislich auch geschafft wurde, da viel Innovation entstand und viele Firmen, die wir heute kennen wie Intel und so weiter, auch daraus entstanden sind. Und was ich daran spannend fand, das war ein Panel aus vielen Leuten aus ehemaliger Biden-Administration, aber auch aus der Forschung und aus dem Lernwesen, sage ich jetzt mal, die Lernsoftware entwickeln. Und die haben sehr dafür geworben, Dinge wirklich groß zu denken und zu verändern. Was ich daran cool fand, ist, diese Vorträge gibt es ja, kann man auf YouTube gucken und so, wo viele Leute über darüber so Motivationsreden halten, dass man sich nur trauen muss. Ist aber natürlich sehr vage gefasst. Aber wenn ich mir jetzt anschaue, was dieses Jahr so alles möglich geworden ist, mit Claude selber zu bauen, dann in die Kombination aus diesem Spirit nehme und dann eben die Nutzung von einer KI, die tatsächlich mir hilft, eine Software auch zu bauen oder ein kleines Tool nur, dann kann ich ja wirklich quasi mit meiner Vision, die ich habe, die ich mich vielleicht, wo ich vor Jahren noch ein Team gebraucht hätte, jetzt wirklich einfach mal selber hinsetzen und zumindest mal anfangen und einen Prototyp zu bauen von dem, was ich machen will, im Sparring mit Claude und dann mit Claude Code in der Umsetzung. So in den letzten Folgen haben wir ja auch schon von Tools gesprochen, die wir hier für die netzstrategen gebaut haben. Da ist ja noch ganz anderes möglich. Also wenn ich jetzt sage, ich baue mein eigenes Office-Paket mit Excel und Word, dann dauert es wahrscheinlich ein bisschen länger, aber ich kann es ja grundsätzlich machen. Also ich kann mich grundsätzlich jetzt hinsetzen und anfangen und mir vielleicht mal 2 Wochen nehmen und einfach mit Claude im Sparring und Claude Code es dann auch umsetzen. Und darum ging es auch. Also was da extrem beschleunigt ist, ist eben so der Weg zum Prototyp und vielleicht auch der Weg zur fertigen Software. Da gibt es ja jetzt schon allerhand Stories, wenn man auf LinkedIn und so weiter schaut, dass das Menschen gemacht haben. Ich glaube, da muss man immer ein bisschen skeptisch bleiben. Aber diesen Spirit würde ich, würde ich auf jeden Fall mitnehmen, wenn es ums Ausprobieren geht. Konträr dazu waren wir ja auch zusammen letzte Woche beim OMT Summit in Düsseldorf. Und was auch eine coole Erfahrung war. Aber so vom Spirit her war es so, ich, von allen Sessions, in denen ich war, ist in mindestens 3 oder 4 als allererste Frage das Thema Datenschutz gekommen. Und klar, klar gibt es den hier nicht, aber es ist ja nicht unüberwindbar. Also ist auch richtig, danach zu fragen. Ich finde es auch ein wichtiges Thema, aber das soll einen ja nicht blockieren. Wenn ich jetzt sage, ich kann nichts machen wegen Datenschutz. Datenschutz, der ist ja für uns Bürger in der EU da und da gibt es einfach Regeln, an die muss man sich halten. Aber man kann ja trotzdem Sachen machen. Und ich habe letzte Woche in den Sessions so Flurfunk, wenn Menschen da rausgelaufen sind, haben sie gesagt: Ja, super, was kann ich nicht machen? Also wenn man da vielleicht sich ein bisschen aus dem Fenster lehnt und vielleicht mal was ausprobiert, auch wenn es in der Firma nicht möglich ist, sondern einfach sich mal hinsetzt und ein paar Stunden investiert, entsteht ja vielleicht doch was tolles, was man nutzen kann und was man auch relativ fertig bauen kann mit KI. Und ja, Datenschutz ist wichtig und den soll man auch beachten, aber es ist vielleicht nicht die erste Frage und nicht das, was einen völlig blockiert, weil man findet immer einen Weg, damit ordentlich umzugehen.
[00:13:43.970] – Sarah
Ich finde diese Entwicklung total faszinierend, dass einen jetzt nicht mehr die technischen Fähigkeiten so wirklich einschränken, sondern quasi die eigene Vorstellungskraft und die Ideen, wie man zum Ende kommt. Ich bin sehr gespannt, was noch so passieren wird. Kannst du uns einen kleinen Ausblick geben, was du dir noch anschauen wirst?
[00:14:04.540] – Chris
Ich habe mir jetzt mal so einen groben Plan gemacht für die nächsten Tage. Heute bin ich noch in einer Session von der Universität Berkeley, wo Neurowissenschaftler sich darum kümmern, ob, also plakativ gesagt, ob uns KI dümmer macht, weil es natürlich viele Aufgaben abnimmt. Und das ist ja so quasi ein kognitives Outsourcing. Also wenn man jetzt mal von der plakativen Überschrift runtergeht in was es wirklich ist, ist es natürlich so, dass ich das auch manchmal schon merke, wenn ich einen längeren Text bekomme irgendwoher, dass ich denke, den lasse ich mir sofort zusammenfassen, weil durch KI das einfach möglich ist. Und da muss man auch so ein bisschen aufpassen, dass man seinen Kopf noch ganz frisch hält und sich nicht alles von der KI vorbeten lässt, dass man eben da auch noch über die Sachen nachdenken kann. Und danach gibt es noch eine Session, die da gut übergeht in, wie ich weiterhin kreativ arbeiten kann oder Kreativität entwickeln kann. Du hast auch schon mal gesagt, wenn ich, die Grenze ist ja nicht mehr das technisch Umsetzbare jetzt mit KI, sondern tatsächlich, was kann ich mir eigentlich vorstellen, Oder was kann ich denn kreativ gestalten? Wenn ich jetzt, ich mich jetzt hinsetzen würde und würde sagen, ich baue eine neue Software, fällt mir überhaupt ein Use Case ein? Oder ist mir jegliche Kreativität abhanden gekommen? Oder vielleicht hatte ich die auch nie. Aber die, die ist ja jetzt quasi die, die noch die Grenzen setzt. Also Technologie ist super zugänglich, die Umsetzung ist super zugänglich, meistens nicht teuer. Zumindest ein kleines Mal zu versuchen. Aber die Kreativität, was umzusetzen, was nicht mittelmäßig ist, weil KI am Ende ein Mittelmäßigkeitsverstärker ist, sondern zu überlegen, was kann ich in meinem Alltag automatisieren oder welche Software, welche App, welche Automatisierung bringt irgendwie überhaupt Value in meine Organisation? Das ist ja das, was limitierend ist. Und das ist so mein Ausblick. Aber es geht ja nächste Woche noch, also jetzt ganz Wochenende und nächste Woche noch weiter. Da passieren noch viele Sessions. Es wird dann auch immer technischer, auch was an neuen Technologien noch mal dazu kommt und wo vielleicht das eine oder andere noch vorgestellt wird, was wir jetzt auch noch nicht kennen. Also ich habe dann ab dem Wochenende eher technischere Sessions jetzt mal reserviert. Da jetzt hier in Austin auch umgebaut wird und das Convention Center abgerissen wurde, Also die Leute, die schon öfter da waren, da wird man auch kurz nostalgisch. Das ist einfach ein riesiges Loch. Und die Sessions sind so ein bisschen verteilt in die Hotels außen rum und in andere Gebäude. Die sind dann auch kleiner, weil die Säle einfach kleiner sind. Das heißt, man kommt auch nicht mehr so gut überall rein, sondern ohne eine Reservierung – man kann Sessions reservieren, bis zu 3 Stück am Tag, das ist auch ziemlich gut und fair, hat man eigentlich keinen großen glaube ich, keine große Aussicht, in gut besuchte Sessions noch reinzukommen, wenn man da keine Reservierung hat. Deswegen halte ich mich jetzt mal so weitestgehend an meinen Plan, aber werde ich dann berichten, wie es, wie es ausgeht, ob ich noch irgendwo reingestolpert bin, mit dem ich vorher nicht gerechnet hätte. Passiert ja auch jedes Jahr.
[00:17:33.810] – Sarah
Ja, cool. Da bin ich gespannt. In den nächsten Folgen mit Christina werden wir ja bestimmt auch wieder über Themen sprechen. Du hast es gerade gesagt. Das ganze Wochenende und die ganze nächste Woche. Wie schaffst du es, Sachen wirklich mitzunehmen? Und den ganzen Tag so intensiv berieselt wird, ist ja auch irgendwann mal die Kapazitäten der Speicher voll. Machst du dir da in den 7 Jahren, die du jetzt da bist, oder 7 Mal ein System erarbeitet?
[00:18:00.380] – Chris
Mein Hirn brennt so oder so, aber es brennt die letzten 3 Jahre auf jeden Fall weniger, seit es die, seit es KI-Notetaker gibt. Also ich nutze dafür ja Fireflies, ein Tool, gibt auch Otter.ai und auch viele andere, die sozusagen eine Aufnahme machen und dann automatisch ein Transkript erstellen. Das funktioniert ziemlich gut. Also ich lege dann einfach mein Handy auf den Schoß, mache das an, dann läuft das schon mal mit. Das ist schon, davor habe ich das immer mit Notion gemacht und Fotos von Slides und Sachen aufgeschrieben. Man kennt es ja, während man aufschreibt, hört man eigentlich schon nicht mehr so richtig zu. Dann ist so eine Stunde Session oder eine Panel-Diskussion mit mehreren Leuten super, super anstrengend und du kommst raus und hast da irgendwie deine Notizen, denkst aber, ich weiß eigentlich gar nicht, was gerade passiert ist. Und das ist jetzt schon deutlich besser geworden und mit diesen Transkripten gibt es einmal von Fireflies direkt eine Zusammenfassung, die man sich machen kann. Ich lade die jetzt aber in Claude, also ich habe mir dann Projekt gebaut, was mir noch mal eine Zusammenfassung schreibt von jeder Session, und damit fahre ich eigentlich ganz gut. Also ich habe dann vielleicht 3, 4 Sessions am Tag, also 4 Stunden Input neben Gesprächen und so weiter, die man hier noch hat, und die kann ich mir dann ganz gut zusammenfassen lassen und kann mir jeden Tag abends noch mal durchlesen oder am nächsten Tag, um das dann nochmal aufzubereiten. Mache auch jedes Jahr bei uns in der Firma noch so eine interne, so eine kleine Runde mit den wichtigsten Erkenntnissen oder was jetzt irgendwie neu war. Das hilft mir dann wahnsinnig, das dann auch nochmal aufzubereiten, auch mal in Newsletter zu packen oder mich schlichtweg an die Sachen zu erinnern. Weil daraus kann ich mir dann, wenn ich, wenn ich weiß, in der ein oder anderen Session habe ich was gelernt, was ich später umsetzen möchte, dann kann ich mir das da mitnehmen und aus den Notizen nochmal aus dem Transkript genau an die Stelle gehen und mir das nochmal Wort für Wort durchlesen und bin nicht mehr auf meine Notizen angewiesen, weil weder mit iPad mitschreiben noch mit Notion auf dem Handy noch auf dem Laptop hat man die gleiche Aufmerksamkeit, weil man immer gerade was macht, während da vorne schon wieder jemand redet.
[00:20:21.450] – Sarah
Da bin ich immer gespannt und freue mich drauf. Chris, vielen Dank, dass du dich aus Austin live zu oder dass du dich aus Austin dazu geschaltet hast. Liebe Grüße gehen raus an Christina, die ist ab nächstes Mal wieder dabei.
[00:20:35.390] – Chris
Genau, gute Besserung an Christina, die jetzt krankheitsbedingt ausgefallen ist. Nächstes Mal mit mehr Power zurück. Und ich starte jetzt hier mal noch mit einem zweiten Kaffee in den Tag.
[00:20:47.550] – Sarah
Ja, prima. Wir werden auch alles, was du noch zu South By kommunizieren wirst, in die Shownotes packen. Ich empfehle euch auch, euch mit Chris auf LinkedIn zu vernetzen, weil er da auch immer tolle Einblicke über Postings gibt. Dann vielen Dank, Chris, und viel Spaß noch.
[00:21:06.320] – Chris
Dankeschön, hau rein und bis zum nächsten Mal.
[00:21:13.520] – Sarah
Der Digital Impact Podcast ist ein Projekt der Digitalberatung netzstrategen GmbH aus Karlsruhe. Er wird vorbereitet und produziert von mir, Sarah Stock. Die Inhalte verantworten die jeweiligen Moderator:innen der Aufnahmen. Abonniert gerne unseren Podcast, damit ihr immer mitbekommt, wenn wir neue Folgen veröffentlichen. Und wer noch mehr von uns netzstrategen hören mag, kann uns auch im Newsletter per E-Mail oder auf LinkedIn abonnieren. Ihr findet uns über Google oder die Links in den Shownotes. Dort gibt es auch alle vorherigen Folgen im Archiv zu finden.
Hör gerne in unsere anderen Episoden mit Digital Impact rein. Diese hier passen gut zum Thema der vorherigen Folge:
Die Digitalisierung hat sehr viele neue Kommunikationskanäle geschaffen. Sie hat sich von einer zusätzlichen Marketingoption zu einem wichtigen Investitionsbereich entwickelt. Hier kommt unser Digital Game Plan ins Spiel.
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